Remembering Kölnarena, 13. Dezember 2007.

Grad noch fröhlich über Krapfenwerbung herumgeblödelt – und schon war Schluss mit lustig.

So einen Zusammenbruch zuletzt an jenem Abend vor über 10 Jahren in Köln erlebt: The Boss himself bespielte seinerzeit mit Inbrunst die Halle und ich bespie mit Inbrunst die Sanitärkeramik, am Ende des Abends auf du und du mit der Klofrau (es schweißt zusammen, wenn man ein spektakuläres 15-minütiges „The river“ gemeinsam im weißgefliesten WC-Vorraum hört, die Klofrau mir mit Tüchern den Schweiß von der Stirn tupfend). Santa Claus had been coming to town für 16.000 Fans, nur nicht für mich. Der beste Freund tauchte alle paar Songs vor den Damentoiletten auf, um mich zu überreden, mich wenigstens an den Hallenrand zu verfrachten (wo ja auch die Sanitäter sofort zur Stelle wären), aber nicht mal daran war zu denken. Zu schwach für alles. Dann noch eine gruselige Nacht, Tür an Tür, am nächsten Tag der Rückflug nach München mit Schüttelfrost und Immodium. Ein kurzer, heftiger Alptraum, so ein Norovirus.

Gestern ab 18 Uhr dann Norovirus 2.0. Diesmal ohne Springsteen in Köln, dafür mit Tierklinikbesuch in Oberhaching, dort leider ohne nette Klofrau und passende musikalische Untermalung. Das Dackelfräulein hatte ein Kauknochenendstück verschluckt und quer im Hals stecken, jaulte wie wir sie noch nie hatten jaulen hören. Gottseidank rutschte das Ding dann doch noch bis in den Magen durch. Gruseliger Abend, gruselige Nacht. Den kleinen Hundekörper ganz nah bei mir, mich immer wieder ihres Herzschlags vergewissernd (übertrieben & irrational).

Heute komatöser Zustand, aber mit allerbester Pflege: Auf einen Schluck Elektrolytelösung zwei Schluck Cola, das Ganze mit Zwieback abdichten, alle paar Stunden eine Palette Chemie reinpfeifen, der Gatte hatte schließlich die halbe Apotheke leergekauft, ansonsten Wärme und Schlaf, und am Abend feststellen, dass das Gröbste wohl schon überstanden ist.

11 Gedanken zu „Remembering Kölnarena, 13. Dezember 2007.

  1. Auweia. Zu Anfang Deiner Story dachte ich bloß, Du hättest vor Bruce Allmächtig zu tief ins Glas geschaut. Aber mit dem doofen Noro ist tatsächlich nicht zu spaßen. Gewagt, da überhaupt den Weg in die Arena anzutreten…. Das mit den Kauknochen (meiner steht auf Ochsenziemer) ist mir auch immer unheimlich. Habe auch immer Angst das was im Hals stecken bleibt, aber bisher sind wir zum Glück davon verschont. Gute Besserung in jeglicher Hinsicht. 🍀

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    • Danke, geht schon viel besser!
      Mich hat’s damals erst nach Ankunft in der Kölnarena erwischt, sonst wäre ich natürlich gleich im Hotel geblieben.
      Tja, und das mit der Rinderkopfhaut ist jetzt 6 Jahre gut gegangen, aber diese Endstücke waren uns noch nie geheuer. Lieber rechtzeitig wegnehmen.

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  2. Gute Besserung für’s Dackelfräulein!
    Einer der Kater des Hauses hier frisst ab und zu Pampasgras, das ja sehr scharfrandig ist. Das bedeutet dann stundenlanges Kotzewischen und auch mal einen Tierklinikbesuch. Und wenn es dem Kater wieder gut geht, brauche ich eine Kur für die Nerven…

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  3. Erst mal vielen Dank fürs Besternungsfeuerwerk bei mir im Blog. Tolle Überraschung.

    Ja der Bruce – erzeugt bisweilen schon seltsame Konzerterfahrungen. Ich bin ehrlich gesagt, nie so richtig der Hardcore-Fan von ihm gewesen, obwohl ich die „Darkness on the edge of Town“ , die „Nebraska“ und eine Handvoll Songs, verteilt auf alle Alben von ihm sehr mag.

    Hatte mich 2013 aufgerafft, ihn dann doch mal live erleben zu wollen und erlebte ihn in Leipzig: Kurz gesagt es war akustischerseits grottig. Da wars dann wieder ne ganze Weile aus mit Airplay in meiner Anlage. Bis vor kurzem. Die „Darkness….“ passt halt super derzeit auf die allgemeine Lage.

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    • Bedanke mich ebenfalls fürs Besternungsfeuerwerk. Bin über hotfox auf deinen Blog gekommen, naja, letztlich natürlich über Bruce 😉
      Erst hotfox durchgepflügt, dann bei dir weitergelesen (da hab ich noch gut zu tun).
      Ich bin ehrlich gesagt schon eher der Hardcore-Fan (zwischen 20 und 30 Konzerten, ich müsst’s zählen), was aber nicht gleichbedeutend ist mit einem Besternungsfeuerwerk für jeden Song auf jeder CD (echt nicht). Aber in toto ist und bleibt es der Soundtrack meines Lebens. Und Leipzig 2013 fand ich (so in Reihe 5 oder 6) klasse, Akustik hin oder her (setlist war nicht die beste, aber „Back in your arms“ großartig). Die Darkness ist und bleibt auch mein Lieblingsalbum, dicht gefolgt von der BTR und der Nebraska. Soweit für’s Erste.
      Wir lesen uns!

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  4. Pingback: Meeting Wolfgang oder: Jraaduss. | Kraulquappe

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