It’s raining cats and dogs.

Den dritten Tag in Folge ist alles grau in grau, nasskalt, verregnet. Keinen Hund möchte man da vor die Tür scheuchen (und sich selbst erst recht nicht).

Perfektes Steuererklärungswetter, da ich aber in einer zurückliegenden Regenphase schon vorgearbeitet hatte, ging das nun erstaunlich flott.

Ideale Witterung auch für Freibadbesuche während der bayerischen Sommerferien – man kann im menschenleeren Becken ausgiebig an der Technik feilen, wenn das Thermometer nur schlappe 13 Grad anzeigt.

Ebenfalls eignet sich so eine Auszeit, die der Sommer sich mal wieder nimmt, hervorragend zum Ausprobieren neuer Herbstrezepte: die Kürbis-Mangold-Lasagne gestern war ein Traum. Und zwar ein so großer, dass wir ihn nach der Rückkehr des Gatten vom DFB-Pokal-Glotz-und-Besprech-Nachmittag beim Nachbarn gleich weiterträumen werden, bevor wir dann zur 4. Abendsitzung in Folge auf die Couch sinken, um uns ganz „Elementary“ hinzugeben (nein, kein erotikbefeuerndes Spiel für Paare, sondern unser aktueller Serien-Favorit, in der 3. Staffel).

Oder man liest die Geschichten, die man selbst erlebt und verfasst hat…

…als einen noch die Sommersonne auf der Haut kitzelte und die Bergluft durch Haar und Fell blies.

Die neue WUFF wartet sogar schon mit Herbst- und Winterthemen auf…

… so dass sich die Lektüre auch für all jene lohnt, die an einem verregneten Wochenende gern mal die Stricknadel schwingen (oder Perücken basteln). Cuique suum.

Herzlich grüßt euch

Die Kraulquappe.

Singultus fluvialis (oder so ähnlich).

Mindestens ein Aufstoßen oder einen Schluckauf wünsch‘ ich ihm, dem canidenfressenden Gierschlund!

Herzschlag.

„Ein kleiner Hund – ein Herzschlag zu meinen Füßen.“ (Edith Wharton)

Wen es nach kynologischer Wochenendlektüre oder neuen Fotos vom Dackelfräulein dürstet, dem sei die neue WUFF ans Herz gelegt (oder wenigstens ein Hund unter die Bettdecke zu Füßen).

Eighteenth Avenue, Portland.

Frohe Ostern und gemütliches Herumeiern an den Feiertagen wünschen wir allen Kraulquappe-Leserinnen und -Lesern!

(Easter-Sunday-Chicken entnommen aus:

Erschienen im Jahre 2001, als es statt fake news noch wahre Geschichten aus Amerika gab. Diese hier war immer meine liebste.)

Das Problem mit/an/bei der Präposition.

Oder: Wenn Redakteure sich nicht an die vom Autor vorgegebene Überschrift halten 😦

Da freu‘ ich mich übers Kuvert mit dem Belegexemplar von „Mein Hund & ich“, blättere zu Seite 70 und kann es nicht fassen: Keine Socke wandert „in“ der Benediktenwand, man wandert „zur“ Benewand oder „auf“ dieselbe, meinetwegen läuft man auch „unter“ ihr herum. Ein paar Geübte gehen „in“ ihr Klettern, das aber hoffentlich niemals zusammen mit ihrem Hund.

Dabei hockt die Redaktion auch noch hier in München und müsste diesen Hausberg eigentlich kennen, zumal der Verlag haufenweise Wanderführer produziert…

Naja, vielleicht waren sie grad so gut drin im Überschrifteln. Titelthema des Hefts „Wecken Sie das Genie in ihrem Hund“. Anderes großes Thema: „Dog-Trekking in der Natur“. Da war es dann nicht mehr weit „in“ die Benediktenwand.

Zweiter faux pas: Bildunterschriften. Manche davon sind glatt gelogen.

Der Hund war topfit. Der hätte locker noch den Gipfelgrat gepackt.

Sei’s drum. Die neue Gästeschlafcouch kann man trotzdem davon bezahlen und außerdem war’s ein Herzensthema.

Einen grünen Donnerstag wünscht

Die Kraulquappe.

Live the story you want to tell.

WUFF! Ab heute am Kiosk.

Mit mir.

In Farbe & in sechs heißen Posen.

Die Pfote ist von der Autogrammstunde wundgewetzt, daher der Verband.

Beileidsbekundungen, Trotswürstchen und Heilkraulungen werden dennoch jederzeit entgegengenommen (als Hund kriegt man den Schlund ja nie voll genug).

Eure Pippa.

Beinahe Covergirl – wau!

Natürlich nicht ich, wo denkt ihr hin?

Pippa ist auf dem besten Weg, Titelblatt-Waldi zu werden! Zwar sind wir beide dunkelsaufarben, verfressen und sportlich, aber sie bekommt dafür deutlich mehr Anerkennung als ich.

Zweimal hintereinander hat sie’s nun in das Magazin „Dog&Travel“ geschafft.
Im August als Exklusiv-Star des Titel-Themas „München“ und heute, wie ich beim Erhalt meines Belegexemplars entdeckte, als zweite Haupt-Protagonistin des großen Alpen-Specials. Juhu!

Beim dritten Mal gelingt dann vielleicht der Sprung aufs Cover :-).

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Wer also knapp 5 Euro übrig hat, der sause zum nächsten gut sortierten Kiosk und schlage zu. Auf Anfrage signiert die Dackelmadame euer Exemplar auch gern – das macht sich dann besonders nett unterm Weihnachtsbaum.

Wem derlei Lektüre zu banal ist, der kann sich auch auf intellektuellere Weise der Dackologie widmen: Vor Kurzem ist im Springer-Verlag der Sammelband „Auf den Hund gekommen“ erschienen, in dem Pippa mit dem Beitrag „Der Dackelblick. Phänomenologie einer besonderen Hund-Mensch-Vergemeinschaftung“ vertreten ist.
Frei nach dem Motto: „Die genaueste Vorstellung von der Machtlosigkeit des Menschen haben zweifellos Gott und der Dackel.“ (Georges Mikes).

Wer sich weder für Hunde, noch für Dackel, Berge, München und Phänomenologie interessiert, der gucke einfach die Tage mal wieder hier vorbei – manchmal gelingt mir ja auch ein hundefreier Blogbeitrag.

Einen schönen Abend wünscht
Die Kraulquappe.

Sei jedem Abschied voraus!

(Titelzitat: Rainer Maria Rilke)

Die 8 Kostbarkeiten des Tages:

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Letztes Sonnenbad: Alle Fünfe gerade sein lassen und bei 17 Grad im gräflichen Park rumlungern.

 

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Letzte Wanderung: Alle Wege rund um den Hardenberg und schließlich zur Hardenburg hinauf.

 

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Letzte Fotosession:Burgruine Hardenberg mit Standesamt und Festwiese.

 

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Letzte Entdeckungen: Ja ist denn heut‘ schon Weihnachten?

 

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Letzter Sommerkäfer: Ladybug on his way to the top.

 

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Letzte Ölung: Im selben Whirlpool gesessen wie… (vor Aufregung Bild verzittert und Blitz vergessen)

 

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Letzte Lektüre: Kapitel 49, Heimwärts.

Fontänen der Weisheit (1)

„Gute Zähne sind mindestens so viel wert wie das Assessorexamen.“

Wo er recht hat, hat er recht, der Herr Fontane.

Das Mandarinenmannlachen oder: Abmeldung im „Trierischen Volksfreund“.

Ein Samstagvormittag, wie so viele Samstagvormittage.

Gefrühstückt, den Dackel um den Block geführt, Pflanzen versorgt, Einkaufszettel geschrieben, Waschmaschine bestückt, in der Wohnung herumgewuselt und Kleinkram erledigt.
Der Gatte sitzt derweil auf dem Balkon, liest den Sportteil und danach auch einen Teil vom Rest der Süddeutschen und freut sich über jede Minute, in der ich mit Stillarbeit in dem hinteren Teil der Wohnung beschäftigt bin (vor allem während der Lektüre des Sportteils) und er sich der Zeitungslektüre widmen kann ohne dabei von Eilmeldungen wie „Denk‘ bitte dran, nachher das Altglas mitzunehmen!“ oder „Guck‘ mal, wie toll die Passionsblume blüht!“ gestört zu werden.

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Plötzlich durchschneidet ein glucksendes Lachen meine Stille beim Wäschesortieren. Das Gelächter kommt tatsächlich vom Balkon.

Nebenbei: Ich habe dieses leider nicht täglich auftretende Spezial-Lachen das „Mandarinenmann-Lachen“ getauft. Vor Jahren wurde er mal zur Winterszeit zu einem Einkauf am Obststand geschickt, es ward ihm u.a. aufgetragen, Mandarinen mitzubringen, selbstverständlich kernlose. Bei der Vergewisserung, ob die Früchte denn auch kernlos seien, gelang es ihm nicht, seine Frage zu vollenden, denn der Obstverkäufer unterbrach ihn wie aus der Pistole geschossenen mit: „Die sind süß, kernlos und leicht zu schälen!“. Genervt, aber doch professionell und wohl wissend, dass jeder anderthalbste Kunde vor dem Mandarinenkauf exakt nach einem dieser drei Aspekte – oder allen dreien – fragen wird. Diese Begebenheit erzählte der Gatte bei seiner Rückkehr vom Einkauf, lachte sich einen Ast, ich ebenso – wir sind beide große Fans solcher winzigen Situationen im Alltag. Ja, das ist genau unser Humor, auch wenn ihn der Obstverkäufer wohl nicht nachvollziehen könnte (und manch anderer vermutlich auch nicht).

Zurück zum Thema:  Der lachende Ehemann auf dem Balkon. Was mag der Anlass sein? Vielleicht der Guido-Schröter-Cartoon im Sportteil? Oder ein Artikel über die Isländer? Ich wage den Gang ins Wohnzimmer, da ich das Lachen eindeutig als Mandarinenmann-Lachen identifiziere (und das schreit implizit nach Anteilnahme), schiele ums Eck zum Balkon, wo der Gatte immer noch vor sich hinkichert und schon auf mich zu warten scheint, so dass ich mich auf den Balkon traue und nachfrage, was denn los sei.

„Guck mal, hier ist eine kleine Meldung in der Süddeutschen,
da hat jemand vor seinem Ableben seine eigene Todesanzeige verfasst,
die nun auch genau so im Trierischen Volksfreund erschienen ist!“

Aber lest selbst:

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Was für eine Liebeserklärung und Danksagung an das Leben, an den Partner und die paar wenigen guten Freunde! Klare Ansage bis zum letzten Atemzug und darüber hinaus. Und auch mal was riskiert, nicht immer nur nur nett gewesen, zu allem Ja und (erst recht nicht) Amen gesagt und sich brav den Zwängen der Blutsverwandschaft ergeben. Wunderbar!

Wären wir nicht so weit von Losheim-Britten entfernt, so würden wir glatt vor gut einer Stunde ein paar gelbe, unstinkige Lilien (zu orangefarbenen Blumen könnte ich mich beim besten Willen nicht überwinden) an Huberts letzter Ruhestatt abgelegt haben.

So bleibt mir nur, Ihnen, lieber Hubert, unbekannterweise für diese Anregung zu danken und Ihnen eine Abschiedsfeier ganz in Ihrem Sinne und nur im Kreis Ihrer Lieben zu wünschen – und vielleicht eines Tages ja doch ein Wiedersehen mit Ihrer Katze.

Voller Hochachtung grüßt
die Kraulquappe.