Deckl drauf & bloß nicht Verweilen.

Gestern eine kleine Teststrecke gelaufen, um die Sache mit der aktuellen, alpinen Dackelperformance mal unter vernünftigen Bedingungen gründlich zu überprüfen. Ob es wirklich nur die FSH-Thematik ist oder doch noch was anderes. Lieblingsberg vom Fräulein ausgewählt, mit Lieblingsaufstieg und das auch mit besten Verhältnissen (genug getrunken, moderates Sommerwetter, gut geschlafen usw.).
Vom Ergebnis soll ein andermal die Rede sein, ich muss das noch ein wenig in mir hin und her wenden, mit dem Gatten besprechen und überdenken und dann weitersehen, was wir da tun werden.

Jedenfalls ist eines klar: das Hochgebirge lassen wir gemeinsam momentan mal schön bleiben, denn ich geh keine 6 Stunden (netto) mit Hund irgendwo hinauf, wenn ich nicht so gut wie sicher sein kann, dass das für sie auch wirklich gut geht, denn ich weiß ja nicht mal genau, wie gut es für mich geht, und dieser Umstand zweifacher, latenter Ungewissheit kollidiert dann mit meiner eisernen Devise: Geh mit deinem Hund nur die Touren, bei denen du neben der Kraft, die du für deinen eigenen Aufstieg/Abstieg und deinen Tourenrucksack brauchst, immer noch genug Kraftreserven hast, um den Hund über längere Strecke zu tragen, falls das nötig werden würde.
Also kommt das derzeit nicht in Frage.

Der heiterste Moment gestern, neben einer weiteren angenehmen und gesprächsintensiven Begegnung auf der Alm (Vater, 78, mit Sohn, Anfang 50, aus Deggendorf, sehr nett anzuhören, was Dialekt und auch Inhalt anging) war dieses Schild, das uns gleich nach dem Abstieg am Seeufer begrüßte:

Ich, noch ganz mit dem Abstreifen eines gewissen Reportagenschreibekels (was das typische Reisevokabular und bestimmte touristische Formulierungen angeht) beschäftigt, geh da so und seh dieses Schild und bin geradezu entzückt, dass mitten in dieser paradiesischen Natur an einem der oberbayrischen Parade-Seen ein Hinweis steht, dass an Ort und Stelle mal nichts zum Verweilen einlädt.

Weder irgendeine olle Aussichtsbank noch eine reizvolle Erhebung oder ein lauschiger Biergarten oder ein idyllischer Park oder gar ein romantischer Steg mit Panoramablick.

Bitte zügig durchschreiten und nicht verweilen – das ist auch mal toll, beinahe heilsam, zumindest eine wahre Wohltat für meine gestern noch recht strapazierte Wahrnehmung und Verfassung nach Abgabe meines letzten Magazinbeitrags.

Der Spaziergänger wird also gewarnt und ermahnt sowie zur seeseitigen Straßenseite geschickt, und auch dort lädt nichts zum Verweilen ein, sofern man den Blick vom Karwendelgebirge am Horizont und dem Türkisgrün des Wassers abwendet und ihn einfach mal übers Geländer wirft oder unter dem Geländer hindurch, so wie Pippa das alle paar Meter tat.

Irgendwann guckte ich dann auch mal nach, was sie da eigentlich dauernd zu gucken hat und staunte nicht schlecht: riesige, dicke Schlangen (für hiesige Verhältnisse), alle 2 Meter (!) so ein zusammengekringeltes reptiles Tau (Durchmesser 3 bis 5cm, Länge gottseidank nicht feststellbar, aber enorm viele Tauwindungen), das sich an der steilen Uferböschung sonnt oder munter den Kopf hebt und züngelnd den Hund anguckt, mal schwarz, mal grüngrau mit Muster, ich will’s gar nicht wissen, wie die Genossen heißen und was ihre Hobbies sind.

Am See unten sitzend, in einer schlangenfreien, aber ameisenreichen Wiese, vermissen wir dann die liebe D., die eigentlich mitkommen wollte, aber leider noch zu erkältet war, und überhaupt hängt ein Hauch Wehmut über fast allem an diesem Nachmittag, an dem passenderweise kaum etwas zum Verweilen einlädt.

Vater und Sohn, die nette Almbekanntschaft, holen uns nochmal ein, gemeinsam läuft man am Seeufer zurück zum Ausgangspunkt (was für eine Woche: gleich 2x mit Fremden gewandert), und auch die beiden umwittert ein Hauch von Wehmut, denn dem Vater tut das Knie sehr weh und dem Sohn schwant, dass das die letzte gemeinsame Tour gewesen sein könnte, und während Vater müde am See unten sitzenbleibt, steigen Sohn und ich nochmal ein Stück hinauf zum Parkplatz am Kesselberg, wo die Autos stehen, und reden über unsere Väter und das Älterwerden.

Und über unsere Hunde, seiner schon ein paar Jahre tot, aber allein die kurze Erwähnung der ach so guten Zeiten mit dem wunderbaren Cockerrüden treibt dem Sohn die Tränen in die Augen – und ich bin sehr froh um meine Sonnenbrille.

Nun soll’s hier nicht so trüb enden, das Erzählte war ja schließlich gestern und heut sieht die Welt schon wieder bunter aus, die Isar funkelte so schön in der Sonne und das Frisbeespielen im Wasser hat viel Freude gemacht, vor allem dem Dackelfräulein, und während ich die Handyfotos von gestern so durchscrolle, entdecke ich da noch eines, das den pragmatischen Charakter und das bayrische Gemüt der Wirtsleute oben auf der Alm (seit eh und je dasselbe Ehepaar) ebenso prima beschreibt wie die offenbar ständig deppert mit dem Milchkanndl herumhantierenden und herumpritschenden Gäste – und mit diesem Bild wollen wir heut enden.

Und denen, die nicht lesen können, sagt der Wirt einfach kurz Bescheid: Da Deckl bleibt drauf und a Rua is!
Haben Sie einen schönen, geruhsamen Abend.

Die Welt ist nicht größer als das Fenster, das du ihr öffnest.

Gestern Mittag auf der Gindelalm.

Ein weiß-blaues Fenster öffnet sich.
Auf der Holzbank direkt darunter sitze ich. In der Sonne. Denke die ersten paar gewichtigeren Gedanken in diesem neuen Lebensjahr. Erfreue mich an der Wärme, dem Licht, dem Panorama. Habe mir vorgenommen, hier heroben in Ruhe tippenderweise den letzten Gratulanten zu danken, um den Geburtstagsreigen abzuschließen. Daraus wird aber nichts, das Handy bleibt im Rucksack.

Ich komme mit zwei Kielern ins Gespräch bzw. die mit mir, natürlich zunächst wegen des Dackelfräuleins, diesem Plauschinitiator der Extraklasse. In den folgenden drei Stunden geht’s dann um alle möglichen Themen. Ja, Sie lesen richtig: drei Stunden. Sowas passiert mir quasi nie. Mit Fremden, und einfach so, und trotz meiner misanthropischen Tendenzen. Und ausgerechnet gestern, wo ich mich nach Alleinsein gesehnt hatte und was zu denken mit auf den Berg geschleppt hatte, was ja auch gerade im Begriff war, gedacht zu werden als diese Unterhaltung ihren Anfang und dann kein Ende mehr nahm.

Noch ungewöhnlicher als das lange Gespräch auf der Alm ist, dass wir dann sogar beschließen, zu dritt hinabzugehen ins Tal. Normalerweise beende ich solche Berghüttenkontakte spätestens mit dem letzten Schluck aus meinem Weißbierglas oder Kaffeehaferl, weil ich gern in Ruhe und in meinem Tempo gehe, und bei Fremden, tja, da weiß man ja erst recht nicht, wie’s läuft und wie sich’s läuft.
Aber es hat alles gepasst mit den beiden Kielern, es war so offen, interessiert, lustig und einfach, dass ich fast schon geneigt war, mich für kontaktfreudiger zu halten als ich es mir bislang unterstellt hätte, und dass es völlig krampfig gewesen wäre, nicht gemeinsam mit den netten Nordlichtern abzusteigen, zumal wir unsere Autos am selben Parkplatz stehen hatten.
Zu guter Letzt tauschen wir auch noch Telefonnummern aus (ebenfalls eine Seltenheit für mich) und wenn ich möchte, kann ich im Spätsommer den bereits gebuchten, letzten Hotel-Zwischenstopp vor der dänischen Grenze wieder stornieren und mitsamt Pippa im schönen Kiel in einem Gästezimmer logieren.

Soweit der beschwingte Teil des Tages.

Anschließend noch eine Viertelumdrehung am See weitergefahren, um den Papa zu besuchen, wie immer eigentlich, wenn ich in den Tegernseer Bergen herumstiefle.

Stehen wir gemeinsam in der Küche, der Papa am Herd und schon mit dem Abendessen beschäftigt, ich an der Spüle, um den Wandernapf vom Fräulein und meine Trinkflasche auszuwaschen.
Er rührt in einem großen Wok, es gibt ein Curry. Wenn er sich neben dem Herd zur Anrichte beugt, um ins Rezept zu gucken, meint man, er fiele gleich vornüber, so schief ist seine Haltung. Auch wenn er sich nicht zu einem Rezept beugt, meint man das häufig.
Seine Lesebrille beschlägt von den Dämpfen, die aus dem Wok aufsteigen. Alles wirkt angestrengt und beschwerlich.

Schließlich ist eine Limette auszupressen. Seine linke Hand hält die kleine Edelstahlpresse fest, die rechte versucht, die halbierte Limette im Uhrzeigersinn zu drehen, um ihr den Saft abzuringen. Ja, „abzuringen“. Das trifft es genau, denn die Szene wirkt wie ein Ringkampf im Kleinen.
Und der Papa verliert diesen Kampf, die Limette rutscht ab und plumpst in die Spüle, wo ich sie auffange und dann sage: „Lass mich das machen.“. Er sagt daraufhin gar nichts, dreht sich zurück zum Herd und rührt wieder stumm in seinem Wok herum.
Wie er da so steht, dieser voluminöse Mensch, dieser Fels, der er immer war, und kaum noch rühren kann, das rührt mich wiederum so sehr, dass ich die Küche verlassen muss und lieber draußen auf der Terrasse den Tisch decke.

Die Lebensgefährtin vom Papa sitzt am Tisch und flucht leise und ein bisschen senil über einem Sudoku, das sich offenbar nicht lösen lässt. Ich ignoriere sie, was unserem Verhältnis auch irgendwie angemessen ist oder zumindest keinem von uns als störend aufstößt.
Hinter der Hecke hört man aus dem Garten nebenan den unerzogenen Terrier der beiden uralten Nachbarinnen kläffen und ich denke in dem Moment: Halb Rottach-Egern besteht aus Rentnern und Greisen, die andere Hälfte sind Sportler, Tagesausflügler und Touristen.
Im Grunde ist es beklemmend, was aus diesem einst bäuerlichen Dorf am Fuße des Wallbergs geworden ist. Alle fünf Minuten donnert ein Krankenwagen mit Blaulicht durch die Hauptstraße, vorbei an all den Nobelboutiquen und Zweigstellen von Sansibar, Dallmayr & Co., in denen geliftete und betuchte Urlauberinnen absurd teure Tees trinken oder dämliche Accessoires kaufen und danach mit ihrem straßbehalsbandeten Chihuahua in der Designerumhängetasche in der Gondel auf den Wallberg hinaufschweben, um in dem potthässlichen Panoramarestaurant einen Prosecco zu trinken.
Dieses Tegernseer Tal ist ein so wunderschöner Fleck Oberbayerns, aber zum einen sehen das zu viele so und zum anderen hat das Geld die Einheimischen so sehr an die Randbereiche der vier den See umgebenden Ortschaften verdrängt, dass man sie in den Orten mittlerweile schon mit der Lupe suchen muss.
Ab und an sieht man noch einen, abends am Lago di Bonzo, wenn die Ausflügler alle wieder weg sind und die Touristen sich ihr 4-Gang-Dinner in der „Überfahrt“ oder beim „Bachmair“ reinziehen. Abends gehen die Einheimischen baden, oder frühmorgens. Da haben sie ihre Ruhe und ihren See einen Moment lang für sich und so wie er war, als hier noch nicht die Prominenz regierte, die Reichen ihre Zweitwohnsitze hierher verlegt hatten und die Almwiesen für ihre Doppelgaragen plattmachen ließen. Aber ich schweife ab.

Das Curry schmeckt sehr gut. Alles schmeckt sehr gut hier, immer noch. Der Papa war zeitlebens ein passionierter Hobbykoch und sah auch immer so aus. Es ist neben dem Reiseführer- und Zeitunglesen die letzte Passion, die ihm noch geblieben ist.
Beim Essen fallen ihm ein paarmal die Augen zu und sein Kinn sinkt zum Brustkorb, er ist für einen Moment komplett weg und bekommt nichts mehr mit. „Papa, schläfst du?“, frage ich und er schreckt hoch, reißt die Augen auf, lächelt und meint: „Aber nein, ich bin doch wach!“
Nach solchen Szenen leite ich dann gern über zum Thema Autofahren und ob das denn alles noch gut ginge, was von ihm beharrlich bejaht und von mir ebenso beharrlich nicht geglaubt wird.

Weil es sich so ergibt und die Lebensgefährtin gestern auch Einiges zu beklagen hat („Dein Vater wird immer unbeweglicher!“ / „Manchmal verlässt er das Haus zwei Tage lang nicht!“) sprechen wir auch noch über Treppenlifte, Rollatoren, Rollstühle und einen Umzug vom Haus der Lebensgefährtin in eine Wohnung, in der manches einfacher zu bewerkstelligen wäre.
Damit wollen dann aber doch beide noch nichts Näheres zu tun haben und wir verheddern uns recht bald ungut in Details zu Treppenliftkonstruktionen und der albernen Frage, ob dann das Treppenhaus überhaupt noch für Gehende zu benutzen wäre, was natürlich hanebüchen ist, weil das Rottacher Treppenhaus weder besonders eng, noch baulich irgendwie speziell beschaffen ist.
Ich mache also mal wieder einen Punkt (der insgeheim ein Gedankenstrich ist, was ich aber nicht verrate) und erzähle von der Tour in Oberammergau letzte Woche, weil der Papa dort noch jeden Stein und Pfad erinnert und das ein Thema ist, bei dem die Wege gleich wieder zusammenführen und der Geruch von Alter und Gebrechlichkeit und noch Schlimmerem, den die Treppenliftsache unweigerlich mit sich bringt, so wieder einigermaßen verfliegt, während die Sonne idyllisch hinter dem Ringberg versinkt und man in ihren letzten Strahlen schon den Fuchs über das Feld schleichen sieht.

Als der Papa nochmal in die Küche schlurft, um einen Wein zu holen, sehe ich ihm durch die geöffnete Terrassentür hinterher. Und sehe auf einmal unseren alten Nachbarn aus dem ehemaligen Mietshaus in Neuhausen in ihm. Der alte Oberstudienrat, mit dem wir Tür an Tür lebten und in seinen letzten Jahren sehr befreundet waren – bis zu seinem Ende, d.h. bis er beschloss, sterben zu wollen, was ihm binnen weniger Wochen gelang.
Es ist dieselbe Schwerfälligkeit, dieselbe Art, mitten im Gehen zu schwanken und zu pausieren, dasselbe Schnaufen bei jedem Schritt (und als ich beim Heimfahren noch weiter drüber nachdenke: es ist sogar derselbe Galgenhumor, nur leider nicht dieselbe Offenheit für Hilfe und Unterstützung).
Der Papa wirkt viel älter als er ist, aber Krankheit ist nunmal keine Frage des Alters und das Alter nichts weiter als eine Zahl (erst letzte Woche auf der Hütte einen Mann getroffen, der mit 75 fit wie ein Turnschuh da heraufspaziert war und zwar über den Steig, über den Pippa und ich uns später doch etwas mühsam hinunterzitterten).

Momente, in denen kurz aufscheint, wie es noch werden könnte und was uns noch so bevorstünde – und die mir mit etwas Abstand zu dem Trübsal und den Ängsten, die sie jedes Mal in mir auslösen, auch eine seltsam intensive Art von Lebensimpuls und -gier geben und recht deutlich zurufen, dass man verdammt nochmal das Glück am Schopf packen solle, wenn es einem denn vor den Augen steht oder gar vor die Füße fällt, und dass man dort, wo man sogar selbst den Glücksschmied spielen kann, weil Gesundheit und Umstände das jetzt gerade erlauben, das auch tun sollte ohne zu viel Wenn und Aber und Konjunktive.

Gelegenheiten ergreifen, sich ein Stück vom Himmel oder der Welt schnappen – so lange sich diese weiß-blauen Fenster noch öffnen und man noch Herr oder Frau über seine zwei Haxn ist.

Heute Mittag in München.

Himmel der Bayern (62): Unterwegs mit dem FSH.

Nein, nein, beim FSH handelt es sich nicht um eine Motorenbezeichnung.
Wobei, im übertragenen Sinne vielleicht doch. Aber der Reihe nach.

Die bisherige Zwischenbilanz in Sachen Bewegung ist zwar sehr passabel, allerdings hauptsächlich an der Schwimmfront und was die Kontinuität der Park-Läufe betrifft. Der Bergsport hingegen kam in letzter Zeit etwas zu kurz. Aus mehreren Gründen, von denen der mitteilbarste noch der ist, dass ich diese Zwischensaison in den Bergen einfach nicht mag. Wenn noch überall graue, harsche Schneereste herumliegen (und im Mai kam ja noch haufenweise Neuschnee dazu), es unten im Tal schon warm, aber oben noch arschkalt ist. Das ist nix für mich.
Wintertouren sind total ok, kalt, mit oder ohne Schnee, alles recht, aber diesen Mix kann ich nicht leiden. Jacke-an-Jacke-aus nervt mich.

Also sind wir erst seit ein paar Wochen wieder gelegentlich im Voralpenland unterwegs. Konditionell bringt einem das Schwimmen hier nur bedingt Vorteile und da demnächst eine größere Hüttentour ansteht, wird es nun Zeit, vorher ein paar kleinere alpine Unternehmungen gemacht zu haben, damit das dann auch gut klappt (bzw. keiner zusammenklappt bei dem 5-Stunden-Aufstieg auf weit über 2.000 Meter – die zur Expedition angemeldeten Teilnehmer sind das Dackelfräulein und meine Wenigkeit).

Nun gut. Sind wir heut sehr früh aufgestanden, damit ich bis 11 Uhr noch arbeiten konnte, dann ins Auto und los.

Die ersten 30 Minuten Aufstieg eine einzige Qual. Nicht für mich, es war eine schnöde, wenn auch etwas steile Forststraße. Aber Pippa hing in den Seilen wie noch nie, trotz bester Witterung (Wolken, Sonne, 20 Grad im Tal, keinesfalls zu heiß). Als die Forststraße dann in einen Waldweg überging, der weniger steil war, besserte sich die Lage ein bisschen, verschlechterte sich aber umgehend wieder, als das letzte steile Stück vor dem Ziel anstand.

Zwischendurch zog ich schon eine Umkehr in Erwägung, weil ich meinen Hund nicht schinden oder dauernd antreiben möchte. Grübelte, ob sie eventuell gesundheitliche Probleme haben könnte, beobachtete sie beim Hinaufschlurfen sehr genau – aber nichts wies auf irgendwelche Gelenkschmerzen oder andere Beeinträchtigungen hin. Fragte mich, ob sich nun einfach ihr Alter bemerkbar macht, mit siebeneinhalb Jahren ist sie ja jetzt kein junger Hund mehr, aber eigentlich doch für einen Dackel in den besten Jahren.

Auf der Hütte angekommen, wirkte alles wieder normaler: Der Hüttenhund wurde auf jeder seiner Patrouillen über die Terrasse 1x angewufft, nach jeder Fliege wurde geschnappt, der Napf in der üblichen Zeit geleert. Alles wie immer. Gottseidank! Ich schöpfte Hoffnung, dass es sich um eine vorübergehende Unpässlichkeit gehandelt hatte und beim Abstieg sowieso alles leichter liefe.

Beim Aufbruch – und nun ging’s ja wohlgemerkt ständig bergab! – Pippa aber sogleich wieder in Zeitlupe unterwegs, extremes Kriechtempo, unglücklicher Blick, sogar gelegentliches Hinsetzen. Sofort machte ich mir noch größere Sorgen als beim Aufstieg. Was war denn nur mit dem Hund los?

Nach den ersten 150 Höhenmetern Abstieg im Schneckentempo kamen wir an eine Abzweigung. Ein kleiner Steig ging rechts Richtung Sonnenspitze ab.
Ich wollte den breiten Wanderweg, den wir hinaufgegangen waren, auch wieder hinuntergehen. Pippa aber bog in den schmalen Bergpfad ein, sah dann, dass ich den anderen Weg nahm, hockte sich hin wie ein Pflock, ein Geschau dazu wie der personifizierte Vorwurf, und war nicht mehr weiterzubewegen.
Also gut, sagte ich, dann gehen wir eben deinen Weg, du kleiner, sturer Stinker.

Schild stand keines an der Abzweigung, was sicher an den Holzarbeiten lag, die überall noch im Gange sind (wegen der zahlreichen Schäden, die der heftige Winter hinterlassen hat) und wo manch bekanntes Wegstück kaum wiederzuerkennen ist. Ich erinnerte mich aber, diesen Steig vor ca. 15 Jahren schon mal gegangen zu sein, vergaß allerdings, dass ich damals jünger, fitter und ohne Hund unterwegs war.

Und dann vollzog sich eine Wandlung, mit der ich heute nicht mehr gerechnet hätte: Als Pippa merkte, dass es ab sofort auf dem von ihr präferierten Weg weitergehen würde, peste sie voraus. Munter und bester Laune wieselte sie den schmalen Steig entlang, kein Hinsetzen mehr, der Blick ein völlig anderer, der ganze Hund wie ausgewechselt, und das, obwohl der Weg sich permanent bergauf und bergab dahinschlängelte und wirklich anstrengend zu gehen war.

Tja, hätte ich mal ein bisschen intensiver nachgedacht, hätte mir durchaus einfallen können, dass das Dackelfräulein ja Forststraßen hasst. Zumindest die, die bergauf führen (und nun offenbar auch bergabführende). Das ist schon seit Jahren so und im Nachhinein ist mir schleierhaft, wie ich nur nicht daran denken konnte, wo ich das doch eigentlich weiß.
Mein Fokus lag heute ausschließlich auf: Jetzt gehen wir mal ein paar bequemere Strecken, bis wir wieder in Übung sind.

Seit der Forststraßenhasser (kurz: FSH – womit wir die Kurve zum Beitragstitel bekommen hätten, was nach dem Tag und um die Uhrzeit keine Selbstverständlichkeit mehr ist) sich wieder auf einem Weg befand, der – und das scheint das entscheidende Kriterium zu sein – maximal dreimal so breit ist wie er selbst schmal ist, waren die Bergwelt und die performance für und von Fräulein Hund wieder vollkommen in Ordnung.

Ich war einerseits erleichtert, dass mit Pippa alles ok ist, andererseits ad hoc ziemlich gefordert. Denn mir war eigentlich nach Abstieg und Dahintrotten auf breiterem Weg. Nach ein paar Eingewöhnungsminuten ging’s dann schon. Bis der Pfad schmaler und schmaler wurde und irgendwann die erste drahtseilversicherte Stelle kam.

Ja verdammt, auch das hatte ich nicht mehr parat.
Also Stöcke an den Rucksack und Hund in die eine Hand, die andere Hand fest ans Seil. Wenn’s steil runtergeht, ist das aber vorwärts so nicht machbar (wegen der Gefahr des Übergewichts und Vornüberfallens), daher das Ganze rückwärts. Auf sowas war ich heut nicht vorbereitet und entsprechend hat’s mich beansprucht.

Ich kürze jetzt mal etwas ab, denn diese Alpinabenteuer anderer Leute, bei denen jeder Tropfen Angstschweiß und jede Serpentine wortreich gewürdigt wird, gehen einem ja schnell auf den Wecker.

Es ging eine Stunde lang so dahin: mal an der Seilsicherung nach oben, mal nach unten steigend, mal mit Hund im Arm, mal mit Hund im Tragetuch vor der Brust (wir haben jetzt so ein Baby-Ding, perfektes Dackelformat, nur ein elendes Gefummel, bis die Vergurtung fest sitzt und der Hund drin ist), vorwärts, rückwärts, freihändig, festgekrallt. Das Dackelfräulein hat das alles super gemacht, ist sofort stehengeblieben, wenn so eine Drahtseilstelle kam und hat toll stillgehalten während sie getragen wurde, ich wie eine Irre schnaufte und absurde Kurzmonologe hielt (alles dabei, was es an existenziellen Restgedanken so geben kann).
Physisch und psychisch war’s ein bisschen wie dies hier (nur ohne Schlucht in der Mitte) oder wie das (nur ohne Tiefschnee und Sturm).

Auf der ersten Almwiese nach dieser Kletterpartie – es war zwischenzeitlich nach halb sechs, was so auch nicht geplant war und auf dem anderen Weg nie passiert wäre – erstmal große Erleichterung: ein Gemeinschaftspipi und eine Verschnaufpause mit dem letzten Käsebrot (fair geteilt in der Seilschaft) und dem restlichen halben Liter Wasser.

Schließlich auch wieder auf den Weg gestoßen, den wir hochgekommen waren, dort eine Beschilderung entdeckt, die auf der anderen Seite des Berges, wo wir auf diesen Steig abgebogen waren, leider fehlte, aber echt hilfreich gewesen wäre, weil ich den Weg nach dem Hinweis nämlich nicht genommen hätte (auf das Risiko hin, dass der FSH dann halt einen Scheißtag gehabt hätte).

Ein paar Meter neben dem Schild noch der Beweis, dass solche Schilder wirklich wichtig und auch ernst zu nehmen sind, weil einfach nicht alle den Grat über die Sonnenspitze bewältigen.

Endlich den Kolbensattel erreicht, von dem aus es nur noch 40 Minuten bis ins Tal wären (wenn auch auf einer Forststraße), aber wegen etwas wackliger Knie doch mal am Sessellift gefragt, ob die einen da mit Hund noch hinunter befördern würden, obwohl sie schon Feierabend haben.

An meinem Charme kann’s nicht gelegen haben, dass das klappte, weil ich sah, wie Sie sehen können, schon etwas derangiert aus.
Das Dackelfräulein hingegen war bester Dinge und fand den Tag, den Abend, den Berg, die Menschen und sogar diesen Sessellift total prima, wedelte den Liftboy fröhlich an und der öffnete dann ebenso fröhlich nochmal den Zugang zum Lift („Kann er nimmer, der Waki? Ja dann kemmts her!“ – ich ließ das mal so stehen und konzentrierte mich aufs Einsteigen, denn Sessellift hatten wir zusammen auch noch nie).

Jedenfalls sind wir jetzt wieder in Übung. Ging wirklich ungeahnt schnell.
Das nächste Mal such ich vorher gleich Wege aus, die dem FSH liegen und auf die ich dann aber auch rundum vorbereitet bin.

Machen Sie so einen Mist, den wir heute gemacht haben, bloß nicht nach.
Egal, wie Ihr Hund Sie anguckt.
Bleiben Sie der Chef, sonst hängen Sie womöglich ungewollt in den Seilen – und das auch noch mit Ihrem Hund.

Gute Nacht!

Hund haben (16).

Wie könnte ein Dienstag schöner beginnen!?

Direkt aus dem Nachthemd in die Regenmontur gestiegen. Hund liegt noch im Bett, hebt ein Augenlid und guckt einen ungläubig an. Man fragt dann höflich, ob er, resp. sie, einen freundlicherweise begleiten würde, weil man unbändige Lust hätte, einen schönen Morgenspaziergang zu machen. Hund gähnt, räkelt und erhebt sich, dehnt sich ausgiebig und fällt beim Zweitgähnen seitlich um. Offenbar keine Lust.
Bevor man in der Ganzkörpergoretexhülle zu schwitzen beginnt, beschleunigt man das Ganze etwas, hebt den Hund aus dem Bett und trägt ihn zur Wohnungstür, legt ihm das Halsband an, was nicht so einfach ist, weil der Hund sich schon wieder zur Seite umfallen lässt. Dann steigt man in die wasserdichten Schuhe und verlässt die Wohnung, schiebt den Hund aus der Wohnung raus ins Treppenhaus. Hund sitzt nun wie ein Pflock auf dem Fußabstreifer und guckt einen groß an, schlurft nach dem dritten Rufen gnädig zum Aufzug rüber, der uns nach unten befördert.

Draußen dann zwei Meter durch die Pfützen gestakst. Igitt. Wie ungemütlich, das alles. Schnüffeln an den unteren Ästchen der Hecke vorgetäuscht (worum es eigentlich geht: unter der Hecke liegt ein aufgeweichtes Stück Breze). Erster kleiner Disput.

Zweiter Disput hundert Meter weiter, als – noch vor dem ersten Morgengeschäft – der asoziale Husky im Dackelterritorium aufkreuzt und das Fräulein vor lauter Wut abhebt (kennen Sie das: wenn sich der Hund bellenderweise so echauffiert, dass er vor lauter Bellen ein kleines Stück vom Boden abhebt?).

Dritter Disput drüben auf der Allee: Unterschiedliche Interpretations- und Umgehensweise mit einem halbleeren Pizzakarton, der unter einer Parkbank liegt.
Stimmung droht zu kippen. Der nette Beagle von Hausnummer 30 rettet die Situation. Große Begrüßung, Schwanzwedeln, Spielversuch mitten im Batz. Gute Sache – lockert den morgenmüden Körper, was den Geschäftsvorgängen dann sehr zuträglich ist.

Nach 7 Minuten wieder daheim, trotzdem triefnass und dreckig. Im Treppenhaus aus den Regenklamotten schälen, an der Tür den graubraune Sauce tropfenden Hund ins Handtuch wickeln und dem Gatten in den Arm drücken – ab in die Wanne.

Dezente Vorfreude auf weitere 48 Stunden bei ebendieser Wetterlage (nur ohne Duschassistenz).

Und die bange Frage, ob der Wonnemonat Mai wenigstens noch einen foto-freundlichen Tag beinhalten wird, da man allmählich dringend das Bildmaterial braucht für den nächsten euphemistischen Artikel über das Unterwegssein mit Hund.

Ab morgen am Kiosk: die neue Dog&Travel.

Schlagen Sie zu, wenn Sie – mit oder ohne Teckel – nach Tirol wollen. Und am besten auch, wenn Sie keinen Teckel haben oder da nicht hinwollen – denn vom Fortbestand solcher Magazine hängt ja auch unsere kleine Existenz ein Stück weit ab.

Lesen Sie ab Seite 18 von unseren großartigen Abenteuern im mittelalterlichen Hall und beim Kraxeln im Karwendel.
Leider haben wir es nicht auf den Großen Bettelwurf geschafft, auch nicht auf den kleinen. Dabei gibt es so Berge, die man allein aufgrund ihres Namens als bergsteigender Hundebesitzer eigentlich nicht auslassen darf (immerhin querten wir ein Kar unterhalb des Hundskopfes, leider ohne es fotografisch festhalten zu können, man geriet in ein Unwetter und es verhagelte einem die Ambitionen).

Außerdem lesenswert: der Artikel ab Seite 80 übers SUP, zusammen mit dem Vierbeiner.
Passt gerade gut. Ist einer meiner Geburtstagswünsche, neben zahlreichen anderen. Halt ein klassischer Kraulquappen-Wasserwunsch (und auch schon etwas zurechtgestutzt, da der Gatte mein „Ich würd‘ gern mal Surfen gehen“ mit einer ebenso amüsierten wie rüden Bemerkung abtat, irgendwas mit Alter und so, ich hab’s gleich wieder verdrängt).

Eigentlich wünsch ich mir, das SUP ohne Hund auszuprobieren, weil das in meinen Augen wenig Spaßpotenzial für den Hund birgt, aber wer weiß: das Dackelfräulein ist ja auch eine Wasserratte und in dem Beitrag ist von Hunden die Rede, die das wohl durchaus gern mitmachen.

Ansonsten drücken Sie uns bitte die Daumen, dass wir es hier bald mal wieder ein paar Tage am Stück (!) trocken und sonnig haben, damit Sie auch Ende August wieder in Dog&Travel von uns lesen können!

Kurz vor dem nächsten Gassi durch die Sintflut grüßt Sie herzlich –
Die Kraulquappe.

Am Limit.

Montagmorgen in der Notfallambulanz.

Ein Erlebnis im wahrsten Sinne des Wortes ambulare. Mehrere Wartezonen und Zuständigkeitsbereiche durchwandert, auf den Klinikfluren auf und ab gegangen, so gut das halt noch ging. Wegen der Sintflut da draußen konnte man ja leider nicht an die frische Luft, in diesen tollen, ginkgobepflanzten Innenhof, der einer der schönsten Innenhöfe Münchens ist, und dort ambulieren. Überhaupt wirkte die ganze Maistraße eher wie Novemberstraße.

Viel Zeit gehabt, über den Begriff Notfall nachzudenken: wie ich den definieren würde und wie die Uniklinik den auffasst.

Der Torwart an der Klinikpforte schickt einen zu Raum Nr. 21a, in dem man sich ein Kärtchen zu holen hat, das einen als Notfall ausweist. An der besagten Tür klebt ein Riesenschild, das zu lesen einem schon ganz schön was abverlangt, wenn man sich kaum aufrecht halten kann. Das Fazit des ellenlangen Textes: Wehe, Sie kommen herein – klopfen Sie nur 1x kurz und warten Sie dann draußen!

Als sich fünf Minuten nach meinem Klopfen rein gar nichts getan hat, wage ich es, die Klinke herunterzudrücken und vorsichtig in den Raum hineinzugucken – nicht, dass da gar niemand drin ist… Doch, da ist jemand. Eine grimmige Verwaltungstante. Sie hockt hinter ihrem Tisch und raunzt mich an, ich solle draußen warten, sie würde einen schon holen.

Eine zweite Frau gesellt sich zu mir, klopft an die Tür und will nach fünf Warteminuten auch zur Klinke greifen. Ich kläre sie auf, rate ihr ab. Wir kauern nun nebeneinander in der Hocke auf dem Flur, Sitzgelegenheiten gibt es vor Raum 21a nämlich keine. Ist ja der Notfallraum, da kann man sich zur Not auch in den Raum fallen lassen und liegend warten (drei Räume weiter, quasi übergangslos: die Liegendanlieferung, passt also eh).

Kommt eine dritte Frau hinzu, schmerzgekrümmt schleppt sie sich vor die Tür, liest das Schild, stöhnt auf, klopft, wartet drei Sekunden und drückt die Klinke runter. Der Verwaltungsdrache telefoniert nun und mampft einen Schokoriegel und winkt die Patientin sofort wirsch aus dem Zimmer.

Nach weiteren 20 Minuten geht Frau Nr. 2 und mir die Geduld aus und wir treten ungebeten nochmal ein. Der Drache will sich empören, aber wir kommen ihr zuvor. Genervt drückt sie uns schließlich die laminierten Kärtchen in die Hand. Nun sind wir „Notfall“ und dürfen uns in Zimmer 14 bevorzugt anmelden.

An der Tür mit der Nr. 14 hängt eine noch umfangreichere Hinweistafel als an der 21a.
In Kurzform: Wehe, Sie kommen herein – ziehen Sie eine Nummer und warten Sie!
Eine halbe Stunde nach Eintreffen in der Klinik ziehe ich aus dem Automaten die Nummer 51. Auf dem Display über Raum 14 blinkt eine 45. Da ich das Anmeldebüro bereits kenne, weiß ich, dass sich dort drinnen drei Tische mit je einem Verwaltungsdrachen dahinter befinden. Spätestens als sich die Tür zum dritten Mal öffnet und eine Patientin herauskommt, müsste man meinen, dass das Display so langsam von 45 zu 46-47-48 weiterspringen würde. Tut es aber nicht. Es verharrt drei Tassen Kaffee und sechs Donuts lang (mal so gemutmaßt) bei 45. Hat man viel Zeit, über die Sache mit der bevorzugten Anmeldung nachzudenken und sich zu fragen, warum man nicht gleich hier eine Nummer gezogen hat.

Immerhin gibt es hier Sitzgelegenheiten. Harte Holzbänke mit unbequemen Rückenlehnen. Genau das Richtige für eine Frauenklinik, denn wir Frauen hassen Weiches und Warmes, ganz besonders, wenn’s uns mies geht.
Weil irgendwo weit oben im Flur ein paar Fenster gekippt sind, ist es gottseidank auch herrlich kalt in dem Wartebereich. Man hört den Starkregen so auch besser. Wie er idyllisch und beruhigend auf die metallenen Fenstersimse hämmert.

Nach weiteren 40 Minuten blinkt Nummer 51 auf. Ich traue meinen Augen kaum. Mit klammen Händen und Füßen schwanke ich zur Tür von Zimmer 14.
Drinnen ruft Frau S. mich zu ihrem Schreibtisch, auf dem eine hässliche Sukkulente und ein gerahmtes Katzenfoto verstauben. Zu den Nachbarschreibtischen gibt es weder optisch noch akustisch irgendeine Art von Trennung.
Man hört alle Details zu Beschwerden, Krankheitsverläufen, Medikamenten, Adressen, Telefonnummern, Namen von ggf. zu verständigenden Angehörigen sowie deren Telefonnummern. Und unterschreibt parallel dazu die vierseitige Datenschutzerklärung, die einem Frau S. vor die Nase legt. Danach unterschreibt man noch das Anmeldeformular und mit einem Haufen Papier in den Händen darf man nun nach nebenan gehen.
In Zimmer 13. Endlich angekommen, im eigentlichen Wartezimmer, hurra. Gesteckt voll mit überwiegend elend dreinblickenden Frauen. Und bestückt mit richtigen Stühlen, sogar mit plastikgepolsterter Lehne. Und einem Getränkeautomaten, dessen Abluft und Kühlaggregatsdauerbrummen einen in den nächsten zwei Stunden in den Wahnsinn treiben wird.

Erfreulicherweise sind diese zwei Wartestunden von zwei Aktionen unterbrochen: 1.) Dem Erscheinen einer Krankenschwester, die die Tür aufreißt und Is no jemand Nei’s dazuakemma? plärrt und einem den Papierstapel und das Notfallkärtchen abnimmt. 2.) Einer Blutabnahme, die in meinem Fall etwas länger dauert, da die Rollvenen dreimal davonrollen und die Schwester dann eine Stationsschwester dazuholen muss, die wo Übung mit de Broblemfälle hod.
Schöne Atmosphäre, auch bei dieser Prozedur: ein charmantes Durchgangszimmer, dauernd latscht jemand an einem vorbei, ruft was, holt was, will was, wie im Taubenschlag geht’s zu, keine Pritsche zum Hinlegen, als mir der Kreislauf nach dem dritten Zustechen ein wenig zu entgleisen droht, es muss im Sitzen auf dem Klappstuhl klappen (darum heißt der auch so).

Vom Wartezimmer aus hat man Blick auf Maistraße, auf die Flamingo Bar und die kleine Bäckerei an der Ecke, wo ich mir zu gern eine Breze holen täte, da das Frühstück daheim aufgrund der Gesamtlage recht schmal ausfiel (und auch wieder aus mir rausfiel), aber die Schwester gebietet, ich solle mal lieber nüchtern bleiben, falls sie einen dabehalten müssten. Was einem die Wartezeit nicht grad erleichtert, weder der nagende Hunger, noch der innere Aufruhr, den so ein Appell beschert.

Nach weit über drei Stunden komme ich tatsächlich dran. Der sehr junge Gynäkologe (mit zartem Bartflaum im Gesicht) ist nett, spricht fließend Lateinisch und sogar ein paar Brocken Deutsch und hat auch schon psychologische Fortbildungen besucht.
Als wir uns an seinem Schreibtisch zur Anamnese gegenübersitzen, bemerkt er nämlich trotz eifrigen Tippens meinen ängstlichen Blick auf den Laborbericht, der neben seiner Tastatur liegt. Da steht in Fettdruck und Schriftgröße 24 Lebensgefahr / Notfall drüber, und drunter mein Name. Das kann man mühelos lesen, auch wenn der Text auf dem Kopf steht und der Blutzucker im Keller ist. Schnappt der Arzt also meinen Angstblick auf, erklärt mir sogleich freundlich und zugewandt, dass die Überschrift nur aus organisatorischen Gründen da draufsteht: damit das Labor die beiligende Blutprobe vorrangig untersucht. Guckt kurz auf den Zettel und beglückwünscht mich zu meinem recht positiven Hämoglobinwert, dem Geschilderten nach sei das ja nicht zu erwarten gewesen.

Irgendwo zwischen Franz Kafka und Karl Valentin, das Ganze.
Und dazu ein paar Szenen aus der Rubrik „Als Statist unterwegs im eigenen Leben“.

Zumindest bis hierher.
Die Untersuchung ein kleiner Alptraum, nur leider sehr real und so nah am persönlichen Limit, dass mir die Tränen runterlaufen und ich beinahe schreie, dass sie bitte sofort damit aufhören mögen. Stattdessen wird mir schwarz vor Augen. Der sehr junge Arzt und die noch jüngere Assistentin sind sehr verunsichert, holen dann doch lieber den Chefarzt dazu. Der ist Vollprofi und hat schon so viel Blut und Tränen gesehen und Schreie gehört, dass er wegen sowas längst keinen Ultraschall mehr verzittert oder die Fassung oder seinen onkeligen Tonfall verliert.
Ergebnis: Nichts Unerwartetes entdeckt, Rezept bekommen, weitere Maßnahmen erläutert, Wiedervorstellung in Kürze.

Wie ein Zombie nach vier Stunden die Notfallambulanz verlassen, an den ganzen Menschen auf den Fluren und in den Zimmern vorbei, Richtung Klinikausgang.
Aus dem grauen Schleier des Dauerregens treten triefend der Gatte und das Dackelfräulein hervor. Halluziniere ich noch oder lebe ich schon wieder?
Einzig denkbare Bedürfnisabfolge nun: Breze, Kaffee, Kuchen, Hinlegen.

Fragen Sie bitte nichts nach, und wünschen Sie auch nichts. Ich hab dazu eh keine Antworten.
Es wird schon wieder. Andere haben sowas auch überstanden.

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24 Stunden später. Dienstagmittag.

Die Isarauen versinken zunehmend im Wasser. Ein Wildfluss am Limit. Das Dackelfräulein wundert sich, dass dort, wo sie üblicherweise ihrem Bällchen nachrennt, heute Enten baden und dass dort, wo die Enten sonst baden, ganze Baumstämme in den Fluten treiben.

Die Stadt sperrt erste Wege und Stege. Der Regen läuft einem in den Kragen und in die Schuhe. Schirm bringt nichts wegen krassem Wind.
Trotz aller Garstigkeit hat die Runde aber ein bisschen was Vitalisierendes.

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Am Abend dann eine Ladung Puder ins blasse Gesicht und los zur Praterinsel. Die kleine Mariannenbrücke fast schon auf einer Ebene mit der Wasseroberfläche.

Der DAV feiert 150. Geburtstag, der Gatte trägt dort vor, da hat man versprochen, mit dabei zu sein. Nicht nur so in der Funktion als Spielerfrau, sondern eher in der vertrauten Rolle als Gelegenheitsgroupie. Und aus allgemeinem alpinen Interesse.

Ich hatte mir den ja irgendwie deutlich größer vorgestellt.

Aber holla, ich sag’s Ihnen: an Drahtigkeit ist der schwer zu überbieten. Sehr ausdefiniert, alles (oder wie sagt man da?). Und so ein nettes Bayrisch! Berchtesgadener Land eben. Und überhaupt ein total angenehmer Typ, so im Gespräch und beim gemeinsamen Bier.

Das war’s dann auch schon mit den Gemeinsamkeiten.

Limit ist halt für jeden was anderes & woanders.

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Himmel der Bayern (55): Saisonende.

Hiermit erklären wir die Winterwandersaison für beendet.

Ab morgen steht anderes auf dem Programm und hier reicht’s ja jetzt auch erstmal mit all dem blau-weißen Bildmaterial…

…und den zahllosen Dachshundsilhouetten vor Schneebergen, nicht wahr?

Ein super Winter war das und heut‘ eine grandiose Abschlusstour im Zugspitzland!

Die ideale Bierbankfigur.

Im Schwimmbad liegen seit letzter Woche die ersten Hartgesottenen in Badehose und Bikini draußen auf den Stadiontreppen. Auch das Entenpärchen ist wieder zurück und zieht seine Runden durchs Warm-Freibad, bevorzugt quer zur Schwimmrichtung und die üblichen Grantler regen sich drüber auf.

Alle Zeichen stehen also auf Frühling!

Und auch die Mountainbikesaison scheint bereits begonnen zu haben…

…und selbst wenn man auf 1.400m das Gerät dann elend durch den sulzigen Schnee schieben muss – wurscht! Frühling is‘!

Wir trainieren ebenfalls für die Bikinifigur: Kraxeln durch Lawinenfelder, sinken hie und da mal ein, aber im Großen und Ganzen geht’s recht gut.

Das Wetter ein Traum, die Fernsicht exzellent.

Die ideale Bierbankfigur haben wir jedenfalls schon mal…

… denk‘ ich mir so, als wir da oben in der Sonne sitzen, beim sehr verspäteten Weißwurstfrühstück und Sonnetanken, bevor’s die 700Hm nun wieder talwärts geht.

Himmel der Bayern (54): Es apert!

Die Hauptsache aber ist ja, dass es nicht hapert – und das ist definitiv der Fall da heroben!

Vormittags kommt eine Whatsapp von der ehemaligen Hüttenkollegin: „Hi, Grödeln und Sulzer. Würd mich freu’n!“. Etwas knapp fasst es sich ja schon, das Bergvolk, aber die Botschaft war klar: Der Sulzersteig ist wieder begehbar, zumindest mit Grödeln, die Lawinengefahr vorüber, das Wetter bestens und offenbar freut man sich auf mich.

Und das wiederum freut mich, denn es hätt‘ ja auch anders ausgehen können, nachdem ich ja den Hüttenjob letzten Sommer bereits nach 2,5 Tagen (was hier heroben 34 Arbeitsstunden exkl. Auf- und Abstieg bedeutet) wieder quittiert habe, weil weder ich noch mein Ellenbogen diese körperlich brutal anstrengende Akkordarbeit verkraftet haben (obwohl’s mir stimmungsmäßig und atmosphärisch schon getaugt hätte).

Umso schöner, wenn das Gute überdauert und bleibt. Jetzt gibt’s hier immer noch mindestens eine leichte Weiße aufs Haus und ein Premiumplätzchen am Ofen oder auf der Sonnenterrasse, die erst vor ein paar Tagen von den Schneemassen befreit werden konnte, so dass man da wieder prima sitzen kann mit Zugspitzblick und Sonnenbrandgefahr.

Der Hüttenwirt hat nach diesen Winterwochen Oberarme wie ein Bodybuilder vom Schaufeln und Fräsen und wirkt insgesamt ein bisserl drahtiger als noch im Herbst.

Bergab macht der Sulzersteig spätnachmittags seinem Namen dann alle Ehre und von den Tannen tropft’s hie und da auch schon mächtig runter. Es apert wie wild!

In den Baumwipfeln des Bergwalds werden erste Frühlingslieder geträllert und daheim in München sitzt der Gatte mit offener Jacke im Eiscafé und apfelstrudelt in seiner Mittagspause vor sich hin.

In diesem Sinne beschließen wir die Blogwoche mit einem Lied, das wir immer dann hören, wenn ein kalter, schneereicher Winter sich allmählich dem Ende neigt und der Frühling uns sanft in der Nase zu kitzeln beginnt:

Little darling, it’s been a long cold lonely winter
Little darling, it feels like years since it’s been here
Here comes the sun
Here comes the sun, and I say
It’s all right
Little darling, the smiles returning to the faces
Little darling, it seems like years since it’s been here
Here comes the sun
Here comes the sun, and I say
It’s all right
Little darling, I feel that ice is slowly melting
Little darling, it seems like years since it’s been clear
Here comes the sun
Here comes the sun, and I say
It’s all right

Himmel der Bayern (53): Gschniebn.

Frühmorgendliches Telefonat mit dem Tegernseer Tourismusbüro, um zu erfragen, ob der Wanderweg durchs Söllbachtal oder durchs Zeiselbachtal einigermaßen begehbar ist, wenn man da ohne Tourenski, aber mit Dackel hinauf will.

„Des konn i eana ned sogn wia da Weg ausschaugt seid’s no amoi gschniebn hod“ sagt die Dame am anderen Ende der Leitung. Äh, ja, genau deshalb ruf‘ ich ja an!?

Wurscht. Der Papa erwartet unseren Besuch – so mitteilungsbedürftig ist er zur Zeit, das ist ungewohnt, rührend und derzeit auch noch nicht lästig – und der Hund muss sowieso bewegt werden. Also fahren wir los und schauen halt einfach vor Ort.

Die Forststraße, die das Dackelfräulein Sommers geradezu anödet, findet sie nun, als 50cm breite, in den Schnee getrampelte Laufrinne, total super.

Die Hütte erreichen wir diesmal auch. Sogar der Platz am Kachelofen ist frei, das Fräulein darf dank eigens mitgeschlepptem Handtuch auf der gepolsterten Bank ruhen.

Die übrige Tischgesellschaft ist entzückt und will sofort Wurststücke spenden und erkundigt sich in säuselnder Tonlage beim Hund, wie man denn mit diesen kurzen Beinchen ganz allein da hinaufkommt, wo doch der Schnee so tief und der Weg so steil ist.

Wie ich das so packe, fragt wie immer niemand und manchmal ist das ja auch das Beste so und überhaupt ist so ein Hund bisweilen eine prima Ablenkung von dem ganzen eigenen Befindlichkeitskram und ein beständiger Verortungsappell im Gegenwärtigen sowieso.

Cevedale oder: Neue Horizonte.

Heute die erste einer Handvoll (therapeutisch begleitender) Sitzungen, die zu Beginn dieses neuen Jahres (vielmehr aber zum Beginnen des Beendens eines langgehegten Lebensmusters) äußerst sinnvoll bzw. geradezu notwendig schienen.

Coach und Couch sind vertraut, das Dackelfräulein darf auch mit und rollt sich nach kurzem Begrüßungswälzen auf dem roten Teppich genüsslich auf selbigem ein (Donut-Style) und verschläft dort, selig berieselt von ihr bekannten Stimmen, das Stündchen.

Es geht heute um die „Blutegel“ in meinem Leben.
Nicht etwa um die, nach deren Ansetzen man angeblich schmerz- und entzündungsbefreit wie ein junges Reh durchs Leben springen würde. Sondern um die, deren Biss nichts als weh tut und deren Saugen überhaupt nichts bringt, sondern nur wertvollen Saft abzapft, der dann anderswo fehlt, nämlich im eigenen Energie- und Lebensfluss.

Warum aber – und das ist das eigentlich Spannende dabei – geht man wider besseren Wissens immer wieder in die Sümpfe hinein und holt sich dort einen neuen Blutegel? Und setzt den nutzlosen Sauger wieder an, mit dem ewig gleichen, negativen Resultat? Was soll diese Reinszenierung?

Etwas leer im Kopf verlasse ich die Praxis und spaziere durch die Altstadt Richtung Isar.
Am Isartorplatz fällt mein Blick in das Schaufenster eines großen Sport- und Outdoorladens. Auf einem der Riesenplakate erkenne ich die Birkkarspitze. Drüber zieht ein Adler seine Kreise, drunter steht „Neue Horizonte“.
Sehr ansprechend. Mir fallen sofort meine alten, undichten, abgelaufenen Bergstiefel ein, in denen ich neulich mit eiskalten Zehen durch den Schneesturm den Berg hinunterrutschte und in denen man dem Ruf des Adlers nicht mehr allzu gut folgen könnte.

Ich gehe in den Laden hinein. Paradiesische Ruhe dort, so am späten Vormittag. Die Symmetrie, mit der die Langlaufski an der Wand lehnen, farblich und nach Größe geordnet, eine wahre Augenweide.
Ein netter Verkäufer, dem ich im Unterschied zum IKEA-Katalog das (an sich unpassende) Geduze sofort nachsehe, kümmert sich mit einer Engelsgeduld um die Neueinkleidung meiner Füße, vermisst sie, bemerkt die beiden Spezialzehen und erhält dafür sofort einen Vertrauensvorschuss.
Das Dackelfräulein beobachtet das Geschehen ebenfalls mit ungewöhnlicher Engelsgeduld (gestern noch, mit dem Gatten telefonierend, lang über ihre Unart geschimpft, sich nicht einfach mal ohne Umschweife an einem ihr zugewiesenen, warmen und sicheren Platz ruhig niederlassen zu können – sie muss es gehört und sich zu Herzen genommen haben) und erhält dafür sofort einen Fressensvorschuss.

Die Atmosphäre ist so angenehm, dass sogar Zeit ist, sich mal mit ausführlichen Instruktionen zu Schnürtechniken zu befassen (wahlweise straff am Rist oder an der Ferse oder oben gelockert für den Aufstieg) und schlussendlich staube ich nebenbei auch noch fürs Fräulein einen hilfreichen Bergtipp ab, weil ich – mittlerweile in Plauderlaune – von der Kängurunummer neulich berichte und der Verkäufer dazu eine Idee hat: „Kennst du die Filz- und Lodenmanufaktur in der Rumfordstraße? Der Chef fertigt spezielle Rucksäcke für Jäger, in die der Waldi neipasst, wenn er mal nimmer ko oder derf!“.
Nein, kenn‘ ich nicht. Ist aber der Brüller: Schau’n Sie sich DAS mal an (unter dem Menüpunkt „für den Hund“, ganz links unten) – ja da möchte man sich doch auf der Stelle einen Zweitteckel zulegen, damit die dann im Doppelpack so keck rausgucken aus dem Rucksack (und auch die lässige Hundetragtasche, echt spitze, braucht man nur noch einen Sponsor für die noble Dackelsänfte)!

So macht Einkaufen tatsächlich mal wieder Spaß, was für jemanden wie mich wichtig ist, da ich grundsätzlich nicht gern „shoppe“ oder „bummle“, sondern nur losgehe, wenn ich konkret was brauche und selbst dann dauert’s, bis ich mich zu der Besorgung aufraffen kann.

Der freundliche Verkaufsbursche holt mir vier Paar Bergstiefel in meiner Größe aus dem Lager. Ich turne nacheinander mit allen Modellen über die Fels-Attrappen, die als Teststrecke für den Schuhkauf dienen, steige Treppen hinauf und hinab, marschiere in aller Ruhe durch die gesamte, herrlich leere Bergsportetage.
Die seit 40 Jahren bewährte Marke bewährt sich auch jetzt wieder. Passt wie angegossen.
Sehen sogar fesch aus. Und sind nach dem Monte Cevedale benannt, den man beispielsweise über einen Grat von den Zufallsspitzen aus erreichen kann, was irgendwie leicht/locker und so gar nicht schicksalsträchtig/düster klingt, und die Region stimmt eh.

Eine Dreiviertelstunde später treten meine neuen Stiefel und ich hinaus in die Kälte. Auf der überdimensionierten Tasche, die ich stolz über meine Schulter gehängt habe, prangt ebenfalls der Schriftzug „Neue Horizonte“ (was bin ich nur für ein schlichtes Konsumentengemüt an diesem Montagvormittag nach Termin 1 zum Blutegel-Thema, nach den noch folgenden Terminen werde ich künftig sicherheitshalber mit der U-Bahn zur Isar fahren).

Die scarpe cevedale turchese werden locker drei Birkkarspitzen in Serie packen (was ich gar nicht vorhabe, aber es muss ja noch Luft nach oben sein bei solchen Anschaffungen).
Kein Tiefschnee der Welt wird ihnen etwas anhaben können und auch kein noch so sumpfiges Gelände.
Und mit ihrem „aggressiven Profil“ (Zitat aus dem Verkaufsvortrag) können sie auch jedem Blutegel auf Anhieb den Garaus machen oder der kleine Parasit beißt sich zumindest gscheid seine Zähne aus an der Hard-Shank-Brandsohle (nie gehört, klingt aber wichtig und wie eine Lebensversicherung).

So wie jeder Weg mit dem ersten Schritt beginnt, schreite man neuen Horizonten am besten mit geeignetem Schuhwerk entgegen.