Das Problem mit/an/bei der Präposition.

Oder: Wenn Redakteure sich nicht an die vom Autor vorgegebene Überschrift halten 😦

Da freu‘ ich mich übers Kuvert mit dem Belegexemplar von „Mein Hund & ich“, blättere zu Seite 70 und kann es nicht fassen: Keine Socke wandert „in“ der Benediktenwand, man wandert „zur“ Benewand oder „auf“ dieselbe, meinetwegen läuft man auch „unter“ ihr herum. Ein paar Geübte gehen „in“ ihr Klettern, das aber hoffentlich niemals zusammen mit ihrem Hund.

Dabei hockt die Redaktion auch noch hier in München und müsste diesen Hausberg eigentlich kennen, zumal der Verlag haufenweise Wanderführer produziert…

Naja, vielleicht waren sie grad so gut drin im Überschrifteln. Titelthema des Hefts „Wecken Sie das Genie in ihrem Hund“. Anderes großes Thema: „Dog-Trekking in der Natur“. Da war es dann nicht mehr weit „in“ die Benediktenwand.

Zweiter faux pas: Bildunterschriften. Manche davon sind glatt gelogen.

Der Hund war topfit. Der hätte locker noch den Gipfelgrat gepackt.

Sei’s drum. Die neue Gästeschlafcouch kann man trotzdem davon bezahlen und außerdem war’s ein Herzensthema.

Einen grünen Donnerstag wünscht

Die Kraulquappe.

11 Gedanken zu „Das Problem mit/an/bei der Präposition.

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