Wien (5): Äußerln & Innerln – ein Dankeschön.

Nachdem wir nun unwürdige lokale Gegebenheiten wie diese…

Ein Gackerlplatz, übersät von Hundstrümmerln, in der Mittn der Soachbaam: das Fräulein würde keine Pfote in solch ein Areal setzen!

…ausgiebig ausstalliert haben, ist es höchste Zeit für einen expliziten Dank.

Der gilt unserer Freundin S., die uns den wunderbaren Schwarzenbergpark gezeigt hat, wo man mit de Hunderl ned nur kurz äußerln gehn kann, sondern wo sie tatsächlich ohne Leine geduldet werden und sich endlich mal bewegen können.

Liebe S., die dreistündige Tour unter deiner kundigen Führung hinauf zum Hameau und hinüber zum Roan, wo uns dann die herrlichen Marillenpalatschinken erwarteten, hat uns nicht nur den Highscore der in Wien an einem Tag gelaufenen Kilometer beschert, sondern große Freude gemacht.

Und nicht nur ein schönes Äußerln hast du uns organisiert, sondern durchs zuverlässige Innerln (wie man das in Innenräumen stattfindende Dogsitting in Wien ab sofort zu nennen pflegt) hast du uns einen sehr entspannten Abend im Burgtheater ermöglicht – vielen Dank für alles & bis bald wieder!

Ge_danke_n 2018 (7).

Er hat es doch nochmal getan. Trotz seiner zittrigen Hände.

Eine gut gefüllte Plätzchendose hat er mir überreicht.

„Es dauert halt jetzt“ – ich zitiere – „fast eine verdammte Woche, bis die 12 Bleche bzw. die 6 Sorten gebacken sind.“ Oh weh!

Dabei, lieber Papa, sag ich Dir doch schon seit Jahren, dass für uns eigentlich 3 Sorten reichen täten (die Spitzbuben, die Schoko-Zimt-Blätter und die Vanillekipferl). Dann allerdings gern von jeder dieser Sorten 4 Bleche, so gesehen wäre Dein Aufwand auch nicht geringer…

Egal, bis auf eine Sorte futtern wir das trotzdem mit großem Genuss weg (und dass diese Sorte auch in der Dose gelandet ist, lag sicher an deiner Lebensgefährtin, die die Dose bestückt hat, denn Du weißt natürlich, dass ich Marzipan nicht ausstehen kann. Der Gatte übrigens auch nicht. Pippa würde sie sofort verputzen, darf aber nicht.).

Aber der größte Part meines Dankeschöns gilt nicht Deinen leckeren Plätzchen, sondern der Tatsache, dass Du für mich der allerbeste Papa bist: weil ich mich immer auf Dich verlassen kann, Du immer für mich da warst, ich Dir so vieles zu verdanken habe und wir uns trotz zäher Dispute und unterschiedlicher Ansichten in den vergangenen vier Jahrzehnten immer wieder zusammengerauft haben (ja, „haben“, denn je älter du wurdest, desto milder wurdest du auch).

Es ist wunderbar, dass wir uns an Weihnachten nicht sehen müssen, um uns unserer Liebe zu versichern oder irgendwelchen Vorstellungen von „Familie“ Genüge zu tun (zumal es ja eh nur noch uns beide gibt), sondern dass mittlerweile jeder den anderen entspannt dort sein lassen kann, wo er eben sein muss oder möchte: Du im Kreise der Großfamilie Deiner Lebensgefährtin und ich lieber gemütlich, in kleinster Runde und aller Stille zuhause. Vor 20 Jahren war das noch in jedem Advent ein langwieriges Streitthema, seit 10 Jahren ist es endlich keine Frage mehr. Auch dafür bin ich dankbar, dass das jetzt so ist und sein darf.

Bevor es nun zu rührselig wird und weil heute sowieso jeder Anderes zu tun hat, als lange Texte in WordPress zu lesen, wünsche ich Dir – und allen Leserinnen und Lesern – einen schönen Weihnachtsabend sowie erholsame, harmonische, gemütliche, leckere und lockere Feiertage!