Bathing beauty.

Als Nr. 1786 von 2000 grad im rechten Moment angekommen. Sind ja nur 6 Minuten mit dem Radl vom Freibad bis zum Fußballplatz.

Merke:

Läuft der FC Bayern am Birkenmoos ein, hast du’s Freibad für dich allein.

Ein Sommerferientag wie im Bilderbuch und wie ganz früher mal, als man noch im Badeanzug und mit nassen Haaren durch die Gegend radelte.

With a chance to make it good somehow. Zum 18. Mai 2017.

© Ute Hamelmann

 

Lieber B.,

vor einem Jahr hätte ich keine Prognose darüber anzustellen gewagt, wie lange wir beide es miteinander aushalten würden. Am Anfang war es wie so oft mit einer neuen Liebe oder Freundschaft: Unser Zusammensein war überwiegend von Begeisterung geprägt sowie von vielen Dingen, die gemeinsam ausprobiert werden wollten.

Doch auch für uns kam der Alltag – und man muss sagen: er kam relativ schnell! – es knirschte hier und da mal im Getriebe oder wir wussten phasenweise nicht so recht, was wir aneinander hatten oder miteinander anfangen sollten und noch weniger, ob wir wirklich eine Langzeitbeziehung eingehen könnten. Nach nicht mal einem halben Jahr hatten wir sogar eine richtig fette Krise: Ich kam aus Schweden zurück, wo du neben Pippa mein treuester Begleiter warst, aber mit den ersten Herbststürmen und dem Nahen der grauen Jahreszeit, dachte ich, ich müsse dich verlassen, weil ich dir nichts mehr zu sagen hätte und sich das mit uns irgendwie erschöpft hätte. Und das, obwohl wir noch wenige Wochen zuvor in größter Innigkeit bei Sonnenuntergang am Meer saßen und ich dachte, nichts könne uns je trennen! Plötzlich fühlte es sich an, als sei das mit uns nur eine Affäre, ein Strohfeuer gewesen!

Heute, an unserem Einjährigen, stelle ich fest: Wir haben die Kurve immer wieder gekriegt, wir zwei. Sogar einen kleinen Umzug haben wir miteinander bewältigt, in unsere eigene kleine Domain. Und mittlerweile bin ich mir sicher, dass die Bande zwischen uns so fest geknüpft sind, dass schon Einiges an Unbilden der Technik oder der Seelenlage daherkommen müsste, damit einer von uns das Handtuch wirft.

Klar, manchmal brauchen wir eine kurze Auszeit von einander, aber auch damit gehen wir zwischenzeitlich entspannt um und keiner denkt mehr vorschnell, es könne vorbei sein mit uns. Solche Sendepausen sind ja in Freundschaften ziemlich normal und es muss nichts weiter heißen, wenn man vorübergehend einträchtig schweigt oder jeder auf seinen eigenen Pfaden wandelt und man einander nur aus der Entfernung gelegentlich zuwinkt.

Der Song zu deinem heutigen Geburtstag, lieber B., der zugleich unser einjähriges Jubiläum ist, soll dieser hier sein, ganz einfach, weil es einer der Songs meines Lebens ist, oft sein Soundtrack, mindestens seine Hintergrundmusik – und immer sein Pulsschlag.

[An die 5 bis 8 echten Fans unter meinen Lesern: Selbstredend ist es ein Graus, eine Version dieses Songs herauszupicken, es gibt ihn in so vielen so gänsehauterzeugenden Varianten und jeder hat da ja so seine speziellen Erinnerungen und Vorlieben… – also seht mir bitte nach, wenn es nicht eure Lieblingsversion ist, es ist auch nicht meine, sondern nur eine von vielen. Bei der ich mich immer fragte, ob er da tatsächlich alle paar Verse runterschielt zum Teleprompter (?!?) und mir der Haltung wegen richtig Sorgen machte um seine LWS, aber wie man letzten Sommer sehen konnte, hat’s ihm offenbar nicht geschadet.]

Show a little faith there’s magic in the night
You ain’t a beauty but hey you’re alright
Oh and that’s alright with me

Hm, tja, der Schönste bist du nicht, wenn man dich mit anderen da draußen vergleicht, und mit ein bisschen Pflege und technischem Knowhow könnte man da bestimmt wesentlich mehr rausholen…

All the redemption I can offer
Is beneath this dirty hood
With a chance to make it good somehow
Hey, what else can we do now ?

… lass  uns einfach weiterhin versuchen, gemeinsam das Beste draus zu machen, ok?

Herzlichen Glückwunsch zu deinem Geburtstag, lieber Blog, und danke für dieses erste gemeinsame Jahr – es war überwiegend schön mit dir!
Und danke an Euch, liebe Leser, dass ihr so rege Anteil nehmt und uns stets wohlwollend begleitet!

Deine/Eure Kraulquappe.

© Ute Hamelmann