Mountainview with a Star.

Das Dackelfräulein liegt im Sessel vom Papa und schläft, der Papa und ich sitzen am großen Esstisch und schweigen. Er liest Zeitung, ich arbeite am Laptop.

Es ist still im Haus, wir genießen das. Obwohl wir im Moment auch nicht reden könnten, selbst wenn wir wollten, weil der Papa für die nächsten Stunden Ober- und Unterkiefer aufeinanderpressen muss, damit die Tamponade die Wunde, die durch den vorhin gezogenen Backenzahn entstanden ist, desinfiziert und beruhigt.

Dass dem Papa heute beim ersten Biss in die Morgensemmel ein Backenzahn zerbrochen ist, passt wie die Faust aufs Auge: damit hat er sich als Erster erfolgreich aus der Affäre gezogen. Ein möglicher Diskutant weniger heute Abend, das könnte die Lage verschärfen.

Ohnehin darf mit Spannung erwartet werden, was als nächstes passiert, hier im Hause am Fuße des Wallbergs.

*****

Meine Arbeit geht nur schleppend voran, die Worte flutschen nicht, geschweige denn dass ein roter Faden für die Geschichte in Sicht wäre. Überhaupt schleppe ich mich eher etwas beschwerlich durch die Tage als dass ich leichtfüßig durch sie hindurchtänzelte.

Nach nur 48 Stunden im Exil ist gestern Abend ein erster Tiefpunkt erreicht. Innerlich kurz vor Abreise, äußerlich kurz vor Losbrüllen.

Die Lebensgefährtin des Papas, künftig G. genannt (G., wie das Großbürgerliche Grauen), entwickelt mit voranschreitendem Älterwerden verstärkt keifende, missmutige Züge. Früher war sie einfach nur laut und nervig, jetzt ist sie laut, keifend, miesepetrig und nervig.

Man möchte es kaum für möglich halten, was während eines lieben langen Tages so alles „falsch“ sein, Kopfschütteln und Kritik auslösen kann.
Nichts an mir scheint zu passen, nahezu jede Banalität ist ein Grunzen, Gemecker oder einen Kommentar wert.

– Wie kann man nur ständig zum Frühstück eine Breze essen? (Weil es mir schmeckt.)
– Warum hast du deine eigene Marmelade dabei, hier gibt’s doch auch welche? (Weil ich lieber eine nicht so überzuckerte Marmelade esse.)
– Was ist denn das für ein komisches Müsli? (Eines aus dem Bioladen, das ich mir von daheim mitgebracht habe.)
– Wieso nimmst du keine H-Milch in den Kaffee? (Weil ich H-Milch hasse.)
– Warum hast du dein eigenes Waschpulver dabei? (Weil ich diese süßlich stinkenden Waschmittel nicht riechen kann.)
– Wie kann man nur bei Nieselregen zum Laufen gehen? (Weil ich mich gern bewege und froh bin, dich dann eine Stunde weniger sehen oder hören zu müssen.)
– Wozu brauchst du den Staubsauger, das Studio wurde gesaugt bevor ihr kamt? (Weil wir nun den 6. Tag dort oben mit Hund wohnen und es gern sauber haben.)
– Warum nimmst du denn nicht meine Rinderbrühe für dein Risotto? (Weil ich diesen Glutamat-Hefeextrakt-Schrott niemals zum Kochen verwenden würde und in mein Gemüse(!)risotto prinzipiell keine Rinder(!)brühe reinkommt.)
– Wie unnötig, den Fenchel so kleinzuschneiden, das ist ja viel zu viel Arbeit! (Wer kocht heute? Du oder ich?)
– Warum presst du dir zwei Orangen aus, wir nehmen jeder nur eine? (Wo ist das Problem? Hab mir ein ganzes Netz voller Orangen mitgebracht und teile es gern mit euch.)
– Was soll jetzt an deinen Bio-Eiern besser sein, die sehen doch genauso aus wie meine? (Ist mir zu blöd, wir diskutierten das bereits, ergebnislos.)
– Warum muss dieser Hund so ein Luxusfutter bekommen, das vom Lidl ist doch viel billiger? (Halt die Fresse.)

Die Antworten in Klammern habe ich übrigens fast allesamt so nicht gegeben, sondern sie mir nur gedacht, denn G. kommt mühelos auch ohne Antworten klar, weil ihr Gekeife sowieso nicht als Einladung zum Gespräch, als ernsthaft interessierte Nachfrage oder gar Verstehenwollen gemeint ist.

Gestern Abend verheddern wir uns zu dritt im Thema „Was kochen und essen wir die nächsten Tage“. Wir wollten uns mit dem Kochen abwechseln, mal ich, mal die beiden, so war’s abgemacht. Das Abendessen ist die einzige, längere gemeinsame Zeit am Tag, was auch gut so ist, denn es kommen ja eh täglich noch kurze Begegnungen im Haus dazu, die sich durchaus summieren.

Der Papa schlägt ein Gericht vor, fragt mich, ob ich darauf Lust hätte. Ich verneine höflich. Wir wollen gerade gemeinsam weitere Ideen wälzen, da grätscht G. dazwischen. Was mir denn nun an dem Vorschlag nicht passe und wieso wir das nicht essen könnten und wieso der Papa sich schon wieder weichkochen lasse von mir und auf diese Sonderwünsche einginge. Der Papa wehrt sich und meint, ich müsse hier nichts essen, was mir nicht schmecke, ganz einfach, und es gäbe schließlich noch genug andere Rezepte, und wir hätten uns bislang immer auf was einigen können.
G. grunzt grantig und zieht die Mundwinkel hinunter bis zu den Armlehnen des Sofas, auf dem sie hockt.
Ich schlage vor, dass die beiden sich dieses Gericht doch ruhig kochen sollen und ich dann einfach nur von den Beilagen esse, mit denen ich völlig zufrieden bin, und betone zum x-ten Mal, dass ich eh nur selten Fleisch esse und wenn, dann eben nur ausgewähltes und ich aber nicht erwarte, dass sie das auch so handhaben. Als ich versöhnlich ein „Jeder darf doch hier essen, was ihm schmeckt und behagt“ ans Ende dieser unseligen Debatte setzen will, eskaliert das Gekeife: mir würde ja nichts schmecken und behagen und man sähe das ja schon an diesem Luxushundefutter, wie seltsam es um meinen Geschmack bestellt sei.
Daraufhin explodiert erst der Papa („Jetzt gönn doch dem Hund sein Futter!“), danach ich (sage: „Warum hast du eigentlich an allem, was ich esse, etwas auszusetzen?“ und denke: „Ich feinde dich doch auch nicht an, weil du dir diese gruselige, ranzige Kondensmilch in deinen Kaffee kippst!“).

*****

Ich sag’s Ihnen: Patchwork-Familien sind ein Traum! Und Dreierkonstellationen ebenso. Mit beidem habe ich zwar langjährige Übung, aber die hat offenbar nicht das Geringste gebracht. Das mit G. und mir, das funktioniert einfach nicht, obwohl ich mir schon vor drei Wochen eine Haltung zu diesem Wasserschaden-Exil-Aufenthalt hier zugelegt hatte (oder es zumindest versucht habe) – aber mehr als Duldung ist nicht drin, erstaunlich, dass nun offenbar nicht mal die gelingt, und ich überlege, ob G. mich wohl hier rausekeln möchte oder ob ich eher als Ventil für ihren angestauten Frust über den Papa fungiere.
Der macht ihr nämlich auch nichts mehr recht, es ist ein ständiges Widersprechen und Dagegenhalten und Herummosern.
Seine Parkinsonerkrankung wirkt in diesem Lichte wie eine Reflexion des Status quo seiner Lebensgemeinschaft mit G. – alles wird zusehends regloser und starrer, dem einen hängt eine ganze Körperhälfte herab, dem anderen die Mundwinkel. Deprimierend ist das.

Ich hätte heute Vormittag, während G. sich mit ihren saturierten, verwitweten Canasta- und Tennis-Tanten zum freitäglichen Tratsch im Café trifft, den Papa mal drauf ansprechen wollen, denn mehr als ein paar verbundene, gequälte Blicke haben wir über diese Sache noch nicht austauschen können. Nun darf er aber wegen seines Besuchs beim Dentisten nicht sprechen und letztlich bin ich im Augenblick auch froh um jede weitere Anstrengung, die mir erspart bleibt.

Vielleicht später, wenn G. beim Friseur ist. Oder beim Abendessen, wenn sie dabei ist und sich gerade darüber grämt, dass ihr mein Risotto hervorragend mundet und es darüber nichts zu meckern gibt außer der Ungeheuerlichkeit, dass die Küche schon vor dem Essen weitgehend wieder aufgeräumt ist („so zwanghaft wie dein Vater!“).

*****

Der Morgenblick aus dem Dachfenster kann hier leider nicht immer halten, was er verspricht. Obwohl der wirklich schön ist.

Und obwohl er sogar noch von einem Star gekrönt wird, der jeden Morgen auf dem Dachgiebel des Nachbarhauses sitzt und den zur Neige gehenden Winter und den nahenden Frühling bezwitschert.

Da logiert man nun in einer Gegend, in der andere Urlaub machen, sich zur Kur aufhalten, Hochzeiten feiern oder ihre Seelen baumeln lassen, und ist ansatzweise schon wieder auf der Flucht: nun nicht mehr vor den Bauarbeiten daheim in München, sondern vor den bad vibrations einer Endsiebzigerin.

Es gibt natürlich Garstigeres als täglich drei bis fünf Stunden das Tegernseer Tal oder die hiesige Bergwelt zu durchstreifen, aber es gäbe eben auch was zu Arbeiten, wozu man mal einige Stunden Ruhe am Stück bräuchte und eine dem Arbeitsprozess zuträgliche häusliche Umgebung.

Versucht man’s dann in einem Café am See, in das man Dackelfräulein und Laptop mitnimmt, wird auch nichts draus. Man hat – als ahnungslose Zugroaste – aus Versehen den Lieblingsplatz zweier Spezls aus dem Dorf erwischt, die genau dort für ihren Männerplausch zu sitzen belieben.

Weil die beiden einen aber nicht auch noch in die Flucht schlagen wollen, setzen sie sich einfach dazu und der eine stürzt sich gleich auf Pippa („i hob amoi so oan ghobt, der is ma vui z’friah gstorbn“), der andere auf mich: „Sagen Sie, dürfte ich Ihnen ein Gedicht vortragen, das ich über den Tegernsee geschrieben habe? Mich würde interessieren, wie das auf eine junge Frau wirkt!“.
Ich schmunzle über das Attribut „jung“, kommentiere es und werde belehrt, dass ich aus seiner Warte (er ist 84 und ein paar zerquetschte, wie er sagt) sehr wohl „jung“ bin. Alles eine Frage der Perspektive.

Es wird dann ein netter, herzlicher, interessanter, inspirierender und ausgesprochen anregender Nachmittag mit den beiden Herren, ein Theologe und ein Onkologe übrigens.

Sie spendieren eine Runde Gebäck und Trüffel aus der Vitrine („in unserem Alter muss man die Feste feiern, wie sie fallen!“), wir sprechen über Gott und die Welt, über Berg und Tal, über Leben und Tod. Werden wir die Tage wohl fortsetzen, haben ja auch noch nicht von allen 25 Trüffelsorten gekostet.

Wieder nicht zum Arbeiten gekommen.
Dafür gut getrüffelt und gelaunt mit dem Fräulein am Seeufer heimwärts geschlurft.

Sie sehen, ich bin in allerbester Gesellschaft.
Sollten Sie erstmal nichts mehr von mir hören, müssen Sie sich keine Sorgen machen: der Onkologe wirkt auch mit seinen über 80 Jahren noch wie ein kompetenter und hellwacher Arzt und der Theologe hat sogar schon Reden für Seebestattungen verfasst.

*****

23 Gedanken zu „Mountainview with a Star.

  1. Nach diesen garstigen Begegnungen mit der Dame des Hauses kamen die beiden gerüffelten Herren doch genau richtig. Sehen sehr sympathisch aus! Lassen Sie sich mit Trüffeln trösten, reden Sie mit Pippa über alles und essen vielleicht besser außer Haus?
    Einen Wasserkocher auf’s Zimmer mit Teebeuteln und Tasse zum entspannten Frühstück?

    In meinem Leben war das nicht selten so, dass wenn der Schlamassel kam, dann richtig. Mehrere Baustellen, aber dafür auch ein Abwasch.

    Der gebrechliche Papa tut mir leid, beißt sich die Zähne aus.
    Halten Sie die Ohren steif, alles wird gut.

    P.S. Sorry für die unerbetenen Tipps, ich bin reflexhaft praktisch denkend unterwegs.

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    • Ihre Ratschläge (die mir generell nicht aufstoßen, da Sie sie ja stets so formulieren, dass aus ihnen Anteilnahme und nicht die Spur von Besserwisserei spricht) würde ich zu gerne umsetzen, stecke aber hier ein Stück weit in dem Dilemma, dass ich hier zu Gast bin, den Papa nicht verprellen möchte und mich dennoch nicht völlig verbiegen möchte. Eine Gratwanderung ist das!
      Gerade eben meckerte G. fünf Minuten lang dran herum, dass dem Dackelfräulein auch heute wieder der übliche lange Spaziergang zuteil wurde: das sei ja wohl übertrieben und nicht täglich nötig und so ein Hund würde doch auch mit weniger überleben. Ja, sagte ich, das würde er, aber es geht nicht drum, dass der Hund überlebt, sondern dass ich ihm ein artgerechtes Leben biete. G. hielt dagegen, dass andere das auch nicht täten, z.B. Tennis-Tante F. mit ihrem Malteser Tobi. Und Tobi (der, anders als sein Name es vermuten ließe, nie toben darf) „lebt ja auch noch“.
      Sie als Hundehalterin werden wissen, wie ich mich angesichts dieser haarsträubenden Unterredung fühlte!
      Ich wünschte, Sie und Bonnie kämen gleich vorbei und ich könnte Ihnen das Risotto servieren.
      Ach ja, ich hätte gern nochmal Ihren Rat: hier im Keller liegt eine Box mit Schneckenkorn. Wissen Sie, ob das auch Menschen außer Gefecht setzt und ob es das Fenchelrisotto verräterisch blau einfärben würde?

      Gefällt 1 Person

  2. Liebe Natascha,

    in Sachen Schneckenkorn: Die Frau schleimt ja nicht im mindesten – ich weiß nicht, ob das dann tatsächlich wirkt … außerdem würde ich mich nicht drauf verlassen, daß die trotteligen Hubert & Staller in dem Fall ermitteln werden – als Münchnerin stehen Dir Leitmayr & Batic zu, und die lösen jeden Fall … oder sind am Tegernsee schon die Rosenheim-Cops zuständig?

    Aber im Ernst: Auch das dickste Fell, das man sich zulegt, ist irgendwann durchgewetzt und die Nerven liegen blank – da fühl ich total mit Dir … und bei dieser Beharrlichkeit der Bearbeitung und der Dummheit der Äußerungen wäre auch mir – und ich bin ein sehr friedliebender Mensch – schon der Kragen geplatzt: irgendwann ist die „Du hast recht und ich meine Ruhe“-Einstellung einfach nicht mehr durchzuhalten … aber Du hast auch recht, daß der Herr Papa da nicht zwischen die Fronten geraten sollte, denn er braucht seine Kräfte für Wichtigeres … wie Du sagst: Eine Gratwanderung, und zum Glück hast Du darin Erfahrung, wenn auch mehr im konkreten als im übertragenen Sinne …
    Was kümmern diese Frau eigentlich Deine Aufwendungen für Pippa und für gutes, regionales Essen? Sie wird Dich sicher nicht beerben, also kann es ihr doch schnuppe sein, wofür Du Dein Geld „zum Fenster hinaus wirfst“ … oder beneidet sie Pippa um das hochwertige Futter? 😉

    BAP hat auch hier wieder das passende Lied, dessen Text sich Frau G. mal durchlesen sollte … der Song heißt „Naachtijall“ und thematisiert die alte kölsche Weisheit „Jede Jeck ess anders“ mit der Quintessenz „Dat Zauberwoot heiß Toleranz …“ – aber ich fürchte Frau G. kann mit einem straighten Rock’n’Roll nichts anfangen …

    Ich wünsch viel Durchhaltevermögen – das Ende des Exils ist ja absehbar …
    Ein lieber Gruß,
    Spike
    p.s.: Auf youtube ist der Song leider nicht zu finden … er kommt auf ’nem anderen Weg zu Dir …

    Gefällt 2 Personen

    • Lieber Spike,

      hab Dank für Zuspruch und Verständnis! Das Abendessen war eine Show für sich, deren Details ich aber lieber unerwähnt lasse. Ich aß und ließ G. reden und dachte mir dabei eine neue Strategie aus, einfach mal so als Versuch. Eine Strategie mit homöopathischem Ansatz: Gleiches mit Gleichem heilen. Oder so ähnlich. Wobei „heilen“ natürlich irgendwas zwischen Euphemismus und Humbug ist, genau wie in der Homöopathie ja auch. Gemeint ist: ich verhalte mich jetzt testweise mal genauso wertschätzend und gebe auch mal meinen Senf zu den Dingen.
      Habe schon damit begonnen und siehe da: eine erste Sprachlosigkeit und Irritation auf der Gegenseite war die Folge! Konkret: Neben der Spüle steht eine Tasse, in die G. alle paar Tage Wasser mit etwas Spülmittel hineingibt. In diese Tasse werden dann tagelang (!) benutzte Küchenmesser (kleinere, sonst täte die Tasse umkippen) gesteckt (die, die nicht in die Spülmaschine dürfen wegen des Holz- oder Plastikgriffes). Die sollen da drinnen sauber werden. Dann werden sie dort von G. bei Bedarf wieder rausgenommen und benutzt (so gesehen bin ich froh, dass ich mir meine Orangen selbst halbiere). In der Plörre, die ja bereits nach einem halben Tag als eine solche zu bezeichnen ist, schwimmen dann noch diverse Reste vom Schnittgut.
      Als ich vorhin die letzten Handgriffe in der Küche erledigte und G. im Hintergrund herumbrabbelte, hab ich einfach mal so eine Frage rausgeplärrt: „Was ist das eigentlich für ein ekelhaftes Bakteriengebräu, in dem hier die Schneidemesser aufbewahrt werden? Kann das weg oder trinkst du das später noch, G.?“
      Großer Lacher vom Papa, trotz seines Zahnes. Und G.? Still! Tatsächlich still! Nach einer Weile dann, etwas zerknirscht und ungewohnt kleinlaut: „Ach ja, die Tasse könnte mal in die Spülmaschine…“
      Yep! Das schreit nach Fortsetzung des Experiments, finde ich. Ich halte dich auf dem Laufenden.
      Sitze jetzt mit einer Dose Premiumhundefutter und einem Zweitbier im Dachstudio und der Regen trommelt einen Erfolgstusch aufs Fenster. Noch fünfeinhalb Tage, singt er, und auch dazu fiele mir ein Song ein, aber dieser nebulösen Ahnung kann ich jetzt nicht nachgehen, weil der Gatte gleich anruft.

      Aus Rottach-Egern grüßt
      Frau Kraulquppe

      PS: Das mit dem Schneckenkorn hab ich zurückgestellt.

      Gefällt 2 Personen

      • Also ist die Homöopathie am Ende doch zu etwas gut – oder zumindest eins der Prinzipien, auf denen sie fußt …
        Wobei das Prinzip, den Angriff des Gegners umzuleiten und seinen Schwung gegen ihn zu verwenden, ja auch ein probates Mittel ist, das in diversen fernöstlichen Kampfkünsten Anwendung findet …
        Insofern: Klug die Lage analysiert, sauber gekontert, und das Ergebnis bestätigt die Richtigkeit der Methode … ich bin beeindruckt!

        Im Fechten würde man sagen:“Parade mit Riposte gelungen, sauberen Treffer gesetzt!“ … und das mit dem Florett gegen den schweren Säbel, mit dem sie ihre Hiebe verteilt … 😉

        Es grüßt herzlich
        Commentatore Spike

        Gefällt 1 Person

      • „Parade mit Riposte“ klingt für mich spontan eher nach einer sizilianischen Fischspezialität, aber sei’s drum, ich hab die Botschaft schon verstanden und deine Metaphorik passt natürlich prima…
        Erschlagene Grüße zurück
        Natascha

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    • Schlimm, dass fast jeder eine G. in der Familie zu haben scheint…, bekam noch andere ähnliche Rückmeldungen wie deine.
      Die Leute am Tegernsee, die süß sind, sind die Einheimischen und die werden leider mehr und mehr verdrängt von den ganzen Wohlhabenden und Bonzen, die ihnen hier die Wohnflächen wegkaufen und ihre Nobel-Hütten draufbauen oder von den Touristenhorden, die das Seeufer bevölkern. Am Ortsrand ist es jeweils noch relativ urig und schön, auf den Bergen wochentags und in der Nebensaison auch. Hast du denn hier einen Lieblingsort?

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      • Ausgangspunkt meiner Wanderungen ist in der Regel der Bahnhof Gmund, dann gehe ich oft Richtung Niemandsbichl, Antenloh und Waldhof, dann in einem mehr oder weniger großen Bogen zurück nach Gmund. Oder aber ich fahre bis Agatharied und spaziere (je nach Laune auf unterschiedlichen Wegen Richtung Gmund). Ich gehe meistens recht früh los, dann sitzen die Altbauern vor dem Haus und es muss erst mal geklärt werden, wer ich bin, was ich da mache (und ob und warum München noch steht;-) ). Ich mag auch die Gegend auf der anderen Seite zwischen Gmund und Holzeralm sehr.

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      • Ah, sehr schöne Anhöhen, speziell rund um Ostin. Dann kennst du sicher auch den Oberbuchberger (Tipp: Schneewittchenkuchen)?!?
        Gute Nacht nach Minga auffi (und: steht München noch, man kriegt ja hier unten im Schnee nix mehr mit!) und herzliche Grüße!

        Gefällt 1 Person

    • Gleich 2 Morgenkommentare, die mit „oh je“ beginnen…, dabei wäre heut „oh Schnee“ passender…
      Noch schläft G., d.h. Ruhe im Salon 👍🙂, grad schon in dichtem Schneetreiben beim Bäcker gewesen (Breze!!!) und nun gleich Flucht hinauf ins Studio (gegen 9 herrscht G-fahr). Noch 5,5 Tage, mal sehen, wie es ausgeht.
      Ganz liebe Grüße zurück! Natascha

      Gefällt 1 Person

    • Herzlichen Dank! Wir versinken hier nicht nur in Trübsal, sondern gelegentlich auch im Schnee. Und der Sonnenstrahl kam um 16:08 Uhr hier an (schadet ja nie, diese Reisezeiten mal zu kennen). Grüße zurück & wenn wir Schnee schicken sollen: einfach Bescheid geben!

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