Kraulquappe goes Krottenkopf!

Ziemlich unerwartet ging heute meine Wartephase auf die Entscheidungen anderer in die nächste Runde.
Der Verlag, der ein Auge auf mich geworfen hat, weswegen ich teils kein Auge mehr zugetan habe, macht nun erstmal urlaubs- und entscheidungsschwierigkeitsbedingt die Augen zu und lässt mich weiter warten – bis Mitte Oktober!

Nun denn, somit startet auch mein PPA (=persönliches positives Ablenkungsprogramm) in eine Verlängerungsrunde.
Um die überraschende 6-wöchige Wartezugabe sacken zu lassen, empfiehlt es sich, erstmal intensiv durchzuatmen und sich die Sache gründlich rauszuschwitzen.

Außerdem ist nach 13 Touren das Fitnesslevel sowieso an einem Punkt angelangt, an dem alles nach einer neuen Herausforderung schreit.

1.400 Höhenmeter wollen bezwungen werden – von Eschenlohe geht es in 5 Stunden über die Hohe Kisten hinauf zum Krottenkopf. Dessen Gipfel hat die die Form einer kauernden Kröte, im Dialekt der Einheimischen auch „Krout’n“ genannt, daher der Name. Aber hieße er Karottenkopf hätte ich ihn genauso erwählt. Schließlich ist er mit 2.086m der höchste Berg der Bayerischen Voralpen. Zuletzt war ich vor 4 Jahren da oben, als das linke Knie noch gesund und munter war. Mal sehen, wie es sich nun so geht.

Übernachtet wird auf der Weilheimer Hütte knapp unterhalb des Krottenkopfgipfels (denn die Zeiten, in denen man 1.400Hm rauf und auch wieder runter rannte, sind definitiv vorbei), in der Hoffnung auf viel Alpenglühen und wenig Schnarcher rundum, auf einen tollen Blick hinüber zur untergehenden Sonne hinter dem Zugspitzmassiv und eine weitere gelungene Expedition zusammen mit Mr. Speedhiking, der zu diesem Behufe die nicht ganz kurze Anreise ins Estergebirge auf sich nimmt (dafür aber wohl immer noch mit ungenähter Hose hikt – gut Ding will Weile haben).

@Hr. Speed: Karte liegt bereit, ebenso 4x Müsliriegel für den Steilhang.

Dem Gatten sei herzlich gedankt für die Betreuung des Dackelfräuleins mitten in einer vollen Arbeitswoche und das sogar unter Verzicht aufs Automobil, gottseidank bringt einen die U-Bahn von hier in nur 8 Minuten rüber an die Isarauen.

Hiermit verabschiede ich mich für die nächsten Tage und wünsche der treuen Leserschaft eine gelungene Woche ohne blöde Wartezeiten und mit viel Sonnenschein!

Carpe aquam.

Badefreuden in Bayern 🙂

Schnell noch die vom Berg beanspruchten Flossen lockern…


…dann wieder heimradeln und die schon vorbereiteten Fleischpflanzerl in die Pfanne hauen. 

Fast wie Ferien in der Kindheit, nur dass damals noch der Papa gekocht hat (wie wenig wusste man das doch früher zu schätzen!). 

Ein guter Tag. Wenn man Wartezeiten ein bisserl gestaltet, ist’s gar nicht mehr so schlimm. Morgen lockt ein Ausflug mit meinem großen Freund S.! 

Habt einen schönen Sommerabend!

Die Kraulquappe.

Nicht baden gehen.

Wenn mich mal wieder die Angst beschleicht, baden zu gehen, rettet es mich stets, eine Runde zu schwimmen.

Der Starnberger See war heute etwas frisch…

… aber die paar Sommertage vor der nächsten Regenphase muss man nutzen.

Zumal ich nicht gut bin im Warten auf die Entscheidungen anderer, da ist jede Ablenkung in Form von Bewegung wohltuend.
Der alte Drahtesel läuft in seinem 18. Jahr noch wie geschmiert, in 38 Minuten von daheim bis ans Seeufer!

Möge die weitere Woche ebenso laufen.

Es grüßt euch herzlich

Die Kraulquappe.

High above it all.

Pippa kurz vor dem Seekarkreuz.


Erkenntnis des Tages:

Am Vortag eines wichtigen Termins gibt es keine bessere Ablenkung als eine Bergtour (aber auch ohne jeglichen Termin morgen wär’s ein toller Tag gewesen).
Raus aus dem Kopf, rein in den Körper und die Natur.
Auch so ein steifes Schulterblatt verfliegt im Nu durch den stundenlangen Stocheinsatz. Super.


Bilder des Tages:

Start in Lenggries, Ortsteil Hohenburg.

 

Trinkpause am Hirschbach.

 

Die Rückansicht des vorigen Bildes.

 

Von Wasserfällen begleitet geht’s den Sulzersteig bergauf.

 

Ganz da hinten irgendwo: Der Gipfel vom Seekar (grüne Kuppe mit Kreuz drauf).

 

Anflugschneise zur Lenggrieser Hütte.

 

Zweite Trinkpause. Rüsten für den Gipfelsprint.

 

Das Dackelfräulein mal wieder topfit: Über 900 Höhenmeter, wie eine Nähmaschine!

 

Seekarkreuz erreicht! Spitzen-Aussicht von da oben (Richtung Tegernseer Tal).

 

Die Rückansicht des vorigen Bildes (Richtung Lenggries).

 

Und nochmal runter zur Hütte. Diesmal richtig Pause.

 

Echt jetzt? So schmecken die Berge?!

 

Da fällt die Entscheidung schwer!

 

Am besten nimmt man einfach eine halbe (!) Portion von beidem.

 

Aussicht von der Terrasse der Hütte (Richtung Sylvenstein, Karwendel und Wetterstein).

 

Über den Grasleitensteig geht’s zurück ins Tal.

 

Blick auf den Hausberg von Lenggries: Das Brauneck.

 

Wieder unten! Am Mühlbach, schönster Ortsteil von Lenggries.

 


Song des Tages: „Like a rock“ (Bob Seger)

I stood proud
I stood tall
High above it all
I still believe in my dreams

Das nächste Mal laufen wir da komplett rüber und besuchen den Papa in Rottach.

Lass ma‘ chillen!

Back in Neuhausen, für einen Vormittag!

Erst zum Tierarzt des Vertrauens, dem Einzigen, der diese Scheinschwangerschaftszeiten nicht dazu missbraucht, uns eine Kastration aufzuschwatzen.

Die Hormon-Drama-Queen liefert eine beeindruckende Vorstellung ab: Zittert wie Espenlaub und wimmert herzzerreißend! Dabei hat der gute Dr. Doolittle NUR GEGUCKT, zugehört und am Schluss mal kurz abgetastet, sonst nix. Die Chemiekeule (Prolaktinhemmer) haben wir mal mitgenommen, kommt aber nur zum Einsatz, falls die Madame nächste Woche immer noch nicht runter ist von diesem „Trip“.

Ablenkung ist die beste Medizin, sagt Dr. Doolittle wie immer, ja aber Herrschaftszeiten, man kann jetzt auch nicht täglich 8 Std Berge besteigen oder Seen aufsuchen oder Besuch einladen… (auch wenn’s funktioniert).

Merke: Den nächsten Urlaub so legen, dass er diese Phase komplett abdeckt. Also 2-4 Wochen Fernwanderweg oder so, das wär’s. Nur wenn’s blöd läuft, hilft auch das nix, denn schließlich ist das Hundehirn ja in der Lage, diesen Hormonirrsinn zu verschieben, wie man sieht. Der Umzugsstress hat es nur unterdrückt, die Hypophyse sagt dann „Ja mei, ist eh schon genug Trubel, dann hauen wir die Hormone halt erst ein paar Wochen später raus, auch recht!“.

Im Alltag hilft also nur: Möglichst wenig daheim sein, viel raus gehen, viel Neues erleben, den Hund überall hin mitnehmen.

Daher gleich nach dem Tierarzt zum Friseur des Vertrauens, auch im ehemaligen Viertel. Nach fast 4 Monaten endlich mal wieder Haareschneiden! Bei 32°C ist der Segen sofort spürbar.

Danach eine Runde durch den Olympiapark und weiter zum Mittagsimbiss beim Österreicher in den alten Gefilden. Die machen jetzt einen auf hip hier (kaum ist man weg!). Chinchilla to drink – mit Gemüse und Kräutern. Brrr! Aber die gerösteten Knödel mit Gemüse sind immer noch da, bodenständig und gut.

Anschließend geht’s weiter zum See, damit das Hormonbündel seine Milchbar kühlen kann. 

Nicht auszudenken, man hätte einen regulären Job, mit geregelten Arbeitszeiten und so. Angestellten empfehle ich klar einen Rüden, am besten kastriert!

Ich arbeite jetzt nachts zwischen 21 und 1 Uhr, wenn die Hundedame nach ihrem abwechslungs- und ereignisreichen Tagwerk mal etwas ruht (ohne zu jammern). Anschließend bin ich wieder mit Ablenken und kalten Umschlägen beschäftigt. Wenn’s gut geht, mache ich für 4-5 Stunden mal ein Auge zu, bevor das nächste Ablenkungsprogramm startet. Der Gatte hat sich wohlweislich aus dem Staub gemacht und schwitzt in Oldenburg vor sich hin. Angeblich eine Tagung. 

Ein Prosit auf diese chillige Zeit!