Bierbichler-Country.

Nach vier seelosen (aber keinesfalls seelenlosen) Tagen wieder am See unterwegs: Ostufer – von Münsing über Reicherskam, Holzhausen, Oberambach und Weidenkam nach Ambach.

Dem Föhn sei Dank weht ein so mildes Lüftchen, dass man mit offener Jacke spazieren gehen kann, und nicht friert, wenn man alle 10 Minuten stehenbleiben muss, um die Himmelsfarben überm See oder der Alpenkette zu bewundern oder sich auf dem Aussichtsbankerl vor der Holzhausener Kirche niederlässt und sein Käsebrot isst.

Dann sogar noch ein Plätzchen im Bierbichler-Gasthof bekommen, auf ein Unertl, eine leichte Frühnachmittagsweiße, im Wirtshausflur hängt das Interview mit dem Spruch des Hausherrn: „Ich hacke Holz, damit ich nicht joggen muss.“

Nette Münchner mit am Tisch, Blick auf den See, eine angeregte Unterhaltung ergibt sich und weil’s dann bei Aufbruch glatt schon ein wenig dämmert, nehmen sie das Dackelfräulein und mich ein Stück im Auto mit, da wir die anderthalb Stunden zurück zum Auto definitiv nicht mehr im Hellen geschafft hätten.

Daheim gleich die schon morgens vorbereitete Lasagne ins Rohr geschoben und alsbald verzehrt. Was will man mehr?

So sollte es sein.

Notiz aus der Blogpause.

Unterwegs im Bierbichler-Country. Der Hammer, dieses Hinterland am Ostufer des Starnberger Sees. Warum ist man da nur so selten?

Wiesenpfade nach des Fräuleins Geschmack, zumal bei 27 Grad, wo jedwede Kühlung willkommen ist. Schönste Kircherl und Friedhöfe. Ein paar Kühe und Bächlein. Beste Aussicht auf See und Berge.

In Oberambach kurz das Hotel besichtigt, das man im Magazinbeitrag zu empfehlen gedenkt. Nette Chefin. Zeigt einem das Gelände und die Remise mit den sechs Zimmern für Urlauber mit Hund. Spendiert einem einen Hugo auf der schattigen Terrasse des Schlossguts, „(…) schreiben’S was Gutes über uns!“. Hätte ich eh, bei der Lage und dem Preis-Leistungs-Verhältnis.

So sollte es sein. Wenn man damit eines Tages mal mehr verdienen würde als den Hungerlohn, den so ein Beitrag einbringt, dann wär’s geradezu perfekt. Ambulare et delectare. Scribere et bibere.

Dann hinunter nach Ambach, wo der Bierbichler Sepp lebt, isst, trinkt und schreibt. Ins Familienlokal mit Biergarten – und eigenem Seezugang. Endlich mal ein Fleckerl in diesem Landkreis, wo der Hund ins Wasser darf. Wo keiner meckert. Dank der hohen Tennisballdichte hier hat Madame auch gleich wieder was zum Spielen gefunden.

Warum eigentlich irgendwohin in Urlaub fahren? Alles da.