Beglückend.

Schwer zu sagen, welcher dieser Anblicke mich heute am meisten beglückt hat:

a) der des kleinen gelben Fischleins, das heute so überraschend meine Bahn kreuzte und quasi mitten im Kraulschlag entzückend an meine Schwimmbrille dotzte, in diesem schönen, erst diese Woche neu entdeckten Schwimmbad, das ich zunächst nur notgedrungen als Alternative zum Lieblingsbad, das wg. der üblichen Revision grad zu hat, aufsuchte, das aber glatt das Zeug hat, mein dauerhaftes Zweitbad zu werden

oder

b) der des Trailers, der mich via Whatsapp von M. aus Berlin erreichte und in dem ich sofort dieses Gefühl von Aufbruch und Verheißung und Zukunftsoffenheit, jenes übermütige, allen äußeren Widerständen trotzende „Alles ist möglich“-Empfinden wiedererkannte und wiederspürte, das sich am 18. Juni 1985 so tief und unauslöschlich in mich eingegraben hat:

oder

c) der des grünspargeligen Abendessens, wie es vorhin so duftend vom Ofen auf den Tisch hinüberwanderte und dann auch noch genau so geworden ist, wie’s gedacht war.

Fezitoropi.

Ich muss gestehen: der kulinarische Klinikjargon aus Murnau hat mich umgehend inspiriert.

Es gibt jetzt eine feine Fezitoropi.

Pizzateig dünn auf Backpapier ausrollen, mit Ziegenfrischkäse bestreichen, dann mit in Streifen geschnittenen und zuvor in Olivenöl angebratenen, mit Salz und Pfeffer kräftig gewürzten Fenchel belegen, anschließend mit in kleine Stücke gehackten, getrockneten Tomaten und frischen Rosmarinzweigen belegen, noch etwas geriebenen Ziegenkäse drüberstreuen und bei 225 Grad für 20 Minuten in den Ofen.

Und fertig ist die Fenchel-Ziegenkäse-Tomaten-Rosmarin-Pizza.
Dazu Salat und Rotwein reichen – und für den darbenden Hund einen Knochen.

Einen schönen Abend wünscht
die Kraulquappe.