Seit Wochen die Temperaturen der Badegewässer im Oberland verfolgt – immer wenn die 12°C-Marke fast geknackt war, kam verlässlich eine Nachhut des viel zu langen Winters daher und man spazierte wieder mit Mütze und dicker Jacke herum. Frustrierend.
Zwar war der Frühling zwischendurch schon da, nur nie konstant und lange genug.

Heute war es dann soweit: mit 26 Grad, Bergblick und Begleitung waren die Umgebungsvariablen fernab des Wochenendtrubels geradezu ideal.

Den winterbleichen Körper in die neue Gummipelle gezwängt – und ab in die Fluten!

Fazit: Bis auf die zu luftige Bauchzone passt der Neopren prima, die Socken sind ganz wunderbar, und um Handschuhe und Mütze war ich nach ein paar Minuten auch recht froh, denn es reicht absolut, wenn man die 13 oder 14 Grad, die der See jetzt hat, ausschließlich im Gesicht und am Hals spürt. Es schwimmt sich gut in dem Ding, genug Armfreiheit beim Kraulschlag, schön auch der leichte Auftrieb durch das Material. Bei Gelegenheit mal recherchieren, ob es eine intelligente Verstaumöglichkeit für die herumbaumelnde Reißleine am Rücken gibt. Die Auspack- und Anzieh-Abläufe könnten noch optimiert werden, ebenso der Transport des ganzen Geraffels, irgendwie nicht bedacht, dass ein nasser Anzug ja schwerer wiegt als ein trockener, was heute gottseidank nicht so ins Gewicht fiel, weil der Gatte sich freundlicherweise freigenommen hatte, um mitzukommen, mit zu schleppen, zu assistieren und den heiß ersehnten ersten Schwimmzug nach 190 Tagen Shutdown des geliebten Ganzjahresfreibads zu dokumentieren.

Anschließend via Luca-App in den ebenfalls frisch wiedereröffneten See-Biergarten eingecheckt und draußen sitzend etwas getrunken und gegessen. Krasse Sache!

Was früher eine Selbstverständlichkeit war, zaubert auf einmal rundum eine Feierlichkeit und Heiterkeit in die Gesichter, wie man sie lange nicht mehr sah.

29 Kommentare zu “See_lig.

  1. Auch wenn die Wolken schon bedrohlich hängen, sieht es nach einem gelungenen Tag aus! Sooo ein zufriedenes Gesicht: sowohl eingepellt als auch glasverhangen!
    Herzlichen Glückwunsch zu diesem Abenteuer!

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    • Das mit den Wolken war wohlkalkuliert: man ist ja selbst wochentags und an entlegenen, nicht mit dem Auto anfahrbaren Ufern nicht allein. Und die angekündigte Bewölkung versprach ein paar Menschen weniger, so war’s dann auch, und das war gut so, weil ich für diesen Erstschwumm (und v.a. das An- und Ausziehen) wirklich meine Ruhe und wenig Zuschauer haben wollte.
      Mal sehen, wann ein zweiter Wassergang folgt, aktuell hat’s hier wieder 10 Grad und regnet…
      Ganz liebe Grüße und einen schönen letzten Abend im alten Lebensjahr!

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      • Vielen Dank für Gruß und Wunsch. Scheint aktuell so, als würde der letzte Abend des alten Lebensjahres länger werden als der erste des Neuen…🥳
        Liebe Grüße.

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  2. Huhu. Hat die Reißverschlussleine kein Klett am Ende? Wenn doch, Pack das Ende in den Klettverschluss am Nacken. So ist es gedacht. Denn man muss ja auch wieder an die Leine herankommen können.

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    • Huhu zurück!
      Hatte schon erwogen, bei dem Reoßleinen-Absatz in Klammern „Lutz, hast du eine Idee?“ zu schreiben, aber wie ich sehe, wäre das überflüssig gewesen. Dank dir für den Rat!
      Und gleich noch eine Frage: Wie trocknest du deinen Neopren? Auf links gedreht? Von beiden Seiten nacheinander? Hängend? Liegend? Es ist schon ein neues Universum…

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      • Frag halt, wann immer Du magst.
        Ich trockne ihn hängend auf einem größeren, breiteren Kleiderbügel, so einen für Sakkos oder so, damit sich der Bügel nicht so in die Schultern bohrt. Das Ganze auf Links gezogen, denn die glatte Außenhaut trocknet sowieso ratzfatz. Über Nacht auf der Terrasse oder im Bad über der Wanne reicht i.d.R. aus, dass er wieder trocken ist.
        Auf Links gezogen ist sowieso praktisch, weil das ohnehin beim Ausziehen passiert und er ja auch auf Links gezogen angezogen wird und sich dabei wendet.

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      • Öha. Das mit dem auf links anziehen war mir nicht klar (ging auch so ganz gut, aber beim nächsten Mal mach ich es andersrum).
        Die Trockung hab ich dann ja korrekt hinbekommen, puh.

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      • Jup. Anzug auf links. Ausgebreitet hinlegen, Brustweite nach oben! Dann in die Füße schlüpfen und den Anzug am Körper hochziehen und dabei umkrempeln, immer wieder strammziehen. Und das Ganze mit Handschuhen.
        So geht es am einfachsten.

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    • Wie ist denn die Wasserlage denn in HH?
      Hier vorhin eine Meldung, dass die Freibäder evtl. (!) Ende nächster Woche öffnen. Falls bis dahin die Becken geheizt/gefüllt und die Mitarbeiter aus der Kurzarbeit geholt werden können.

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      • waaaaaas?!!? das wäre ja wunderbar! Hier hab ich noch nix gehört – Hamburg hat zwar nach Schleswig Holstein die niedrigsten Werte, aber noch gibt es keine News. Und ich folge dem Bäderland auf Insta und kommuniziere (nerve) regelmässig 😀 Drücke Dir die Daumen!

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  3. berge, see, neoprennixe, biergarten, strohhut:
    ganz wunderbar❣️❣️❣️

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  4. Herzlichen Glückwunsch zu dieser Premiere. –
    Mir hängt noch „Crawl“ in den Gliedern. Gestern geschaut, und die Schwimmzüge im See haben mich getriggert und fast hätte ich ins Video „Pass auf!“ gerufen. (-:
    Liebe Grüße, Bernd

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  5. Ich freue mich für dich! 👏👏👏

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  6. Hauptschulblues

    Habe sie gerade auf den Bilder entdeckt – mit Brille jetzt.

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  7. frau frogg

    Hach, es sieht so befreiend aus! Grossartig!

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  8. Verdammt langer Strand für eine ProfischwimmerIn

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