Die schöne Münchnerin oder: Ein Mäusefilm zum Weltkatzentag.

Öha – Weltkatzentag ist heut!

Und der Metzger packt auch noch aus, und das hiesige Traditions-Fotogeschäft verlost einen Workshop für schöne Münchnerinnen. Holla!

Hier ist unsere Antwort auf diesen spektakulären Schlagzeilen-Dreiklang der Abendzeitung:

1. Ab zum Choiffeur, damit man auf dem Bewerbungsfoto für den Workshop auch ausschaut wie eine schöne Münchnerin.

2. Nachfrage der Hundefriseuse bejahen: „Griaß di, Mausi, mogst a Wurschti?“ – Ja. Mausi mag jederzeit ein Wurschti. Auch zwei. Oder drei. Oder alle. Das sollte die liebe Sabine nach vier Jahren eigentlich langsam mal wissen.

3. Frisch getrimmt drehen wir dann einen MausiMäusefilm (*). Achten Sie bitte auf diese selten schöne Silhouette und die Geschmeidigkeit in den Bewegungen! Und bitte auch auf das inbrünstige Grunzgeräusch: das kriegt keine Katze niemals nicht hin.

Mit einem Prosit von unserer Beamtenrunde am See, die aus genau 7 Ritualen besteht (3x Wässerung, 2x Grabung, 1x Wälzung und 1x leichtes Weißbier nebst Streuselkuchen), in der immer gleichen Reihenfolge, worauf das Fräulein noch größeren Wert legt als ich, grüßen wir Sie recht herzlich und wünschen Ihnen einen sonnigen Feierabend 😎🐕👍

(*) Hinweis: Bei den Dreharbeiten kam kein einziges Lebewesen zu Schaden. Auch vorher und nachher nicht. Bestenfalls wurden ein paar Grashalme umgeknickt und das Erdreich hie und da etwas aufgelockert.

Ist nichts, was ich tue, gut genug für dich, Mutter!? (Ein Kinotipp.)

Wenn Sie einen Hund (oder ein anderes Haustier) und mal Lust auf 86 Minuten Abschalten und Verhaltensstörungen-Gucken mit 3D-Brille haben – dann ab ins Kino!

Wir hatten 2016 bereits „Pets 1“ gesehen, weil mir der Arzt meines Vertrauens seinerzeit dieses Rezept für Stimmungsaufheller diesen Trailer/Videoclip zuschickte:

Eine meiner Lieblingsszenen aus der vor zehn Tagen im Kino angelaufenen Fortsetzung des Haustier-Spektakels:

 

Gut, ich will nicht verschweigen, dass wir seit dem Umzug die Kinopräferenzen etwas angepasst haben.
Hier im Viertel gibt es ein Kino, das so nah liegt, dass es sich nicht mal lohnt, das Fahrrad aufzuschließen und rüberzuradeln – man braucht keine 5 Minuten zu Fuß dorthin.
Leider ist es kein Programmkino, sondern da werden fast nur Blockbuster und eine Handvoll Filme gezeigt, von denen wir sonst nicht mal mitbekamen, dass es sie überhaupt gibt.

Der Riesen-Vorteil an diesem Kino: man kann die Tickets in der Badewanne liegend online bestellen (ich liebe sowieso die feste Reservierung von Reihe und Platz) und daher so knapp zur Vorstellung rüberlaufen, dass man bei normalen Filmlängen kaum mehr 2 Stunden außer Haus ist, was natürlich dem Dackelfräulein sehr zupass kommt.

Eine derart kurze Abwesenheit kann man sich glatt öfter mal erlauben – also gucke ich nun gelegentlich Blockbuster.
„A Star Is Born“, „Bohemian Rhapsody“, „Rocketman“ und so Sachen.
Und gestern eben „Pets 2“.

Hier noch der Appetizer für die Katzenhalter-Fraktion:

Falls Sie hingehen, versuchen Sie unbedingt, eine 3D-Vorstellung zu erwischen.
Eine Dackelschnauze, die so weit aus der Leinwand in den Kinosaal hineinragt, dass sie Sie fast an Kinn kitzelt, erleben Sie als Nicht-Dackelbesitzer ja wirklich nicht alle Tage.

Einen guten Wochenstart wünscht Ihnen –
Die Kraulquappe.

Sozialtraining im Landkreis STA.

Fährt man für ein paar Sonnenuntergangsfotos, die man für den nächsten Magazinbeitrag braucht, zur Abendstunde nochmal raus an den noblen See.

Schloss Berg, Dampfersteg, Votivkapelle, Schlosspark – und natürlich die Stelle, wo der Kini ins Wasser ging.

Das Dackelfräulein macht dort, wo sie als Model gefragt ist, recht gut mit.
Alles bestens also, nach einer guten Stunde sind die Fotos im Kasten. Zur Belohnung noch ein neues Wegerl: hoch in den oberen Ortsteil, über einen steilen Waldpfad. Sehr lauschig, noch nie dort gewesen, man tendiert ja immer nur zum Seeufer. Ein bisserl durch den Ort spaziert, ein Haus schöner als das andere, keine Bausünden im Toskana-Stil oder pseudo-griechische Säulen auf der Veranda. Der 911er steht hier heroben eher etwas versteckt hinter der Thujenhecke anstatt protzig mitten vorm Haus.

Weil nix los ist, läuft das Fräulein schon den ganzen Abend friedlich ohne Leine vor sich hin. Auch dort oben im Wohngebiet.
Bis sie dann den klopsigen Garfield dummerweise eine Sekunde vor mir entdeckt, wie er da bräsig in einer Einfahrt hockt und sich putzt. Was er dann sehr schnell bleiben lässt, als Pippa mit Vollgas und sirenenartigem Spurlautgeheul auf ihn zuprescht. Er flüchtet, so gut das halt in seiner Gewichtsklasse geht, durch ein offenes Gartentor in den dahinter liegenden Garten. Pippa hinterher. Und ich ebenfalls.

In einem fremden Garten zwischen Rhododendren stehend höre ich in einiger Entfernung meinen Hund wild jaulen. Renne dann durch den weitläufigen Garten, immer dem Gejaule nach, am Springbrunnen vorbei, am Gewächshaus vorbei, am japanischen Steingarten vorbei – bis ich vor einer Terrasse stehe.
Die Schiebetüren der idyllischen Villa stehen sperrangelweit offen. Drinnen sitzt bzw. saß ein gediegenes Paar beim abendlichen Glas Rotwein.
Garfield hat sich auf seinen Katzenbaum gerettet. Das Dackelfräulein steht davor und bellt, was das Zeug hält (und denken Sie bloß nicht, dass ein Dackel bellen würde wie andere kleine Hunde bellen, so blechbüchsenartig und hell und nicht weiter ernstzunehmen – nein, der Dackel hat eine Stimme wie ein Großer und er/sie fühlt sich auch so).

Was tun?
– Natürlich beherzt diese perfekte Gelegenheit für ein spontanes Sozialtraining ergreifen, sowas bietet sich an einem gewöhnlichen Dienstagabend um 21:23 Uhr ja eher selten!
Festen Schrittes und erhobenen Hauptes die Terrasse betreten, sich die vom Sprint etwas verrutschten Klamotten und die Frisur richten, andeutungsweise an die Glastür klopfen (die ja eh offen ist und man wurde ja eh längst gesehen, weil der Bewegungsmelder die gesamte Terrasse justament ausleuchtet wie eine Bühne), und freundlichst fragen, ob man hineinkommen dürfe, ja vielleicht gar solle.

Das ältere Paar übernimmt ebenso spontan die Gastgeberrolle wie ich die des Überraschungsbesuchs und bittet mich ohne Umschweife hinein.
Ich trete ein, gehe an der blütenweißen, ledernen Rolf-Benz-Eckcouch, vor der die beiden zur Begrüßung des Dackelfräuleins aufgesprungenen Eheleute etwas aufgeregt stehen und mit den Armen herumfuchteln, vorbei und tappe vorsichtig mit meinen Trekkingsandalen über das französische Eichenparkett in die hintere Ecke des riesigen Raumes, wo der Katzenbaum steht – und wo es so laut ist.

Es geziemt sich leider nicht, in solchen Momenten die Kamera zu zücken, um dies seltene Schauspiel festzuhalten, sondern sofortiges Handeln ist angesagt.
Hund zusammenstauchen, in möglichst distinguierter Wortwahl, versteht sich – man ist ja schließlich bei besseren Leuten eingekehrt -, Hund anleinen, dem dicken, fauchenden Kater ein paar tröstende Bemerkungen zurufen, sich dann mit dem angeleinten Hund umgehend wieder Richtung Terrasse bewegen.
Währenddessen mehrfaches Exkulpieren bei den Hausherren. Die das gottseidank locker nehmen und sich bereits an einem etwas gequälten Lächeln und ein paar lockeren Kommentaren versuchen: „kein Problem“ – „kann ja mal vorkommen“ – „ein Einbrecher wäre unangenehmer“ – „ist ja eigentlich ein recht hübscher Dackel“.

Wir danken Garfield und den Bewohnern der schönen Hütte in der Bäckerstraße in Berg für das gemeinsam erfolgreich absolvierte Sozialtraining und wünschen allseits eine gute Nacht!

Katzenjammer.

Ein erster Gang zum Einkaufen nach Beendigung des Siechtums der vergangenen Tage und dann das hier beinahe mitten auf dem Trottoir:

Da hat das Kätzchen im Babydoll aber ein hilfreiches Büchlein an die Wand gepinselt: „Sei schlau, stell dich dumm“.
„Sei gscheida, geh weida!“, denk‘ ich so, konnte es mir dann aber doch nicht verkneifen, das Kätzchen kurz anzulupfen und drunter zu spicken: ein dickes Exemplar Bachblütenhilfe für alle Lebenslagen und dazwischen ein Hefterl mit Abnehmtipps anno 1978, da hatte jemand offenbar umfassend die Schnauze voll oder war – Glückwunsch! – gerade fertig geworden mit der Selbstvervollkommnung.

In diesem Sinne: Kommt klug durch die Woche, schaut gerade dem geschenkten Gaul gründlich ins Maul und seid herzlich gegrüßt!