Wien (4): Erlustigungen und Befrustigungen.

Nach dem gestrigen Schwimmausflug weiter in die Leopoldstadt, dort über den Karmelitermarkt und durchs Grätzl geschlendert.

Anschließend in den Augarten.

Im Hundereiseführer angepriesen als eine der größten Parkanlagen, in denen Hunde „mitgeführt werden dürfen“. An der Leine, versteht sich. Aber der Augarten wirbt ja damit, dass er über zwei „Hundeauslaufzonen“ verfügt. Das schaut dann in der Praxis so aus:

Vollkommen trostlos. Wir gehen hinein in das öde, eingezäunte Platzerl mit erdig-sandigem Boden. Pippa guckt uns irritiert an, so ein „Was sollen wir denn hier?“- Blick. Wissen wir auch nicht. Denken wir im Augarten-Café bei einem Törtchen drüber nach (meine Güte: die Kuchen und Torten und Mehlspeisen hier, die sind dermaßen lecker), mit Blick auf den Flakturm (Codename „Peter“).

Nachdem wir uns diesen Erlustigungen gewidmet haben, für die der Park ja auch vorgesehen ist…

…marschieren wir über die Aspernbrücke (ach, die Urania dort am Donaukanal, das erinnert mich an den Kinoabend mit K., vor gefühlt 100 Jahren, als Johnny Depp, der die Hauptrolle in dem Film damals spielte, noch so wunderschön war im Vergleich zu dem Schatten, der er heutzutage ist) rüber in den ersten Bezirk und von dort nachhause.

Nur 14 km diesmal. Nur 1 Std Ruhe, dann weiter zur nächsten Erlustigung, diesmal ohne jede Befrustigung.

Dieses Bauwerk, diese Pracht, diese Flure, dieser rote Samt in den Logen, diese Bühne, dieser Text, diese Sprache, dieser Mann – ein Wahnsinn.

Und sogar Freunde gefunden, beim Anstehen an der Theatergarderobe. Solche wie damals in Eppan. Aber das ist eine andere Geschichte.

Satz des Tages: „Bitte sich festzuhalten.“

7 Gedanken zu „Wien (4): Erlustigungen und Befrustigungen.

    • Polentour in den Pott? Super!
      Wünsche frohes Werkeln und grüßen Sie den Wiktor von mir!

      Übrigens: Man mag das in Polen anders formulieren oder handhaben, aber in Österreich küsst man der Dame stets nur eine Hand. Nur falls Sie mal dorthin kommen mit Ihrem Jeep und Ihrem ukrainischen Silikon, gell!
      Herzliche Grüße,
      Ihre Frau Kraulquappe.

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      • Werkeln bis last minute und eine lange Nachtfahrt zurück. Konsumierte sogar 2 Dosen RedBull, glaubstas. Aber ein schöner Kücheneinbau dort und die am Berg geschnittenen Vorhangstangen hängen, wo sie hingehören. Tochter freut sich, was willst‘ mehra.

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  1. Die Hundezone ist ja fast so einladend wie die gelben Quadrate auf den Bahnsteigen für die Raucher … Erlustigungsort? Das „Au“ im Namen „Augarten“ scheint nichts mit der „grünen Au“ zu tun zu haben – kommt vermutlich von „AUA!“ oder „Au weia!“… da macht sich wohl eher die Stadt Wien über Hunde und ihre Besitzer lustig …
    Ich hoffe wenigstens die „Schoß-statt-Beißkorb“-Strategie in der Bim hat sich bewährt?
    Und da’s für die Dog-Ma ein Törtchen zum Trost gab, hoffe ich Pippa konnte sich auch über ein Trost-Würsterl freuen … oder sonst ein Leckerli …
    … und wurd’s was mit dem Ofczarecken?
    Herzliche Grüße aus der Mittagspause (LKW-vertilgenderweise)
    Spike

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    • Lieber Spike,
      ja, das ist echt nicht einfach, sich mit einem Lauftier in dieser Stadt zu bewegen und ganz offen gestanden hat sich nicht mal die Schoß-statt-Beißkorb-Strategie in der Bim bewährt bzw. sie hat sich wirklich nur für die Dauer der Bim-Fahrt bewährt, nicht aber außerhalb. Wir wurden 2x kontrolliert, beim Ausstieg jeweils (in U-Bahn-Zwischengeschossen), und obwohl schon draußen aus dem Verkehrsmittel und mit angeleintem Dackelfräulein ordentlich neben uns laufend, gab es einen fetten Anschiss und auf die 50€ Bußgeld für dieses Vergehen wurden wir beide Male überdeutlich hingewiesen. Nur der vor Staunen (und Entsetzen) weit aufgerissene Touristenmund und der schnelle Griff in die Jackentasche, in der wir den Alibi-Beißkorb mitführten (und demütig vorzeigen konnten), bewahrte uns vermutlich vor dem Einzug in den nächsten Häfn. Grad nochmal gut gegangen.
      Herzliche Grüße und dir ein schönes Wochenende,
      Natascha
      PS: Vom Ofczarecken nahmen wir aufgrund der fortgeschrittenen Uhrzeit und des uns sehnsüchtig daheim erwartenden Frolleins lieber Abstand. Zur Entschädigung fand ich ja in einem der Flure des Theaters das Beinahe-Nacktfoto (hab ich das gepostet? ich denk schon!).

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  2. Ich finde es übrigens ziemlich befrustigend, dass der Schaetzer das Mitführen ungeladener Schusswaffen wohl schon erlaubt. Da finde ich: gleiches Recht für alle (Schusswaffen).
    Auch wenn Pippa nur von hinten vorm Tor zu sehen ist, fühlt man auf diesem Bild deutlich Fräuleins und Herrchens fragenden ungläubigen Blick…
    Weiter gehörigen Spaß noch! Liebe Grüße. Birgit

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    • Liebe Birgit,
      die Verbotstafel hing am U-Bahn-Steig, aber wurscht. Mich beunruhigte sie auch: da sitzt man dann also mit ungeladenen Schusswaffen, die nicht mal einen Beißkorb tragen, in einem Waggon. Unfassbar. Die spinnen halt, die Österreicher.
      Liebe Grüße und ein schönes Wochenende,
      Natascha

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