Himmel der Bayern (88): Mit der Lütten zu den Bütten.

Große Hunderunde bei Gmund: Weil das Dackelfräulein ausgeführt werden muss und weil vor dem Besuch beim Papa ein paar erfreuliche Eindrücke getankt werden sollen, um für die, die einen dann dort ereilen werden, besser gewappnet zu sein. Der zweite Lockdown (und überhaupt dieses ganze Jahr) hinterlässt so seine Spuren im Leben eines Parkinsonkranken.

Von Gmund-Seeglas den Uferweg entlang, inklusive Hundestrandbesuch, dann hinauf nach Elend, weiter über Niemandsbichl und von dort via Louisenthal zurück nach Gmund.

Muss ja nicht immer ein Berg sein, See und Hügelland sind auch mal schön. Und die Büttenpapierfabrik erst!

Abends dann Formularausfüllhilfe, Krankengeschichtsupdate, Haushaltsprobleme, Coronathemen und die unvermeidliche Weihnachtsfrage mit der altbekannten Antwort.

Das Fräulein guckt derweil genüsslich Hundefernsehen – so einen fetten Martinibraten bekommt sie daheim schließlich nie zu sehen.

Nach fünf Stunden dröhnt mein Kopf von all dem Besprochenen und der immer lauter werdenden Lebensgefährtin des Papas. Wie hält er das nur den ganzen Tag aus?

Als ich aufbreche, trete ich im dunklen Garten auf einen toten Igel und muss heulen.

Verlängeren.

Gesehen…

…getan.

Traben wir eben wieder mit Thermosbecher und Tupperdose durch diese Traumgegend. Abseits beliebter Ausflugsziele, mit Abstand zu allem, alleine.

Noch so viel zu entdecken hier: Schluchten, Bächlein, Kapellen, Wälder, Schlösschen, Moorseen, Dörfer, Buchten, neue Rastplätze am Seeufer für Pause wegen Verlängeren und für Imbiss wegen Verhungeren, aber davor bewahrt einen so ein Gugelhupf ganz ausgezeichnet.

Und wer weiß, was das Dackelfräulein und ich heut noch alles entdeckt hätten, wenn es mich nicht auf dem schmalen, abschüssigen, glitschigen Pfad in der Schlucht geschmissen hätte, nicht nur mit den schönen roten Schuhen komplett im Morast gelandet, eine Hüfte geprellt, den Handballen hat’s noch übler erwischt, auf der Heimfahrt dann ein abenteuerliches Schalten mit der linken Hand, da mit rechts gar nichts mehr geht, nur gut, wenn man daheim jemanden hat, der einem abends das Weißbier öffnet, das gefüllte Glas an/in der Hand entpuppt sich als die perfekte Kühlung, nur mit dem Hochheben und Trinken muss man mit links nachhelfen, der Lockdown auf gewisse Weise nun auch ein kleiner Knockdown, sowieso eine nicht nur aufgrund des Weltgeschehens bewegende Woche, aber dazu ein andermal, wenn das Tippen auf der Tastatur wieder etwas leichter fällt.

Closing time.

Sonntag, 1. November 2020. München, Theresienwiese.
Vor der Haustür heute zur Abwechslung mal ein „Gottesdienst“. So haben sie ihre für heute Nachmittag geplante Demo, die erst vom KVR und dann auch vom VGH (mit völlig nachvollziehbarer Begründung) untersagt wurde, in aller Eile umbenannt, diese Querdenker.
Damit sie sich nach Belieben auch distanz- und maskenlos und vor allem in gewünschter Truppenstärke dort versammeln und ihre plumpen Phrasen dreschen predigen können. In Bayern unterliegen Gottesdienste unter freiem Himmel nämlich keiner Beschränkung der Teilnehmerzahl. So macht man das, nimmt man halt einfach mal die Religion zu Hilfe.

Nicht zu fassen. Eigentlich müsste doch allen, die denken, egal ob quer oder geradeaus, auffallen, wie dummdreist oder blasphemisch das ist. Und wie schade, dass ausgerechnet in dieser Hinsicht die nächsten vier Wochen keine Ruhe zu erwarten ist.

Ansonsten: It’s closing time.

Mit ein paar anderen Wasserjunkies pflüge ich ein letztes Mal zu jener Abendstunde, in der das Schwimmbad grundsätzlich am leersten ist, durch das riesige Becken.
Jede einzelne Bahn mit Bedacht und fast feierlich geschwommen, das hatte auch ein bisschen was von einer Messe, die jeder still und konzentriert für sich allein zelebriert (und doch sind wir alle im selben Wasser).

Erstmals in meinem Leben schwimme ich 2.800 Meter am Stück. 100 für jeden Tag der bevorstehenden Schließung (sofern es bei den vier Wochen bleibt). Obwohl es sich mit dem Schwimmen ja leider genauso verhält wie mit dem Schlafen: man kann es nicht auf Vorrat betreiben und wochenlang davon zehren (was man aktuell bunkern könnte, wäre lediglich Klopapier und so Kram).

Egal, es tut mir trotzdem gut, das mal auszuprobieren, bis kurz vor Beckenschluss (wie der Zapfenstreich im Schwimmbad genannt wird) zu schwimmen.

Ist viel, aber ging schon – die schweren Beine können sich ja nun lang genug von dem Einsatz erholen.

Die nette Kassiererin verabschiedet sich geknickt in die nächste Kurzarbeit, der Lieblinsgsbademeister ruft einem zum Abschied ein optimistisches „Servus und bis bald!“ hinterher.

Genau wie im Frühjahr werden wir unser Freibad und unseren Sport sehr vermissen in den kommenden Wochen (und die Psychohygiene, die damit verbunden ist, ebenso), aber so ist das nun.

Ab morgen wird wieder Gugelhupf gebacken, das hat sich schon mal bewährt.

Hund haben (22).

Falls Sie auch das Glück haben, einen Hund in Ihr Leben aufgenommen zu haben, werden Sie Folgendes mit Sicherheit kennen: Es ist ein regnerischer, trüber und kühler Tag, an dem Sie null Lust haben, einen Fuß (oder gar zwei) vor die Tür zu setzen. Nach nichts verlangt es Sie mehr, als den Großteil des Tages mit guter Musik oder Lektüre (oder beidem) auf der Couch herumzulümmeln. Aber das geht nicht, weil Sie heute ehegattensplittingbedingt die Arschkarte gezogen haben und „dran“ sind, d.h. derjenige sind, der mit dem Hund raus darf muss.

Routenplanung mit nachträglich eingefügtem gelben Pfeil zur Kenntlichmachung des kulinarischen Highlights.

Sie raffen sich also unter größten Mühen auf, kleiden sich wettergerecht und überwinden sich sogar, mit dem Tier ein Stück hinauszufahren, obwohl es hoch unwahrscheinlich ist, dass es 25 Kilometer südlich der Stadt weniger unwirtlich ist, aber zumindest können Sie dann dieses verregnete Qualprogramm musikalisch ein bisschen umrahmen. Von Dylans neuestem Genäsel beschallt fahren Sie dann Richtung Starnberger See, die Scheibenwischer haben trotz Dauereinsatz nur den Regen, nicht aber Ihre Granaten-Unlust wegwischen können. Sie parken, ziehen sich die Kapuze über den Kopf und treten ins klitschnasse Laub.

Und plötzlich, während Sie so Gassi gehen mit Ihrem Hund und Ihrem Grant, da wendet sich das Blatt und Ihr gerade noch als so unsäglich trostlos und mühevoll empfundenes Regentaghundebesitzerschicksal erstrahlt unerwartet in neuem Licht und Glanze.

Denn nicht nur die ausgewählte Spazierrunde ist viel schöner als gedacht, weil Sie neue Orte und Wege entdecken, sondern auch das Wetter berappelt sich während der sechs Kilometer allmählich, unterwegs verstehen Sie sich außerdem faszinierend wortlos gut mit Ihrem Vierbeiner und dann läuft Ihnen auch noch ein Zwetschgenfleckerl über den Weg, Menschen hingegen treffen Sie fast gar keine, bloß ein paar andere Gassigeher, so dass Sie die herrliche Herbstkulisse am Seeufer mehr oder weniger für sich alleine haben.

Nach drei Stunden ist schier die ganze vormals so graue und grässliche Samstagswelt zu einem kleinen Paradies mutiert und Sie (mal wieder) zum glücklichsten Mensch Hundebesitzer unter der oberbayerischen Oktobersonne.

Der Gatte, dieser Glückspilz, hat am heutigen Sonntag Gassidienst – und natürlich scheint seit dem frühen Morgen unentwegt die Sonne. Die Stimmung im Rudel ist also gleich viel heiterer als gestern, wobei dazu auch andere Einflüsse beigetragen haben mögen, wie beispielsweise das gestrige 5:0 gegen die Eintracht oder der zufällig bei der Frühstückslektüre wiederentdeckte Cartoon mit dem Titel „Die Zeitumstellung – der Jetlag des Proletariats“ (was mich an einen wunderbaren Satz zum selben Thema aus einem Roman von Christoph Hein erinnert, ich muss das umgehend nachschlagen, sobald ich proletarisch ausgekichert und die Winterzeit verinnerlicht habe).

Der Zeitumstellungs-Gag wird gegen Mittag von einem anderen Witz übertrumpft. Weil ich meine hundefreie Zeit ebenso nutzen möchte wie das tolle Wetter, beschließe ich, ein bisschen mit dem Rad durch die Stadt zu fahren (eine Unternehmung, die mit Hund unmöglich ist, weil der Hund davon nix hat und man selbst auch nicht), mir vielleicht ein Sonnenplätzchen in einem Café zu suchen (falls nicht zu viel los ist), oder mich irgendwo auf einer Parkbank niederzulassen (und dort ein Getränk zu genießen). Als ich meine Schuhe anziehe, fragt mich der Gatte, seinerseits auch gerade im Aufbruch (zu seinem Glückspilzgassi) begriffen, ob ich denn nachher wieder zuhause sei, wenn das Dackelfräulein und er zurückkämen oder ob ich länger unterwegs wäre. „Ich bin mit dem Rad weg und setz‘ mich mal irgendwo hin, um über mein Leben nachzudenken“, antworte ich ihm. „Achso, na dann bist du ja spätestens in einer Stunde wieder daheim!„, kommentiert er ohne Umschweife, und ich muss sofort schallend lachen über diese seine Bemerkung, wir verabschieden uns folglich froh und heiter voneinander und jeder entschwindet in seinen Nachmittag.

Erst einige Zeit später, auf der Parkbank sitzend und über mein Leben nachdenkend (bzw. nachgedacht habend), frage ich mich, ob mein Spontangelächter wirklich die adäquate Entgegenung war. Bin ich etwa jemand, der tatsächlich in der Dauer des Kurzreinigungsprogramms der Geschirrspülmaschine über sein Leben nachzudenken imstande ist? Oder braucht’s dafür nicht eher eine mindestens einwöchige Klausur in der Abgeschiedenheit der Berge? Oder genügt mir am Ende gar das halbe Stündchen auf der sonnigen Bank, in dem die leichte Weiße getrunken, den Eichhörnchen beim treehopping zugeguckt und die Feststellung gemacht wurde, dass das Leben, zumindest heute, völlig unbegrübelt ein recht gutes ist?

Apropos Parkbank und Nachdenken – schließen möchte ich für heute mit der Schilderung eines der vielen Phänomene, die ich immer wieder beobachte und intensiv bedenke, aber beim besten Willen nicht verstehe: Als ich mich auf der Bank niederlasse, entdecke ich zu meinen Füßen eine rote Tüte. Es handelt sich um ein erfolgreich befülltes (und sogar erfolgreich zugeknotetes!) Gassisackerl. Es liegt da. Auf dem Boden, unter der Bank. Und nur einen Meter neben der Parkbank steht ein Mülleimer. Was ist da schiefgelaufen, frage ich mich, wie um alles in der Welt kann das passieren? Dieses absurde Phänomen, das übrigens weit weniger selten auftritt als der Vernunftbegabte nun vielleicht meinen möchte, beschert mir manchmal erheblich mehr Grübelzeit als mein Leben.

Himmel der Bayern (87): Rutschpartie am Exzessberg.

21. Oktober 2020.
Der Papa wird heute 77 und „feiert“ das thermalbadend mit der Lebensgefährtin im fernen Venetien. Einmal (!) in diesem quarantäneähnlich verbrachten Jahr doch noch für ein paar Tage rauszukommen, das hat er sich gewünscht, und in dem italienischen Hotel ist er keinesfalls gefährdeter als daheim am Tegernsee, also bringt eine überstürzte Heimreise wegen steigender Fallzahlen jetzt auch nichts. Trotzdem ein komisches Gefühl, dass er nicht da ist, denn die Anzahl der Geburtstage, die man noch bei einigermaßen guter Gesundheit miteinander verbringen wird, sind vermutlich an einer Hand abzuzählen.

Es passt mir an diesem 21. Oktober emotional und überhaupt ganz ausgezeichnet, dass der Gatte sich spontan frei nimmt und den Wunsch äußert, endlich einmal (!) auf den Wallberg zu steigen, denn das ist schließlich der Berg, auf den der Papa gucken würde, wenn er am heimischen Geburtstagstisch säße.

Da die Wettervorhersage milde 21 Grad verspricht, muss der Gatte nur noch davon überzeugt werden, dass es keine Tour auf den Wallberggipfel, sondern auf den um 16 Meter niedrigeren Nachbarberg werden wird, damit es auch ein erholsamer Tag ohne Kolonnenkraxeln ist.
Denn wir wissen: Wenn’s im Oktober wärmer als 20 Grad wird, schwärmt halb München aus (ja, auch wochentags!) und ein Großteil der Ausschwärmer bikt, hikt (schreibt man das so?) oder gondelt dann in der oberbayerischen Bergwelt herum.

Und so ist es auch. Der Parkplatz an der Wallbergbahn ist um kurz nach 10 Uhr schon fast voll – alles will da hoch. Wir schnüren die Stiefel, lassen die Ausflügler links liegen und steigen in den menschenleeren Regionalbus nach Kreuth.

Vom Kreuther Kurpark aus starten wir unsere Tour auf den Setzberg, der in zweiter Reihe hinter dem meist überlaufenen Wallberg liegt und weder über eine Seilbahn noch eine Gastronomie verfügt (derzeit nehme ich die während der Sommermonate ein wenig vernachlässigte Arbeit an meinem im März begonnenen Wanderführer „Panoramawege durch die Pandemie“ wieder auf: sollten Sie Tipps für abgelegene Wege durch Oberbayern brauchen, melden Sie sich ruhig).

Gut, der Gatte zuckt ein wenig zusammen, als er die ausgeschilderte Gehzeit registriert und ein paar Schritte weiter auch noch von einem anderen Schild unmissverständlich darauf hingewiesen wird, was ihn erwartet.

Die Herausforderung besteht dann aber weder in den zweieinhalb Stunden Aufstieg noch in der Überwindung von 1.000 Höhenmetern, sondern darin, vom Setzberg auch wieder hinunter zu kommen.

Blick vom Setzberg gen Süden: Im Vordergrund der Risserkogel und die Blaubergkette, am Horizont die Tiroler Alpen.

Pippa macht Pause.

Als wir nach einer sonnigen Rast auf dem Gipfel des Setzberges – die Aussicht hier oben steht der, die man vom Wallberggipfel aus hätte, in nichts nach! – über die Nordflanke zum Berggasthof Altes Wallberghaus absteigen, geraten wir in der suppigen Schneematschspur so krass ins Rutschen, dass wir die angegebene Gehzeit von 30 Minuten beinahe verdoppeln.

In einer tiefen, braunplätschernden Schlammrinne (es taut wie Hölle und wegen der Schneereste links und rechts der Rinne sieht man nicht, wohin man tritt, wenn man neben die Rinne tritt, sackt also hie und da übel ein, rutscht weg und entscheidet sich dann doch für die Rinne selbst) geht es 300 Höhenmeter hinab, das Fräulein sieht anschließend aus wie eine verkrustete Fangowurst und was uns angeht, so sind Originalform und -farbe unserer Schuhe schlicht nicht mehr erkennbar.
Ein Wunder (den Trekkingstöcken sei Dank!), dass es keinen von uns geschmissen hat.
Ebenfalls ein Wunder, dass wir auf der Sonnenterrasse des Alten Wallberghauses einen super Platz bekommen. Und einen Kaiserschmarrn vom Feinsten!

Erfreulich wenig los um die Zeit, wahrscheinlich liegt’s daran, dass drüben am Wallberg die letzten Gondeln ins Tal nun schon deutlich früher fahren und der hinaufgegondelte Turnschuhtourist nach zwei Halben zeitig den Rückweg zur Bahn antritt.

1 = Setzberggipfel / 2 = Altes Wallberghaus / 3. Familie mit Kind

Drei Tische hinter uns lässt sich eine Familie nieder. Als der Familienvater zur Essensausgabe geht, um dort ebenfalls einen Kaiserschmarrn in Empfang zu nehmen, raunt mir der Gatte zu, dass der ja aussähe wie Gómez (also der Familienvater, nicht der Kaiserschmarrn).
Diese Promis erkennt man wegen der Maske ja nun nicht mehr auf Anhieb, außerdem trägt der Kerl eine dermaßen schlecht sitzende Jeans, dass es unmöglich ist, abzuschätzen, ob sich darunter die Oberschenkel von Super-Mario verbergen oder nur irgendwelche stinknormalen Haxn.

Als das Kleinstkind des Schlabberjeansträgers sich wenig später verselbständigt und auf den Wanderweg ausbüxt, klärt sich die Gómez-Frage schnell: der Familienvater rennt nun ohne Maske hinter dem Filius her und trägt den Kleinen auf seinen Schultern zurück.
Als wir kurz darauf aufbrechen, schnappe ich mir die Maske vom Gatten, hetze das Dackelfräulein auf den Ex-Bayern-Star und provoziere nach dem Einfangen unserer Hundedame ein Gruppenfoto, für das der Fußballprofi sogar Maske und Sonnenbrille abnimmt.

Legenden des deutschen Sports & Mario Gómez.

Dem Fräulein (Hunde können ja nicht heucheln) sieht man an, dass es sich bei dem Shooting um keine besondere Herzensangelegenheit handelt, aber mei. Ich betrachte die kleine Aktion als halbwegs gelungene Vorübung für kommende Gipfeltreffen mit Prominenz, für die wir uns deutlich mehr erwärmen können (Arjen Robben, Bruce Springsteen, Ronald Zehrfeld, Rupert Friend etc.).
Bemerkenswert an der Gómez-Begegnung war sowieso eher die Ehefrau. Die ist ein Top-Model. Sowas sieht man ja auch nicht alle Tage auf einer Berghütte. Und ich muss sagen: in natura (=relativ ungeschminkt) und aus 2 Meter Nähe betrachtet ist die völliger Durchschnitt. Nix, wo man als Frau zusammenzuckt und denkt Oh Gott, ist die schlank und schön und perfekt!, sondern einfach nur Durchschnitt.

Weiter geht’s, Richtung Wallberg. Ein Abstieg kommt heute nicht in Frage, dreieinhalb Stunden Bewegung inkl. 50 Minuten Rutschen sind mehr als genug.
Die letzte Gondel fährt um 17 Uhr, vorher wollen wir noch zur Wallbergkapelle, um von der kleinen Aussichtsplattform rund um das Kircherl (die man an Tagen wie diesen nur noch sehr früh oder spät am Tag ohne Schlangestehen besuchen kann) nochmal das tolle Panorama und die wunderbare Weite zu inhalieren, bevor wir wieder nach Rottach-Egern hinunterschweben.

 

check out / lock out / freeze out. (3)

Vorweg: Haben Sie vielen Dank für all die positive Resonanz zu der kleinen Coronakunst-Trilogie!

Hier also der dritte und letzte Teil.

Museumscafé zu Coronazeiten.

Nochmal ein Spaziergang übers Gelände, leider nur mit der Smartphone-Kamera.

Drinnen dann ein ganzes Gewölbe voller Radierungen. Und Poesie!

Hey, ihr ungehobelten Jungs, schon mal was von Niesetikette gehört?!?

Die feuchtkalten Übergänge ein mystischer Mix aus Licht und Schatten:

Nicht so mein Fall waren die beiden „untitled big unknowns„, dafür gefiel mir der Begleittext umso besser:

Die „Turmspringerin“ gehörte ganz klar zu meinen Favoriten in der „Lockout„-Ausstellung. Denn immer wieder erfahren wir: das Leben ist kein Uhrwerk, in dem alle Rädchen reibungslos ineinander greifen und nach Plan funktionieren, vielmehr ist es ein Springen (-müssen & -dürfen!) ins zutiefst Ungewisse. In Gewässer, deren Grund wir oft nicht ermessen können, in Strömungen, denen wir uns (mal mutig, mal bang) anvertrauen, die uns mitreißen – und wir wissen nicht, wohin (das war schon vor Corona so, es ist in der Pandemie so, und es wird auch danach so sein).

Und damit schließe ich nun die Tür zu den sonnigen, erlebnisreichen Tagen in Südtirol, die ihren krönenden (sic!) Abschluss in den düsteren Gemäuern von Franzensfeste fanden…

…und freue mich, heute nicht mehr ins Ungewisse zu springen, sondern für den Moment zu wissen, wohin die Reise gerade geht (so die Deutsche Bahn sich keine spontanen Scherze erlaubt, der Umstieg klappt und der Sturm keine Oberleitungen zerstört).

Man erwartet mich schon und wärmt bereits das Gästebett vor!

Mein großer brauner Freund! 
© Andrea Itze

check out / lock out / freeze out. (2)

Ja. Bloß nicht zu „clos“.

Teil 2 der Impressionen aus dem Kunstbunker in Fortezza.

Grandios gelungen: die Einbeziehung der Lichtverhältnisse des Festungsgebäudes in die Anordnung der Exponate. Diese Zimmerfluchten! Und die Auf-, Ab-, Durch- und Übergänge zwischen den Räumen!

Drehen Sie sich unbedingt immer noch eimal um, bevor sie in den nächsten Ausstellungsraum gehen oder die Etage verlassen oder von drinnen nach draußen treten.

Ein Strick Stück Heimat, wenn man genau hinschaut. Und ein gutes Motto: Zusammenhalten (statt das Seil für Trostloseres zu verwenden).

O aero_sole mio! (Sta ’nfronte a te!)

Wäre es nicht so kühl gewesen und hätten wir mehr Zeit gehabt und auch die Brille dabei, dann wäre das die Sonntagslektüre der Wahl gewesen. Die Fragen von Frisch haben mich schon zu Studentenzeiten bewegt, die von Proust hätte ich zu gern kennengelernt – und natürlich die Antworten der Künstler/innen (sorry: das große I und das kleine Sternchen werden Sie bei mir nicht finden). Vielleicht bekommt man das irgendwo als Buch oder Katalog? Vielleicht vom Weihnachtsmann?

Morgen dann der letzte Part der Fortezza-Trilogie.

Jetzt hinaus in den Regen. Ideal, um keine Rüden zu treffen (morgen dürfte der Hormonspuk wieder vorbei sein). Bleiben Sie gesund, trocken und heiter!

check out / lock out / freeze out. (1)

Sonntagmorgen in den Sarntaler Alpen. Zapfige 4 Grad, scheußlicher Dauerregen. Vom Schlern sieht man überhaupt nichts mehr. Das Rittner Horn, auf dem man tags zuvor noch mit dünnem Jäckchen in der Sonne herumsprang, ist bereits dick eingeschneit.

D. und ich packen unsere Koffer. Das liebestolle Fräulein beäugt uns dabei kritisch und wimmert ein bisschen vor sich hin, so wie schon die halbe Nacht lang. Unten in der urigen Hofküche, mit einem Interieur, als wäre die Zeit im vorigen Jahrhundert einfach stehengeblieben, bezahlen wir die bescheidene Zeche, die uns die Bäuerin für den viertägigen Aufenthalt berechnet. Aus dem Küchenradio erschallt derweil die Sonntagsmesse, live aus dem Brixener Dom. Hier heroben hat man halt nicht viel mehr außer dem Glauben, dem Acker, den Obstbäumen und ein paar Milchkühen, die noch übriggeblieben sind von der einst stattlichen Herde. Zum Abschied schenkt die Bäuerin jeder von uns ein Glas selbstgemachte Marmelade, wir schenken ihr ein Trinkgeld und zwei Mitbringsel aus München. Es ist einer dieser Abschiede, bei denen man sogar ein „Gott beschütze euch!“ trotz der sonst atheistischen Grundhaltung problemlos annehmen könnte.

Fröstelnd steigen wir ins Auto, vor allem das Dackelfräulein bibbert herzergreifend und will sich gar nicht auf ihrer Wolldecke ablegen. Langsam und vorsichtig kurven wir die engen, nebligen Bergsträßchen hinunter ins Eisacktal. Nach wenigen Minuten ist das Auto warm und unsere verregnete Kleidung trocknet bereits, der Sitzheizung sei Dank (und mir ebenfalls, weil ich die beim neuen Auto diesmal auch für die Rückbank geordert habe, denn die Hundedame friert seit letztem Winter doch merklich schneller und das muss ja nicht sein). Die verzärtelten Städterinnen reisen nun also mit wohligwarmem Gesäß heimwärts.

Zwischenstopp in Franzensfeste, für einen anderthalbstündigen Museumsbesuch. Länger kann man das Fräulein (trotz vorheriger Sitzbeheizung) bei den Außentemperaturen nicht guten Gewissens im Auto lassen.

Die Sonderausstellung trägt den Titel „Lockout“ und ich bin auch mit einem Tag Abstand zu diesem Erlebnis nicht in der Lage, Ihnen zu sagen, was mich mehr beeindruckt hat: die Exponate oder die Atmosphäre und Architektur des Gebäudes, in dem sie präsentiert wurden.

Selten eine solche Kongruenz zwischen Ausstellungthema und Museumsräumlichkeiten gesehen und gespürt.

Und auch das Wetter hätte passender nicht sein können – ein Blick durch die vergitterten Fenster in den düsteren Festungsinnenhof oder auf die schneebedeckten Berghänge rund um Franzensfeste ergänzt das Lockout-Feeling geradezu perfekt.

Das ganze Gelände ein Eldorado für Fotografen, zu denen ich mich zwar nicht im Entferntesten zähle, und dennoch hab ich mich schwarz geärgert, dass die gute Sony-Kamera daheim in München lag (es war eben wirklich ein sehr spontaner und überstürzter Aufbruch am vergangenen Mittwoch, neben dem Fotoapparat vermisste ich noch: die Zeckenzange, eine lange Unterhose und mein Schweizer Taschenmesser).

Sollten Sie noch irgendwie die Gelegenheit finden, sich diesen Lockout vor Ausstellungsende am 8. November (bzw. den nächsten Reisewarnungen oder weiter ansteigenden Infektionszahlen in Italien etc.) anzusehen, ergreifen Sie sie! So präsent das Virus in den Kunstwerken auch ist – die Ansteckungsgefahr beim Museumsbesuch dürfte ausgesprochen gering sein: riesige Räume, gut belüftet, vorgegebene Laufrichtung, begrenzte Besucherzahl – und die Italiener sind ohnehin recht vorbildlich, was das Einhalten der Hygieneregeln angeht. Ich hab’s ja sonst nicht so mit den Italienern – zu laut & zu schnell (das Sprechen), zu breit & zu opulent (die Aussprache) -, aber hier taugen sie durchaus mal zum Vorbild.

Mein Tipp: Warm anziehen, am Tag vorher keinen Alcatraz-Streifen angucken, bei psychischen Beschwerden lieber einen sonnigen Tag für die Fahrt nach Franzensfeste wählen und ruhig mehr als anderthalb Stunden Zeit für die Ausstellung mitbringen (ergo: den Hund besser daheim lassen).

Von Franzensfeste fahren wir anschließend weiter über den Brenner (1 Grad, leichter Schneefall, gottseidank wenig Verkehr), durchs Inntal (die Tuxer Alpen zur Rechten, das Karwendel zur Linken, alles im oberen Drittel weiß bepudert) und via Achensee (nochmals Gassigehen mit dem Fräulein) heim nach München, wo der out-of-Rosenheim gut erholte Gatte uns schon freudig erwartet.

Beinahe eine Reise durch drei Jahreszeiten, diese vier Tage. Schön war’s!

(Der Übersichtlichkeit/Wirkung halber teile ich das Bildmaterial in drei Häppchen auf – bleiben Sie also dran, wenn Sie’s interessiert, morgen geht’s weiter.)

Weiter so, Google!

Wir begrüßen es sehr, dass Google den „Tag des nun wieder läufigen Dackelfräuleins“ würdigt und seine Startseite entsprechend angepasst hat. Sogar mit der exakt richtigen, im Hintergrund vorbeirauschenden Landschaft.
Wir hoffen nur, dass der Protagonist in dem Filmchen kein unkastrierter Rüde ist!

Es geht ans Eingemachte oder: So schlecht bin ich gar nicht, im Werfen.

Absurd. Bereits zwei saukalte, verregnete Tage fühlen sich mittlerweile (innerlich und äußerlich) an wie früher eine ganze Mistwetterwoche. Ist diese Wahrnehmung etwa auch so ein Nebeneffekt des Älterwerdens? Keine Ahnung.
Heute jedenfalls schon beim Genuss des Frühstückseis erleichtertes, frühmorgendliches Aufatmen, dass es draußen wieder lichter ist (im Hinterkopf pocht die bange Frage, wie man ihm begegnen wird, dem ja erst noch bevorstehenden Novemberregen, geschweige denn dem langen Wintergrau).

Die Brandenburger Freunde bringen einen Geschenkkarton gefüllt mit Erträgen aus dem eigenen Garten und der heimischen Töpferwerkstatt mit, der uns noch den halben Winter über nähren und erfreuen wird: So viele Gelees, Eingemachtes, Brot, zwei dekorative (und sogar schmackhafte) Weißbierproben aus der Hauptstadt, allerlei Obst, schönstes Gemüse (besonders hervorzuheben: ein Potpourri aus den 28 selbst gezogenen Tomatensorten) und gleich noch die entsprechende Keramik dazu, auf der das alles aufbewahrt, angerichtet und serviert werden kann.
Ja ist denn heut schon Weihnachten?, denkt man da kurz, staunt dann aber einfach weiter, wozu die Bloggerei so geführt hat über all die Jahre, und freut sich dran.
Zwischenzeitlich sind die beiden im empfohlenen Ferienort angekommen, sogar ohne Schneeketten, stattdessen bei Sonnenschein und blauem Himmel, was leider nicht den gesamten Aufenthalt über so bleiben wird, wenn man den Prognosen glauben möchte.

Die Gemeinden Murnau, Mittenwald und Lenggries (und demnächst auch Schliersee) dürften mir langsam Provisionen zukommen lassen für die kostenlose Werbung und die erfolgreiche Vermittlung von Gästen. Überhaupt sollte ich ernsthaft drüber nachdenken, ob Individuelle Urlaubsberatung (inkl. -betreuung vor Ort) nicht jenseits des Freundeskreises ein Metier wäre, aus dem sich ein wenig Kapital schlagen ließe.
Das Coronajahr bescherte so einige Anfragen aus der Leserschaft (teils auch von Lesern, von denen ich gar nichts wusste/ahnte): ob ich nicht einen Tipp hätte für eine passende Urlaubs-/Wanderregion, dann wurden die Begleitungen, die Vorlieben, der finanzielle und zeitliche Rahmen sowie die sportlichen und sonstigen Ambitionen zu Berg und Tale genannt, und man stellte mir für meine Bemühungen stets etwas in Aussicht, das über ein herzliches Dankeschön hinausging.
Nicht schlecht eigentlich. Werde ich mal durchdenken und demnächst mit meinem österreichischen Privat-Coach besprechen.

Einstweilen kann ich Ihnen anbieten: Wenn Sie (oder jemand, den Sie kennen), Urlaub in Oberbayern planen und ein paar Tipps brauchen, die Sie mit einem ordentlichen Mahl honorieren möchten – kommen Sie ruhig auf mich zu!
Auch andere Naturalien oder Dienstleistungsen nehme ich gern an, ebenso sind Globetrotter- oder Sport-Scheck-Gutscheine jederzeit willkommen.

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An der nördlichen Spitze der Theresienwiese wurde gestern anlässlich der Gedenkfeier zum 40. Jahrestag des Oktoberfest-Attentats im strömenden Regen eine Dokumentationsstätte eröffnet.

Ich erinnere mich noch gut an jenen Abend: Die Schlange vor dem Riesenrad war außergewöhnlich lang. Die Mutter wollte, dass wir uns anstellen, weil die Riesenradfahrt jedes Jahr unseren Familien-Wiesn-Abend abrundete, und so sollte es auch diesmal sein. Der Papa war dagegen, weil er keine Lust hatte, eine halbe Stunde für eine wegen des enormen Andrangs womöglich auch noch verkürzte Fahrt anzustehen.
So durfte ich damals entscheiden, ob wir bleiben oder gehen sollen, und wie so oft, schlug ich mich auf die Seite des Papas, und plädierte für den Aufbruch. Die Fahrt mit dem Riesenrad war mir vergleichsweise wurscht, ich war damals deutlich mehr an Geisterbahn, Kettenkarussell, Schießständen (wegen der Riesenteddybären, nicht wegen der Gewehre!) und gebrannten Mandeln interesssiert. Als wir die U-Bahn-Station Goetheplatz erreicht hatten und gerade die Rolltreppe betreten wollten, hörte man die gewaltige Detonation, alles zuckte zusammen, und der Papa packte die achtjährige Tochter fest an der Hand, hakte die Mutter unter, sagte in einem für ihn ungewohnt strengen Ton „Da ist etwas ganz Schreckliches passiert – lasst uns zusehen, dass wir sofort von hier wegkommen!“, und mit zig anderen Menschen stürmten wir zur U-Bahn hinunter.

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Beim Sonntagslauf im Park sehe ich nach Längerem mal wieder den alten Mann mit seinem einäugigen Hund.
Runde 1: Der Mann sitzt auf einer Bank, der Hund liegt vor der Bank im Gras und reckt seine graue Schnauze der Nachmittagssonne entgegen.
Runde 2: Drei Kinder bewerfen den Hund abwechselnd mit Steinen und Kastanien. Der Hund ist zu schwach, um sich zu wehren oder davonzurennen, außerdem würde er seinem Herrchen nicht von der Seite weichen. Das Herrchen guckt verzweifelt und schimpft mit gebrochener Stimme ein bisschen. Die Kinder lachen und verspotten den hässlichen Hund. Ich spüre ein Stechen in Herzgegend, das nichts mit der sportlichen Betätigung zu tun hat.
Runde 3: Die Kinder kreischen nun vor Vergnügen und schmeißen immer noch Steine und Kastanien auf den Hund, der sich mal in die eine, mal in die andere Richtung wegzuducken versucht. Ich unterbreche meinen Lauf. Gehe auf die drei Jungs zu und bitte sie, sofort mit der Quälerei aufzuhören. Einer der Bengel knallt mir eine Kastanie gegen die Wade.
Ich frage ihn, wo seine Eltern sind. Die sind drüben im Biergarten!, sagt er, Wir dürfen hier spielen!, meutert der andere, und der dritte sammelt bereits neue Wurfgeschosse – und genau den knöpfe ich mir als Erstes vor. Halte ihm beide Arme fest, entwende ihm Kastanien und Steine und zische ihn an, dass er jetzt sofort mit diesen Attacken gegen das Tier aufzuhören hat. Eine weitere Kastanie knallt gegen mein Bein und auch der einäugige Hund bekommt wieder eine ab.
Da platzt mir der Kragen, ich brülle den Jungen, der sie geworfen hat, an, was ihm einfiele, den Hund so zu piesacken, flink dreht er sich um und flitzt davon, ich bücke mich, hebe eine Kastanie auf und werfe sie ihm hinterher. Sie trifft ihn an der Schläfe, er quiekt beleidigt auf und greift sich theatralisch an den Kopf, und ich kann es nicht fassen, dass meine Kastanie ihn überhaupt getroffen hat, denn zeit meines Lebens war ich im Werfen eine völlige Nulpe, aber siehe da, wenn’s einmal drauf ankommt, und nicht um irgendwelche dämlichen Bundesjugendspiele geht, da kann ich das offenbar doch!
Runde 4 und 5: Die zuvor ausgesprochenen Drohungen haben Wirkung gezeigt und die drei Burschen haben sich in eine andere Ecke der großen Wiese verkrümelt und quälen jetzt mit ihren Wurfgeschossen andere Kinder, deren Eltern sicherlich ebenfalls irgendwo im Biergarten sitzen und sich dort um nix scheren.
Der alte Mann nickt mir müde zu. Sein Hund hat sich ins Gras gekauert, sicherheitshalber ist er ein Stück näher zur Bank gerückt.

Zuhause muss ich eine halbe Tüte Fruchtgummi essen, um dieses Park-Erlebnis in mir zuzukleistern und dem verbleibenden Tag noch angemessen begegnen zu können. Schließlich ist es erst 15:30 Uhr und da kann man die Schotten ja noch nicht dicht machen.

*****

Die Sonnenblumen von M. halten sich wacker.
Mit jedem Tag, an dem ich sie ein Stück kürzen und ihnen frisches Wasser geben muss, schneide ich dem zurückliegenden Sommer zwei bis drei Zentimenter aus seinen Eingeweiden und verspüre eine tiefe Melancholie.

Abschiede waren noch nie meine Sache.