Mittelalter oder: The Gaudi is real.

Woran man merkt, dass man nicht mehr jung, aber auch noch nicht richtig alt ist:

Man ist die einzige von fünf Personen in einer Schlange, die der fesche Student an der Buchrückgabe der Stabi nach nur ultrakurzem Aufblicken von seinem Scanner zielsicher nicht duzt. Als er das retournierte Buch der üblichen Sichtkontrolle unterzieht, erntet man für den Titel aber immerhin noch ein ungezwungenes „Ey, coole Sache!“.

In der Sportschwimmerbahn gehört man noch zu den Flotteren, in der Umkleide aber schon zu jenen, die sich bisweilen zum Abtrocknen der Zehen hinsetzen.

Der Lauf der Zeit. Interessante Übergänge sind das.

Überhaupt gerade ein spannendes Lebensalter. Man traut sich endlich Dinge (zu), an die man sich früher nicht rangewagt hätte (zu jung, zu unerfahren, zu was auch immer). Wenn die Zeit, die noch vor einem liegt, statistisch gesehen dann mal kürzer ist als die, die bereits hinter einem liegt, wird manches einfacher und klarer, weil akuter und endlicher.

Und das ist gut.

Prosit & haben Sie einen guten Start in die neue Woche!

8 Gedanken zu „Mittelalter oder: The Gaudi is real.

  1. Ich bin ja mehr beim Volleyball zuhause, und da zeigt sich das bei mir so, daß ich zwar nicht mehr dem Wums im Angriffsschlag hab, mit dem die Jungen ihre Punkte machen, und auch nicht mehr so hoch springe wie sie, dafür selbige allerdings verblüffe, wenn ich nach meinem Aufschlag auf einmal den frech, direkt und kurz vom Gegner „ins Loch“ returnierten Ball – mit dem sie nicht im Traum gerechnet hatten – einen Meter neben ihnen erlaufe und von der Linie des Angriffsraums „kratze“… tja, der „Alte Sack“ riecht sowas eben …

    Okay, in der Umkleide vorm Training brauch ich auch 5 Minuten länger als sie, bis ich meine ganze „Reizwäsche“ montiert hab … ;o)

    Ein sonniger Mittagsgruß aus Baden,
    Spike

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  2. Dieser Buchtitel ist für den Ingenieur natürlich ein gefundenes Fressen … :
    Wie mißt man eigentlich Stadionatmosphäre? Die Applaus-Dezibel alleine sind’s ja nicht … und auch die mittlere La-Ola-Geschwindigkeit ist nur ein weiterer Indikator, genauso wie die Fanschal-Fokussierung und der Käppi-Count … es gibt ja auch noch den Gänsehaut-Faktor, der vermutlich proportional zu Wunderkerzen- und Handylicht-Dichte, aber auch zur Mitsingrate bei Stadionhymne und Fangesängen ist … das Ganze wird vermutlich mit einer komplexen Formel irgendwie zu einem Meßwert zusammengerechnet, mit dem man die Stadionatmosphäre im Vergleich zu einer Art „Urmeter“ unter den Stadien – in Deutschland z.B. die Arena auf Schalke – als relativen Faktor ausdrückt … also z.B. ein Heimspiel der Borussia im Dortmunder Westfalenstadion erreicht in der Spitze etwa 0,9 Schalke, ein Handball-WM Spiel in der Kölnarena liegt schon bei 1,5 bis 1,8 Schalke und Springsteen in San Siro liegt grob geschätzt bei mindestens 5 Schalke …
    … oder sitzt mir wieder mal der Schalk im Nacken? ;o)

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    • Die Frage geb ich weiter nach Frankfurt, an den Gatten. Kann allerdings nicht sagen, ob der bei einer Hörsaalatmosphäre, die zu Semesterbeginn um die 1,37 Schalke liegen dürfte, grad Zeit hat, darauf zu antworten…
      Liebe Grüße nach Ettlingen!

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      • Ich muß ja sagen, daß ihr Münchner 2013 nen genialen Schachzug gemacht habt, als ihr bei Bruce im Olympiastadion sicherheitshalber die Wasserkühlung eingeschaltet habt, um eventuelle Überlastung (siehe Göteborg: Stadium Breaker 1985 bei „Twist and shout“) bei Überschreitung von 2,5 Schalke (das ist die Mindestanforderung des IOC für Olympiastadien) zu vermeiden … ;o)
        Ich bin mir nicht sicher, ob das alle im Publikum wirklich zu schätzen wußten … was aber sicher alle zu schätzen wußten, was die Art und Weise, wie Bruce das Publikum dafür entschädigte: „Born in the USA“ in Originalreihenfolge – ein Hammer-Song am anderen … unvergeßlich!

        Gefällt 2 Personen

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