Regentage.

Regen konnte man das eigentlich gar nicht mehr nennen, was da ab Dienstagnachmittag über unsere Stadt hereinbrach.

Als ich abends mit meinem großen Freund S. telefonierte, mussten wir uns fast anschreien, um einander verstehen zu können, so laut hämmerten die Wassermassen gegen die Fenster. Die Straßen nachts völlig überflutet, das Dackelfräulein angewidert und beherzt mit großen Sätzen von Grünstreifen zu Grünstreifen springend.

Am nächsten Morgen dieselbe Lage, nur der Starkregen hatte sich zu Normalregen gewandelt, immerhin.
Ich sah aus dem Fenster und wusste: das ist einer dieser Tage, an denen der Hund 3x abgeduscht werden muss und 2 Pfotenhandtücher in der Wäsche landen und überhaupt alles ziemlich nass und ungemütlich werden wird und der Gatte natürlich in Frankfurt sitzt, wo es nicht halb so doll regnet wie hier.

An solchen Tagen (allein mit Hund) fasst man entweder gleich frühmorgens den Beschluss, sofort das Stimmungsruder herumzureißen und sich nicht vom Weltuntergangswetter anfressen zu lassen – oder man ist verloren und geht unter in den Fluten der grauen Asphaltflächen und der verschlammten Isarauen (gen Süden braucht man auch nicht fliehen, da sind ganze Ortsdurchfahrten wegen der Wassermassen gesperrt).

Ich fasste also den Beschluss, es würde ein guter Tag werden und raffte mich als Allererstes zu einer kleinen beruflichen Weichenstellung auf, die mir etwas im Magen lag und notierte dann beim Morgenkaffee etliche mistwettergeeignete Punkte auf meine Erledigungsliste, um die ich mich schon länger herumdrückte.

Zum Beispiel jenen, dem Gatten bis WM-Anpfiff hier daheim das Fernsehen zu ermöglichen. Nein, nein, das ist nicht trivial und in 5 Minuten erledigt, wo denken Sie hin? Dafür muss man heutzutage nicht mehr bloß einen Stecker in die Steckdose drücken und ein Antennenkabel in die Buchse schieben. Erst recht nicht als Vodafone-Kunde, der im Rahmen seines DSL-Anschlusses überraschend zu IP-TV verdonnert wurde. Da hocken Sie erstmal vor einem Karton (Receiver) und einem Papierberg (Bedienungsanleitung, Installationsanleitung, mehrseitige Schreiben von Vodafone mit allen möglichen 32-stelligen Codes, die man an allen unmöglichen Stellen im Installationsprozess eingeben muss), packt aus, liest, studiert, schüttelt den Kopf, googelt, um zu verstehen, versteht irgendwann so halberlei und wurschtelt am Fußboden sitzend mit all den Geräten und Kabeln und Zetteln herum. Und natürlich ist das LAN-Kabel nicht lang genug, so dass man den WLAN-Repeater umstöpselt und es damit probiert, was dann dank des LAN-Ports, den der Repeater hat, auch funktioniert, aber halt nur so, dass man im Wohnzimmer über etliche kreuz und quer gespannte Kabel hüpfen müsste, bis man mal auf der Couch säße. Kann man dem Gatten nicht zumuten, nicht eine ganze WM lang, wo er die doch auch aus beruflichen Gründen gucken muss, wie ich aus der Zeitung erfuhr.

Also das Mittagsgassi kurzerhand zu Saturn verlegt, um einen Powerline-Adapter zu besorgen. Zu Saturn können wir nun zu Fuß laufen, weil wir hier ja eine Spitzen-Infrastruktur rundum haben und nicht mehr für jeden Mist ins Auto steigen müssen, so wie damals in Suburbia. Wir queren im strömenden Regen die Theresienwiese und staunen nicht schlecht: zum einen haben sich dort so große Pfützen gebildet, dass Enten munter darin ihre Runden schwimmen und zum anderen haben sie am nördlichen Ende der Wiesn binnen zwei Tagen (die wir da nicht so genau hingeguckt haben) ein Zeltdorf für die Afrika-Tage errichtet (möge das Oktoberfest doch ähnlich fix auf- und abgebaut sein).

Das Dackelfräulein findet es prima bei Saturn. Untere Regalfächer mit kleinen Kisten drin hatten es ihr schon immer angetan: die purzeln so lustig aus dem Regal, wenn man sie mit der Nase anstupst und dann kann man sie im Flur herumkicken bis sie unter die Regale kullern! Binnen weniger Minuten hatte sie ihr Publikum gefunden und fünf Saturn-Mitarbeiter rissen sich erst darum, mit dem kleinen Hund Powerline-Adapter-Boxen in den Gängen hin und her zu schießen und warfen sich schließlich alle auf den Boden, um das Dackelchen zu streicheln (man warnt dann: „Vorsicht, sie hat ganz dreckige Pfoten und der Bauch trieft entsetzlich!“, aber das juckt keinen, trotz Arbeitskleidung, die ja noch ein paar Stunden kundentauglich getragen werden muss) und schlussendlich in einer Gemeinschaftsaktion die Kisterln wieder unter den Regalen hervorzuangeln und in die Fächer zurückzustellen (Teambuilding, vom Kunden gesponsert). Leider war daher erstmal kein Kundenberater mehr frei, der mich zum Powerline-Adapter-Kauf hätte beraten können, es ist immer derselbe Graus in diesen Geschäften, man muss sich allein durchschlagen durch den Produktdschungel.

Daheim angekommen beseitigen wir alle Wetterspuren an Mensch und Hund – und weiter geht’s auf dem Wohnzimmerboden, mit neuen Schachteln und Zetteln, so lange, bis alles läuft. Die WM kann kommen!

Zur Rekreation turne ich danach ausgiebig zwischen Fensterbänken und dem Schreibtisch herum, um endlich Maß zu nehmen für die Verdunkelungsjalousien, die der Gatte braucht, um endlich ohne Schlafbrille (wobei ihm die gut steht, finde ich, sie hat so was zorromäßiges!) nächtigen zu können (sein Zimmer ist das einzige ohne Rolladen und von Vorhängen und dergleichen können wir frühestens im Herbst zu träumen wagen).
Und wieder ein Haken auf der Liste – die Dinger sind eine gute Stunde später bestellt und werden nächste Woche etwa gleichzeitig mit dem Handwerksfreund hier eintreffen (es geht nichts über gute Koordination).

Ich gönne mir zur Belohnung eine warme Mahlzeit und stöbere beim Essen in anderen Blogs. Und entdecke die druckfrische Rezension über das Kiefer-Konzert vom vergangenen Wochenende meiner Konzertfreundin Sori. Ja super! Endlich hat mal jemand kenntnisreich etwas über die musikalischen Aspekte geschrieben und den Abend nicht nur aus Groupie-Sicht beleuchtet! Die Lektüre weckt in mir sogleich mehr Appetit auf Musik als auf meine Linguine mit Spargel, muss ich feststellen.
Beim Abwasch denke ich dann: Warum nicht einfach mal wieder ganz spontan sein und genau diesem Appetit (oder Hunger?) folgen, so wie man das früher gemacht hat, als man noch jung und frisch war und sich einbildete, die Welt (oder das Leben?) böte täglich 1000 tolle Chancen (und gehöre einem), und man müsse nur zugreifen?

Eine halbe Stunde später sitzen das Dackelfräulein und ich im Auto und brettern in einer Stunde und sechsundzwanzig Minuten in die Nürnberger Südstadt.
Die Musikkneipe heißt HIRSCH, sieht aber eher nach Wildschwein aus, davor eine lange Schlange, trotzdem ist das mit dem Ticket schnell geregelt, so dass noch Zeit für ein lauschiges Gassi (in Nürnberg: null Regen!) im Industriegebiet bleibt. Das Auto wird nochmal umgeparkt, so dass es besonders ruhig und geschützt steht, damit die Hundedame ungestört schlafen kann. Zeitlich ist es plötzlich doch etwas knapp geworden (falls Sie es noch nicht wissen: Hunde spüren, wenn ihre Menschen nur darauf warten, dass sie ihre Geschäfte verrichten und ihnen dann Alleinsein und Warten droht, da können Sie dann ein 3x längeres Gassi als sonst einplanen, bis alles erledigt ist und Sie gehen dürfen!), ich renne zum HIRSCH rüber, die Schlange ist längst weg, von drinnen hört man schon die Musik wummern, verdammt!

Vor lauter Eile irre ich mich im Eingang, drücke irgendeine Klinke herunter und stehe in einem Vorraum, in dem kein Kartenabreißer und auch sonst niemand steht, sehe eine weitere Tür, öffne sie und schlüpfe eilig hindurch – und gerate direkt hinter die Bühne, wo mich ein Roadie (und zwar der langhaarige Gitarren-Tausch-Buddy) vom Kiefer abfängt und mich auf Englisch drauf hinweist, dass ich hier falsch sei. Ja sowas. Ich antworte, dass ich keine Zeit mehr für Umwege hätte, weil doch das Konzert gerade begonnen habe (die Band spielte just den Opener! – ja Herrgott nochmal, da kann man doch nicht mehr irgendwelche Eingänge suchen!) und dann klopft der Typ mir auf die Schulter, sagt „allright“ und „come along with me“ und geleitet mich durch den Backstage-Bereich bis zu einem Filzvorhang, den er beiseiteschiebt. Dahinter steht ein Security-Walross mit schwitzigem Gesicht und wildem Bart, an den übergibt er mich mit den Worten „she’s allowed to stay there“ – und so darf ich für die nächsten anderthalb Stunden direkt neben der Bühne verweilen, zwischen dem Verstärker und den Spitzen der Cowboystiefel des Gitarristen.

Front-of-stage-Platz für die Kraulquappe 🙂

Das Security-Walross denkt offenbar, ich sei irgendeine Art VIP und bietet mir höflich aus seinem Getränkevorrat (der auch jener ist, mit dem die Band versorgt wird) wahlweise Wasser, Bier oder Whiskey an (@Gatte in FFM: natürlich nahm ich das Wasser, ich musste schließlich noch heimfahren!).
Der Gitarrist nickt mir freundlich zu, auch der Kiefer guckt herüber und wenn ich nicht schon seit Nürnberg-Langwasser so nötig aufs Klo müsste, würde ich vor sofort Glück platzen (aber so ist es eher die Blase, die kurz vorm Platzen steht). Ich wende mich an den Bärtigen und schildere mein Problem: dass ich ja zu gern ein Wasserfläschchen nähme, aber dringend zuvor eine Toilette aufsuchen müsse, und der Koloss nickt stumm, führt mich durch den Filzvorhang rüber zur Umkleide, zeigt auf eine Tür und knorzt auf Fränkisch, er müsse zurück und würde sich drauf verlassen, dass ich sofort wiederkäme, weil er hier eigentlich niemanden reinlassen dürfe. Ich verkneife es mir also brav, in der Umkleide nach den Zivilklamotten vom Kiefer zu fahnden und beeile mich.
Danach ist alles super: das kühle Getränk, das leichtere Körpergefühl, der grandiose Logenplatz, die tolle Sicht, der Kiefer, der den proppenvollen HIRSCHen rockt.

90 Minuten lang halte ich mich für einen seltenen Glückspilz. Mr. Sutherland springt auf den Sockel des Verstärkers, der vor meiner Nase steht, man könnte jetzt glatt an seine stramme Wade greifen!

Die paar Fotografen von den Lokalzeitungen verlassen irgendwann den Graben vor der Bühne und quetschen sich in das kleine Areal hinein, das ich bis dahin nur mit dem Security-Kerl teilen musste, es wird also etwas enger, aber mei, es geht ja eh schon dem Ende entgegen. Drei Zugaben werden noch gespielt – ein famoses „Knockin‘ on heaven’s door“ diesmal ohne Regen und mit Kniefall! – …

…und dann geht’s durch den Filzvorhang wieder zurück nach draußen und im Schweinsgalopp zum Auto zurück. Das Ticket hätt‘ man gar nicht gebraucht an dem Abend, es ist unversehrt, der Gitarren-Buddy hat’s nicht kontrolliert und sonst auch keiner.

Auch im Auto ist alles bestens, das Fräulein hat friedlich geschlafen, schreckt etwas verwirrt hoch als ich die Tür öffne und schleckt mir zur Begrüßung die Arme ab. Ich packe die Leine und wir drehen unsere Nachtgassi-Runde, die uns wie zufällig nochmal am HIRSCH vorbeiführt, denn wenn man schon weiß, wo der Künstlereingang ist, ist das einfach zu verlockend.
Heute aber gibt’s kein Autogramm- und Selfie-Stündchen mehr, die Band hat’s eilig, es geht noch weiter nach Zürich, daher ist es mit einem kurzen Winken der Crew zur Absperrung rüber getan.
Ich bücke mich zu Pippa hinab, kraule sie hinterm Ohr, zeige zum Tour-Truck, auf den die Band zugeht, und sage: „Schau, Mäuschen, da drüben ist der Hollywood-Star – jetzt hast du den auch mal gesehen!“

Anschließend noch eine entspannte Fahrt durch die Nacht – nix los auf der Straße und bis hinter Ingolstadt alles trocken – und 90 Minuten später liegen wir auch schon zuhause im Bett.

So Regentage können manchmal echt super sein.

Erholung.

Schreibtischarbeit und Einkäufe erledigt, Schwimmen gewesen, an der Isar entlangspaziert, die Sonne und einen Kaffee genossen, auf dem Rückweg am Wertstoffhof vorbei, dort beim Kistenheben das Daumengelenk verrenkt. Später am Tag auf einer Parkbank dem fernen Donnergrollen gelauscht und einfach mal ein Weilchen geradeaus geschaut, während drinnen das Gemüse im Ofen schmorte.

Alles in allem ein guter Tag.

Meeting Wolfgang oder: Jraaduss.

Es ist nicht zu fassen. Der Wolfgang!

Da geht mal EINMAL ohne Handy aus dem Haus, und zwar auch noch alle beide OHNE Handy, was eigentlich quasi nie vorkommt, nur eben heute Abend. Meins hing daheim am Ladekabel, der Gatte hatte seins auf dem Schreibtisch liegen lassen. Schließlich wollten wir nur kurz was Essen gehen, weil mir nach meinem Hüttenwochenende schlicht und einfach die Kraft fehlte, mich heute Abend wie gehabt an den Herd zu stellen (Hüttenbericht folgt noch, aber klar!).

Im netten Lokalgarten angekommen, wies uns der Kellner den reservierten Tisch zu und als ich mich setzte und noch damit beschäftigt war, unterm Tisch das ideale Plätzchen für das alte, abgewetzte Restaurantkörbchen vom Dackelfräulein zu suchen, da raunt mir der Gatte schon zu: „Hast du das gesehen? Ist das nicht der Niedecken, da am Nebentisch?“

Und tatsächlich.
Ich gucke jraaduss und da hockt Wolfgang Niedecken (na klar, morgen und übermorgen spielt der ja hier! – fällt’s mir dann ein, ich seh ja schon seit Wochen immer beim Vorbeiradeln am Circus Krone die Plakate hängen).
Umringt von ein paar jungen Kerlen, vielleicht die Jungs, die als Vorgruppe auftreten (blöder Scherz) oder irgendwelche anderen Musiker-Spezln oder -Jünger, mit denen man sich halt so trifft, wenn man in der Stadt ist (der Gatte meint, es waren Journalisten, aber ich hätte gern, dass es Musiker waren). Ins Gespräch vertieft, bei einem frisch gepressten Obst-Gemüse-Saft. Nebst Gattin.

Jetzt bin ich kein riesiger BAP-Fan, aber ich mag manches von denen schon gern, sind halt so Ohrwürmer aus der Jugend (oder auch noch ein paar spätere) und zweimal hab ich die sogar live gesehen und fand’s doch recht gut (freilich auch, weil er „Hungry heart“ spielte 🙂 ). Einmal hab ich ihn solo erlebt mit dem „Niedecken singt Dylan“-Programm, bei dem mir seinerzeit sogar ein Tränchen über die Wange kullerte vor Rührung. Den Dylan ins Kölsche zu übersetzen, das hatte schon was, das war beinahe so gut wie „Ambros singt Waits“, damals im Circus Krone (die Waits-Songs ins Wienerische zu übertragen, das hat mich einfach noch mehr begeistert).
Ach ja, und als Gast auf Springsteens Bühne hab ich ihn auch erlebt, an jenem denkwürdigen Abend in der Kölnarena.

Obwohl ich kein Fan bin, denke ich sofort: Das ist ja toll, dass der Wolfgang da sitzt. Sieht man den mal aus der Nähe (hat sich verdammt lang gut gehalten) und hört den netten Dialekt (für mich gibt es außer München nur noch zwei andere deutschsprachige Städte, die ich – auch sprachlich – liebe: Wien und Köln). Ob man um ein Foto bitten soll? Wenn ja, wie macht man das, ohne dass es völlig peinlich ist? Und dann fällt mir ein, dass mein Handy daheim liegt, und ich frag den Gatten: „Hast du dein Handy dabei?“, er verneint und dann verwerfe ich diese vielleicht eh etwas kindische Idee.

Wir unterhalten uns, wir essen und trinken – und wir bändigen das Dackelfräulein beim Fliegenfischen.
Wie so oft ist es Pippa zu verdanken, dass Kontakte entstehen, wo ohne Hund nie welche zustande gekommen wären. Sie liegt nach einem ihrer zahlreichen und erfolglosen Nach-der-Fliege-schnapp-Versuchen sehr erbärmlich dreinblickend in ihrem Körbchen (in das sie zitiert wurde), in unglücklicher Seitenlage (weil sehr unfreiwillig), mit leicht irrsinnigem Blick nach schräg oben (die blöde Fliege könnte schließlich wiederkehren).
Dieses Bild des Jammers sieht einer der Jungs am Niedecken-Tisch, grinst breit und ruft schließlich etwas zum kläglichen Dackelchen herüber, worauf das Fräulein natürlich nicht antworten kann, also tun wir das. Daraufhin drehen sich alle am Nebentisch zu uns um. Auch der Wolfgang. Und schon ist man im Gespräch. Er hat auch einen Hund, einen Tibetterrier, hätte aber immer gern einen Dackel gehabt, weil er die toll findet, aber leider ist sein dreistöckiges Haus dafür nicht so geeignet. Tja, das stimmt natürlich, Treppen und ein Wursthund sind keine gute Kombination, da ist man als armer Mietwohnungsbewohner definitiv besser dran, denn da kann man problemlos einen Dackel halten.
Ein kleiner Plausch unter Hundefreunden. Anschließend wendet er sich wieder den Jungs zu.

Da das Eis aber nun gebrochen ist, greife ich meine kindische Idee wieder auf, überlege, wie wir das technisch lösen könnten und beim Bezahlen überreden wir die sehr junge Bedienung (die so jung ist, dass sie nicht mal weiß, wer oder was da am Nebentisch bappt), uns doch bitte ihr Smartphone zu leihen, damit wir ein Foto machen und es mir auf mein daheim ladendes Handy schicken können.

Ich klopf dem Wolfgang also auf die Schulter und frag ihn, ob er vielleicht mit dem schönen Dackelfräulein auf einem Bild verewigt werden möchte – und natürlich möchte er das unbedingt.

(Hundefotografie-Gesetz Nr. 1: So ein Hund guckt grundsätzlich nie wie gewünscht in die Linse, schon gar nicht, wenn’s mal schnell gehen muss.)

Aff un zo merk ich dann, wie joot et dunn kann,
Wemmer Luffschlösser baut un op Zofäll vertraut,
Jar nix mieh plant, op jar nix mieh waat – nur su!

Ja, so isses.
Danke, Wolfgang, und dann mal ein gelungenes Konzert an den nächsten beiden Abenden hier in unserer schönen Stadt!

Und natürlich darf das hier nicht fehlen (with special greetings to Sori in meiner österreichischen Herzensstadt!):

Lovely things.

Mit schwerem Rucksack und einer verheißungsvoll betitelten Tragetasche spazierte der Handwerksfreund gestern vom Münchner Hauptbahnhof zu seinem Einsatzort…

…drin aber nur ein neues Schrauben- und Dübelsortiment, sonst keine spannenden Mitbringsel für die Damen des Hauses.

Kurze Fäschprr (Vesper) und dann ab in den Baumarkt, wo ich mittlerweile kleine Aufgaben übertragen bekomme und eigenverantwortlich erledigen darf – gestern: Schleifpapier in 4 Körnungen besorgen. Eigentlich nichts weiter als ein fieser Trick, denn so wird man(n) die Frau für mindestens 20 Minuten los…

…und kann in Ruhe den ganzen Bretterkram besorgen.

Bevor’s dann so richtig losgeht, wird die Kundin noch mit zwei lang ersehnten Haken ruhiggestellt…

…und schon beginnt das Dauergesäge.
Abends steht dann der Sockel und die Arbeitsplatte darf bereits probeweise auf der Konstruktion nächtigen.

Mittwochmorgen.

Seit kurz nach 8 Uhr jault die Säge wieder vor sich hin, ich schleppe die Tagesration Getränke und Verpflegung ins Haus. Am Vormittag ersucht der Handwerksfreund um einen zweiten Baumarktbesuch – er braucht ein anderes Sägeblatt. Teures Teil, aber einen super Namen hat’s: „Craftomat“. Überhaupt haben sie dem Werkzeuggeraffel ja tolle Namen verpasst: „Herkules“, „Wolfcraft“ usw., soll ja schließlich den Käufer auch emotional ansprechen.

Tut es auch, er strahlt übers ganze Gesicht. Spontan schenken wir ihm das funklende Silberstück vorweg zum Geburtstag. Darauf erstmal ein „Jever fun“ (zur Zweit-Fäschprr)!

Die Tiere machen ebenfalls ein Päuschen und ich verzieh‘ mich jetzt ins Schwimmbad, da ich hier eh nur störe.

Dr. Schmitt bewacht die Konstruktionsskizzen und die To-Do-Listen.

Das Dackelfräulein bewacht die Sägestation auf dem Sonnenbalkon.

Kann man jetzt nicht meckern: die Männer arbeiten und man selbst schwimmt mal ein bisschen im güldenen Wasser des geliebten Freibads ein paar Erholungsrunden.
Trotz der vielen Planung, Arbeit und Ausgaben irgendwie eine durchaus erfreuliche Lebensphase!

Dr. Schmitt in der Landeshauptstadt.

Lieber Herr Speed,

als der Gatte heut‘ Ihre Renovierungsarbeiten in Suburbia besichtigt hat (Sie wissen schon: der Endergebnis-Test, den wir vereinbart hatten), kam ihm in der alten Wohnung ein leicht hospitalisiertes Haserl entgegengehoppelt: der werte Dr. Schmitt!

Er habe genug vom Stadtrand und auch vom Forstenrieder Park mit all den Keilern und Bachen, meinte er, und er wolle unbedingt mit in die City fahren (und wer überhaupt auf die Schnapsidee gekommen sei, ihn da draußen im Vorort zu parken, für vier lange Tage, und was das denn solle – nicht mal der Möhrenvorrat habe gereicht).

Den Wunsch hat ihm der Gatte natürlich nicht abschlagen können und so hat Ihr Begleiter noch ein nettes Nachmittags- und Abendprogramm in der bayerischen Landeshauptstadt erleben dürfen.

Wir können Ihnen versichern: es hat ihm sehr gefallen.
Übermütige Haken hat er geschlagen auf der Theresienwiese – die Stadtkarnickel kamen aus dem Staunen nimmer raus! – und ihm wurde kein Löffel gekrümmt. Im Gegenteil, er hat neue Freunde gefunden, im Schatten der Paulskirche und der Patrona Bavariae.

Nun ratzt er zufrieden neben einer seiner neuen Freundinnen mitten in Ihrem Werkzeugsortiment und freut sich auf Ihre morgige Ankunft.

In diesem Sinne: ruhen auch Sie wohl und bis morgen!

Routinen.

So langsam entsteht eine gewisse Routine, was den Wochenablauf angeht.

Und ich bin ja ein Freund von Routinen, da sie das Gemüt und den Geist entlasten und so zu einem ressourcenschonenderen Alltag beitragen.

Morgen Früh verlässt der Handwerksfreund wieder seine Allgäuer Bergwohnung und fährt auf Montage nach München.

Hier ist für die ersten Arbeitsstunden schon alles vorbereitet, nur die Fleischpflanzerl und die Brezen werden noch tagesfrisch herangeschafft. Eh klar!

Verpflegung für den Handwerkervormittag.

Nicht, dass Sie jetzt denken, in dem abgebildeten Papiersackerl wären schon die Brezen für morgen drin. Nein, nein!
Da ist das Handwerker-Power-Müsli drin, das er sich selbst eingetütelt und mitgebracht hat: Feinster und reinster Allgäuer Gips. Den rührt er sich gern mit Vollmilch an und genießt das Ganze zum Zweitkaffee oder zum Erstzigarillo.
Umgerührt werden darf der Powerbrei nur mit den langen Schrauben, die Sie im Bild sehen. Für jedes Müsli eine frische, versteht sich (das beansprucht mit den Wochen zwar auch das eh schon extrem beanspruchte Budget, aber mei, und auch der Gatte hat gesagt: „Lass ihn! Wenn es ihm so am besten schmeckt, soll er die Dinger eben haben!“). Ich kauf‘ jetzt auch immer eine Schraube mehr als nötig, denn nicht dass mal eins der Dinger zwischen die Balkonbodenplatten fällt und der Handwerksfreund dann die Arbeit niederlegt, weil er sein Kraftsupperl nicht korrekt hat umrühren können (sicher ist sicher – denn bis Ende Juni wollen wir hier ja fertig werden mit unserem Großprojekt.)

Ein bisserl speziell ist er halt schon, aber wie gesagt, wir gewöhnen uns von Woche zu Woche besser aneinander, suchen und finden Kompromisse oder alternative Lösungen, und außerdem es ist ja nicht so, dass ich dem Herrn Handwerker nicht auch Einiges zumuten würde: konsequenten Schuhwechsel zwischen den unterschiedlichen Sauberkeitszonen (der Säge-Balkon, das Wohnungsinnere, die Welt da draußen) oder gründliches Späneabklopfen vor den Mahlzeiten am Esstisch oder mitten im Arbeitstag eine schwierige Zeckenentfernung in der Leiste des Dackelfräuleins (um nur ein paar Beispiele zu nennen – die Gesamtliste der Zumutungen korrespondiert locker mit der Anzahl an Flaschen in der obigen Abbildung!).

Ab morgen ist übrigens die Küche dran.
Sie bekommt Licht, Haken für die Geschirrtücher, eine zweite Küchenzeile mit Pfannenabstellfächern in exakter Pfannenhöhe und -breite. Ich bekomme mein erstes Weißbierkasten-Fach und der Kühlschrank darf endlich seinen Anschlag wechseln, damit man da auch mit kaputtem Ellbogen ergonomischer hineingreifen kann. Der Gatte erhält ein schönes Rotweinfach und der Dachshund einen Dachsbau im unteren Teil des Hochschranks.

Bleiben Sie also dran – bestimmt können Sie hier noch das eine oder andere lernen über Handwerkskunst, Biersorten, Neurosen, Putztechniken, Raumgestaltung, Tierhaltung und Teambuilding!

Der Arbeitsbalkon, noch schlafend.

Erster Aufschlag.

In der neuen Wohnung bekommen wir unsere Post nun etwas old-fashioned durch den Briefkastenschlitz direkt in den Flur geworfen. Peng, bumms, zack – geräuschvoll landen Rechnungen, Briefe und Zeitungen auf dem Holzboden, und das täglich zu einer anderen Uhrzeit.

Wir sind diese Attacken noch nicht gewöhnt: Steht man gerade am Spülbecken (keine 3 Meter vom Aufschlagsort entfernt), fällt einem vor Schreck fast das Geschirr aus der Hand, sitzt man am Schreibtisch und ist in die Arbeit vertieft, denkt man bei dem Geräusch als Erstes an einen Einbrecher und am Allermeisten erschrickt natürlich das Dackelfräulein, wenn plötzlich die Post aufs Parkett herniederpoltert. Friedlich in ihrer Wurfkiste schlummernd, die ihr der Handwerksfreund hergerichtet hat, springt sie dann wie von der Tarantel gestochen in die Höhe und rast bellend zur Wohnungstür, wild entschlossen, uns und ihr neues Revier zu verteidigen.

[Hinter der Tür spricht die nette Briefträgerin sogleich beruhigende Worte, denn heutzutage erhält das Personal der Post ja spezielle Schulungen für solche „Gefahrensituationen im Berufsalltag“, unsere hat schon „Challenge IV: Calming the dog personally“ absolviert und flötet durch den halb offenen Briefkastenschlitz höflich in den Flur hinein, ob man einander nicht die Pfote reichen sollte, denn wenn man sich mal persönlich kennen würde, wäre doch alles gleich viel einfacher und die Bedrohungslage gewissermaßen entschärft. Der Gatte öffnet also die Tür, die Briefträgerin kniet vor ihm und unserem Hund nieder, lässt sich beschnuppern, hält dem Fräulein die ausgestreckte Hand gekonnt unter den Rüssel und binnen weniger Sekunden ist alles geritzt, die Postbeamtin darf mit frisch abgeschlecktem Gesicht wieder aufstehen, um ihr Tagwerk zu verrichten und der Wachhund trollt sich in seine Kiste, um sein Schläfchen fortzusetzen.]

Die neue Woche beginnt mit dem lautstarken Ein- und Auftreffen der neuesten Ausgabe des Hundemagazins „Dog and Travel“, in der das Dackelfräulein auf dem Cover zumindest Erwähnung findet, wenn man ihr schon nicht den Platz in der Hängematte angeboten hat.

Wer die Wartezeit auf die noch zu schreibende Sensationsstory „Mit Waldi auf den Watzmann“ sinnvoll überbrücken möchte, marschiert übermorgen in den gut sortierten Zeitschriftenhandel und gönnt sich also „Mit dem Zamperl durchs Zugspitzland“.

Und obwohl kaum einer meiner Artikel ohne diese unsäglichen Alliterationen auskommt, würde ich nicht gänzlich ausschließen, dass Sie Gefallen an dem Beitrag finden.
Denn drei Jahre Bloggen haben mir eine wichtige Erkenntnis beschert: Die meisten Likes staubt immer die Hundemadame ab – und zwar einfach nur, weil sie guckt wie sie eben guckt oder daliegt wie sie eben daliegt und ist wie sie eben ist.
So weit wird man es als Mensch niemals bringen, weder durchs Aussehen oder den Augenaufschlag oder durch Rumliegen und schon gar nicht durch Worte.
Viel Freude also beim Betrachten der Bilder und lassen Sie sich einfach nicht von dem Text dazwischen stören!

Der Artikel ist meinem großen Freund S. gewidmet, der Pippa und mich auf einer der Touren im Zugspitzland nicht nur chauffiert, begleitet und verpflegt hat, sondern auch die eine oder andere zähe Fotosession geduldig mit uns gemeistert hat.
Danke dafür!

Mit S. auf seiner lila Decke am Eibsee.

Du bist so groß und i nur a Zwerg!

„Du bist so groß und i nur a Zwerg!“ (Des Dackelfräuleins Ode an den Watzmann und Bobby)

Für 36 Stunden raus aus der Stadt, der Wohnung, dem Umzugs-, Umbau- und Ausbaukosmos. Auch mal wieder ein Segen, zumal bei der Gegend, dem Wetter und in der Gesellschaft!

Gestern Abend in Bad Reichenhall: Gustl vom Fass und zwei Ungustl unterm Tisch.

Süffig, süffiger, Suffikator.

Alpenländische Bierkultur.

Für den Großen Braunen immerhin eine Hundmaß.

Heute dann zu sechst in die Berge bei Berchtesgaden: „Gasthof Sahnegletscher“ klingt ja schon mal verlockend.

Mit Dog&Blog-Freundin Andrea morgens vor Watzmann-Kulisse.

Auf dem Soleleitungsweg oberhalb von Ramsau.

Noch zwei Minuten bis zum Toten Mann!

„Jetzt reicht’s aber langsam mit Bergaufgehen bei der Hitze!“

Oben angekommen: Während die Männer „Toter Mann“ spielen…

…halten sich die Frauen an den Hunden fest.

Pures Bergglück eben!

Danke an Andrea, Wolfgang, und Bobby für den wunderbaren gemeinsamen Tag – kommt gut nachhause & kommt bald wieder!

Anschließend noch einen Abstecher in die Vergangenheit des Gatten unternommen, zur Gebirgsjäger-Kaserne nach Berchtesgaden…

…wo das Dackelfräulein sogleich dem Löwen den Rang streitig machte…

…derweil wir herzliche Grüße an Mr. Speedhiking ins Allgäu sandten, der hier einst ebenfalls mit Watzmannblick diente.

Danach noch schnell ein Bad im Königssee…

…und anschließend mit einer Schlafenden Hexe vor uns (und einer hinten auf der Rückbank) zurück nach München.

Vor zwei Jahren stand ja mal kurz im Raum, ob wir uns vielleicht Richtung Frankfurt verlagern, um dem Gatten das Pendeln zu ersparen, aber nach solchen Tagen sag‘ ich immer: „Gottseidank hat’s mich nicht in den Taunus verschlagen, denn da wär‘ ich nie und nimmer glücklich geworden.“

Soweit das Wort zum Sonntag und herzliche Grüße an die treue Leserschaft!

My home is my Kammerl.

8 Uhr. Der Handwerksfreund klingelt an der Tür.

So ein schwäbischer Arbeitstag beginnt meist früh und wortkarg…

…so dass den Damen des Hauses noch etwas Zeit für einen halbwegs gemütlichen Start in den Tag bleibt.

Eine der Werkzeugsboxen eignet sich hervorragend als Wurfkiste, in die sich das Dackelfräulein mit seiner eingebildeten Welpenschar nochmal für ein Stündchen einkuscheln kann…

… – kommt der Handwerker halt nicht vor 9 Uhr an die Holzsäge ran und hat auch mal Zeit für einen Zweitkaffee.

Im Schweiße seines Angesichts Rückens gelingt ihm bis zur Vesper (schwäb. „Fäschbrr“ 🤤) der komplizierte Innenausbau des Speisekammerls (der Grundriss der Regalböden erinnert an Tangram-Figuren, die einen einst als Kind fast in den Wahnsinn trieben).

Und als Sankt Paul zu Mittag läutete, da ward es geschehen:

Da schlagen nicht nur Hausfrauen-, sondern auch Hundeherzen höher (vielleicht noch ein samtener Vorhang fürs untere Abteil gefällig? so als Hundehüttenpforte? alles machbar gegen einen geringen Aufpreis und eine warme Mahlzeit!)…

…und wieder kann man eine Kiste leer räumen, gewinnt an Lauffläche…

…und erfreut sich der Strukturen, die täglich aufs Neue entstehen.

Heute hatten wir einen sehr guten Tag. Denn neben den Strukturen entstehen nun auch Routinen und die erleichtern die Zusammenarbeit ungemein.

Voller Elan wird nachmittags noch in die alte Wohnung gefahren, wo ich letzte Flecken und Farbunterschiede suchen soll und dann mit dem Dackelfräulein in den Wald geschickt werde, während der Handwerksfreund nochamal rumpinselt.

Anschließend erklären wir nach einem letzten Rundgang durch die alte Wohnung das Projekt „Übergabefähige Renovierung“ für beendet, klauben das Hündchen aus der schwäbischen Schlafstatt (wie man nur auf Malervlies so gut schlafen kann, dass solche Arbeitseinsätze möglich sind, ist mir ein Rätsel!) und fahren wieder in die Stadt zurück.

Daheim noch drei Schweberegale an die Wand gedübelt und dann runter auf die Wiesn.
Feierabend!

Ergo bibamus!

Holy Spirit oder: Freude und Hoffnung.

Zu Pfingsten, dem Fest der Freude und der Hoffnung, erschien manchem der Heilige Geist – und uns erneut der Handwerksfreund.


Die übergabefähige Renovierung der alten Wohnung – der Handwerksfreund erledigte das während der Pfingsttage quasi en passant und in gewohnter Perfektion (Satz des Tages: „Ich find‘ meine eigenen Löcher nimmer, so gut sind die übermalert!“) – feierten wir alle miteinand bei Speis und Trank hinter dem Rücken der Patrona Bavariae, im schönen Westend.
Die Herren über ihre Gebirgsjägerzeiten am Fuße des Watzmanns plaudernd, das Dackelfräulein knochenkauend und ich mit einer Portion Spargel (man kommt ja vor lauter Werkeln nicht mehr zum Kochen).

Die Party war leider nur von kurzer Dauer, denn das Ende der einen Arbeit markiert momentan ja zugleich den Beginn der nächsten (und so wird das hier noch ein paar Wochen weitergehen – das Ganze ist, nebenbei bemerkt, für alle Beteiligten auch ein großes Selbsterfahrungsprojekt, jeder kommt da auf seine Art und Weise an seine Grenzen oder wächst über sie hinaus, eine spannende Sache!, und wie ich ja schon mal sagte: wenn wir das hier gut überstehen, dann samma Freunde fürs Leben oder gar für zwei Leben, denn das ist echt nicht ohne, dieses gemeinsame Gewerkel).

Seit heute Morgen geht’s nun dem Speisekammerl an den Kragen. Nach präzisem Aufmaß und Skizzen ab in den Baumarkt, da hat man jetzt schon eine gewisse Übung beim Parken-Suchen-Schleppen (nächste Woche können wir da blind durchwandern).

Wieder daheim dann raus mit dem alten, maroden, muffigen Holzglump und ab zum Wertstoffhof…

…wo ich mit den sonnengegerbten Haudegen, die einen bayrisch-charmant von Container zu Container kommandieren, bereits auf Du und Du bin.
Anschließend das Dackelfräulein an in der Isar ausführen…

…die Verpflegung für die nächsten beiden Tage organisieren, die Infrastruktur am Laufen halten (und so den Handwerksfreund bei Laune).

Derweil der Handwerker daheim handwerkt und es ist ein einziges Gesäge und Gehämmer und Gestaube…

…was auch an den Nerven sägt, aber hoffnungsfroh blick‘ ich nach vorn, dem Ergebnis entgegen, das sich schon abzuzeichnen beginnt…

…und wieder schön nach Fichte duften und jeden Ordnungsfanatiker frohlocken lassen wird.

Die Hundemadame: selig, permanent mit von der Partie zu sein, gelassen inmitten all der Sägespäne fläzend…

…und sich keinen Millimeter rührend, gemütlich in der Sonne dösend – und wie immer im Hier und Jetzt vollkommen zufrieden.

Hauptsache, ihre Futterdosen sind alsbald wieder gut zugänglich.
Völlig wurscht, in welchem Kammerl.