Song des Tages (38).

Ein Tag der Frauenpower – und zwar nicht nur hier daheim (ich: den Nachfragemist zur Steuererklärung, diese unsagbare Zumutung seitens des Finanzamts, nun endlich weggeschippt und somit hoffentlich bewältigt / das Fräulein: nun heftigst von der Natur getrieben, seit gestern auf intensiver Rüdensuche, wie immer nach dem Motto „Alter, Aussehen, Bildung – alles egal, Hauptsache Rüde!“), sondern auch einen Steinwurf von uns entfernt, im Drossel & Zehner.

Zwei überaus sympathische und attraktive Kanadierinnen (beide schon seit 20 Jahren vergeben, und zwar an einander) präsentieren ein kleines Club-Konzertchen vom Feinsten:

And the moon’s bowing down to the sun
The wind was fierce on the blue water pier
But we took off our clothes we were cavalier
And all I can taste is the look on your face
Coming up through the clear lake water
It’s calm it’s grace, everything’s in place
It’s calm, it’s grace
It’s calm, it’s grace, everything’s in place
It’s calm, it’s grace, everything’s in place
I’m telling you I’m home, I’m telling you I’m home
I’m telling you I’m home, I’m telling you I’m home

Wunderbare Atmosphäre in dem kleinen Club, weil ganz nah dran, und die beiden Ladies von Madison Violet, Brenley MacEachern und Lisa MacIsaac, suchen eh immer wieder den Kontakt zum Publikum, so dass die Stimmung von Song zu Song besser wird: dichter, persönlicher, intimer.

Die Zugabe dann im Dunkeln, von der Bühne hinuntergesprungen, mitten unter den Zuhörern stehend. Ich musste Obacht geben, mich mit meinem Ärmel nicht im Gitarrenhals von Brentleys Gibson zu verheddern.
Ein toller Abend jedenfalls, ein gelungener Auftritt – und mehr kann ich hier nicht schreiben, weil ein Freund nächste Woche auch zu Madison Violet gehen wird und jetzt noch nicht davon lesen möchte, wie der Abend nun genau war und vor allem, wie er endete: nämlich mit einer Umarmung nach einem kleinen Plausch am Merchandise-Stand.

Das Drossel & Zehner wäre eigentlich DIE Location auch für andere Sterne am Musikhimmel, wie beispielsweise Matthias Forenbacher (wir berichteten hier und hier) – deshalb hab‘ ich die Gelegenheit gleich beim Schopf gepackt und vor Ort mit dem Veranstalter gesprochen, Kärtchen und Nummern mitgenommen, so dass man da demnächst nochmal konkreter reden kann, vielleicht lässt sich ja was deichseln (und ansonsten machen wir das halt bei uns daheim im Wohnzimmer: wenn man den Tisch und die Eckcouch rausräumt, ist da Platz genug, das Bier kann man liefern lassen, die Tickets kann der Canon Pixma drucken, und das Dackelfräulein übernimmt den Securtiy-Check am Eingang sowie die Spendensammlung).

Wo ein Wille, da eine Bühne.
In diesem Sinne – gute Nacht allerseits & einen herzlichen Gruß nach Graz!

2 Gedanken zu „Song des Tages (38).

  1. Ich bin Dir nicht böse, wenn Du gerade diesen Kommentar nicht freischaltest.
    Aber sehe ich mich wieder in meiner Annahme bestätigt, dass in Sachen „Soziale Medien“ der Großteil der Leute sich gern am Leid anderer Menschen ergötzt und kommt nun ein positiver Beitrag, sehe ich wenige Likes und keinen einzigen Kommentar?
    Vielleicht bin ich im Moment auch nur streitbar,
    S.

    Gefällt 1 Person

    • Liebe Sori,

      ich nehme an, deine Annahme, über die du in deinem Kommentar schreibst, resultiert aus dem Vergleich zwischen meinem Matrjoschka-Beitrag und dem, unter dem du den Kommentar hinterlassen hast, richtig?
      Dieser Vergleich sieht aktuell so aus: Der Matrjoschka-Blogpost hat bislang 29 Likes und 19 Kommentare erhalten, der Song-des-Tages-Nr.38-Beitrag bekam 19 Likes und einen Kommentar (deinen).

      Nun, welche Schlüsse kann man daraus ziehen?

      Vielleicht diese: Ersterer hat die Leser einfach mehr bewegt. Was ich gut verstünde, denn auch mich hat er mehr bewegt bzw. besser gesagt „existenzieller beschäftigt“.
      Der andere Beitrag fiel mehr in die Kategorie „schönen Abend gehabt und gleich drüber berichtet“ und in dieser heiteren Gemütslage noch ein paar Ideen gesponnen und die teils in den Blogbeitrag mit eingeflochten.
      Vielleicht sind diese Schlüsse aber auch völlig daneben. Es sind ja bloß Vermutungen, was die Leserschaft in den beiden Fällen jeweils kommtierfreudiger oder schweigsamer sein ließ.

      Ich schreibe in erster Linie, weil ich schreiben will, manchmal auch, weil ich regelrecht schreiben muss. Einiges davon landet in meinem Blog, bei Weitem nicht alles. Das, was ich hier veröffentliche, halte ich auf die eine oder andere Weise für (mit-)teilenswert, so gesehen freue ich mich durchaus über Resonanz (eh ein großes Lebensthema von mir: das mit der Resonanz).

      Jetzt ist nur die Frage, was im Blog als Resonanz gewertet werden kann bzw. was jeder, der bloggt eben für Resonanz hält. Sind es die Likes? Sind es die Aufrufzahlen eines Beitrags? Sind es die Kommentare? Oder alles zusammen?

      Bei den Likes unterscheide ich zwischen drei Kategorien:
      1. Likes von Menschen, die ich persönlich kenne, mit denen ich befreundet oder zumindest näher bekannt bin.
      2. Likes von anderen Bloggern oder Lesern, die ich (noch) nicht persönlich kenne, von denen ich teils nicht mal weiß, dass sie meinen Blog überhaupt lesen.
      3. Likes, denen ich eher unterstelle, dass da jemandem die Maus ausgerutscht ist, oder jemand seine Reader-Beiträge blind abarbeitet oder die aus irgendwelchen anderen belanglosen Motiven zustande kamen.

      Die ersten beiden Kategorien bedeuten mir etwas, die dritte ist mir schon lange egal. Manchmal muss ich schmunzeln, manchmal auch den Kopf schütteln, wenn ich einen sogar für mein Empfinden nicht ganz kurzen Text vor 2 Minuten veröffentlicht habe und bereits 30 Sekunden später das erste „Gefällt mir“ aufpoppt. Kein Mensch kann das in 30 Sekunden gelesen haben!
      Wenn sich sowas häufiger wiederholt und auch die Person(en) dieser Mausausrutschereien dieselbe(n) ist bzw. sind, erlaube ich mir gelegentlich, wenn ich grad misanthropisch genug drauf und zudem in einer entsprechenden Aufräumlaune bin, solche Follower (sofern es Follower sind, die nach dieser drittgenannten Kategorie ihre Likes verteilen) zu entfernen.

      Grundsätzlich werte ich Likes aus den ersten beiden Rubriken eher als ein „Ich hab deinen Text gelesen“ (oder: „Ich hab dein viertausendstes Dackelfräuleinfoto gesehen“ 😉 ) und weniger als ein „Das, was ich da gelesen/gesehen habe, gefällt mir inhaltlich von A-Z total super“.
      Die Likes aus der dritten Kategorie bewerte ich nicht mehr, denn sie sind ja auch nicht als Geschmacksurteil oder als Resonanz irgendeiner Art gemeint, so dass Auseinandersetzung damit eh nicht lohnt.

      Ich bin zudem bemüht, die Sache mit all diesen Likes nicht überzubewerten, und das heißt ab und an auch, mir von ausbleibenden Likes nicht die Schreibfreude vermiesen zu lassen.
      Zugegeben: Manchmal wundere ich mich, wenn jemand, der mir nahesteht und der meinen Blog üblicherweise auch liest, für manche Beiträge keinen Like hinterlässt. Dann frag ich mich kurz: Wieso ausgerechnet für diesen Text nicht? Entweder zieht diese Frage dann weiter wie ein Wölkchen am Himmel oder, wenn es mich wirklich umtreibt oder irritiert, frag ich bei dem Freund oder der Freundin nach. In den seltenen Fällen, in denen ich das tat, war die Antwort meist völlig banal: „Oh, übersehen!“ oder „Der Hund hatte Magen-Darm“ oder der-/diejenige war sonstwie Land unter oder hatte einfach anderes oder mit sich zu tun.

      Ganz Ähnliches gilt auch für die Kommentiererei. Ich freu mich auch hier fast immer über Resonanz, bin aber auch nicht beleidigt, wenn Leser nur sporadisch, selten oder sogar nie eine Bemerkung hinterlassen. Vor allem, weil ich das bei Einigem, was ich hier so schreibe, auch gut verstehen kann: denn dazu würde selbst mir nicht mehr einfallen als das, was da steht. Wenn sogar zu solchen Beiträgen noch ein Kommentar kommt, rührt mich das (je nach Person) manchmal sehr.

      Noch gerührter bin ich, wenn ich plötzlich – anlässlich eines bestimmten Blogbeitrags (bzw. Einzelthemas) – ganz unerwartet auf anderen Kanälen Resonanz erhalte.
      Zum Beispiel schrieb mir die Tage eine meiner längsten Freundinnen eine Mail, weil sie sich noch an die Original-Matrjoschka im Regal meiner Mutter erinnern konnte und mir das unbedingt gleich sagen wollte. Oder eine Leserin, die ich gar nicht kenne und die selten Kommentare und nie Likes hinterlässt, schickte mir eine Mail, um mir einen Hinweis zu Pippas aktuellen Gesundheitsthemen zu geben und ihr gute Besserung zu wünschen. Wieder eine andere Blogfreundin ließ mir schöne, bunte Herbstfotos und einen Brief zukommen.
      Der Blog ist nur eine Oberfläche (was nicht heißt, dass es dort oberflächlich zuginge), was darunter, also quasi hinter den Kulissen, noch so alles läuft, sieht man dort ja nicht.

      Fazit (und hiermit komme ich nun wieder auf deinen konkreten Kommentar zurück): Ich werte die 29 Likes und die 19 Kommentare zu dem Matrjoschka-Beitrag nicht so, dass diese für meinen Blog hohe Anzahl an Likes heißt, dass sich die Leser da an meinem „Leid“ ergötzt hätten und umgekehrt deute ich die 10 Likes weniger bei dem Madison-Violet-Konzert-Blogpost auch nicht so, dass mein toller Musikabend bloß mit einem achtlosen Schulterzucken oder überhaupt nicht zur Kenntnis genommen wurde.

      Aber auch das sind letztlich nur Spekulationen.
      Um diese Annahmen zu bestätigen, müsste ich explizit nachforschen und nachfragen. Tue ich nicht. Dein Kommentar, den ich natürlich gern freigeschaltet habe, hat mich jetzt einfach nur inspiriert, meine Gedanken zu dem Thema mal zusammenzufassen.

      Das Einzige, was ich nach all den Jahren des Bloggens sicher weiß: die höchsten Aufrufzahlen bekommen immerzu die Beiträge, in denen der Text möglichst kurz und das Dackeltier besonders lang und süß ist.
      (Das passt irgendwie zu dem Trend, dass in Bars die Longdrinks von Shots abgelöst wurden und auch dazu, dass manch einer prinzipiell lieber eine WhatsApp schickt als eine Mail. Ich bin und bleibe trotzdem der Langstreckentyp, schon immer und in fast jeder Hinsicht, und wieso in der Kürze prinzipiell die Würze liegen soll, hat sich mir noch nie erschlossen, wie man ja auch an diesem Kommentar sehen kann, obgleich ich durchaus die Menschen bewundere, die das, wofür ich 5.000 Zeichen brauche, genauso gut auch in 500 Zeichen auszudrücken im Stande sind. Sind aber gottseidank nicht so viele.)

      Und ich gebe mir allergrößte Mühe, auch diese Fakten nicht überzubewerten und traktiere die Leserschaft weiterhin unbeirrt mit langen Texten, auch mit novemberdüsteren, wenn es denn grad ansteht.

      Liebe Grüße von Natascha

      Gefällt 2 Personen

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