Himmel der Bayern (54): Es apert!

Die Hauptsache aber ist ja, dass es nicht hapert – und das ist definitiv der Fall da heroben!

Vormittags kommt eine Whatsapp von der ehemaligen Hüttenkollegin: „Hi, Grödeln und Sulzer. Würd mich freu’n!“. Etwas knapp fasst es sich ja schon, das Bergvolk, aber die Botschaft war klar: Der Sulzersteig ist wieder begehbar, zumindest mit Grödeln, die Lawinengefahr vorüber, das Wetter bestens und offenbar freut man sich auf mich.

Und das wiederum freut mich, denn es hätt‘ ja auch anders ausgehen können, nachdem ich ja den Hüttenjob letzten Sommer bereits nach 2,5 Tagen (was hier heroben 34 Arbeitsstunden exkl. Auf- und Abstieg bedeutet) wieder quittiert habe, weil weder ich noch mein Ellenbogen diese körperlich brutal anstrengende Akkordarbeit verkraftet haben (obwohl’s mir stimmungsmäßig und atmosphärisch schon getaugt hätte).

Umso schöner, wenn das Gute überdauert und bleibt. Jetzt gibt’s hier immer noch mindestens eine leichte Weiße aufs Haus und ein Premiumplätzchen am Ofen oder auf der Sonnenterrasse, die erst vor ein paar Tagen von den Schneemassen befreit werden konnte, so dass man da wieder prima sitzen kann mit Zugspitzblick und Sonnenbrandgefahr.

Der Hüttenwirt hat nach diesen Winterwochen Oberarme wie ein Bodybuilder vom Schaufeln und Fräsen und wirkt insgesamt ein bisserl drahtiger als noch im Herbst.

Bergab macht der Sulzersteig spätnachmittags seinem Namen dann alle Ehre und von den Tannen tropft’s hie und da auch schon mächtig runter. Es apert wie wild!

In den Baumwipfeln des Bergwalds werden erste Frühlingslieder geträllert und daheim in München sitzt der Gatte mit offener Jacke im Eiscafé und apfelstrudelt in seiner Mittagspause vor sich hin.

In diesem Sinne beschließen wir die Blogwoche mit einem Lied, das wir immer dann hören, wenn ein kalter, schneereicher Winter sich allmählich dem Ende neigt und der Frühling uns sanft in der Nase zu kitzeln beginnt:

Little darling, it’s been a long cold lonely winter
Little darling, it feels like years since it’s been here
Here comes the sun
Here comes the sun, and I say
It’s all right
Little darling, the smiles returning to the faces
Little darling, it seems like years since it’s been here
Here comes the sun
Here comes the sun, and I say
It’s all right
Little darling, I feel that ice is slowly melting
Little darling, it seems like years since it’s been clear
Here comes the sun
Here comes the sun, and I say
It’s all right

13 Gedanken zu „Himmel der Bayern (54): Es apert!

  1. Mei, scho wieda vier Anglizismenbürscherl … Moment, des hammer glei: I kenn do poa Dolmetscher …

    Schöner Song … paßte auch hier am Rand des Schwarzwalds zum heutigen Wetter … mußte im Büro die Jalousien schließen, damit ich noch was auf dem Monitor sah …

    Lieber Abendgruß aus der Ortenau!
    Spike

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      • Ich war ehrlich gesagt überrascht, daß der Link so ganz ohne mein Zutun automatisch zum Video-Player wird … und der funzt hier ganz geschmeidig … aber ich hab ja hier auch nen richtigen Rechner mit Tattatur und Suse Linux – weiß ja nicht was für ein Unterwasser-Teil Kraulquappen in der Badewanne zum surfen benutzen …
        Ein freundliches „Gut schwimm!“ ins häusliche Binnengewässer!
        Spike
        p.s.: „surfen in der Badewanne“ … das klingt wie „Iron Man für Nichtschwimmer“ … ;o)

        Gefällt 1 Person

    • Grad eben (München-Mitte, 14 Grad) endlich das Video angeguckt: natürlich altbekannt, ich war einst schwer verliebt in den Klang des Wortes „schmölzn“.
      Dank dir für die musikalische Erinnerung & einen schönen Sonntag!

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      • 1ch dachte mir schon, daß Du’s kennst – kommt ja praktisch aus der Nachbarschaft …
        A propos „schmölzn“ – ich mußte ehrlich gesagt erstmal wikipedieren, was es mit „apern“ auf sich hat: Dieser Begriff war für mich komplett neu, obwohl es hier im Schwarzwald ja auch immer wieder schneereiche Winter gibt … aber bei uns taut’s einfach nur ganz profan … die Schwarzwälder brauchen anscheinend keinen „Aperitif“ ;o)

        Auch Dir einen schönen wort-wörtlichen Sonn-Tag!
        Spike

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    • Ja, ich genieße das auch sehr.
      Das Schönste ist ehrlich gesagt momentan der Kontrast: hier vor der Haustür frühlingshaft warm und die Eiscafés/Biergärten schon voll – und einen Katzensprung Richtung Süden noch diese weißen Winterwonnen (früh aufgestanden hat man beides an einem Tag).
      Liebe Grüße in die Hauptstadt!

      Gefällt 1 Person

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