Wofür ich mein Schwimmbad liebe.

Super Sache, so zum endgültigen Ende der Freibadsaison (das dieses Jahr um 10 Tage rausgeschoben wurde, so dass ich 2x „zum letzten Mal“ Schwimmen gehen musste):
Ein Hundebadetag bevor morgen das Wasser aus dem Becken abgelassen wird!

Sogar rutschfeste Matten haben sie rund um den Beckenrand ausgelegt, damit die Vierbeiner nicht auf dem Edelstahl ausrutschen. Ein bisserl Zoff gab’s um die zahlreichen Aqua-Toys, die von Herrchen und Frauchen ins Becken geworfen wurden, denn wenn sich Lilly die Frisbeescheibe von Nougat schnappen will und dann noch Bruno dazwischenschwimmt, ist halt ganz schnell Schluss mit lustig…

Alles in allem aber eine total entspannte Aktion.
Zwei Bademeister zur Stelle, falls Flocki sich verschlucken würde oder Maya doch noch nicht das Seepferdchen gemacht hat und in Beckenmitte Panik bekäme.

Pipimachen auf der Liegewiese auch kein Problem. Über Badetücher hopsen auch nicht.
Nur der Würstchen-Kiosk hat gefehlt oder ein paar mit Katzenfell ausgekleidete Relax-Liegen oder ein Kuhfladen-Planschbecken für die Kleinen.

Der Erlös der ganzen Aktion wird dem Münchner Tierheim gespendet.
Weiter so, Münchner Stadtwerke!

Wacken (Open Air) und andere Wasserfreuden.

Strasbourg.

Ein kleines Paradies, dieses Städtchen: durchzogen von verwinkelten Gassen, idyllischen Wasserwegen, blühenden Uferpromenaden, französischem Flair, gelungenem Stilmix aus Alt und Neu, unendlich vielen schönen Brücken. Und als Sahnehäubchen das Piscine du Wacken, ein Freibad vom Feinsten, für erfrischende 4€ Eintritt!

Straßburg.

Schwaden von stinkendem Munsterkäse durchziehen die Altstadt, ein Glas Bier ist in vielen Lokalen teurer als in Kopenhagen, überall stolpert man in rotblinkende Poller und astronomisch hohe Parkgebühren gefährden die Urlaubskasse (geschicktes System übrigens: Anfüttern mit 1 harmlosen Euro für 3 Std, danach wird ein Tagessatz von 35 bis 54€ fällig – die spinnen, die Franzosen!).

Verkraftbar aber, muss man halt ein bisserl flexibel damit umgehen: im Lokal je nach Geruch/Windrichtung mehrfach den Tisch wechseln, Wein trinken, ganztags die Sonnenbrille aufsetzen und den Parkautomaten zweimal täglich schamlos austricksen.
Ach ja, und Obacht vor adebarischem Overkill – in der Altstadt ist dem nur schwer zu entkommen!

Storchenwahnsinn überall in der Stadt.

Fazit: Ein absolut lohnenswertes Ziel für eine erholsame Städtereise. Am besten zu bereisen im Sommer und am allerbesten mit einem all-inclusive-Gutschein im Gepäck.

Auf der Passerelle des Deux Rives.

Meinen herzlichsten Dank an T. für das prima Geschenk – und sind wir doch mal ehrlich: ein Trip in ein Landhotel an der Mosel oder ins Schwabenländle, so wie du’s zunächst im Sinn hattest, hätte da niemals mithalten können, nicht wahr?

Ich hoffe, du bist gut heimgekommen und deiner Hüfte geht’s dank des ausgiebigen Schwimmens und des drei Tage hintereinander (locker) erreichten Schrittzahl-Highscores nun besser, und falls nicht, gönn‘ dir mal etwas Ruhe und hau‘ dich gemütlich mit einem Flammkuchen auf die Couch.
Von Dr. Oetker gibt’s hierzulande ’nen recht preiswerten, hab‘ ich gehört. Sogar ohne Munstermief.

Flammkuchen in der sozialverträglichen Variante.

In 4 Jahren, zum 50., dann wie gesagt gern Vancouver, Kapstadt oder Sydney, bis dahin tun’s natürlich auch Tickets für einen Bruce-on-Broadway-Abend (evtl. pünktlich geschickt, damit wir da etwas mehr Vorlauf haben als diesmal?).

Greetings from Munich! 😎
Deine N.

Stadtflucht.

Danke an D. für die schöne Wanderung durch den Wildbach, das gemeinsame Radeln zum See und all die guten Gespräche – und an den Papa fürs mehrtägige Hitzeasyl am bergnahen See, wo all das und mehr stattfinden konnte. An einem Ort sein zu dürfen, wo man einfach sein kann, wo man sich auskennt, wo man gekannt wird, wo es nach Heimat riecht, obwohl man dort nicht Zuhause ist.

Morgens frische Brezen, jeden Tag 2x zum Schwimmen und große Eisbecher mit Waffelröllchen drin: das fühlte sich vorübergehend so sorglos und leicht an wie Sommerferien zu Schulzeiten (dass man erwachsen ist, merkt man dann unangenehm plötzlich daran, dass einem während des Gassigehens irgendein Depp den Stoßfänger anfährt, übel verschrammt, sich einfach aus dem Staub macht und es einem leider niemand mehr abnimmt, sich mit so einem Sch*** rumzuschlagen).

Dennoch: Gut gewässert (ich) und mit allen Wassern gewaschen (das Dackelfräulein) sind wir wieder in die Stadt zurückgekehrt.

Sommer in der Stadt.

Genießen Sie einfach den erfrischenden Bilderreigen!

Das Isardackelfräulein in ihrem Element.

Des Münchners Element in der Isar.

3x die Woche ins Freibad…

…und zwischendrin zum Wassertreten an die Isar.

Der private Vorgarten wird langsam für die fünfte Jahreszeit präpariert.

Das Löwenbräuzelt steht schon, nun warten wir noch gespannt auf die Ankunft des Löwen (der, vor dem jedes Münchner Kindl in der Kindheit staunend stand).

Abendidylle am Flauchersteg.

Abendidylle im Flaucherbiergarten.

Flowchart for tourists, expats & other Zuagroaste.

Von der Conwentz-Brücke aus trällern wir gern ein bisschen mit: ‚S is‘ wieder Sommer, Sommer in der Stadt (und danach nahtlos weiter mit Drafi Deutscher und einem Prosit der Gemütlichkeit).

Ich gehöre definitiv nicht zu den Hochsommerhassern, sondern ich liebe diese Hundstage – auch in der Stadt!

Einen schönen Start ins Wochenende wünscht –
Die Kraulquappe.

Dichtung und Wahrheit.

Das alte Lebensjahr geht nun doch noch ordentlich und gepflegt zu Ende.

Eine Punktlandung war das: Die Dichtung der neuen Duschtrennwand – gestern um 18:07 Uhr vom Handwerksfreund fertig montiert und silikoniert – lässt beim morgendlichen Testduschen tatsächlich keinen Wasserschwall (ja nicht mal mehr einen Tropfen!) über den Wannenrand rinnen. Hurra & nochmals herzlichen Dank ins Allgäu!

Das Auslaufen beschränkte sich daher heute ausschließlich auf 14km Wasserwanderweg.
Ich hatte dem Dackelfräulein, das in den letzten Tagen arg zu kurz kam und kaum eines ihrer Hobbies ausüben durfte, fest versprochen, dass wir uns heute fern aller Silikonreste und Styroporbrösel, die daheim noch die Böden dekorieren, einen richtigen Ausflug gönnen werden.

Man muss ja einfach mal wieder weiter gucken als bis zum Badewannenrand!

Das Fräulein findet ein verfaultes Ei und freut sich!

Und ich finde Ruhe – und freue mich.

Aber die Ruhe ist nur von kurzer Dauer, denn als nächstes findet Pippa einen Kugelfisch-Rahmen.

Also muss ich das Ding 20x in den See werfen, bis der Seehund einigermaßen Ruhe gibt.

Dann bin ich dran: einsamer Steg im Schilf, ab ins Wasser!

Nächste Pause in der nächsten Bucht oder: Nimm mich mit, Kapitän, auf die Reise!

Überhaupt machen wir heute auffallend viele Pausen – erfreulich, wenn die Lokalitäten derart durchdacht konzipiert sind: Zufluss neben Abfluss – ideal!

Nach 14 etwas mühsamen Kilometern ist es Zeit, länger die Füße hochzulegen. Hinweis: Wenn Sie vom „Zeigezeh“ meines rechten Fußes aus, der sich – Obacht! – im Bild links befindet, eine schnurgrade Linie gen Himmel ziehen, landen Sie direkt auf dem Heiligen Berg bzw. in der Klosterkirche. Das wollte ich Ihnen nicht vorenthalten!

Wieder ein Jahr vorbei.

Ich lasse es Revue passieren und blicke zurück auf eine beachtliche Menge Anstrengung, Kämpfe, Abschiede, Tränen, Wohnungen, Makler, Kartons und Sägespäne. Aber es gab auch viel Schönes, Neues, Wegweisendes, Bewegung, Freundschaft und Liebe.

War es rückblickend ein überwiegend gutes Jahr oder eher ein schwieriges? Oder hielt es sich die Waage? Was folgt daraus? Sollte ich was verändern oder darf es so weitergehen?

Die Wahrheit ist: Ich bilanziere seit ein paar Jahren nicht mehr.
Ich gucke mir das Vergangene nur noch an, wie eine Landkarte: Wo möchte ich wieder hin, wo hat es mir gar nicht gefallen, wohin möchte ich unbedingt mal, um zu sehen und zu spüren, wie es da so ist?

Gelegentlich besorge ich mir auch neue Landkarten.
Ist schon immer eine Leidenschaft gewesen: am Frühstückstisch sitzen und beim Morgenkaffee Landkarten angucken.

Für den morgigen Tag werd‘ ich die allerdings nicht brauchen, weil ich mich da überwiegend auf Lieblingswegen und in Lieblingsgewässern aufhalten werde, mit Lieblingsmenschen und Lieblingsmusik, versteht sich.

Ich wünsche mir ein Frühstück mit einer Breze vom Neulinger, einen nicht zu frühen Anruf vom Papa, einen Sack voll Sonne, freien Eintritt im Freibad – danke an D. für den klasse Vorschlag, dass wir uns dort treffen: du erkennst mich am roten Zinken (hatte heut die Sonnencreme vergessen) und den gelben Flossen!

Danach darf mich der Gatte zum See kutschieren, unterwegs hören wir Shirley Jean oder Bobby Jean, wenn wir da sind, ziehen wir die Jeans aus und hüpfen ins Wasser. Vom Tretboot aus, wenn möglich.

Vielleicht finden wir sogar eines mit Rutsche.
Und mit Sonnendach, damit das Dackelfräulein keinen Hitzschlag bekommt (und mein Zinken nicht noch mehr verbrennt).

So ungefähr jedenfalls.
Und die Lücken im Tagesplan füllen wir einfach mit Streuselkuchen auf.

Mal sehen, wo die Reise im nächsten Jahr hingeht. Ahoi!

This little light.

Schwimmen & Springsteen – und alles ist gut und leuchtet.


Well now, this little light of mine, yeah, I’m gonna let it shine!

Erholung.

Schreibtischarbeit und Einkäufe erledigt, Schwimmen gewesen, an der Isar entlangspaziert, die Sonne und einen Kaffee genossen, auf dem Rückweg am Wertstoffhof vorbei, dort beim Kistenheben das Daumengelenk verrenkt. Später am Tag auf einer Parkbank dem fernen Donnergrollen gelauscht und einfach mal ein Weilchen geradeaus geschaut, während drinnen das Gemüse im Ofen schmorte.

Alles in allem ein guter Tag.

Lovely things.

Mit schwerem Rucksack und einer verheißungsvoll betitelten Tragetasche spazierte der Handwerksfreund gestern vom Münchner Hauptbahnhof zu seinem Einsatzort…

…drin aber nur ein neues Schrauben- und Dübelsortiment, sonst keine spannenden Mitbringsel für die Damen des Hauses.

Kurze Fäschprr (Vesper) und dann ab in den Baumarkt, wo ich mittlerweile kleine Aufgaben übertragen bekomme und eigenverantwortlich erledigen darf – gestern: Schleifpapier in 4 Körnungen besorgen. Eigentlich nichts weiter als ein fieser Trick, denn so wird man(n) die Frau für mindestens 20 Minuten los…

…und kann in Ruhe den ganzen Bretterkram besorgen.

Bevor’s dann so richtig losgeht, wird die Kundin noch mit zwei lang ersehnten Haken ruhiggestellt…

…und schon beginnt das Dauergesäge.
Abends steht dann der Sockel und die Arbeitsplatte darf bereits probeweise auf der Konstruktion nächtigen.

Mittwochmorgen.

Seit kurz nach 8 Uhr jault die Säge wieder vor sich hin, ich schleppe die Tagesration Getränke und Verpflegung ins Haus. Am Vormittag ersucht der Handwerksfreund um einen zweiten Baumarktbesuch – er braucht ein anderes Sägeblatt. Teures Teil, aber einen super Namen hat’s: „Craftomat“. Überhaupt haben sie dem Werkzeuggeraffel ja tolle Namen verpasst: „Herkules“, „Wolfcraft“ usw., soll ja schließlich den Käufer auch emotional ansprechen.

Tut es auch, er strahlt übers ganze Gesicht. Spontan schenken wir ihm das funklende Silberstück vorweg zum Geburtstag. Darauf erstmal ein „Jever fun“ (zur Zweit-Fäschprr)!

Die Tiere machen ebenfalls ein Päuschen und ich verzieh‘ mich jetzt ins Schwimmbad, da ich hier eh nur störe.

Dr. Schmitt bewacht die Konstruktionsskizzen und die To-Do-Listen.

Das Dackelfräulein bewacht die Sägestation auf dem Sonnenbalkon.

Kann man jetzt nicht meckern: die Männer arbeiten und man selbst schwimmt mal ein bisschen im güldenen Wasser des geliebten Freibads ein paar Erholungsrunden.
Trotz der vielen Planung, Arbeit und Ausgaben irgendwie eine durchaus erfreuliche Lebensphase!

Closing time.

„Heute endet die Wintersaison!“ verkündet das Schild, das an der Eingangstür hängt.
Es ist 21 Uhr, das Thermometer zeigt noch fast 20°C an. Welche Wintersaison?

Eine kleine, eingeschworene Gemeinde ist in der Umkleide versammelt. Man nickt einander stumm zu. Es herrscht nicht die übliche Betriebsamkeit und Fröhlichkeit, sondern jeder begeht diesen Abend auf seine Art und Weise, die meisten eher gedämpft. Manche ziehen sogar ein Gesicht, als würde nicht viel fehlen und sie kondolierten einander.

Es ist das Ende der Winterwarmfreibadsaison in unserem Lieblingsbad.

Schräge Sache, an einem so sommerlichen Tag wie heute. Gefühlt hat die Freibadsaison längst begonnen. Seit Tagen grillen sich die Menschen auf den breiten Stadiontreppen des Bades und die Wasseroberfläche ist von ersten zaghaften Sonnencremeschlieren durchzogen. Und auch das Entenpärchen dreht längst wieder seine Runden durchs Becken.

Das Harte an diesem letzten Tag der Wintersaison ist nicht etwa, dass schon Sommer ist oder dass die Stadtwerke diesen langen Winter 2017/2018 offiziell beschließen, sondern die Tatsache, dass das Lieblingsbad nun 11 Tage geschlossen hat.

11 Tage!
Jedes Jahr Ende April stehen dort die Revisionsarbeiten an, vor einigen Jahren hat das noch schmerzliche 14 Tage gedauert, mittlerweile sind all die Techniker, Kachelputzer und Silikonfugenerneuerer immerhin drei Tage früher fertig.

Mit Andacht zelebrieren die anwesenden Spätschwimmer diesen letzten Abend vor der Schließung, die unseren Schwimmerherzen – auch wenn sich’s für Außenstehende lächerlich anhören mag – zu schaffen machen wird . 11 Tage können lang sein, so ohne Wasser und dieses ganz besondere Gefühl darin.
Der eine verausgabt sich daher heute besonders und verrenkt seine Schultern beim sichtlich zu selten praktizierten Delphinstil, der andere lungert nach dem Sport wehmütig am Beckenrand herum und heult den Halbmond im Münchner Nachthimmel an, manch einer hat sogar seinen Partner überreden können, ihn in dieser schweren Stunde zu begleiten (man erkennt diese gnädigerweise mal mitgekommenen Partner an den knallroten Rücken- oder Schulterpartien, die sie sich an den Massagedüsen zugezogen haben, vor denen sie sich malträtieren lassen, während ihre bessere Hälfte schwimmt).

Ich bin wie immer allein hier, schwimme einige Bahnen mehr als sonst und rufe mir – wie jedes Jahr beim letzten Wassergang der Wintersaison – eben diesen Tag des Vorjahres in Erinnerung.
Und erinnere mich: wie es mir damals ging, was ich empfand und was ich dachte.
Damals, Ende April 2017, um so vieles kühler war’s, konstatierte ich fast ein bisschen triumphierend: „Ha! Diesmal wird dich die Schließzeit nicht so treffen wie sonst, da sie genau in die heiße Phase des Umzugs fällt, da saufe ich sowieso in all der Vorbereitungsarbeit ab und krieg‘ das kaum mit!“

Und heute?
Im Leben hätte ich es nicht für möglich gehalten, dass ich genau ein Jahr später nochmal exakt denselben Gedanken haben würde!

So sehr ich Rituale auch schätze, hieraus möge bitte keines werden.

Flüssiges Gold.

Stelle dich dem Regen entgegen, lass die eisernen Strahlen dich durchdringen, gleite in dem Wasser, das dich fortschwemmen will, aber bleibe doch, erwarte so aufrecht die plötzlich und endlos einströmende Sonne.

(Franz Kafka, Tagebücher.)

Ein Prosit der Beweglichkeit!