Dzień dobry.

6:35 Uhr. Aufgestanden. Die schlechte Nacht steckt mir in den Knochen. Revolutionäre, anstrengende Träume gehabt (lag’s vielleicht an der FC Bayern-Bettwäsche des Gatten, in der ich schlief?). Gestern erst spät wieder in die Münchner Wohnung zurückgekehrt, um heute Morgen die polnische Handwerkergang zu begrüßen und den Beginn der Sanierungsarbeiten mitzubekommen. Ein paar Details müssen ja noch besprochen werden und Lolek hat auch noch ein paar Fragen.

6:59 Uhr. Verschlafener Blick aus dem Fenster. Guten Morgen, München! Die Morgensonne scheint der Bavaria schon ins Gesicht, sehe ich ja sonst selten. Unten auf der Straße fährt Lolek vor bzw. sucht noch einen Parkplatz. Die Straße ist seit ein paar Tagen halbseitig wegen anstehender Baumpflegearbeiten mit Halteverbotsschildern bestückt. 20 Parkplätze fallen dadurch weg, so dass ich noch Zeit zum Zähneputzen habe und Lolek erst um 7:13 Uhr mit drei Rollen Malervlies unterm Arm die Treppe hinaufsprintet. Seine Dynamik und Freundlichkeit sind ja eh absolut beeindruckend, erst recht aber um diese Uhrzeit.

7:42 Uhr. Alles ist besprochen. Lolek strahlt erst wegen der Vinzenzmurr-Gutscheine und anschließend wegen der Skizzen fürs neue Bad, die ich für ihn gezeichnet habe. Nebenbei kritzelt er eifrig sein Notizbuch voll, man weiß nicht, ob er da notiert „Deutsche Frau spinnt total, weil für alles hat Skizze oder Liste gemacht, als ob Lolek nicht selbst wissen“ oder „Neuen Aqua-Stopp für Waschmaschine montieren und Wannenarmatur um 4 cm nach rechts versetzen“, weil er ja alles auf Polnisch niederschreibt.

7:58 Uhr. Flur und Diele sind bereits komplett abgedeckt (Boden, Bücherregal, Türen) und haben was von einer Quarantänestation, überall Folien und Planen.

7:59 Uhr. Bolek klingelt. Bringt tonnenweise Werkzeug und noch nie gesehene Gerätschaften mit in die Wohnung. Ich flüchte.

8:06 Uhr. Café Kustermann. Süddeutsche, Butterbreze, Kaffee. Dringend nötig, jetzt was zu essen, der Kreislauf ist im Keller, mein Blutdruck morgens ja üblicherweise bei 65:40, wenn’s hochkommt. Am Nebentisch bestellt eine verlebt aussehende Diva um die 70 ein Croissant, einen Espresso und einen doppelten Ramazotti. Kreislaufmäßig blickt die besser drein als ich. Vielleicht sollte ich meine Frühstücksgewohnheiten mal überdenken.

9:14 Uhr. Zeitung gelesen, gefrühstückt und die zwei logistischen Pannen im Kontext des Auszugs ausgebügelt (Heuschnupfenmedikament liegt am Tegernsee, Handyladekabel ebenso). Jetzt noch das Gebäck für Lolek & Bolek rüber in die Wohnung bringen und dann ab ins Schwimmbad, irgendwo muss man ja Duschen.

In diesem Sinne: Dzień dobry!

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