Wie ein Mops den Klops suchte und dabei das Ei des Kolumbus fand. A kitchen story about the loop of life & love.

Ein Hund kam in die Küche
und stahl dem Koch ein Ei.
Da nahm der Koch den Löffel
und schlug den Hund entzwei.

Da kamen viele Hunde
und gruben ihm sein Grab
und setzten drauf ’nen Grabstein,
darauf geschrieben stand:

Ein Hund kam in die Küche
und stahl dem Koch ein Ei.
Da nahm der Koch den Löffel
und schlug den Hund entzwei.

*****

Das Lied:
Jeder kennt es, ein Endlos-Song, eine Dauerschleife, ein zumindest vordergründig heiteres Liedchen.
Für mich eine Erinnerung an Kindheitstage, in denen ich morgens im Bad mit dem Papa zu singen pflegte, allerdings hieß das Lied bei uns „Ein Mops kam in die Küche“, was aber nichts zur Sache tut, denn Hund ist Hund, und ob nun ein Mops oder ein Dackel in die Küche kommt, das mag im Auge des Betrachters oder Besitzers zwar einen erheblichen Unterschied machen, verhaltensbiologisch aber läuft’s aufs Selbe hinaus: der allzeit verfressene Vierbeiner klaut etwas aus der Küche – schon allein der Titel des Liedes verweist ja quasi auf die Quintessenz des Haushund-Seins.
Bis hierhin ist die Geschichte gut nachvollziehbar, dann aber nimmt sie eine absurde Wendung, die ich schon damals nicht verstehen konnte und die bis heute zwei zentrale Fragen unbeantwortet ließ:
Wieso handelt es sich bei dem Diebesgut nur um ein schnödes Ei?
Und weshalb bringt der Koch den Hund für diese harmlose Tat gleich um?
Um uns nicht in Nebenpfade oder Sackgassen zu verirren und dabei den Faden zu verlieren, wollen wir uns hiermit trösten: der so unfair und brutal Erschlagene bekam von einer Schar Artgenossen umgehend eine ordentliche Beisetzung organisiert und durch eine das grausame Widerfahrnis gnadenlos enthüllende Grabinschrift wurde ihm nicht nur ein ehrendes, sondern ein immerwährendes Andenken bewahrt. Dazu die posthume Genugtuung, dass seine Nachfahren ihn rächen würden, indem auch sie wieder in räuberischer Absicht in die Küche tapsen… (wodurch das Drama leider von vorn beginnt, das Schicksal aller Beteiligten sich wiederholt und eben zur Endlosschleife wird).
Eines ist jedenfalls sicher: Hätte ein Mops einen Klops gestohlen oder der Hund nur einen Klaps bekommen, hätte es dieser Song womöglich niemals in den Kanon des deutschen Liedguts geschafft.

Das Hundeleben:
Eine endlose Polonaise zwischen Küche und Körbchen, zwischen Napfleeren und Nickerchen. Eine ewige Wiederholung von Widersprüchlichem: ja/nein, komm/bleib, hinaus/hinein, lecker/pfui, Mäuschen/Mistvieh.
Beobachtung in der Wortewelt: Ein Kleinkind sagt meist nicht Hund, sondern Wauwau. Bemerkenswert, dass der allerersten Bezeichnung dieses wunderbaren Wesens, die uns über die Lippen kommt, bereits die Wiederholung innewohnt.
Das repetitive Moment als Mittel zur Annäherung ans Wesenhafte oder gar zur Reduktion aufs Wesentliche.
Was aber ist das Wesentliche?
Was treibt einen Hund an, nicht nur unentwegt in die Küche, sondern auch in sein Revier und zu seinem Menschen wiederzukehren, ist es bloßer Instinkt oder ist da noch mehr im Spiel? Was bestimmt den besonderen Rhythmus dieser auf zig Regeln und Ritualen basierenden Lebensgemeinschaft von Mensch und Hund? Was ist nicht des Pudels, sondern des Rudels Kern?
Wenn man nicht gerade ein kaltherziger Koch mit Mordgelüsten ist, lautet die Antwort: Es ist die Liebe, the loop of love, sie gleicht einer Nadel, die auf einer Schallplatte hängengeblieben ist und fortwährend dieselbe Rille herunterleiert, forever and ever, egal, was uns das Tier alles raubt (und wir ihm).

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Der Grazer Musiker und Komponist Matthias Forenbacher hat sich für sein jüngst veröffentlichtes Werk ebenso kühn wie kreativ in den Kosmos der Kaniden hineinbegeben.
Schnappt sich den altbekannten Klassiker „Ein Hund kam in die Küche“, betätigt sich gleichermaßen als Chef de cuisine und Chef de chien und variiert das vertraute Volkslied.
Verfremdet, verfeinert, verquirlt und verwandelt es, verleiht ihm unerwartete Stimmungsfarben und verpflanzt es in unerhörte Sphären.
Fünfzehnmal würzt er es dezent und sparsam, werkelt mit nur wenigen Zutaten, lässt sich Zeit und Raum, um jeweils etwas Eigenes und Neues daraus zu zaubern, filetiert und flambiert es, und schlussendlich fügen sich all die Einzelteile zu einem schmackhaften, stimmigen Menü, was mir offen gestanden erst auffiel, als ich mir das zwanzigminütige Album neulich mal im Repeat-Modus anhörte, während ich am Herd stand und eine Dreiviertelstunde lang das Risotto rührte (eine in ihrer Zubereitungweise übrigens angenehm repetetive kulinarische Komposition).

Es war Anfang Januar, als eines sonnigen Mittags Forenbachers neue CD mit dem Titel „dogs“ dem Dackelfräulein direkt vor die Nase fiel.
Die Postbotin warf sie durch den Briefkastenschlitz in unseren Flur und wurde für diese rüde Störung des Schönheitsschlafs postwendend verbellt. Nebenan in der Küche warf ich gerade die Kärntner Kasnudeln in den Topf und einen Schimpfer in Richtung Hund, als ich dessen Gebell vernahm: Jeden Tag derselbe Radau, ja, lernt sie es denn nie!?
Aber was für eine Freude, als ich das Kuvert dann der Hundeschnauze entwand, es öffnete und ein handsigniertes Exemplar der „dogs“ zum Vorschein kam!

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Vergangenen Freitag hat Matthias Forenbacher seine Hunde nun offiziell von der Leine gelassen. Einen Hundeführerschein, wie er sonst ja leider vielerorts in Österreich verpflichtend ist, benötigen Sie nicht, um mit ihnen Gassi zu gehen – obwohl die 15 Vierbeiner in Temperament und Charakter doch ziemlich unterschiedlich und daher nicht so leicht im Zaum zu halten sind.

Geben Sie also gut Acht, spitzen die Ohren und genießen Sie diesen nicht alltäglichen Spaziergang, der Sie in die Welt der Soundschleifen und des Storytellings entführen wird. Und planen Sie dafür ruhig mehr als zwanzig Minuten Zeit ein, denn wenn Sie die erste Erkundungsrunde gedreht haben, werden Sie vielleicht gleich wieder loswollen. Da capo, so steht es schließlich unter der Namensliste der Dogs, auf der Albumrückseite.
Al fine ist in dieser Looposphäre (oder Luposphäre) freilich nicht vorgesehen, aber ein al dente dürfen Sie sich durchaus gönnen, falls Sie gerade am Herd stehen und – wie ich es gleich tun werde – Ihre Nudeln ins sprudelnde Wasser werfen, woraufhin – wenn alles so ist wie es immer ist – il cane folgen wird, weil Ihr Hund – wie könnte es anders sein? – in die Küche geflitzt kommt, für den Fall, dass es dort eine Nudel zu mopsen gäbe.
Da capo – und so beginnt die Geschichte wieder von vorn, the loop of life, es geht weiter und immer weiter, sofern Ihnen nicht die Nudeln ausgehen oder Ihrem Dieb die Luft oder Ihrem CD-Player der Saft.

Da capo!, eine Anweisung, die momentan wie ein Innuendo anmutet. Ein Zufall? Oder hat der Künstler uns seine Loops vielleicht ganz bewusst genau jetzt gesandt, damit der monotone Murmeltiermodus unseres Lockdownlebens endlich den adäquaten Soundtrack verpasst bekommt?
Ein Soundtrack, der zugleich als Erinnerung an den unverwüstlichen Kreislauf des Lebens aufgefasst werden darf sowie als Ermutigung zum Durchhalten und Weitermachen.
Und natürlich nicht zuletzt auch als Hommage an den Hund, diesen treuen Gefährten, der so gelassen und geduldig mit uns zu Hause hockt, Tag für Tag, Nacht für Nacht, Woche für Woche, Monat für Monat, sein ganzes Leben lang, völlig gleich, ob da draußen eine hartnäckige Seuche wütet oder ein laues Lüftchen eine Papiertüte übers Trottoir trudeln lässt.

Mit dieser Gedankenschleife wollen wir die kleine Rezension nun beschließen, damit sie sich nicht noch bis ins Unendliche fortspinnt, schicken herzliche Grüße hinüber ins frisch gelockerte Österreich, wünschen Matthias & seinen Hunden einen guten Lauf und freuen uns auf ein Wiedersehen und -hören, hier oder dort.

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Die 15 Streuner, Schoßhunde und Schlawiner aus der Steiermark können Sie hier einzeln oder im Rudel streamen & feeden:
https://songwhip.com/matthias-forenbacher
https://matthiasforenbacher.bandcamp.com/album/dogs

Amilienumkle oder: Nächtliche Notate zur Lage der Situation.

An sich bin ich kein Freund sprachverhunzender Kleinschreiberei, mir persönlich kommt dabei schnell jeder Lesefluss und -genuss abhanden.

Für amilienumkle möchte ich allerdings kurzfristig eine Ausnahme machen. Es ist ein ganz besonderes Wörtchen, zumindest für mich, denn es war die finale Wahrnehmung in meinem geliebten Schwimmbad, als ich vor über zwei Wochen zum letzten Mal in der Umkleide stand.

Da mir bereits schwante, dass es das für 2020 vermutlich gewesen sein dürfte mit meinem Lieblingssport, drehte ich mich vor Verlassen des Raumes noch ein letztes Mal um, so eine Art stummes rundumblickendes Abschiednehmen war das, und dabei fiel mein Blick auf jenes Schild, das mir noch nie zuvor aufgefallen war.
Dem dort aufgedruckten Wort fehlten ein paar Buchstaben, aber es gefiel mir sofort: amilienumkle.

Ich fotografierte es und noch auf dem Weg zum Parkplatz murmelte ich die neue Vokabel gleich ein paarmal vor mich hin: amilienumkle, amilienumkle, amilienumkle – und beschloss, dass sich das Wort eigentlich gut als Name für eine besonders seltene, sonnengelbe Seerosenart eignen würde (weshalb der Begriff ab sofort auch einen vernünftigen, großen Anfangsbuchstaben von mir erhalten wird), die ich mir als ein Symbol der Hoffnung (auf bessere Zeiten, konkret: auf ein möglichst nicht erst zu Ostern stattfindendes Wiedersehen mit dem Lieblingsbad) erschaffen und erhalten könnte.
Immer, wenn es mich künftig bedrücken würde (und mittlerweile tut es das recht oft), dass ich nirgends mehr ins Wasser springen und loskraulen kann (nein, Neoprenanzug im November ist nichts, wonach es mich verlangt!), könnte ich das dann flüstern und an eine seuchenfreie, sonnige Schwimmzukunft denken: Amilienumkle, Amilienumkle, Amilienumkle.

Fast wie ein kleines Gebet fühlt sich das an, und es würde mich nicht wundern, wenn ich in ein paar Wochen noch ein „Amen“ hinzufüge, obwohl ich mich nach wie vor zu den Atheisten zähle.
Man wird ja ein bisschen sonderlich und schrullig in diesen Zeiten.

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Apropos „in diesen Zeiten“.
Besser gesagt: Apropos Sprachbetrachtung im Allgemeinen und Besonderen.

Auf (oder in?) einem von mir sehr geschätzten Blog, der mir allwöchentlich am Montagmorgen den Einstieg in die beginnende Woche erleichtert bis kandiert, möchte ich Ihnen, sofern Sie sich für Sprache und deren Aberrationen interessieren, die vom Autor jenes Blogs mit großer Inbrunst (und kleinem Ingrimm) notierte und regelmäßig aktualisierte „Liste des Grauens“ ans Herz legen.
Sie werden staunen, welche Floskeln, Plattitüden und Worthülsen Sie unter den aktuell 452 Einträgen entdecken, die auch Ihren werten Lippen gelegentlich entschlüpfen!

Ein gutes Drittel der dort versammelten Phrasen erinnert mich zwar aufs Schlimmste an die in stundenlangen Meetings zu erduldende Verbaldiarrhoe meiner 17-jährigen Ära als IT-Consultant (zu Beginn der 17 Jahre noch schlichtschnöde Anwendungsberater genannt), dennoch liebe ich es, in dieser Sammlung zu stöbern.
Und das nicht zuletzt auch deshalb, weil ich in meinem Smartphone eine ganz ähnliche Liste führe: Sprachschrott, den man so hört oder liest und bei dem sich sofort die Nackenhaare aufstellen oder der nächste Herpes sich Bahn bricht.

Vor einigen Wochen glich ich meinen privaten Wortmülleimer erstmals mit dieser Sammlung ab, Anlass war die damals etwas zu oft gehörte Hassphrase „am Ende des Tages“ sowie das grassierende, pseudogeheimniskrämerische (nicht aber pseudoblöde) „aus Gründen“ und ein (hoffentlich nur) pandemiebedingter Zuwachs an „Calls“ allerorten.

Größtenteils fand ich den Inhalt meiner Truismus-Tonne 1:1 im Archiv des Bonner Bloggers wieder, lediglich „Blablablubb“ (gern verwendet, wenn das, was ein anderer abgesondert hat, für zu viel oder zu unwichtig gehalten wird), Tschautschau“ oder „Ciao ciao“ (oder ist das am Ende – nicht des Tages, aber meines Sprachverständnisses – gar ein spezieller Kynologengruß und heißt eigentlich „Chow-Chow„?) und aus mir unerklärlichen Gründen auch das gruselige „aus Gründen“ sind bislang noch nicht mit von der Partie.

Sonst aber wirklich alles.
Chapeau! ( 😉 – siehe „Liste des Grauens“, Nr. 262)

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Facebook empfiehlt mir jüngst diesen Artikel aus der „Welt“:

Lektürezeit, die man sich getrost sparen kann – das Foto genügt ja wohl zur Erklärung, wieso man das nicht tun soll.

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Wohingegen mir das nachfolgende Foto nicht erklärend genug war – hier hätte ich doch zu gern auch noch gesehen, was mit den beiden abgebildeten Wanderern geschah, als die „Skulptur“ zu Phall Fall kam.

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Ansonsten leben wir lockdownlight-konform vor uns hin.

Der Gatte (vor Erhalt seines Coronatestergebnisses), bei einem Ausflug an den See.

Ich (nach Erhalt meines Coronatestergebnisses), bei einem Ausflug an den See.

Ich spaziere überwiegend allein oder mit den Angehörigen meines kleinen Hausstandes oder maximal denen eines anderen kleinen Hausstandes durch die Gegend.
Und bin wie so oft sehr dankbar dafür, wie schön wir es hier haben. Nicht auszudenken, wie sich so ein Lockdown in Ennepetal anfühlen mag oder in dem Kaff nahe Jena, in dem ich mal während einer Dienstreise einquartiert wurde, weil ganz Jena wegen einer Messe ausgebucht war.

Auch der hübsch Bewimperte und ich sind mittlerweile perfekt eingespielt, was Tour- und Törtchenplanung sowie vorausschauende Recherche der jeweils tournah geöffneten To-Go-Kioske (ein Begriff, den ich sofort auf meine „Liste des Grauens“ setzen werde) für das frisch gebrühte Tässchen Kaffee…

 

…und überhaupt freut man sich am besten intensiv an den kleinen Dingen.
Dazu passt ganz hervorragend, dass in den Bäckereien die Plätzchensaison begonnen hat.

Nebenher bastle ich an meinem Buchvorhaben (fragen Sie bitte nicht nach, ich möchte noch nicht darüber sprechen, schon gar nicht hier!), übe auf dem Akkordeon (Nackensteife links im Wechsel mit Nackensteife rechts, dazwischen ein paar Töne) und halte mich viel in der Küche auf. Vielleicht sogar zu viel, wie nachfolgende Maismehl-Grafik zeigt, in die sich aus purer Überlastung ein fataler Fehler eingeschlichen hat.

Das mit dem Akkordeon lässt sich gut an und ist eine feine Sache, bedeutet aber nicht nur Musik, sondern auch Sport, wie ich feststellen musste, denn die 8 Kilo (Instrument plus Koffer) müssen ja auch zum Unterricht hin (und zurück) transportiert werden.

Wenigstens bringt einen vor Ort nicht auch noch der Lehrer ins Schwitzen, weil der sieht exakt so aus wie er heißt (und ich behaupte einfach mal, daran würde sich im Wesentlichen auch nichts ändern, wenn er den Mund-Nasen-Schutz abnähme).
Eine Beschreibung, die Sie jetzt leider nicht verstehen können, da ich hier natürlich nicht seinen echten Namen verkünden kann, damit Sie den dann gleich googeln oder so. Sowas macht man nicht.

Stellen Sie sich einfach ersatzweise einen Mann in den Fünfzigern vor, von kugeliger, untersetzter Statur, mit krass bayerischem Dialekt und einem Namen wie Rudi Humpertinger – die Vorstellung, die Sie dann haben, die trifft es in etwa.

Ideale Lernbedingungen also.

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Auf dem Land ist Santa Claus schon im Anmarsch…

Die spinnen, die Bayern.

…während es mir hier in der Stadt noch recht unvorweihnachtlich vorkommt.

Deko vor dem Supermarkt.

Soweit für heute.

Kommen Sie gut durch die Woche und halten Sie vorsichtshalber schon mal Ausschau nach einem passenden Corona-Freund, falls am 25. November festgelegt werden sollte, dass jeder Haushalt sich künftig nur noch mit einem anderen, festzulegenden Haushalt (und aus diesem auch nur mit einer Person) treffen darf.

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Beglückend.

Schwer zu sagen, welcher dieser Anblicke mich heute am meisten beglückt hat:

a) der des kleinen gelben Fischleins, das heute so überraschend meine Bahn kreuzte und quasi mitten im Kraulschlag entzückend an meine Schwimmbrille dotzte, in diesem schönen, erst diese Woche neu entdeckten Schwimmbad, das ich zunächst nur notgedrungen als Alternative zum Lieblingsbad, das wg. der üblichen Revision grad zu hat, aufsuchte, das aber glatt das Zeug hat, mein dauerhaftes Zweitbad zu werden

oder

b) der des Trailers, der mich via Whatsapp von M. aus Berlin erreichte und in dem ich sofort dieses Gefühl von Aufbruch und Verheißung und Zukunftsoffenheit, jenes übermütige, allen äußeren Widerständen trotzende „Alles ist möglich“-Empfinden wiedererkannte und wiederspürte, das sich am 18. Juni 1985 so tief und unauslöschlich in mich eingegraben hat:

oder

c) der des grünspargeligen Abendessens, wie es vorhin so duftend vom Ofen auf den Tisch hinüberwanderte und dann auch noch genau so geworden ist, wie’s gedacht war.