Himmel der Bayern (38): West of Wiesn.

München, Samstagmittag. 22 Grad, blauer Himmel und Sonne satt.

Alles fährt raus aus der Stadt, wir fahren rein (merke: immer antizyklisch unterwegs sein, das erspart einem sehr viel Nervensalat!).

Und gucken uns mal ein bisschen um im künftigen Westflügel der neuen Heimat.

Über die menschenleere Theresienwiese geht es hinauf zur Münchner Freiheitsstatue…

…danach hinter der Ruhmeshalle vorbei…

…in den Bavariapark hinein…

…in dem nicht nur schöne Männer zu finden sind…

…sondern – fast ebenso wichtig – auch schöne Biergärten.

Und im angrenzenden Viertel – noch wichtiger – sogar eine schöne Eisdiele, in wir uns das erste Zitroneneis des Jahres holen…

…und das Waffel-Endstück zehn Minuten später seiner einzig wahren Bestimmung zuführen.

Vom Westend dann in großem nördlichen Bogen von der Theresienhöhe wieder hinab auf die Wiesn, wo man sich über die unbewusst sehr geschickte Wahl des Umzugstermins freut (knapp nach Ende des Frühlingsfestes)…

…und nebenbei auf seltene, in der Bergwelt leider noch nie angetroffene Almen stößt.

Nebenan kraxeln ein paar Möchtegern-Alpinisten unbeholfen herum.

Wieder an der Ostkante der „Wiese“ angekommen, schnappt das Dackelfräulein zwei bärtigen Kerlen geschickt den Tischtennisball weg…

…und saust davon, stolz wie Oskar, und als ich sie wieder einfange, sieht der Ball aus wie ein zerdeppertes Frühstücksei.

Aber das Tolle an so einem Dackelfräulein ist, dass ihm quasi nie jemand etwas übel nimmt: die Jungs lachen und nehmen gelassen ihren Zweitball.

Ich glaube, das wird gut werden, dort und überhaupt.

Regionalligistenpönale.

Die heutige Abendzeitung mit einer besonders kreativen Strafmaßnahme:


Barbecued Daddy.

Bringts da fei bloß nix durcheinand!

Wohl bekomm’s & noch einen schönen restlichen Vatertag wünscht
Die Kraulquappe.

 

Ja da schau her!

Aus dem Ratgeber „Tipps & Tricks für den Umzug“ einer großen Münchner Umzugsfirma:

Erste Schritte bei der Umzugsplanung

  • Besichtigung der neuen Wohnung, Klärung offener Fragen mit dem Vermieter
  • Den Mietvertrag der alten Wohnung kündigen (beachten Sie dabei eventuelle Fristen)
  • Den neuen Mietvertrag abschließen
  • Termin für den Umzug festlegen und entsprechend Urlaub beantragen
  • Wohnungsschlüssel besorgen
  • Vermessung der Wohnung zur Planung der neuen Einrichtung

(ich glaub, ich mach dann einfach mal nach meiner Fasson weiter…)

Einen guten Wochenstart wünscht
Die Kraulquappe.

Über 7 Brücken musst du geh’n, 7 dunkle Jahre übersteh’n.

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Da Buzi is fei ned schuid!

Selbst bei der Abschlussfeier der Hüttentour und mit müden Knochen…

… gibt’s noch was zu entdecken.

Unverschämte Schuldzuweisung aber auch – immer auf die Kleinen!

Ein letztes Prosit aus Benediktbeuern von der Kraulquappe.

A.E.I.O.U. (6)

Es ist soweit. „Austriae est imperare orbi universo“ geht in die letzte Runde.

Teil 6: Meine Top-Ten in Wien 2016 (Reihenfolge wahrscheinlich willkürlich).

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Das Schönbrunner Bad. Ein Traum.

 

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Volkstheater. „Alte Meister“ von Thomas Bernhard.

 

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Trennkost im Glacis Beisl.

 

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Erkenntnisgewinn in der Corneliusgasse.

 

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Meine treuen Begleiter. Erste Stunde umsonst. Dafür halt meist gelb-schwarz.

 

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Zahnputzbechergeschäft. Meine Favoriten: Hofrat, Pipi und Beethofen.

 

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Die stürzenden Giganten am Michaelerplatz. So sollten wasserscheue Kerle aussehen.

 

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Die erholsamen Stunden im Café Sperl.

 

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Vier laue Sommerabende am Stück. Und tagsüber nur Sonne.

 

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Zufällig das Zuhause vom Magic Dragon entdeckt. Dachte immer, der lebt im Wasser und nicht vis-à-vis vom Café Sperl.

 

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Gut aufgepasst, das ist Bild 11, also nicht mehr Teil meiner Top Ten! Bloß ein PS dazu, was ich noch alles hätte erleben können, wenn ich nur ein paar Tage länger geblieben wäre…

 

A.E.I.O.U. (5)

Guten Morgen allerseits!
Alles hat einmal ein Ende. Bald auch die Beitragsreihe „Austriae est imperare orbi universo“.

Teil 5: Top-EM-Vorbereitungen einer Top-Fußballnation.

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(Torwandschießen der RaiBa. Ein Leiberl für jeden Treffer. Gluckgasse, 1.Bezirk.)

 

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(Immer wieder?! Sportgeschäft, Mariahilfer Straße, 6.Bezirk)

 

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(Geschäft für Verkleidungen aller Art, Linke Wienzeile, 6.Bezirk)

 

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(Da Done! Woaß eh, wo da Hamma hängt. Parkplatz an der Schönbrunner Schloßstraße, 13.Bezirk)

 

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(EM-Lektüre resp. Erbauungsliteratur „Nicht schon wieder keine Tore“. Himmelpfortgasse, 1.Bezirk)

 

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(Tipp: Ins Tor, nicht in die Torten schießen! Hofzuckerbäcker Demel, Kohlmarkt, 1.Bezirk)

Gen Süden?!

Heute im Englischen Garten…

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…findet Pippa ein weggeworfenes Plastiksäckchen (eines von denen, die in Österreich mit „Ein Sackerl fürs Gackerl“ beworben werden)…

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…starrt mich an und scheint „Guck du dir das mal an!“ zu sagen. Also gucke ich’s mir an.

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Aha!
Wussten wir das? – Nö.
Wollten wir das wissen? – Nö.
Mir doch wurscht, ob der Hund eine Kompassnadel im Popo hat oder nicht.

Was sollen wir denn noch alles beachten, wenn wir unsere Viecherl spazieren führen? Speziell verdauungsfördernd ausgerichtete Alleen wählen?

Sogar für den Scheiß gibt es eine App: „MagnOr“ für iPhone und für Android. Da kann jeder Hundehalter mitmachen und mit seinen Ergebschnissen das Forschungsprojekt an der Uni Duisburg-Essen unterstützen. Über 7000 Probanden sind bereits beim Häufchenmachen analysiert worden!

Ich werde mich in derlei Forschung erst einklinken, wenn eines Herbsts berichtet wird, dass bereits 7000 Hunde gesichtet wurden, die in die Lüfte abheben und sich den Zugvögeln anschließen, um gen Süden zu fliegen.

Schönen Samstag allerseits!
Die Kraulquappe

PS: Noch ein Hinweis für die, die sich die App gleich downloaden und mitmachen. Die Studie hat auch ergeben, dass Hunde sich bei ihrem Geschäft nur dann richtig einnorden, wenn das Magnetfeld sich ruhig verhält, was bei Tageslicht nur in etwa 20 Prozent der Zeit der Fall ist. Außerdem sollte ihr Frauchen/Herrchen sie nicht stören. Also erst nachts mit dem Hund und der App raus auf die Wiese und losforschen.

Die gescheiterte Wasserratte

Liebe Freunde, Familie, Stamm-Leser und Follower in spe,

mein dritter Blog sollte eigentlich im Frühjahr starten und „Haselflug“ heißen, passend zum Beginn der Pollensaison 2016. Dann aber war ich zu verschnupft vom Heu, vom Job, vom Leben im Allgemeinen, von zwei Todesfällen im Besonderen, von einem Basaliom, von einer Kalkschulter, von Ärger mit der Hausverwaltung und von der Fertigstellung der Steuererklärung.
Kaum näherten sich die aufgezählten Widrigkeiten und Ereignisse ihrer Bewältigung (zumindest so halbwegs) oder gar ihrem Abschluss (was lediglich für den Heuschnupfen und die Steuererklärung gilt), setzte ich mich ans Laptop, öffnete WordPress und wollte einen neuen Blog beginnen. Aber ganz so einfach und schnell sollte es nicht klappen…

Der erste hierfür nötige Schritt ist die Wahl eines „Themes“. Allein damit kann man schon mal einen ganzen Abend verplempern, selbst wenn man sich nur auf die kostenlosen Themes beschränkt. Das eine ist zu nüchtern, das andere zu floral oder zu verspielt, das nächste erinnert zu sehr an Comichefte oder an Profi-Fotografen-Websites. Ein paar technische Dinge gibt es bei den diversen Themes auch zu beachten, manche lassen sich nicht gut an mobile Geräte anpassen oder bieten im Bild-Bereich zu wenig oder zu viel Flexibilität.
Schließlich bin ich bei „Adelle“ gelandet (ich gebe zu, ein bisschen auch wegen des Namens, der mich an einen Hund erinnert, den ich sehr mochte).

Als nächstes fordert einen WordPress etwas ikea-mäßig auf: „Finden wir eine Domain.“.
Den Blog-Namen „Haselflug“ hatte ich bereits ad acta gelegt und mich stattdessen auf „Wasserratte“ eingeschossen – um meiner Schwimmleidenschaft ein Denkmal zu setzen (und weil ich beabsichtige, von Erlebnissen, Beobachtungen etc. unter und über Wasser zu berichten).
Zu guter Letzt wollte ich unbedingt eine Kongruenz zwischen der URL/Adresse des Blogs und dem Blog-Titel haben.

Dann folgte die große Ernüchterung: https://wasserratte.wordpress.com war bereits vergeben.

Unbenannt

So eine Frechheit! Das warf mich um Tage zurück!

Ich ersann alle möglichen und umöglichen Alternativ-Namen rund ums Thema Schwimmen und Wasser, alle halbwegs tauglichen Adressen waren schon belegt (hätte nicht gedacht, dass so viele Wasserfreunde bloggen!). Ich durchforstete Listen zu Amphibien, Listen zu Wassersportgeräten und anderes, bis ich genervt – und bevor die Namenssuche vollends krampfhaft zu werden drohte – eine Pause einlegte, da ich zu dem Schluss kam: „Wenn ich nicht auf einen passenden Blognamen komme, dann muss ich eben warten, bis der Blogname zu mir kommt.“.

Wieder vergingen Tage. Nichts kam zu mir, außer einer fetten Erkältung und der niederschmetternden Entdeckung, dass unser Bio-Supermarkt meine Lieblingsmarmelade (Annes Feinste, Hagebutte) ohne jedwede Vorankündigung aus dem Sortiment genommen hatte (unfassbar, wo ich doch rund 53 Gläschen davon pro Jahr gekauft habe).

Wie so oft tauchte die Lösung a) völlig unerwartet und b) bei einem Spaziergang mit meinem Hund auf.
Wir marschierten an einem Tümpel entlang, Pippa sprang hinein, um sich zu erfrischen und einen Schluck zu trinken. Ich stand am Ufer, wartete, guckte ins trübe Wasser, das mir trüber denn je vorkam, bis ich sah, dass die Ursache der Eintrübung riesige Knäuel von Froschlaich waren, die am Rand des Tümpels vor sich hin waberten.

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Erinnerungen an meine Kindheit kamen hoch: meine Eltern, ich und ein großer Eimer, abends am Froschteich bei Leutstetten, wir schöpften Froschlaich in den Eimer, die pädagogische Maßnahme dahinter hieß „Auch das Stadtkind soll mal sehen, woher der Frosch kommt“. Den Eimer mit Froschlaich beherbergten wir dann auf dem Balkon, bis die Kaulquappen schlüpften, dann wurde die ganze Horde zum Teich zurückgefahren und „ausgewildert“. Ich war begeistert von der ganzen Aktion, am meisten von dem Gewusel der unzähligen schwarzen Punkte mit Schwänzchen in dem Eimer.

Während ich da so stand, mich an glückliche Kindheitstage erinnerte, dem herumdümpelnden Froschlaich zusah und dachte, was für ein nettes Wort Kaulquappe doch ist, dauerte es nur noch einen kurzen Moment und auf einmal war die Kraulquappe geschlüpft.

Dass diese Adresse noch frei sein würde, war mir völlig klar.
Here we are!

Wie immer freue ich mich auf Euer Feedback, Mitlesen und -schreiben.

Eure Kraulquappe

PS: Ein kleiner etymologischer Exkurs ist hier unerlässlich. Woher kommt eigentlich das nette Wort?

Das mittelniederdeutsche quappe, quabbe bedeutet wahrscheinlich „schleimiger Klumpen, wabbeliges Tier, Froschlaich“ und gehört damit zur Wortgruppe „quabbeln, wabbeln, schwabbeln“. Der Wortteil Kaul- bedeutet „Kugel, dicker Kopf“, abgeleitet vom Früh-Neuhochdeutschen Kaule (siehe auch: Kaulbarsch, Kaulkopf [= Groppe] und das sächsische Gericht Quarkkäulchen).
[Quelle: Wikipedia]

PPS: Habe mich für den Wikipedia-Eintrag entschieden, da mich diese Grafik ratlos zurückließ…

etym kaulquappe

Unter sächsichen Quarkkäulchen kann man sich ja noch was vorstellen, aber was um alles in der Welt ist eine Kauliflorie, ein Kauri, ein Kaumazit oder eine Kaupelei?