Zu Ende gezittert oder: Die warme Wollwurstpelle.

Fünf Winter lang haben wir uns hartnäckig dagegen gewehrt.

Die Argumente waren:

  • „Hundemäntel sehen affig aus und sind überflüssig!“
  • „Die friert schon nicht – ein Rauhaardackelfell hat schließlich genug Unterwolle!“
  • „Bei so viel Bewegung kühlt sie nicht aus!“

Bislang hat das auch immer weitgehend so gestimmt. Unser Dackelmädchen liebt Schnee und hat in den vergangenen fünf Wintern nur ganz selten gezittert. Wenn wir mal an der Tramhaltestelle warten mussten oder die Rotphase an der Ampel arg lang war. Ansonsten alles soweit in Butter, wenn man unterwegs immer mal wieder die Schneekügelchen von Bauch und Pfoten entfernt hat.

Gestern, irgendwo zwischen Tief Axel und Hoch Angelika, war dann aber Schluss mit lustig. Pippa bibberte draußen ganz erbärmlich. Sogar beim langen Mittagsmarsch gab es Momente, in denen sie ihr Sausen unterbrach, stehenblieb und zitterte. Heute beim Morgengassi hat sie sich vor lauter Zittern beeilt wie noch nie, um zurück ins Warme zu kommen.

Danach hat es mir gereicht. Ich schnappte mir den vom Gatten frisch aussortierten Wollpullover, eine Schere, ein Maßband, einen Stift und den inzwischen wieder aufgetauten Dackel.

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Zehn Minuten später die erste Anprobe.

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Und man muss sagen: So ein Herrenwollpullover ist ideal dafür geeignet, ihn auszuweiden. Man kann aus den beiden Ärmeln ja gleich zwei wärmende Wursthundpellen schneidern. Super.

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Fräulein Zitter hat also ausgezittert!

Apropos: An dieser Stelle bietet sich ein Querverweis auf den von mir sehr geschätzten Blog „Herr Zitter zitiert“ an, dem ich wünsche, dass sein Tag für Tag inspirierendes Gezitter noch lange anhalten möge (er hat’s ja schön warm, so eingebettet in die Word_Presse).

Ein warmes Wochenende wünscht euch
Die Kraulquappe.

10 Gedanken zu „Zu Ende gezittert oder: Die warme Wollwurstpelle.

  1. Das Problem kenne ich nur zu gut. Meine beiden Würstchen frieren in ihrem Kurzhaarpelz ganz erbärmlich, vor allem unsere Dame. Seit ihrer Kastration ist das Fell am Bauch nie wieder richtig nachgewachsen und als Zwerg ist sie auch ein Stück kleiner und natürlich tiefer im Schnee. Was ich richtig zu schätzen gelernt habe, ist ihr Anorak. Gefüttert, für einen Dackel toll geschnitten, wasserdicht und mit Kragen um den Ebenezer-Scrooge-Hals warm zu halten. 🙂

    Dackelige Grüße,
    Der fantastische und leicht frostohrige Bud und co

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  2. Die Idee muss ich gleich mal meinem Frauchen bellen, denn manchmal ist mir die kleinste Größe xs noch zu weit. Aber auch ich brauch gelegentlich eine wärmende Hülle vor allem bei kaltem Wind (mein Fell ist dünn und seidig, sieht durch die Locken nach mehr aus, als es tatsächlich ist und ich habe keinen Fellwechsel, also auch kein Winterfell)
    Gruß Nelly

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  3. Sieht sehr schick aus und macht eine gute Figur! Ich musste vorgestern eine grüne Warnweste mit einem warmen Teddyfell überstreifen. Mein Leinenhalter fand das schick, aber ich habe mich keinen Millimeter mehr bewegt.
    Liebe Grüße, Nacho

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