Nachtrag zum 6. Januar: Für D.

…und so begab es sich am letzten der vielen Feiertage, dass die heiligen drei Königinnen den in der Wintersonne glitzernden See umrundeten, das Ende der Rauhnächte mit Honigkuchen be- und versiegelten und mit Almdudler auf das neue Jahrzehnt anstießen, über allerhand Anfänge und Enden sprachen, über Scheiterhaufen und andere Hexenwerke lachten sowie einen Ausritt in die Bergwelt zum Garten der Perchta beschlossen, in dem man schon länger mal ein besonders winterfestes Plänzchen aussäen und mit dem wilden Fräulein durch die Höhlen wandern wollte.

Schöne Aussichten.

Bierbichler-Country.

Nach vier seelosen (aber keinesfalls seelenlosen) Tagen wieder am See unterwegs: Ostufer – von Münsing über Reicherskam, Holzhausen, Oberambach und Weidenkam nach Ambach.

Dem Föhn sei Dank weht ein so mildes Lüftchen, dass man mit offener Jacke spazieren gehen kann, und nicht friert, wenn man alle 10 Minuten stehenbleiben muss, um die Himmelsfarben überm See oder der Alpenkette zu bewundern oder sich auf dem Aussichtsbankerl vor der Holzhausener Kirche niederlässt und sein Käsebrot isst.

Dann sogar noch ein Plätzchen im Bierbichler-Gasthof bekommen, auf ein Unertl, eine leichte Frühnachmittagsweiße, im Wirtshausflur hängt das Interview mit dem Spruch des Hausherrn: „Ich hacke Holz, damit ich nicht joggen muss.“

Nette Münchner mit am Tisch, Blick auf den See, eine angeregte Unterhaltung ergibt sich und weil’s dann bei Aufbruch glatt schon ein wenig dämmert, nehmen sie das Dackelfräulein und mich ein Stück im Auto mit, da wir die anderthalb Stunden zurück zum Auto definitiv nicht mehr im Hellen geschafft hätten.

Daheim gleich die schon morgens vorbereitete Lasagne ins Rohr geschoben und alsbald verzehrt. Was will man mehr?

Himmel der Bayern (67): Vom Alberich verfolgt.

Wieder einen anderen Weg zum Heiligen Berg erkundet.
Jetzt fehlt uns nur noch einer, dann sind wir sie wirklich alle gegangen.

Was für ein schöner Himmel, was für eine wunderbare Wanderung – der Läufigkeit des Dackelfräuleins sei Dank spazieren wir nun wieder häufiger auf wenig begangenen Pfaden, um den diversen Aspiranten aus dem Weg zu gehen.

In Klosternähe begegnen wir einem Abt a.D. mit seinem Mischlingsrüden, beide ziemlich betagt, der Rüde aber noch nicht betagt genug, um den Braten nicht sofort zu riechen.

Er folgt Pippa in gebührendem Abstand, aber sehr beharrlich. Die Piffe des Abts richten nicht das Geringste aus, also muss der alte Mann irgendwann doch die Stimme erheben. „Alberich, komm jetzt endlich her!“, ruft er laut. Und danach: „Alberich, warum hörst du denn nicht?“

Alter Mann, zu neuem Leben erwacht.

Während ich dem Herrn die Lage erläutere, stellt sich Alberich – beinahe getreu der Masche seines Namensvetters – weiterhin taub und zieht erst Leine als das Fräulein ihn heftig anzickt.

Man muss sagen: von den Halsbändern her hätt’s schon gepasst, diese Liaison.

Wenn ich Ihnen nun noch erzählen würde, dass wir auf dem Rückweg vom Kloster einen Rüden namens Hieronymus trafen, dann werden Sie entweder denken Die spinnen doch, diese Bayern! oder dass die Verfasserin dieser Zeilen heillos in der Klosterschänke versumpft ist und im Halbdunkel dann vor lauter Doppelbock einen Hirschbock nicht mehr von einem Ridgeback unterscheiden konnte.

Deshalb erzähl ich Ihnen das ja auch lieber nicht.

Himmel der Bayern (66): Im Moos nix los.

Mittwochsmeditationsmarsch bei Murnau. Kein Mensch unterwegs.

Ein heimatliches Paradies, diese Gegend hier. Das Licht, die Herbstfarben! Und ein zufriedener Ende-der-Saison-Rundumblick auf all die Berge, auf denen man so war, und auch auf die, die man in diesem Jahr nicht bestiegen hat. Kommt ja hoffentlich wieder eine neue Saison, dann wird das nachgeholt.

Lästigen Schreibtischvormittag hinter mir, lustigen Abend mit befreundetem Rudel vor mir.

Stimmige Tagesbilanz.

(Wenn ich nur die Bergschuhe für morgen nicht daheim vergessen hätte. Kruzifix, muss man sich allmählich echt jeden Handgriff notieren? Na wird schon trotzdem gehen…)

Anything else?

Für Andrea & Wolfgang.

Das Equipment für die Jubiläumsfeier steht bereit! Mehr braucht’s nicht, oder?

Räumt schon mal ein Platzerl im Kühlschrank frei, bürstet den großen Braunen, legt den Forenbacher ein und lüftet das Gästezimmer durch – Pippa und ich sind bald im Anmarsch 😎🐕💕

Saisonende verpasst.

Kommt man heut an den Lieblingsort, hat doch glatt der Biergarten die Saison schon vor uns beendet…

Auch das Fräulein spürt’s: exakt hier fehlt unser Tisch!

…was wir natürlich wussten und weshalb wir selbst Proviant dabeihatten, ein bisserl fehlte die Jakobs-Weiße dann halt doch, aber man kann nicht alles haben: Konzert in Wien UND letztes Seebiergartenwochende mit Streuselkuchen und Weißbier und Sonnenschein, und so rascheln wir zufrieden durchs bunte Laub und freuen uns des Lebens und an dem, was wir haben und was vor unserer Nase ist – ohnehin mehr als genug, das alles.

Seeblick mit Zugspitze (wenn man genau hinguckt).

Nachträglich…

…alles Gute zum gestrigen Welthundetag, meine geliebte Pippa, und ich hoffe, es ist mir gelungen, die gestern buchstäblich ins Wasser gefallene Würdigung dieses wichtigen Feiertages wie versprochen heute angemessen nachgeholt zu haben.

Endlich wieder Sonnenschein, dazu eine kleine Bergtour ganz nach deinem Geschmack, also ohne Forststraßen und mit vielen schmalen Steigen sowie Pfotenkühlen im Schwarzenbach. Auf der Tegernseer Hütte dann eine Extraportion Futter für dich und anschließend noch ein ausgiebiger Besuch bei deinem Opi.

Zwei Täler weiter ist heute dein großer Freund Bobby angereist, damit du ihn endlich wiedersehen kannst. Und morgen darfst du zum Mantrailing-Schnupperkurs.

Zufrieden? Es sah zumindest ganz danach aus!

Die schöne Münchnerin oder: Ein Mäusefilm zum Weltkatzentag.

Öha – Weltkatzentag ist heut!

Und der Metzger packt auch noch aus, und das hiesige Traditions-Fotogeschäft verlost einen Workshop für schöne Münchnerinnen. Holla!

Hier ist unsere Antwort auf diesen spektakulären Schlagzeilen-Dreiklang der Abendzeitung:

1. Ab zum Choiffeur, damit man auf dem Bewerbungsfoto für den Workshop auch ausschaut wie eine schöne Münchnerin.

2. Nachfrage der Hundefriseuse bejahen: „Griaß di, Mausi, mogst a Wurschti?“ – Ja. Mausi mag jederzeit ein Wurschti. Auch zwei. Oder drei. Oder alle. Das sollte die liebe Sabine nach vier Jahren eigentlich langsam mal wissen.

3. Frisch getrimmt drehen wir dann einen MausiMäusefilm (*). Achten Sie bitte auf diese selten schöne Silhouette und die Geschmeidigkeit in den Bewegungen! Und bitte auch auf das inbrünstige Grunzgeräusch: das kriegt keine Katze niemals nicht hin.

Mit einem Prosit von unserer Beamtenrunde am See, die aus genau 7 Ritualen besteht (3x Wässerung, 2x Grabung, 1x Wälzung und 1x leichtes Weißbier nebst Streuselkuchen), in der immer gleichen Reihenfolge, worauf das Fräulein noch größeren Wert legt als ich, grüßen wir Sie recht herzlich und wünschen Ihnen einen sonnigen Feierabend 😎🐕👍

(*) Hinweis: Bei den Dreharbeiten kam kein einziges Lebewesen zu Schaden. Auch vorher und nachher nicht. Bestenfalls wurden ein paar Grashalme umgeknickt und das Erdreich hie und da etwas aufgelockert.

Song des Tages (37).

Like a bird on the wire
Like a drunk in a midnight choir
I have tried in my way to be free

Für D.
Danke für den gemeinsamen Tag.

Anybody alive out there? oder: Zwölf Tage im Zeitraffer.

Bevor sich die Nachfragen häufen oder die Sorgen intensivieren: Jaja, wir leben noch.

Nach all der alpinen und mentalen Erhabenheit folgten der Abstieg ins Tal und die Erkenntnis, dass es erstmal nichts mehr zu sagen gibt, weil für den Augenblick das Sagbare tatsächlich gesagt war, und das Unsagbare ja sowieso ein solches bleiben würde, zumal uns zu Tale bereits nach kurzer Zeit ein paar Unsäglichkeiten ereilten, die zu überstehen waren und mittlerweile auch überstanden sind.

Zu guter Letzt noch eine erfreuliche Serie an sagenhaft schönen Begegnungen und Unternehmungen, die viel Zeit gebunden und Aufmerksamkeit gefordert hat – und schon waren zwölf Tage ins Land gegangen (oder ins Wasser) und nun sind wir wieder da, wobei wir ja nie weg waren, nur eben nicht hier.

*****

In Bildern ausgedrückt war’s ungefähr so (chronologisch sortiert, aber unter Auslassung diverser Lowlights & Details & misslungenen Bildmaterials):

Big sisters are watching you! – der Abstieg aus dem Wettersteingebirge…

…und direkt danach ins Alpspitz-Bad: 70er Jahre Charme, wettgemacht von einem traumhaften 50m-Außenbecken mit Alp- und Zugspitzblick.

Wieder daheim gings dann los mit den Begrenzungen und dem Bierzeltaufbau…

…und den Versuchen, der Hitze zu trotzen & Nachfragen zu verneinen („Ui, haben Sie das nasse Handtuch für den Hund bewusst in Bierbankfarbe mitgenommen?“)…

…und schließlich testet das Dackelfräulein Ende Juli bei 33 Grad und mit kühlem Frottee umwickelt noch sein neues Front-Körbchen (mittlerweile haben wir uns auch beide an das Ding gewöhnt, sind nun in 7 Min an der Isar statt vormals in 15 – und damit noch schneller im Wasser und weg vom Asphalt, falls der wieder mal zu heiß werden sollte)…

…und dann kam (unter anderem) das hier: nennen wir’s einfach mal die „Nachwirkungen“ der etwas speziellen Hüttentoilette oder des abgestandenen Wassers aus der Zisterne oben auf 2.400m…

…jedenfalls taperte ich zitternd und delirierend und mit der bangen Frage durch die Wohnung, ob der Hund womöglich zum Geodreieck mutiert ist oder einem der fiese Virus den Blick so vernebelt…

…derweil im benachbarten Frankreich the Boss himself M&M’s kauft, so dass man gleich nochmal ins Grübeln kommt, ob man nicht doch zu voreilig den Freunden die Silvesterreise in die Bretagne abgesagt hat.

Naja, und dann kam noch das hier: Sie sehen’s ja am Pfötchen…

…aber kaum waren wir wieder am Wasser angelangt, tauchten die Sorgen gleich ein bisschen unter…

…und das Fräulein und ich all unsere Flossen in den See…

…was eine wahre Wohltat war: mal wieder einen See komplett zu durchschwimmen, sogar mit Berg- und Klosterblick (schwer zu erkennen, Pippa übt das Fotografieren mit dem Smartphone noch).

Baden in Bayern, aber richtig und züchtig!

Anschließend auf Wasserwegen durchs Moorgebiet gewandert…

…hinüber nach Reutberg auf ein Feierabendbier aus der Klosterbrauerei (eine der vielen tollen Touren aus dem beliebten Buch „Wanderungen für Leib und Seele 😉 )…

… und am Tag drauf noch Besuch von der Freundin aus Braunschweig, die einen in allen Hundesorgen so gut versteht, weil sie selbst einen hat…

…und gemeinsam einen herrlichen Spazier- und Sprechmarathon am Starnberger See absolviert, mit der schönen Aussicht, sich schon in Kürze wiedersehen zu können.

In der Hoffnung, hiermit die meisten Nachfragen beantwortet zu haben, grüßen herzlich  –
die Kraulquappe & das Dackelfräulein.