Aggregatzustände.

Vor dem Haus jetzt doch nochmal diese riesige Projektionsfläche für (Winter-)Träume aller Art.
Ein Traum in weiß. Szenerien, an denen man sich nie sattsieht.

Und an diesem Schneepferdchen erst recht nicht!

Englischer Garten, 04.02.19.

Was mich heute ebenso via Smartphone erreichte wie die Wasserstandsmeldung vom Papa: „Wir kommen kaum noch aus der Tür raus!“.

Rottach-Egern, 04.02.19.

Freute mich dran, wie schön es da überall ausschaut, beim Gatten samt Pippa & beim Papa, und freute mich dann noch mehr an 2.000m in einem fast menschenleeren Freibad.

Glitzerndes Wasser in der Wintersonne, jede zweite Bahn halb blind geschwommen, ins gleißende Licht hinein, güldenwarme Strahlen im Gesicht, auf dem Rücken und dem Bauch.

Die drei einzigen Geräusche: der rhythmische Armschlag, das Blubbern der Luft beim Ausatmen und das Schneeschippkratzen des Bademeisters, der in Skiklamotten die Stadiontreppen freischaufelt – warum auch immer die vom Schnee befreit werden müssen.

Dante-Winter-Warmfreibad, 04.02.19.

Danach in die Sauna, dann ein köstlicher Hagebuttenkrapfen (gekonnt so angebissen, dass einem die Marmelade nicht den Bademantel versaut, und das trotz der neugierigen Zuschauer und einem sich festtretenden CMD), eine gute Lektüre (Antje Rávic Strubel, allein der Name begeistert mich bei jedem Blick aufs Cover) und ein paar glückliche Gedanken im Ruheraum (es könnte eine erfreuliche Woche werden).

Das „Krapfenglück“ besteht darin, zwischen all dem Firlefanz wie Pina-Colada-, Tiramisu- und Bienenstich-Krapfen die wenigen Konditoreien zu finden, in denen man noch den Klassiker mit Hagebutte erwischt, für den sich leider kaum noch wer zu interessieren scheint.

39 Gedanken zu „Aggregatzustände.

  1. Krapfen? Eindeutig Pfannkuchen!!! Ein Berliner erkennt es sofort. Hab noch nie in meinem Leben Pfannkuchen mit Hagebuttenmarmeladenfüllung bekommen oder gegessen. Das muss ein Leckerbissen sein, egal ob Pfannkuchen oder Krapfen drumrum. Hast Du ein Glück! Dazu noch das Schwimmbad-, Ohne-Leinen-Schneepferd-(herrliches Foto!) und Sonnenglitzerpapaschneeglück!!! Du mehrfach Glückliche. Meine Kleinfamilie hatte am Samstag übrigens keines der vielen Glückse: sie fuhren in Richtung Gitschberg noch schön an Deiner Theresienwiese vorbei, kamen dann aber nicht über den Brenner und haben eine Nacht in der Innsbrucker Olympiahalle auf Feldbetten übernachtet.
    Dann lieber Münchner HagebuttenKRAPFEN… Liebe Grüße. Birgit

    Gefällt 1 Person

    • In meiner Kindheit erinnere ich mich an gezuckerte Pfannkuchen mit Erdbeermarmeladefüllung, nach dem Mauerfall lernte ich sie mit Pflaumemnmusfüllung und der schrecklichen Glasur kennen. Hier in Österreich mag ich die Standardsorte: Krapfen mit Staubzucker übergossen und mit Marillenmarmelade gefüllt.

      Was für neue Wörter ich mir dabei aneignen musste… ich glaub‘, dafür habe ich mir einen Krapfen verdient und werde sie mir vielleicht morgen beim Bäcker holen.

      Gefällt 2 Personen

    • Um Himmels Willen: Olympiahalle Innsbruck statt Südtirol?!
      Zwischenzeitlich fahren deine Lieben aber hoffentlich bei schönstem Sonnenschein die Plose hinunter…?
      Liebe Grüße (und zu dem ganzen Gekrapfe gleich ein Sonder-Sammel-Kommentar)
      Natascha

      Gefällt 1 Person

      • Ja… zwischenzeitlich fuhren sie durchaus…
        Bis heute. Die Tochter hat sich nachmittags beim Rodeln die Nase gebrochen. Nun ist eher Wandern angesagt. Da erlebt man die schöne Natur gleich viel intensiver. 😞

        Gefällt 1 Person

      • Ach du meine Güte! Ich hoffe, die beiden kommen ansonsten unversehrt zu dir zurück!

        (Spontan wollt‘ ich schreiben:
        „Downhill skiing on the Plose
        And the daughter broke her nose.“
        Aber da war’s schon nach 23 Uhr und ich zu müde zum Tippen.)

        Gefällt 1 Person

  2. Pfannkuchen? … Krapfen? … Also für mich sehen die Teile wie Berliner aus … und da ist dann Schlecksel drin … aber egal wie man sie nennt, wer im verschneiten Freibad seine Bahnen zieht hat sich den Genuß redlich verdient … ;o)
    Ein Abendgruß aus der wohlig-warmen Stube,
    Spike

    Gefällt 2 Personen

    • Ich habe aus Berlin nach Stuttgart umgezogene Freunde. Die haben ein halbes Jahr lang stoisch beim örtlichen Bäcker ‚Pfannkuchen‘ bestellt und ‚Berliner“ gewollt. Irgendwann stand dann ein kleines Schildchen vorm Objekt der Begierde: „Berliner Pfannkuchen“. Schön, oder?
      Schöne Grüße, Birgit

      Gefällt 1 Person

      • Guten Morgen,

        hab einen Kumpel in Leonberg, der ist gebürtig aus Neukölln und sagt er leistet da Entwicklungshilfe … muß ihn mal fragen, ob er das Pfannkuchen-Problem dort schon gelöst hat …
        Ach ja, was ist denn in den Stuttgarter „Berliner Pfannkuchen“ drin … etwa Breschtlingsgselz?

        Liebe Grüße aus dem Südwesten!
        Spike

        Gefällt 2 Personen

      • Guten Tag, Herr Spike.
        Ja… ich denk schon, dass es Erdbeermarmelade ist, aber so genau weiß ich es nicht. Habe vor meiner halbgaren Antwort natürlich mein Wörterbuch ’schwäbisch-hochdeutsch‘ bemüht…
        In diesem Zusammenhang: dem gemeinen Berliner ist übrigens auch nicht logisch zu vermitteln, dass im Ländle eine Waschmaschine nach der Anschaffung zunächst ins Wasser gestellt werden muss…
        Liebe Grüße.

        Gefällt 1 Person

      • Liebe Frau Tontoeppe,

        ich bin hier ja gottseidank auf der badischen Seite der Grenze zwischen Genie und Wahnsinn, und ich wußte auch lange nicht, was Breschtlingsgselz ist … bei uns nennt man’s Ärber-Schlecksel … (wobei wir spaßeshalber dann auch den Erzbischof ab und an als „Ärber-Schorsch“, also Erdbeer-Schorsch, titulieren … ;o)
        Das mit dem „ins Wasser stellen“ haben wir Badener allerdings mit den Schwaben gemeinsam – was nichts anderes bedeutet, als daß man die Waschmaschine mittels Wasserwaage beim aufstellen genau waagerecht ausrichtet – hab das erst vor nem halben Jahr mit meiner neuen Miele zelebriert …

        Lotrechte Grüße!
        Spike

        Gefällt 2 Personen

      • Lieber wohlgeloteter Spike… ich freue mich durchaus, dass die Erklärung auf beiden Seiten der von Dir beschriebenen Grenze stimmig ist. So wurde mir das Ganze damals auch schwäbsch erläutert… schließt sich eine letzte sprachlich-regional verursachte Frage an: warum muss der Klempner nun ein Flaschner sein? Welche Flaschen bewegt er?
        Mit fragendem Blick grüßt Frau Tontoeppe.

        Gefällt 1 Person

      • Guten Morgen liebe Frau Tontoeppe,

        also diesseits der genannten Grenze ist ein Klempner ein Klempner oder maximal in einem Anfall von hochdeutscher Sprachverwirrung auch frei nach Reinhard Mey ein Installateur … das mag Dir eine Hilfe sein, auf welcher Seite der Grenze der Wahnsinn herrscht … ;o)

        Soderhalb und desderwegen hab ich mir ein Herz gefaßt und Sori’s Tante Wiki gefragt, deren Auskunft (siehe Link unten) meinen Verdacht bestätigt, daß die Schwaben – ähnlich den Nord- und Ostseeküstenbewohnern, die die zweite Lautverschiebung nicht mitgemacht und so das Plattdeutsch als eigene Sprache etabliert haben – die Vereinheitlichung der Handwerksbezeichnungen bei der Gründung des Deutschen Reiches 1871 konsequent verweigert haben und bei den mittelalterlichen Begriffen geblieben sind …

        https://de.wikipedia.org/wiki/Klempner#Etymologie_und_Bezeichnungen

        Mit rostfreien Grüßen,
        Spike

        Gefällt 2 Personen

      • Die „fliegenden Untertassen“ kennen wir hier auch als „Amerikaner“ … und unsere „Berliner“ sehen aus wie der einzelne Krapfen oben im Bild, das Frau Kraulquappe gepostet hat … ist wohl einfach wie mit den Wienern, die in Wien Frankfurter heißen und bei den Schwaben Saitenwürschtle … ;o)

        Gefällt 3 Personen

      • @Sori, Birgit und Spike

        Wir stellen hier weiterhin gern eine Chat-Plattform zur Verfügung, auf der sich Musik-, Sprach- und Krapfenfreunde (aller Länder) nach Herzenslust und unabhängig von ihrer Glaubensrichtung (musikalisch, dialektal und was die Krapfenfüllung angeht) auf gepflegte Weise austauschen können. Bitte sehen Sie es uns nach, wenn wir uns aufgrund der Fülle der Beiträge auf das Moderieren derselben (=Freigabe der Beiträge sowie Korrektur der wichtigsten Rechtschreib-/Tippfehler, Ergänzung fehlender Satzzeichen, Entfernung überflüssiger Emojis und ggf. auch kleinere stilistische Nachbesserungen) beschränken.

        Gez. Die Redaktion (noch beim Morgenkaffee)

        Gefällt 2 Personen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.