So sollte es sein.

Notiz aus der Blogpause.

Unterwegs im Bierbichler-Country. Der Hammer, dieses Hinterland am Ostufer des Starnberger Sees. Warum ist man da nur so selten?

Wiesenpfade nach des Fräuleins Geschmack, zumal bei 27 Grad, wo jedwede Kühlung willkommen ist. Schönste Kircherl und Friedhöfe. Ein paar Kühe und Bächlein. Beste Aussicht auf See und Berge.

In Oberambach kurz das Hotel besichtigt, das man im Magazinbeitrag zu empfehlen gedenkt. Nette Chefin. Zeigt einem das Gelände und die Remise mit den sechs Zimmern für Urlauber mit Hund. Spendiert einem einen Hugo auf der schattigen Terrasse des Schlossguts, „(…) schreiben’S was Gutes über uns!“. Hätte ich eh, bei der Lage und dem Preis-Leistungs-Verhältnis.

So sollte es sein. Wenn man damit eines Tages mal mehr verdienen würde als den Hungerlohn, den so ein Beitrag einbringt, dann wär’s geradezu perfekt. Ambulare et delectare. Scribere et bibere.

Dann hinunter nach Ambach, wo der Bierbichler Sepp lebt, isst, trinkt und schreibt. Ins Familienlokal mit Biergarten – und eigenem Seezugang. Endlich mal ein Fleckerl in diesem Landkreis, wo der Hund ins Wasser darf. Wo keiner meckert. Dank der hohen Tennisballdichte hier hat Madame auch gleich wieder was zum Spielen gefunden.

Warum eigentlich irgendwohin in Urlaub fahren? Alles da.

Sie hat manchmal wollen den Sonnenschein auf ihren Hut stecken und die Abendröte umarmen.

[Blogbeitragsüberschrift frei nach Adalbert Stifter]

Weil die liebe B., die derzeit in N. auf U. weilt, sich schon latent sorgt, ob wir womöglich im See oder Freibad ertrunken sein könnten, weil es hier derzeit etwas ruhig geworden ist, nun ein kleines Lebenszeichen in Bildern, quasi eine Dokumentation so mancher Stationen oder Aktivitäten der letzten Tage:

Ausflug an den Ammersee: Diesmal Westufer, wieder viele Fotos, vor allem von Fräulein Seehund…

…aber auch von den Sehenswürdigkeiten in Dießen.

Erstes Selfie mit dem neuen Handy: Schön schattig, das kaschiert fast alle Falten.

Begleitung hatten wir auch: Meinen großen Freund S. und seine Kamera, die viel besser ist als meine.

Wanderung von Dießen zur Schatzbergalm: Könnte eine sehr schöne Tour sein, wenn wir nicht auf dem Schatzberg von einer Mückeninvasion heimgesucht worden wären.

Szenen auf dem Tisch: Die König-Ludwig-Desinfektion der Mückenstiche von innen.

Szenen unter dem Tisch: „Warum esst ihr was und ich krieg nur einen doofen Napf voll Wasser?“

Der Sommerhitze trotzen: Erfrischung, und zwar für alle (sagt auch die Abendzeitung – ich check nur nicht, was die Gourmets mit Baden zu tun haben).

Absurd: Die längste Hundewurst der Welt, aus ihrem 60cm x 75cm-Korb gerutscht.

Mein erstes Erfolgserlebnis auf Balkonien (von der blauen Hortensie wollen wir lieber schweigen).

Pfingsten in München: Englischer Garten, große Gassirunde, Rast im Aumeister.

Clever Shoppen: Am Tag nach dem Mega-Unwetter im Münchner Westen in einen Pflanzenmarkt im Münchner Westen fahren und die wegen Topf- und Blattschäden stark reduzierte Ware als Ersatz für so manch misslungenes Balkonprojekt mitnehmen.

Unterschlagen wurden in dieser bunten Auflistung:

  • diverse langweilige Büroarbeiten
  • stundenlange Recherchen für den nächsten Magazinbeitrag
  • einige Akquisitonstätigkeiten
  • Matthias Forenbacher in Endlosschleife hören
  • zeitaufwändiges Einbalsamieren der zehn fetten Mückenstiche nach dem Ausflug mit S.
  • alle weiteren Haushaltstätigkeiten der letzten sechs Tage
  • zwei Läufe im benachbarten Park
  • zwei Schwimmbadbesuche, einer davon mit Kampfeinsatz (Pfingstandrang, Beckenquallen, Randspringer)
  • Kauf und Zubereitung eines sündteuren Bio-Rindersteaks zur Aufrechterhaltung des Ferritinwerts
  • kontemplative Stunden mit Sonne und Weißbier auf der Parkbank vorm Haus
  • Installation eines neuen Handys inkl. Datenübertragung vom alten Handy
  • Reiseplanungen für den Spätsommer samt haarsträubender Mailkommunikation mit etlichen Hotels im Ausland, die sich erdreisten, für einen kleinen Dackel pro Nacht 25€ kassieren zu wollen, was jeweils in keiner Relation zum Zimmerpreis für den Menschen steht
  • extensiver Konsum von Huberbuam-DVDs in den späteren Abendstunden, um den nachfolgenden Träumen ein paar neue Impulse zu geben (leider die 3D-Brille nicht vertragen)

Herzliche Grüße an die Leserschaft & der lieben B. noch eine erholsame Zeit an der Ostsee!
Die Kraulquappe.

Himmel der Bayern (59): Der Dino im Grundwassersee.

Die Uferbereiche des Starnberger Sees sind zwischen dem 15. Mai und dem 15. September für Hunde verboten.

Nicht mal an der Leine dürfen sie dem See zu nahe kommen. Und zwar überall & ausnahmslos. Und das hat nix mit brütenden Wasservögeln zu tun, nein!
Sondern das liegt daran, dass es zu viele Idioten gibt, die ihre Hunde am See nicht vernünftig zu beaufsichtigen oder zu beschäftigen wissen (oder die die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner nicht beseitigen), so dass Badegäste sich gestört fühlen, weil ein triefnasser Hund sich auf ihrem Handtuch räkelt oder sich neben ihrer Picknickbox das Wasser aus dem Fell schüttelt und anschließend nach den Wurstbroten schnappt.
Und es liegt daran, dass es ebenso viele Idioten gibt, die denken, dass ein Hund beim Baden ins Wasser pieselt (völliger Unsinn einerseits und erstaunlich andererseits, dass sich über das tatsächlich munter in den See abgelassene Kleinkindpipi niemand echauffiert).

Es ist wie es ist.

Zumindest bis die diversen Petitionen im Landkreis vielleicht und hoffentlich Wirkung zeigen und Hundebadestrände eingerichtet werden. Bis dahin muss man an ausgesuchte Stellen am Ammersee ausweichen, an dem es deutlich liberaler zugeht – oder an einen der 27 anderen Seen.

Schön und gut, sofern man nicht gerade an einem Artikel übers Fünf-Seen-Land arbeitet, dessen Hauptsee (weil am größten und bekanntesten) nun mal der Starnberger See ist.

Also müssen Zeiten und Orte gewählt werden, wo man trotz der Restriktionen zu seinen Fotos kommt sowie eine Tour zurechtgeschnitzt werden, bei der einem unterwegs der Hund nicht schlapp macht (wegen der Affenhitze).

Zunächst hatte ich große Bedenken, dem Dackelfräulein bei 27 Grad die geplante 12km-Fotoshooting-Runde zuzumuten, obwohl ich den frühen Morgen damit zugebracht hatte, die Route so zu planen, dass sie alle 20 Minuten eine Badegelegenheit bietet und überwiegend auf schattigen Nebenwegen verläuft. Aber ein paar Asphaltstücke lassen sich halt ebenso wenig vermeiden wie einige sonnige Wegabschnitte.

Wider Erwarten war das alles dann gar kein Problem und der gesamte Ausflug ganz nach des Dackelfräuleins Geschmack.

Im Seeshaupter Hinterland gibt es ein paar kleine Seen, für die sich keine Sau interessiert, weil sich alle runter nach Seeshaupt und den Starnberger See orientieren.

Benediktenwandblick vom Seeshaupter Höhenweg.

Ein wunderschöner Höhenweg, den wir ganz für uns allein haben, so dass wir in aller Ruhe das Alpenpanorama genießen oder uns in Hasenkötteln wälzen können, führt uns über Wiesen und durch kleine Waldgebiete schließlich zum Grundwassersee, von dem ich bis heute noch nie gehört hatte.

Eine nette Anwohnerin, die wir ganz unkompliziert kennenlernen, weil das Dackelfräulein unbedingt die Hühner der Anwohnerin kennenlernen möchte, zeigt uns den Trampelpfad zu dem kleinen See.

Auch dort sind wir völlig ungestört. Pippa stürzt sich sofort ins Wasser…

…und kommt stolz wie Oskar wieder aus dem See heraus: mit einem Dino im Schnabel!

Oder ist es Nessie?!? Wurscht, denn…

…es gibt kaum ein größeres Hundeglück als eigene Beute!

Den neuen Gefährten nehmen wir dann natürlich mit und zeigen ihm noch den Garten-, Ur-, Lust-, Gröben-, Frechen- und Starnberger See. Wird auch nicht jeder Dino von sich behaupten können, sieben Seen an einem Tag geseen zu haben!

Jedenfalls ist die Stimmung seit dieser Erbeutung top und die Affenhitze quasi vergessen.

Weiter geht’s in einen neu entdeckten Lieblingsbiergarten…

Achten Sie auf die „Himmel der Bayern“-Schirme!

…in dem alles – vor allem der Rhabarberkuchen! – stimmt, nur die Marke der leichten Weißen nicht…

…aber dafür haben wir nette Gesellschaft.
Der mountainbikende Münchner Goldschmied, mit dem wir uns das Schattenplätzchen teilen und mit dem Pippa sofort Freundschaft schließt, als er sein Schnitzel serviert bekommt, macht noch ein paar richtig kitschige Bilder von uns…

…bevor es dann wieder retour geht, nach Seeshaupt, auf einem schattigen Uferweg, hie und da von kleinen Bächlein durchkreuzt, in denen wir uns die Füße kühlen (und heimlich lassen wir uns sogar in einer winzigen Badebucht nieder und schwimmen ein Stück).

Unterwegs die ganze Zeit über tiefe Dankbarkeit empfindend…

…gesund genug zu sein, dort lustwandeln zu dürfen, sogar mit einem Groschen in der Tasche, der Kuchen & Getränk ermöglicht – und überhaupt ein solches Paradies in gut 30 Minuten ab Haustür erreichen zu können.

Ich möchte meine Heimat nicht verlassen. Niemals.

Sommer in der Stadt.

Genießen Sie einfach den erfrischenden Bilderreigen!

Das Isardackelfräulein in ihrem Element.

Des Münchners Element in der Isar.

3x die Woche ins Freibad…

…und zwischendrin zum Wassertreten an die Isar.

Der private Vorgarten wird langsam für die fünfte Jahreszeit präpariert.

Das Löwenbräuzelt steht schon, nun warten wir noch gespannt auf die Ankunft des Löwen (der, vor dem jedes Münchner Kindl in der Kindheit staunend stand).

Abendidylle am Flauchersteg.

Abendidylle im Flaucherbiergarten.

Flowchart for tourists, expats & other Zuagroaste.

Von der Conwentz-Brücke aus trällern wir gern ein bisschen mit: ‚S is‘ wieder Sommer, Sommer in der Stadt (und danach nahtlos weiter mit Drafi Deutscher und einem Prosit der Gemütlichkeit).

Ich gehöre definitiv nicht zu den Hochsommerhassern, sondern ich liebe diese Hundstage – auch in der Stadt!

Einen schönen Start ins Wochenende wünscht –
Die Kraulquappe.

Himmel der Bayern (41): Blö.

Wochenlang nicht hier gewesen. Unverzeihlich!

Das Schilf zwischenzeitlich meterhoch. Der Biergartenkies erneuert. Das Badevolk im Wasser. Die Bremsen rudelweise unterwegs. Das Biersortiment um zwei Sorten erweitert. Und Werbepostkarten hat sich der Wirt jetzt zugelegt. Ja sowas. Sogar mit Dackel drauf.

Nur der Himmel ist noch, was er immer war, wenn wir hier sind: blö.

So möge er sich erhalten bis wir in wenigen Tagen den Löwenanteil der vielen Renovierungsarbeiten erfolgreich hinter uns haben und an diesem schönen Orte allen Paraskavedekatriaphobikern und Altersringen trotzen werden.

Prosit & ein schönes Wochenende wünscht

Die Kraulquappe.

Himmel der Bayern (37): Saisonbeginn.

Endlich wieder am Seelenort.

Mit Weißbier, See- und Zugspitzblick, kurzes Durchschnaufen vor der nächsten Etappe der Umzugsorganisation.

Das Dackelfräulein munter im Schilf kruschelnd, die jahrelang eingeübten Grenzen vorbildlich wahrend – nach links hin die große Kastanie, rechts rüber das Bächlein – und immer in Sichtweite.

Manchmal wirklich der weltbravste Hund.

Song des Tages (11).

„Some sweet day I’ll make her mine
Pretty flamingo

Then every guy will envy me
Cause paradise is where I’ll be“

Merke: Wenn sich halb München auf der Autobahn, an den Seen und in den Bergen stapelt, bleib in der Stadt und genieß die herrlichen Parkanlagen bei Spaziergang und Einkehr.

Schön war’s im Englischen Garten und im Aumeister!
Sogar mal wieder einen Promi gesehen:

Und sofort das hier im Ohr gehabt:

Geht erst bei 4:59 so richtig los, wobei der Rest der Story auch nett ist. Sehr nett sogar.

Mit den herzlichsten Grüßen an meinen großen Freund S., komm‘ gut rüber in deinen morgigen Geburtstag, bis bald & von Pippa noch eine Pflegeeinheit für dein rechtes Knie 😘

Noch einen geruhsamen Feiertag (zumindest für die bayrischen Leser) wünscht
Die Kraulquappe.

Himmel der Bayern (5): Terra grantica. 

In Bayern haben auch Orte ein Recht auf miese Laune. 

Wem das nicht passt, der hockt sich halt rüber in den Selbstbedienungsbereich.

Gegrantelt werden darf sowieso überall.

Is scho schee, hier dahoam.