Red- and blacknosed reindeers.

Weihnachten, mal anders: Vom Spitzingsee los Richtung Taubenstein…

…auf menschenleeren Pfaden & mit Zeit zum Innehalten & viel Platz zum Spielen…

…hinauf zur Schönfeldhütte, die spontan beschlossen hat, bei dem Wetter ein Weißwurstfrühstück zu servieren…

…sogar bis 15 Uhr – weil mir ham ja Weihnachten, auch da heroben!

7 Gedanken zu „Red- and blacknosed reindeers.

  1. Hier kommt (zu Ihrer Frage von neulich) die Kaufberatung zum Schuh zum oben abgebildeten Wintergelände 👢
    Viele Online-Versender von Sportkram haben in ihrer Schuhabteilung eine Sidebar mit Filterfunktion, mit der man mal ein bissl einschränken kann, was einem angeboten wird. Testweise hab‘ ich einmal bei bergfreunde.de (gute Erfahrungen mit denen!) eine Auswahl für Sie getroffen, nämlich:
    ‚Frauen‘, dort ‚Bergschuhe‘ (nicht etwa ‚Winterstiefel‘, da bekommen Sie Tussikram mit Pelz). Dann geht’s ins Detail über den Filter ‚Einsatzbereich‘. In Frage kommen ‚Hochtouren‘ [das bedeutet alpine Unternehmungen über ca. 3000 Hm d.h. mit ganzjährigem Schnee-, Eis-, Gletscherkontakt; dementsprechend geeignet für Winterunternehmung in jeder Höhenlage] und ‚Winterwandern‘. Auf die grüne Schaltfläche ‚Übernehmen‘ klicken und Sie bekommen Ihre Auswahl angezeigt.
    Beide Kategorien liefern wärmeisolierte Schuhe.
    Damit Sie nicht ein evtl. unkundiger Verkäufer mit Vokabeln zuquatscht, die nicht wirklich helfen, hier ein unvermeidliches Zusatzthema: Bei Bergschuhen mit Wärmeisolation kommt automatisch die Frage nach der sog. ‚Steigeisenfestigkeit‘ ins Spiel. Grund: Warme Schuhe werden in der Regel in Gelände verwendet, in dem man (zumindest abschnittweise) Steigeisen braucht. Gemeint sind ‚echte‘ Steigeisen, nicht die leichten ‚Schuhketten‘, die man mit einem umlaufenden Gummi o.ä. auf jeden beliebigen Schuh bekommt.
    Für die Befestigung von Steigeisen am Bergschuh gibt es im derzeitigen Markt 3 Varianten:
    (1) sog. ‚Körbchen‘ (aus flexiblem kälteresistentem Kunststoff) hinten UND vorn (vorn ist das allerdings oft nur eine über den Zehen verlaufende Kunststoffschlaufe und nicht unbedingt ein ‚Körbchen‘ im wörtlichen Sinn; heißt halt so). Durch die Körbchen sind Riemen gefädelt, die den Schuh auf der Oberseite umschließen. Die beiden Körbchen verhindern, dass der Schuh auf dem Eisen herumrutscht. Diese Form ist für jeden hinreichend steifen Schuh geeignet.
    (2) Körbchen vorn, hinten ein sog. ‚Kipphebel‘ statt Körbchen. Dies geht ausschließlich bei Bergschuhen, die an der Hinterkante der Sohle eine extra ausgeformte ‚Rastnase‘ aus hartem Kunststoff (oft rot/gelb) haben, in die der Kipphebel einrastet.
    (3) Hinten Kipphebel, dazu vorne ein Metallbügel statt Körbchen (Riemen hier nur als Fangriemen um den Knöchel). Dies geht ausschließlich bei Bergschuhen, die zusätzlich zur Rastnase an der Ferse eine passend vorgeformte Aufnahme an der Schuhspitze haben. Außerdem haben solche Schuhe eine sehr starre Sohle, da der sichere Sitz des Steigeisens hier abhängig von der Biegesteifigkeit des Schuhs ist.
    Bildergooglen Sie einfach mal ‚Steigeisen‘ oder gehen’S in einen Katalog und Sie werden bei vielen Abbildung schnell erkennen, welche Variante Sie jeweils vor sich haben.
    Bergschuhe werden eingeteilt nach der Art der Steigeisenmontage (1,2 oder 3). Bergschuhe für die Kategorie 3 heißen ’steigeisenfest‘ oder ‚absolut steigeisenfest‘. Das sind eher sehr technische Schuhe für wirklich hochgelegene Unternehmungen und entsprechend teuer. Die sind gedacht für längeres Gehen/Klettern mit Steigeisen und haben entsprechend der Montageart der Steigeisen eine eher sehr starre Sohle. Nachteile: Schuh ist schwer, Sohle ist starr.
    Bergschuhe der Kategorie (2) heißen ‚bedingt steigeisenfest‘. Sie haben nur an der Ferse eine spezielle Aufname für Steigeisenkipphebel und können allg. leichter und in der Sohle flexibler sein; höherer Gehkomfort. Ich denke, in dieser Kategorie könnten Sie fündig werden. Ich habe selbst solche Schuhe und im Schnee noch niemals irgendein Kälteproblem gehabt. Auch gut geeignet für Schneeschuhe! Und sogar im Sommer nicht unbedingt zu warm. Solide, bissl schwerere Bergschuhe halt.
    Die Steigeisen der Kategorie (1) d.h. mit Körbchenaufnahme vorne UND hinten passen eigentlich auf jeden Berg– oder Treckingschuh. Dessen Obermaterial sollte halt nicht so dünn und lappig sein, dass die über dem Fuß verlaufenden Riemen einem die Blutzirkulation abschnüren. Daraus folgt, dass Sie auch bei Schuhen der Kategorie ‚Winterwandern‘ fündig werden könnten, die zwar schön isoliert sind (eine Eigenschaft des Isolationsmaterials), aber nicht zugleich ‚bedingt steigeisenfest‘ (eine Konstruktionsform des hinteren Sohlenrandes) sein müssen.
    Ich hoffe, ein wenig weitergeholfen zu haben.
    Praxistipp: Ein Weg, beim Verkaufspersonal die Spreu vom Weizen zu trennen, wär‘ die Eingangsfrage: „Ich interessiere mich für Hochtourenschuhe, evtl. bedingt steigeisenfest, kennen Sie sich da aus oder hätten Sie eine KollegIn, die mir da helfen kann?“ Im Beratungsgespräch dann nachschieben, dass Sie nicht unbedingt mit Steigeisen unterwegs sein werden, sondern Ihr Hauptkriterium die Wärmeisolation ist.
    Viel Spaß/Glück/Erfolg und lassen Sie die Schuhe dann mal sehen 🙂
    LGS

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