Erinnerungen an Orville.

Auf dem frühmorgendlichen Weg zur Blutabnahme eine neue Spezies entdeckt: den urbanen, pandemischen Blauschnabelalbatros (lat.: Diomedea coronara urbana), Vertretern meiner Generation noch als gelbschnabeliger Orville ins Gedächtnis eingebrannt.

 

Die beiden Sätze des Tages: „Wie aus dem Lehrbuch, Ihre Leber, sehr schön!“ und „Was für eine zartwandige Gallenblase!
Trotz leichter Angst wegen des Rollvenenzirkus‘ (die Sprechstundenhilfe blickt auf den abgebundenen, fleißig faust-pumpenden rechten Arm und meint: „Also da sehe ich schon mal gar nichts.“, wenig später fügt sie hinzu: „Und da fühle ich auch gar nichts.“), etwas Schwummrigkeit wegen Morgennüchternheit und einem Blutdruck von 68:47 freut einen das.
Auf Ersteres wird gleich heute Abend mit einer TAP7-Weißen aus dem Hause Schneider angestoßen.

Alles Weitere bleibt abzuwarten (so lange drei Tage Mittenwald auf die Weise machbar waren wie letzte Woche, kann die Lage nicht dramatisch sein, sag ich mir) – wir lenken uns derweil hervorragend mit etwas Vermieterkorrespondenz, der Kammerjägerterminkoordination (Highlight: auch Lolek wird bei dem Termin zugegen sein, wegen der Öffnung von Steckdosen und Schaltern) sowie einer kleinen Ausfahrt anlässlich des heutigen Geburtstages der Hundedames des hübsch Bewimperten ab.

Das Dackelfräulein lernt das Teilen – mit ihrer Rückbank klappt das auch schon.

Nebeneffekte der Pandemie.

Das Dackelfräulein profitiert ja ziemlich davon, dass der Gatte den Großteil des Sommersemesters 2020 homeoffizierend in München verbracht hat.

Back in town.

Die „neue Normalität“ hat auch ein paar Vorteile…

…zum Beispiel können Sie jetzt an einem sonnigen Mittwochnachmittag (sogar mitten in der Ferienzeit) völlig entspannt und ohne den Schweiß oder Atem anderer Gäste auch nur wahrzunehmen, auf der Sonnenterrasse der Neureuth sitzen, wenn Sie erst am späteren Mittag in Gmund losgehen (wochentags leert sich der Wanderparkplatz da bereits wieder).

Bis Sie oben sind, ist der Großteil der Touristen und Tagesausflügler schon wieder auf dem Weg ins Tal und mit all den Abständen zwischen den Biertischen wirkt die Terrasse dann vergleichsweise leer, was man ja von der Neureuth-Hütte schlicht nicht kennt.

Sogar das sonst oft so lästige, weil lange Anstehen fürs Gehopfte entfällt nun, weil die „neue Normalität“ einen Service am Tisch vorsieht, was hier heroben ebenfalls eine immense Verbesserung ist.

Und überhaupt hat man als Einzelperson mit Dackelfräulein an so einem Tisch sitzend nicht mehr das Problem, dass man drauf achten müsste, dass die Tischnachbarn nicht aus Versehen auf den dösenden Hund treten, während man sich das Getränk holt oder zur Toilette geht, weil man ja nur noch mit maximal einem Haushalt bzw. ein paar Kumpels den Tisch teilen muss.

Ebenfalls klasse ist, dass sich der Rekordmeister-Mundschutz spontan umfunktionieren lässt zu einem schicken After-Mountain-Lake-Jump-Suit.

Weil man ja jetzt in jedem Rucksack so ein Fetzchen mitführt, ist der Ad-hoc-Bikini aus zwei Teilen schnell zusammengebastelt, die neidischen Blicke der Uferkiesel sind einem sicher und verfolgen einen, bis man gänzlich ins Wasser eingetaucht ist!

Jetzt noch auf ein Feierabendbier zum Papa in den Garten, dort sitzen, bis die Sonne hinter dem Wallberg versinkt (und der Wetterbericht Recht bekommt) und danach durch die Regennacht zurück nach München.

Song des Tages (55).

Es müsste eigentlich „Song von gestern“ heißen, aber wie klänge das denn?!

Zumal die Musik von gestern ja auch heute wieder mit hoher Wahrscheinlichkeit aus dem CD-Player ertönen wird, wenigstens für zehn Minuten oder wie lange es halt dauert, zum Wertstoffhof zu fahren, den man nun wieder kennzeichenunabhängig an allen Wochentagen aufsuchen darf, falls es mir zuvor gelingt, trotz des kleinen Muskelkaters und einer gewissen Ganzkörpermüdigkeit vom gestrigen Ausfliegen ins sonnige Oberland die paar auszusortierenden Trümmer aus dem Keller hochzuschleppen und in den Kombi zu verfrachten, was eine gute und auch überfällige Sache wäre, die ich nun zweieinhalb Monate lang vermieden habe, weil ja ständig in der Tagespresse zu lesen war, dass gerade coronabedingt ganz München seine Keller ausmistet, was zu regelrechten Staus vor den Entsorgungsstätten führte (absurde Geschichten: manch ein Münchner fuhr schon um 8 Uhr vors Tor und wartete dort schlappe 2 Stunden, um zur Öffnung um 10 Uhr der Erste zu sein, der dann staufrei seinen Sperrmüll abliefert – fast schon bewundernswert, dieser Langmut und diese Disziplin), aller Voraussicht nach dürften die Keller nun leer und die Schlangen wieder kürzer sein, auch unabhängig von dieser Entsorgungsfahrt heute großer Schreibtisch- und Werkeltag in der Wohnung, ideal, denn draußen eher grau, kühl und regnerisch.

Gestern milde Temperaturen, Sonne satt und kein Wölkchen am Bayernhimmel, allein die Fahrt hinaus schon ein solcher Genuss, potenziert noch durch eine der CDs, die ein Freund dieser Tage im weltschönsten, weil dackelsilhouettenselbstbemalten Kuvert geschickt hatte, beim Anhören wieder nah am Wasser gewesen (dem körpereigenen Salzwasser), dann mit Dauergänsehaut über die Autobahn (die A95 ist ja ab Seeshaupt wie das Blättern in einem Hochglanz-Bayern-Bildband, erst recht an so einem Bilderbuchtag), dazu diese unerwartet glasklare Springsteen-Stimme von 1990 (als sein Organ eigentlich noch nicht die Tiefe und Reife hatte, die es in späteren Jahren zunehmend erreichte) und so schöne Versionen mancher Lieblingslieder (allein die Betonung einzelner Worte oder plötzliche Pausen an Stellen, an denen er sonst nie innehält oder einfach mal Klavier spielt statt Gitarre), dass das in Summe fast schwer zu ertragen war und mich bereits in emotional recht aufgeweichter Verfassung den Kochelsee erreichen ließ.

Am Zielort wartete schon der hübsch Bewimperte mit seiner federleichten Gefährtin, allmählich nervt das Umarmungsverbot wirklich kolossal, vor allem wenn man dann noch zugucken darf, wie die beiden Hundefräuleins sich total distanzlos und liebevoll aufeinander stürzen und später, auf einem Vorgipfel aus einem Napf trinken und sich dann erschöpft nebeneinander ins halbschattige Gras kuscheln und ein kleines Nickerchen machen.

Nicht dass ich mit dem hübsch Bewimperten kuscheln müsste, aber ein bisschen mehr Tuchfühlung wäre manchmal schon stimmiger als immer diese zwei Meter breiten Abstände – so viel Platz ist auf manchen Gipfelwiesen ja gar nicht.

Umso näher dafür die Gespräche, die wir führen, und auch schweigend baden wir in Glück an diesem Tag, weil wir uns so freuen, dass wir am Berg ähnliche Steige bevorzugen und dasselbe Tempo haben, und beim Gipfelbier, das der hübsch Bewimperte für uns aus seinem Rucksack holt, erzählt er mir von einem Hundehotel in Tirol und den dortigen Wiedereröffnungsangeboten und fragt, ob wir da nicht mal zusammen hinreisen wollen mit unseren beiden Hundemädels, und ich freu mich über diesen Vorschlag und willige ganz spontan ein, obwohl ich ja sonst übervorsichtig bin, was das Verreisen mit anderen Menschen betrifft, weil ich a) nicht allzu unkompliziert und b) auch nicht allzu kompromissbereit bin beim reisenden Unterwegssein, weshalb das für mich nur mit manchen entspannt machbar ist, denn es soll sich ja niemand meinetwegen verbiegen müssen (und ich bin eh nur schwer verbiegbar, genau das ist ja das Problem).

Die heißgelaufenen Füße anschließend in den See getunkt, zu kalt noch, um drin zu schwimmen, die Bergluft und die Sonne ausgekostet, bis letztere im See versank, anschließend wieder mit einer der „Springsteen, L.A., Shrine Auditorium, 1990“-CDs im Ohr gemütlich heimwärts gefahren, ein so reicher Tag, innen wie außen.

Tiefe Dankbarkeit, große Zufriedenheit, schwere Beine, wohligwarme Badewanne und schließlich Seit‘ an Seit‘ mit dem Dackelfräulein, das sich in ganz ähnlichem Zustand zu befinden schien, ins Reich der Träume verabschiedet.

Als ich die Augen schließe kurz der Gedanke: Wozu eigentlich in Urlaub fahren, wenn ab und an so ein Tag drin ist?

Himmel der Bayern (77): Ruhe vor dem Sturm.

Zamperl vor Zugspitze: Entwurf für das Cover meines nächsten Wanderbüchleins.

Bzw. Ruhe vor dem großen Ansturm.

Denn an sonnigen Wochenenden vor der Ferienzeit oder Hauptsaison schwappt ja aktuell die große Wir-holen-alles-nach-Welle über das schöne Alpenvorland. Allerorten überfüllte Parkplätze, die Hölle los auf den wiedereröffneten Hüttenterrassen, die ersten Gemeinden schicken Hilferufe an die Regierung des Freistaats, weil die Einwohner ja teils kaum noch rauskommen aus ihren Tälern und Ortschaften, wenn überall Blechlawinen die Straßen blockieren und Tagesausflügler und Touristen ameisenartig Wanderwege und Seeufer bevölkern.

Auch der Vatertagsausflug an den Tegernsee bedurfte diesmal einer Detailplanung wie nie zuvor: Bloß nicht in den kilometerlangen Stau vor dem Tegernsser Tal geraten, womit aber bis 13 Uhr in jedem Fall zu rechnen gewesen wäre, was sogleich die Frage aufwarf, wo man denn dann vor dem Besuch des Papas an diesem Feiertag wohl einigermaßen in Ruhe mit dem Dackelfräulein ein Stück in die Höhe würde gehen können, und dies ohne wiederum auf dem Weg dorthin anderswo im Stau zu stehen und auch im Anschluss schnellstmöglich zum Tegernsee zu gelangen…
Wir haben das dann recht brauchbar gelöst: erst spät los, zu einem unbedeutenden Berg im Oberland, dort halbwegs ungestört eine Tour gemacht, anschließend nur 20 Minuten Weiterfahrt zum Tegernsee, spätnachmittags fährt da ja keiner mehr hin, sondern die meisten schon wieder zurück.
Dann Duschen-Essengehen-Terrassesitzen und erst um 22 Uhr heim nach München.

Ein Tag ohne Stau und Kolonne-Laufen und Fremd-Arosolwolken – die wochenlange Arbeit am Wanderführer „Panoramawege durch die Pandemie“ hat sich also in jeder Hinsicht gelohnt (und nun werkeln wir schon eifrig an dessen Nachfolgebändchen „Antizyklische Ausflüge ins Alpenvorland“).

Der Vater am Vatertag: Erstes Draußensitzen in einem Restaurant!

Wie mag das nur erst in den Pfingstferien werden? Und überhaupt in der danach beginnenden drohenden Urlaubssaison?

Kleine Vorausschau gefällig, auf Urlaub in Zeiten der „Postpandemie“?
Dann gucken Sie mal hier: der österreichische Zukunftsforscher Andreas Reiter hat schon erste Szenarien skizziert!

Künftig muss der „urbane Performer“ aus der Weltstadt mit Herz seinen Feierabendtrip ins Herzogliche Bräustüberl zu Tegernsee womöglich mit drei Tagen Vorlauf online reservieren, denn sonst gibt’s weder Parkplatz (bzw. Sitzplatz im Zug) noch Zugang zur Terrasse, geschweige denn eine frisch gezapfte Maß Bier mit einer Bezugsperson oder einem Kumpel.
Und wenn’s regnet – ja mei, Pech gehabt, dann kann man ja immer noch gucken, ob man nicht auf einem der neuen Online-Portale für Freizeitaktivitäten spontan ein Platzerl im Kino oder Theater ergattert. Weil das bei Regenwetter aber bald richtig teuer sein wird, da die Nachfrage nach Indoor-Genüssen in solchen Fällen schlagartig explodieren wird und die Sitzreihen seit der Pandemie nur noch 5 Personen aufnehmen können statt vormals 20, kostet die Kinokarte zwischenzeitlich 30€ (regulär) und drei Stunden vor Filmbeginn an einem Regentag in der Online-Börse auch mal locker um die 60€, je nach Abzockfaktor der jeweiligen Plattform eben. Was sich dann richtig lohnt: die Anschaffung hochwertiger Regenkleidung. Das spart man nämlich ganz fix wieder rein, wenn man an verregneten Abenden im Bräustüberl hockt und dort eine preiswerte Maß zischt anstatt für das Fünffache in einem trockenen, schlecht belüfteten Kinosaal herumzulungern und mit Latexhandschuhen im Popcorn herumzufingern (oder an dem Kumpel im Sessel nebenan).

Wir wollen aber nicht zu sehr schwarzmalen an einem so schönen und überwiegend sonnigen Dienstag im Mai, an dem wir noch voller Freude dem gestrigen Familientag nachspüren: ein so herrlicher, grauer Tag mit überwiegend düsterem Himmel und großer Schauerneigung war das! Das sind die Ausflugstage der Zukunft, liebe Leserinnen und Leser!

Der Gatte nahm sich sofort frei, als er frühmorgens den wolkenverhangenen Himmel sah, denn eins war klar: die Straßen würden leer sein, und der Eibsee am Fuße Ihrer Majestät, der Zugspitze, würde ausnahmsweise nicht nur zum Umrunden, sondern sogar zum Verweilen (!) einladen, weil kaum jemand unterwegs sein würde (und wer je an einem halbwegs sonnigen Tag vor Corona dort war, weiß, dass man am Eibsee nie alleine ist, höchstens an einem kalten Novembermittwoch bei dezenter Novembersonne, und selbst dann hoppeln da noch ein paar knipsende Japaner oder bepelzte Russinnen am Ufer herum, bevor oder nachdem sie „The Top of Germany“ in ihren Turnschühchen oder Stiefelettchen besucht haben und dort oben ganz überrascht waren, weil da ja Schnee liegt).

Szenen mit Seltenheitswert: Leerer Parkplatz vor der Zugspitzbahn.

Ein ideales Ziel war der Eibsee gestern auch deshalb, weil das potthässliche Seehotel mit seiner hundeunfreundlichen, überteuerten Biergartenterrasse noch geschlossen hat, und die übrige Gastronomie rund um diesen traumhaften Bergsee ebenfalls erst zusammen mit dem Hotel und der Zugspitzbahn wieder ihre Pforten öffnet, was wohl bereits Ende dieser Woche der Fall sein dürfte, sofern das Infektionsgeschehen bis dahin stabil bleibt.

Corona-Candys: Einsam. Einsamer. Eibsee.

Traumhafte Tour!
Nur ein paar Tröpfchen abbekommen (Regen, nix Virales), Gugelhupf auch am dritten Tag immer noch saftig und lecker (könnte glatt zur neuen Normalität werden), Thermoskanne nicht im Rucksack ausgelaufen (ein Wunder), das Dackelfräulein total happy (wegen unerwarteter Rudelkomplettheit), und am Schluss kam sogar noch kurz die Sonne zwischen den Wolken durch – was will man mehr?

Heute wieder Alltag.
Dem Vermieter von Loleks Abschlussarbeiten in der Wohnung berichten (seit 6 Tagen sind wir lolek-frei, nach nur 4 Monaten), die Steuererklärung vorbereiten (mit den ach so vertrauten, alljährlichen Widerständen), die morgige Tour mit dem hübsch Bewimperten planen (wir sind nun wieder regelmäßig gemeinsam mit unseren Hundemädels unterwegs), den Haushalt auf Vordermann bringen (freie Bahn, da der Gatte erneut an seinen Dienstort reisen musste), die demnächst anstehende Geburtstagssause organisieren (ein anderer Hausstand – und zwar nicht nur Kumpels! – kommt anlässlich meines Alterns zu Besuch, das wird also die fett krasse Party, so zu viert und wir alle maskiert in einem Schlafgemach), die Staubläuse im Bad einsprühen (ich sag Ihnen aber nicht, womit) – und lauter so Sachen eben.

Nebenbei: es sind gar keine Staubläuse. Mit Brille und Stirnlampe betrachtet konnte nämlich dieser Tage festgestellt werden, dass ihnen zum wahren Staublaussein die kleinen Fühler und die muntere Sprunghaftigkeit fehlen. Um wen es sich nun stattdessen bei dem Viecherltrupp in unserem neu verfliesten Bad handelt, ist jetzt leider wieder völlig unklar.
Ich halte Sie natürlich in unregelmäßigen Abständen weiterhin auf dem Lausenden Laufenden, was das Krabbeln auf den Kacheln angeht.

Beizeiten dann noch ein Bericht über etwas, das mich in den letzten Tagen weitaus mehr beschäftigt hat als antizyklische Ausflüge, simulierende Staubläuse und helle Aufregung über die Bekanntgabe des Wiedereröffnungstermins für die bayerischen Schwimmbäder.

Bis dahin wünsche ich Ihnen eine erfreuliche Woche & ein geschicktes Händchen bei der Urlaubsplanung oder weiterhin entspanntes Daheimbleiben!

Wussten Sie’s schon?

Bill Gates hat das Wetter bereits vollständig unter Kontrolle!!!

Um 15 Uhr hätte ja die nächste große Corona-Demo hier vor der Haustür stattfinden sollen.
Seit frühmorgens hat der Veranstalter (eine mir bis vor Kurzem völlig unbekannte Partei, deren Namen ich lieber erst gar nicht nenne, damit das niemand googelt, lohnt eh nicht) fleißig gewerkelt, um das Gehege auf der Wiesn aufzubauen, in das die 1.000 genehmigten Teilnehmer sich gegen Mittag begeben durften.

Um 15 Uhr hätte es losgehen sollen mit dem „Ich lass mir doch keinen Chip via Vakzine in meinen Körper reinjagen!“-Zeugs, untermalt von ein bisschen „Let the sunshine in“-Gesinge, Buh-Rufen und diversen sportlichen Einlagen (wir berichteten hier).

Und was passiert? Bill Gates, diese nach Reichtum und Weltherrschaft gierende Ratte, schickt Orkanböen nach München!

Gegen 14:15 Uhr rupft der Wind schon recht heftig an den rot-weißen Absperrbändern, um 14:30 Uhr droht die Rednerbühne abzuheben, ab 14:45 Uhr kommt ein solcher Regenguss, dass man sie alle nur noch davonrennen sieht.
Mit ihren Schildern, auf denen der schwarze Edding schon zerronnen ist, sausen sie zur U-Bahn, zu ihren Autos oder Fahrrädern – jedenfalls davon.

Um 14:50 Uhr nur noch ca. 50 Hardcore-Demonstrierer auf dem Gelände, auch die Polizei harrt noch tapfer aus rund um die Theresienwiese.
Fünf Minuten drauf dann per Lautsprecher die Absage des ganzen Spektakels, denn „Sicherheit geht vor“, Wind und Regen sind einfach zu heftig.

Das kann ja wohl alles kein Zufall mehr sein!

Quelle: Abendzeitung München.

Und noch nicht genug der „Zufälle“: Pünktlich um 15:20 Uhr hört es doch glatt wieder auf so krass zu stürmen. Und zwar komplett! Aber da sind sie alle schon weg, schließlich möchte man sich ja in Zeiten wie diesen nicht verkühlen, nur für den Fall, dass das doch kein Fake ist, dieses Virus.
Man kann ja von Bill Gates halten, was man will, aber DAS war wirklich Maßarbeit. Beängstigend, nicht wahr?

Ich würde meine Beobachtungen und Gedanken dazu gern noch weiter ausführen, muss an dieser Stelle aber leider jäh einen Punkt machen. Es ist 16:03 Uhr, das Dackelfräulein jammert seit 3 Minuten unter dem Schreibtisch und tritt mir alle zwei Sekunden auf einen meiner Füße. Um 16 Uhr bekommt sie üblicherweise ihr Zweit-Fressi, und sie hat nichts für Verspätungen übrig und macht sich daher grundsätzlich schon ab 15:58 Uhr bemerkbar. Länger als fünf Minuten ertrage ich diesen Terror nicht, also vielleicht ein andermal wieder mehr zu obigem Thema (vielleicht schon nächsten Samstag?).

Und fragen Sie mich jetzt bitte nicht, woher dieser Hund weiß, dass es 16 Uhr ist.
Ich habe keine Ahnung!

Die Welt ist voller Rätsel und Phänomene, die einen nur so mit den Ohren schlackern lassen.

Herzblut.

September 2019. Gotland. Viel Zeit, Sonne und Ruhe. Erinnerungen an eine wunderbare Reise mit meiner kleinen Gefährtin.

Na endlich!
Auftrag erledigt. Die vermutlich letzte der Reisereportagen pünktlich abgegeben. Wieder ein Kapitel, einen Lebensabschnitt abgeschlossen, zumindest fühlt sich’s so an. Vielleicht auch nur, weil’s eine so schwere Geburt war? Es wird sich rausstellen.

Dabei immer der Gedanke: Wenn das dein letztes Werk aus der Sparte ist, dann muss es besondere Würde haben. Werk? Würde? Oh Gott, was für eine Anmaßung und Übertreibung (oder Ausflucht, um den eigenen Perfektionismus von der Leine zu lassen?). Kein Wunder, dass es sich auf diese Weise beschwerlich gebar!

Alles Schall und Rauch, speziell jetzt, weil derzeit ja sowieso niemand ernsthaft Reisepläne schmiedet. Wohin auch? Und erst recht nicht nach Schweden, oder doch?

Mancher Bestandteil des erforderlichen Vokabulars mittlerweile nah am Brechreiz (Idylle, Urlaubsglück, Erkunden, Einladen, Verweilen, Genießen – bäh! – manchmal juckt’s mich glatt, eine monströse Seele in so einen Text hineinbaumeln zu lassen, wobei die Ironie womöglich nicht mal auffiele, weil das absurde Baumelnlassen derselben in den vermeintlich „schönsten Wochen des Jahres“ ja tatsächlich eine so große Hoffnung, ein Lichtblick von so vielen ist, denen ihr trister Alltag und das tägliche Einerlei so vergällt ist, dass sie einzig die Flucht daraus heiß ersehnen und ansonsten längst zu träumen und zu gestalten aufgehört haben).
Die meisten Worte und Sätze werden dem, was man einst fühlte, sah und erlebte eh nicht mehr gerecht, und daher geht’s bestenfalls als Annäherung durch, das, was da letztlich niedergeschrieben steht, aber der Redakteur ist zufrieden, sehr sogar, und die paar Leser werden es schon auch sein.

Und ich? Was bin ich?
Leer. Ausgewrungen. Ausgezuzelt (wie man hier sagt). Blankgeschrieben. Wortwund.

Und doch: es hat auch was gehabt, dieses Sich-Durchquälen durch Strukturfetzen und Erinnerungsmosaike und dieses Wortefinden und -winden, bis sie sich wundgescheuert haben, um einen Platz zu finden, an den sie gehören oder an dem sie sich zumindest gut anhören.

Da steckt ja Herzblut drin!, so äußert sich jemand dann anschließend über den eigenen Text. Aha!, denke ich, und erwäge für einen Moment, mich zu freuen, aber es bleibt zu fraglich, welcher Art das Blut ist, das da drinsteckt, denn vieles, was ich hätte schreiben wollen oder können, blieb unbeschreiblich oder für die Zielgruppe so gänzlich ungeeignet, also kann es gut sein, dass es nichts als nur schnödes Fingerkuppenblut vom vielen Tippen und Am-Kopf-Kratzen war, und dass das Herz bestenfalls organimmanent blutete, weil es eben nicht ungehindert und frei nach außen fließen durfte, dieses wunderbare Herzblut.

(An dieser Stelle nochmals ein Dankeschön an Blog- und Bruce-Kollegin Anna aus Göteborg, die mir ein paarmal mit wertvollem schwedischen Input behilflich war beim Schreiben!)

Himmel der Bayern (76): Die Geierwaldi und ich.

…und im Traum sprach der bemooste Baum zu ihr:

Sobald dich morgens der Dackelbleschl im Ohr die Sonne im Gesicht kitzelt, springst du aus dem Bett, bewegst dich mit der Kaffeetasse an den Schreibtisch, arbeitest dort bis zur Mittagszeit, setzt danach dein Hündchen und deinen Pandemie-Popo ins Auto, fährst in die Berge und gönnst euch einen Nachmittag voller Sonne und Bewegung und guter Aussichten, fern der bellizistischen Sprachdeformationen in den Medien und fern der Texte, an denen du selbst gerade herumwürgst – das wird dir den Kopf wieder freipusten!“

*****

Erste Maiwoche in Bayern.

Die Ausgangsbeschränkungen wurden aufgehoben und durch eine neue Variante der Kontaktbeschränkungen ersetzt. Das erschwert sogleich die Arbeit an meinem akutellen (Neben-)Projekt, dem Wanderführer „Panoramaschleichwege durch die Pandemie“ (wir berichteten HIER und auch DORT).

Denn: es wandern und bergsporteln jetzt wieder alle. Es herrscht nämlich Nachholbedarf. Sehr großer Nachholbedarf. Die Wanderparkplätze sind voll. Sehr voll. Und das sogar mitten unter der Woche.
Das bedeutet: die Zielkoordinaten für weitgehend kontaktlose Bergausflüge müssen erneut gründlich angepasst werden.

Weil die Tour erst um 14 Uhr beginnt (bis der halbe Arbeitstag absolviert und die Anfahrt erfolgt ist), daher nicht zu weit/hoch/lang.

Wir parken auf einem coronaleeren Schwimmbadparkplatz ( 😦  ) und schleichen uns über einsame Frühlingswiesenpfade bis zum Einstiegspunkt in den Wanderweg…

… Fräulein Pippa immer glücklich voraus, weil sie von der Tourleitung genau die Wege serviert bekommt, die sie liebt: dackelbreite, halbschattige Trampelpfade, katzen- und fliegenfrei, links das Bächlein, rechts die Kuhfladen – ja, so muss es sein, das Hundeleben!

Wir begegnen auf dem Bergsteig niemandem, machen auf einer friedlichen Waldlichtung Brotzeit, und ich bilde mir ein, am Rande dieser Lichtung jene Stelle wiederzuerkennen, an der vor einer gefühlten Ewigkeit der Kanadier, der mich während meiner damaligen Sommerferienarbeitswochen hier im Ort besuchte (was für sich genommen ja bereits der Höhepunkt des Sommers war, weil dieser Kanadier aus dem Isartal nämlich nicht nur eine Gitarre und ein Motorrad besaß, sondern auch noch aussah wie einer, der Gitarrespielen und Motorradfahren kann – und es auch tatsächlich konnte, Freundin H. aus der Schweiz wird es noch wissen und beim lesenden Erinnern, so sie denn trotz Homeoffice und ihrer Jungs dazukommt, ein schmachtendes Stöhnen von sich geben) und mich an einem verregneten Nachmittag überredete, auf genau diesen Berg zu steigen, was nicht gelang, weil es regnete und weil ich damals noch dermaßen aus Zucker war, was sich aber als strategisch äußerst sinnvoll erwies, da der Kanadier sodann zu meinem Schutz vor den Unbilden des Lenggrieser Landregens ein kleines Zelt aus seinem Rucksack kramte und es am Waldrand aufschlug und – jetzt halten Sie sich fest! – mir im Inneren dieser kleinen, dunkelgrünen Polyesterburg ein Yes-Torty kredenzte (ich hoffe schwer, Sie erinnern sich noch an diesen legendären Werbespot?), also nicht, dass mir die labbersüßen, luftigen Dinger je wirklich geschmeckt hätten, es ging da mehr so ums (sagen wir mal:) Atmosphärische und das hätte besser nicht sein können, nur eine Ukulele hätte er noch mitnehmen können, denke ich nun, Jahrzehnte später, die hätte locker noch in seinen Rucksack gepasst, aber auch nichts dran geändert, dass wir nach dem Törtchenverzehr triefnass wieder unten in der Jugendherberge ankamen, weil das blöde Zelt nämlich (anders als in der Werbung) undicht war, und der Hammer-Tag dann leider im Keller an der Tischtennisplatte endete (weil wieder mal irgendein Depp den Ballauswurfhebel am Kicker verkeilt hatte, => kein Ball = kein Kickern), und das auch noch mit diesem unerträglichen Rundlauf, bei dem ich erst recht nie einen Ball erwischte, und wie der Besuch des Kanadiers dann zu Ende ging, das habe ich komplett vergessen, meine Erinnerung hat sich irgendwo in diesem unseligen, zerrupften Jugendherbergskellertischtennisplattennetz verfangen und verheddert.

Wo waren wir noch gleich stehen- bzw. sitzengeblieben?
Ach ja, auf einem Baumstumpf auf der Waldlichtung an der Nordwestflanke des Geiersteins, auf der das Dackelfräulein und ich gestern Nachmittag einen Imbiss einnahmen.

Und es war klug, sich dort ordentlich zu stärken, denn im Anschluss stellte sich bald heraus, dass der Maßstab der topografischen Wanderkarte für eine Tourplanung ohne Brille dann wohl doch etwas zu klein war.

Was nach Rundtour über den Geiersteingipfel aussah, war zwar auch eine Rundtour, aber die winzige Kletterpassage war in echt nicht ganz so winzig, und fast wäre ich umgekehrt als wir da plötzlich vor einer Felspassage standen, an der der weitere Weg nicht mehr erkennbar war, außer, er würde direkt und recht weglos über diese Gesteinsbrocken verlaufen, die sich vor uns auftürmten, was aber nicht zu hoffen und zudem eben uneindeutig war.

Karte raus, Rucksack runter, Hund angeleint. Brille aufgesetzt und in die Karte geguckt. Doch, da gibt es einen Weg!
Karte wieder eingepackt, Stöcke an den Rucksack geschnallt, Hund samt Rucksack an einer Wurzel festgebunden. „Sitz und bleib!“ und „Ich komm gleich wieder!“.

Nun erstmal alleine gucken gegangen, d.h. einmal über diese unwegsame Passage geklettert, um zu sehen, ob ich da auch mit Hund rüberkäme. Ja, das würde schon klappen, aber nur ohne Rucksack, weil eine Hand am Fels und die andere am Dackel, das reicht an Konzentrations- und Balanceübung völlig, da kann ich nicht noch ein Glumpp am Rücken brauchen, das mich womöglich nach hinten zieht oder sich irgendwo verhakt.

Schlussendlich dieses Stück dreimal gegangen, 1x zur Erkundung, 1x mit Pippa auf dem Arm und 1x um den Rucksack zu holen.
Wenn ich nicht genau wüsste, dass es Außenstehende langweilt, würde ich über diese Momente mit Hund glatt ein eigenes Büchlein schreiben!
Das ist nämlich der Wahnsinn, wie man da all die Beziehungsjahre und all das, was man in ihnen an Bindung, Vertrauen und Verständigung aufgebaut und erreicht hat, so intensiv spürt! Wie der Hund das weiß, was in solchen Momenten „dran“ ist (totales Vertrauen, totale Folgsamkeit, totale Ruhe), und was man als Mensch für eine Kraft entwickelt, um die kleine Seilschaft sicher über so eine Stelle zu geleiten!

Nach diesem Abenteuer sind es nur noch wenige, felsige Minuten bis zum Gipfel. Spitzenmäßige Aussicht von dort oben, obwohl nur knapp 1.500m hoch, im Osten die Tegernseer Berge und das Mangfallgebirge, im Süden das Karwendel, weiter westlich Wetterstein und Zugspitze und 800 Meter unter uns funkelt die Isar in ihrem Flussbett und zieht ihre Schleifen durch das saftiggrüne Lieblingstal.

Ich küsse das Dackelfräulein auf ihre schwarzglänzende Nase und sage ihr, was für eine unglaublich geländeclevere, mutige und großartige kleine Gefährtin sie doch ist und gebe ihr ein Viertel von meinem Käsebrot ab, woraufhin sie mir sagt, dass sie mich ebenfalls liebt, aber es ruhig die Hälfte des Käsebrotes hätte sein dürfen, weil das dieser extrem großen Sache zwischen uns angemessener gewesen wäre als dieser knausrige Happen.

Ein weiterer Mensch kommt von der anderen Bergseite zu uns hinaufgestiegen, ein kurzes Gespräch ergibt, dass auch er den Plan verfolgte, die beliebteren Ziele der Region zu meiden und es bestätigt desweiteren meine Befürchtung Annahme, dass auch der Abstieg nochmal mit ähnlichen Herausforderungen gewürzt sein würde wie der Anstieg, aber das kann uns jetzt auch nicht mehr erschüttern.

Denn es ist ein guter Tag und wir sind in guter Verfassung.

Beim Hinabsteigen fällt mir einer der Filme ein, die der heimische Serienbeauftragte mir eines Abends während der ersten Corona-Wochen angedeihen ließ: „Nordwand“ (aber auch „Gott des Gemetzels“ und „Shining“ waren durchaus pandemiepassend, vor allem nach „Shining“ wusste man endlich mal, wieso man so schlecht schlief und so mies träumte). Wirklich der krasseste Bergfilm, den ich je gesehen habe und der mich darin bestärkte, auch fortan mit meinen Mikroabenteuern vollauf zufrieden zu sein und vermeintlich verpassten Chancen im Alpinsport keine Träne mehr nachzuweinen.

Unterwegs noch eine kleine Rast auf einer Bank, für eher schwindelfreie Spaziergänger, und unten im Tal angekommen dann fürs Fräulein noch ein Sprung ins kühle Nass des Schlossweihers.

Am Ufer einen Hundegassigänger nach dem schönsten Weg zum Schwimmbadparkplatz gefragt. Der Einheimische entpuppt sich als jemand, mit dem ich damals, in der Zeit jener Yes-Torty-Sommer und Ferienarbeitswochen, also vor rund 30 Jahren, stets unter einem Dach wohnte, weil er der Sohn der hiesigen Herbergseltern war.
Wir tauschen im Schnelldurchlauf die Eckdaten von drei Jahrzehnten aus (Ehen, Kinder, Ausbildungen, Berufe, Eltern, Hunde, Krankheiten, Wohnorte), er lässt den Papa grüßen, ich seine Mutter. Zum Abschied ruft R. mir noch zu, dass wir uns ja in 30 Jahren wieder mal hier am Schlossweiher mit unseren Hunden über den Weg laufen könnten.

Die Welt ist so klein.
Und je älter ich werde, desto mehr wächst das Bedürfnis, sie mir in gewisser Hinsicht auch so klein und überschaubar zu (er)halten, und es stimmt mich überaus froh und zuversichtlich, dass mir das meist auch gut gelingt, denn ich brauch‘ ja nicht viel zu meinem Glück und über die Jahre wird sogar das noch immer weniger (nicht das Glück, sondern die nötigen Zutaten dafür).

Jetzt nochmal 4 Tage Arbeitsklausur – und dann schauen wir mal, wo wir als nächstes unser Glück finden!

In vier Schritten zum perfekten „Homeoffice“.

Schritt 1: Suchen Sie sich in Ihrer Wohnung einen angenehm ruhigen und aufgeräumten Ort aus, der sich gut zum Denken und Arbeiten eignet und Ihrer Tätigkeit auch unter ergonomischen Gesichtspunkten dienlich ist.

Schritt 2: Gestalten Sie sich Ihren Arbeitsplatz so, dass Sie es dort bequem haben und bis zur Mittagspause nicht mehr aufstehen müssen können wollen.

Schritt 3: Platzieren Sie nun Ihre Arbeitsutensilien. Seien Sie dabei achtsam und spüren Sie genau hin, ob alles harmoniert und atmosphärisch stimmig ist. Sie sollen sich ja schließlich gern an Ihrem Arbeitsplatz aufhalten.

Schritt 4: Wenn sich für alles die passende Position und Betriebstemperatur gefunden hat, beginnen Sie mit der Arbeit. Lassen Sie sich in Denkpausen nicht von den plötzlich erscheinenden Fotos auf Ihrem Bildschirmschoner ablenken und ignorieren Sie auch die Hüftstarre, die sich nach ungefähr zwei Stunden unweigerlich einstellt. Genießen Sie stattdessen die wohlige Beheizung Ihrer Innenmenisken und Waden sowie das sanfte Beben Ihrer Laptoptastatur, das davon kündet, dass soeben in einem maximal weit von Ihrem Arbeitsplatz entfernten Sektor der Wohnung vom Briefträger ein Bußgeldbescheid und eine Südtirol-Wanderurlaub-Werbung eingeworfen wurden.