Ich bin ja auch kein Hund, ich bin ein Dackel!

(frei nach Karl Valentin: „Ich bin ja auch kein Mensch, ich bin ein Bayer!“)

Da schau’n Sie sich das an, wie das heut‘ zugegangen ist in München:

Hunderte Dackel aller Couleur samt ihren Besitzern (ebenfalls aller Couleur) patroullierten pünktlich ab 14 Uhr und bei bestem Wetter vom Deutschen Museum hinüber zum Isartor.

Die Polizei hatte die Straßen zu diesem Behufe ordentlich abgeriegelt, schließlich gab es ja nebenher noch eine Demo mit Schildern in Wurst- und Knochenform, und auch der Trojanische Dackel, der den Zug anführte, bedurfte eines Geleitschutzes.

Am Zielort angelangt gab es eine kleine Kundgebung, keine Ahnung, was deren Inhalt war, man hat es vor lauter Trubel, Bellen und Humtata der Musikkapelle nicht verstehen können, aber eh wurscht: Die ganze Aktion hat einfach Spaß gemacht, es gab so viel zu gucken und zu lachen, Jung und Alt kamen ins Gespräch, natürlich auch die Viecherl untereinander – und nicht zu vergessen: das Münchner Urviech unter den Dackelbesitzern war ebenfalls mit von der Partie, logisch!

Beim großen Abschlussfoto für die Presse spontan und mit einem fixen Sprung just neben diesen Herrn platziert (zoomen Sie sich den unbedingt ran, sonst entgehen Ihnen die Kini-Clips im Bart!), man hat da ja eine gewisse Übung (so als Musik-Fan und Konzertgängerin mit Groupie-Gen) und auf Nachfrage hieß es, morgen oder spätestens übermorgen dürfte das wohl gedruckt werden, „wenn das Foto was hergibt“.

Und ich bin sicher, dass es das tut, weil dieser Parade-Bayer schon x-mal im Fernsehen und in Magazinen zu sehen war, auch in meiner eigenen Reportage über Dackeltouren durch München wollte ihn die Redaktion damals unbedingt drin haben, weil irgendwie müssen sie ja gepflegt werden, diese Klischees.

Also: Wenn Sie das Dackelfräulein ausnahmsweise mal auf Zeitungspapier haben wollen und mit stilistisch schlechtem Text daneben, dann kaufen’S morgen und übermorgen – und so eine Empfehlung wird’s in diesem Blog vermutlich nur ein einziges Mal geben! – die BILD-München oder gleich die ganze Münchner Boulevardpresse 1x querbeet, denn wer weiß, vielleicht hat uns noch ein anderer Fotograf erwischt auf der Parade.

Der vom Spiegel jedenfalls nicht. Was aber auch nicht schad‘ ist, weil de ham ja ned amoi d’Überschrift hikriagt (es hoaßt Wadl, ned Wadel, ihr Preißn!).

Das war also unser sonntägliches Highlight…

…und jetzt legen wir hier wohlverdient alle Füße und Pfoten hoch, denn wir sind gscheid gschafft nach dem gestrigen 22km-Stadtrundgang mit dem Besuch aus der Hauptstadt und heut‘ gleich nochmal 14km Latscherei, weil nach der Parade, da wollte das Fräulein selbstverständlich mal richtig sausen, ohne Leine und dieses Verwandtschaftgschwerl um die Ohren.

Wir wünschen der Leserschaft einen schönen Sonntagabend und verlosen unter all denen, die uns die korrekte Anzahl der Dackelfräulein-Fotos in diesem Beitrag nennen können, einen Freilaufgutschein für einen Flussmarsch mit dem Fräulein und meiner Wenigkeit noch in diesem Frühjahr.

Teilnehmen dürfen alle Leserinnen und Leser, die halbwegs gut zu Fuß sind, einen Ball werfen oder schießen können, ein Freundschaftsanbahnungswürstl mitzubringen gewillt sind, die Kosten für ihre An- und Abreise selbst tragen und nicht herummosern, wenn sie nach der Tour dreckige Schuhe oder Hosenbeine haben.
Der Gewinner der privaten Pippa-Parade wird Ende März bekannt gegeben.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

16 Gedanken zu „Ich bin ja auch kein Hund, ich bin ein Dackel!

  1. Und alle Dackel fein angeleint!!! Super.
    Was hattet ihr heute für ein feines Dackelwetter… Sonnenbrille und jackenlos. Bayer müsste man sein. Neid.
    Pippa ist heute bestimmt schön träumend ins Körbchen gefallen.
    Mir bleibt – wie so oft in den letzten Wochen: stürmische und nieselige Grüße zu senden.

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  2. Am Isartor im Valentinsmuseum gibt es eine Dackelausstellung. Gestern durch Zufall entdeckt. Ich wusste nicht, dass München so Dackelaffin ist! Aber bei der Olympiade war das Maskottchen ein Dackel.

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  3. ‚Alles für den Dackel, alles für den Club.‘ War mal ein Schlachtruf in einer …äh… Fernsehserie die ich geschätzte 7 Minuten ertragen habe, aber dieser Spruch brachte mich zum schmunzeln und er blieb haften. Und fiel mir gleich ein beim betrachten dieser schönen Aktion. Auf die Verlosung muss ich leider verzichten, obwohl ich gerne mit Euch durch die wunderbare Landschaft laufen würde. Und mein Hund erst recht. Aber ich sitze im BAP-Land, das ist leider etwas weit weg…. Gruß, Claudi

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  4. Liebe Natascha,
    vielen Dank für den reich bebilderten Bericht zur Dackellage … da hat sich Minga ja für einen Vorfrühlingssonntag regelrecht aufgedackelt … und dazu so richtiges Kaiserwetter!
    (… oder sagt man da im Freistaat dann „Kini-Wetter“? ;o)
    Macht echt was her, Dein Dackelwerk … schöne Bilder vom stehenden und laufenden Gut …
    Liebe Grüße aus dem heute sonnigen Badnerland!
    Spike

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    • Lieber Spike,
      dank dir für die Resonanz! Und ob man hier von Kini- oder Kaiserwetter spricht, na das hängt ganz von der Glaubensgemeinschaft ab, zu der man gehört…
      Jetzt musst du mir aber mal eines erklären: Was bitteschön ist „stehendes und laufendes Gut“? Ist „Gut“ ein Akronym, das mir unbekannt ist oder hast du dich vertippt, weil die Jalousie an deinem Bürofenster immer noch defekt ist und zu viel Sonne durchließ? Oder wolltest du einfach nur eine Nachfrage produzieren oder testen, wie aufmerksam ich die Kommentare hier lese?
      UAwg und derweil beste Grüße aus dem Freistaat,
      Natascha

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      • Guten Morgen Natascha,

        stehendes und laufendes Gut sind Fachbegriffe aus der Seefahrt und beziehen sich auf die Teile der Takelage („Dackellage“), die fest (Masten und deren Verspannung) bzw. beweglich sind (Leinen zum einstellen der Segel) … ich hab mir erlaubt, diese Begriffe auf die Dackel und Besitzer zu beziehen, die stehend bzw. in Bewegung abgelichtet wurden … und war insofern neugierig, ob Dein Sprachschatz auch solch maritime Fachausdrücke umfaßt – hätt‘ ja sein können, daß vielleicht im Freundeskreis jemand ein Segelboot am Starnberger See hat …

        Ich bin zwar auch eine waschechte Landratte, aber da mein alter Herr begeisterter Modellbauer war mit Spezialgebiet „Historische Segelschiffe“, bin ich nicht nur mit Luv und Lee, Backbord und Steuerbord, sondern auch mit Geitauen, Wanten, Brassen und Schoten vertraut …

        Ein Ahoi aus Baden!
        Spike

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      • Mit allen Wassern gewaschen, der Herr Spike! Und ich hab’s mir ja gedacht, dass das ein Wissenstest ist, und nun ist’s raus, dass ich als waschechte Münchnerin tatsächlich niemanden im Freundeskreis habe, der eine Yacht am Starnberger See (auch nicht am Ammersee oder Chiemsee) liegen hat. Ich hab nur einen Papa, der 5 Minuten vom Tegernseeufer entfernt wohnt und ein aufblasbares, grünes Plastik-Krokodil – so schaut’s aus (sagte sie und erweiterte ihre Wunschliste um ein paar weitere Punkte).
        Ein Pfiat di aus München,
        Natascha

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  5. Ja, bin ich denn die Einzige, die den Hauptgewinn abräumen möchte?! Heute früh am Handy hab ich mich noch nicht getraut, meine Antwort zur Preisfrage abzugeben. Nun habe ich mir Bild für Bild auf dem PC angeschaut und ich komme auf fünf mal Pippa. Falls ich damit falsch liege, ist ja vielleicht ein Trostpreis für mich drin 😉 Liebe Grüße nach Bayern von Andrea

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    • Tja, liebe Andrea, bislang zwei Mails und dein Tipp per Kommentarfunktion… Schon enttäuschend. Wahrscheinlich ein Dackel-Overkill bei den Lesern. Oder Angst vor solchen Bayern wie dem auf dem Foto.
      Wurscht. Wir beenden das Preisausschreiben hiermit kurz und schmerzlos, verlosen sofort unter den richtigen Einsendungen den Gewinner…
      Die Anzahl der richtigen Ergebnisse beträgt 1, Du hast’s erwischt, es sind fünf Pippas! Damit hat’s dich erwischt und du hast den Hauptgewinn an der Backe: Isar-Gassi mit dem Fräulein und mir. Eine Spitzen-Nachricht so mitten im Arbeitsvormittag, gell?
      Liebe Grüße nach Braunschweig von Natascha

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      • Mega-Nachricht – mein Tag ist gerettet! Ich freue mich riesig, habe aber auch ein schlechtes Gewissen, da ich eventuell gewisse Vorteile hatte gegenüber den Teilnehmern, die Pippa noch nicht persönlich kennengelernt haben. Aber es gab ja keine dergleichen Ausschlusskriterien für die Teilnahme 😉 Bis bald auf unserem gemeinsamen Spaziergang! Liebe Grüße von Andrea

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