Zugezwinkert.

Auge in Auge – und das mehr als nur einen kurzen Augenblick.
Mal hinunter zum Dackelfräulein gelurt, dann wieder hinauf zu mir.

Zu dritt dort auf der Aussichtskanzel innehaltend und dem Heimatfluss beim Plätschern zusehend.

Die Krähe lacht. Die Krähe weiß,
Was hinter Vogelscheuchen steckt,
Und dass sie nicht wie Huhn mit Reis
Und Curry schmeckt.

Die Krähe schnupft. Die Krähe bleibt
Nicht gern in einer Nähe.
Dank ihrer Magensäure schreibt
Sie Runen. Jede Krähe.

Sie torkelt scheue Ironie,
Flieht souverän beschaulich.
Und wenn sie mich sieht, zwinkert sie
Mir zu, doch nie vertraulich.

[Joachim Ringelnatz]

2 Gedanken zu „Zugezwinkert.

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