Von Schuld, Campingplatzleben und Mollusken. Ein nächtliches Purgatorium.

Seit einiger Zeit beobachte ich morgens beim Zähneputzen ein abstruses Phänomen an meinem Körper. Wenn mir der Ausschnitt meines Schlafshirts durch die Putzbewegung ein Stück über die Schulter rutscht, sehe ich im Spiegel mein Schlüsselbein. Direkt unter dem Knochen ist eine längliche Wölbung erkennbar. Von Größe und Form her in etwa so, als säße unter meiner Haut eine halbierte Nacktschnecke.

Manchmal lege ich die Zahnbürste beiseite und ziehe mir das Shirt noch weiter über die Schulter, um dieses skurrile Spektakel genauer anzusehen. Spektakel, weil: das wulstartige Etwas bewegt sich ein bisschen. Ich betaste es vorsichtig. Es fühlt sich unangenehm, aber nicht schmerzhaft an, es lässt sich verschieben und eindellen. Vielleicht bewegt es sich auch nur, weil ich zuvor den Arm bewegt habe?
Ich berühre die Stelle noch ein paarmal, versuche mich an einer kleinen sensorischen Testreihe (sogar unter Zeugen, damit es nicht irgendwann in einer Notambulanz heißt: Die spinnt doch!), aber jedesmal macht sich die halbierte Nacktschnecke mittendrin vom Acker und taucht erst am nächsten Morgen wieder auf.

[Ein Filmausschnitt fällt mir dazu ein. Als ich ca. acht Jahre alt war, tappte ich spätnachts, aus einem unruhigen Kindertraum erwacht, ins Wohnzimmer, weil ich den Fernseher hörte und wusste: da ist der Papa, da bin ich sicher. Er saß dort manchmal nachts, wenn er nicht schlafen konnte und guckte sich Weltraumsendungen oder irgendwelche schrägen Filme an. Ich setzte mich neben ihn aufs Sofa und mein Blick fiel unweigerlich auf den Fernseher. In der Szene, die gerade lief, war ein Mensch zu sehen, in dessen Rücken ein Wurm hauste, ein Riesenwurm, der gerade dabei war, sich von innen durch die Haut zu fressen. Ich kreischte vor Ekel und der Papa schaltete natürlich sofort den Fernseher aus.]

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Campingplatzleben.

Mit diesem gänzlich neuen Wort – nie zuvor gedacht/gesagt/geschrieben – frühmorgens aus einem Traum aufgeschreckt.
Verschwinde einfach wieder in dein Campingplatzleben!, so mein letzter erinnerter Satz, aus dem Alptraum erwachend. Ich schrie ihm diesen Satz ins Gesicht und fuhr davon.

Zuvor hatte ich mich von ihm überreden lassen, ihn zu seinen Eltern zu begleiten. Obwohl er gar nicht mehr mein Freund war, genau genommen ist er das wohl nie gewesen (und was auch immer wir waren: Freunde jedenfalls nicht).
Er jammerte wochenlang, dass er dort nicht alleine aufkreuzen könne, im Elternhaus, nach all den Jahren. Seine Freundin sei als Begleitung ungeeignet, die könne sich nicht benehmen und sei zu laut für die schwachen Nerven seiner Mutter. Und sein Vater dürfe sie nicht sehen, diese Freundin, denn der wäre schockiert über eine solch ungehobelte Person.

Deshalb ICH. Bitte, nur noch dieses eine Mal. Es würde ihm bestimmt sehr helfen. Ich könne das doch locker. Er könne das nun mal gar nicht. Diese ganze Herkunftsfamilie, alle so schrecklich. So viele Rechnungen offen mit denen, dass ein läppisches Leben sowieso nicht ausreiche, um die alle zu begleichen. Gut, das Erbe nahe ja nun, das würde vielleicht was heilen, eines Tages. Eine Art Schmerzensgeld, das stünde ihm doch zu, nach all dem Erlittenen seien sie ihm das schuldig.

[Kinder sitzen diesem Trugschluss ja gar nicht so selten auf: zu meinen, die schrecklichen Eltern seien ihnen ja wenigstens eines Tages ihren gesamten Besitz schuldig, wenn sie ihnen schon sonst nichts Gutes gegeben hätten. Ein Schuldschein, der nicht einlösbar ist. Vielleicht eh bloß die Rückseite des genauso wertlosen elterlichen Schuldscheins, auf dem in großen Lettern „Dafür, dass wir dir das Leben schenkten, schuldest du uns Dankbarkeit“ prangt. Meist stehen beide Seiten knietief im selben Moralmorast des Familiengeweses, gleichwohl denkt jede der Seiten, nur die andere stünde drin und sie selbst sei erhaben über diese Niederungen menschlicher Gesinnung.]

Er müsse diesen Besuch jetzt machen, damit ihm das nicht durch die Lappen ginge, man wisse ja nie. Ich müsse ihn unbedingt begleiten.
Und ich? Natürlich. Ich mach‘ das. Weil ich gefall‘ mir ja in dieser vertrauten Rolle der Retterin der Unrettbaren. Damit kenn‘ ich mich aus, das kann ich. Mit dem ewig gleichen Misserfolg am Ende, versteht sich. Denn man kann das Seelenleben der anderen nicht retten, was man zwar von Anfang an weiß, aber nicht ernst nehmen möchte, weil: das lenkt so prima ab von potentiell schöneren, neueren, bunteren Rollenkleidern, in die zu schlüpfen ich mich ziere oder ängstige (weil ich dabei womöglich den eigenen familiären Moralmorast betrachten oder gar betreten müsste: die Mutter, die Mutter, die Mutter).

Ich sitze also am Steuer einer überdimensionierten, schwarzen Limousine und kutschiere ihn zum Elternhaus. Unterwegs erzählt er mir unaufhörlich von seiner Kindheit und von seinen Eltern, die ich noch nie gesehen habe und eigentlich auch lieber nie sehen wollte, weil das, was er erzählt, wahrhaft gruselig und traurig klingt.

Dort angekommen öffnet uns niemand. Die tun nur so!, sagt er zu mir: das konnten sie schon immer am besten – nur so tun als ob.
Er weiß offenbar, dass sie zuhause sind. Wir schleichen uns durch einen verwachsenen Garten zu einer Terrassentür, die einen Spalt breit offensteht. Er greift nach innen, legt den Griff um und schiebt die Tür ganz auf. Seine Eltern liegen auf einer riesigen Eckcouch und schlafen und sehen aus wie tot, so friedlich.
Durch das Quietschen der Schiebetür erwacht die Mutter. Erkennt ihn, den Sohn, setzt sich auf und will etwas sagen, aber es kommt kein Ton aus ihrer Kehle. In dem Moment wacht auch der Vater auf, blickt uns an und poltert sofort los: Wieso der Sohn erst jetzt komme, so kurz vor ihrem Tode, wieso er sich all die Jahre nicht habe erinnern wollen an sie, seine Eltern, wieso erst jetzt?

Dieser Sohn, den ich begleite, steht hinter mir und ringt nach Luft, will auch etwas sagen und kann nicht. Der Moment meines Einsatzes ist gekommen, denke ich noch, als ich aus den Augenwinkeln sehe, wie der Sohn wortlos ein großes Ölgemälde von der Wohnzimmerwand nimmt und damit auf die Mutter zugeht, mit sehr entschlossener Mine. Sie will noch schützend die Hände über den Kopf heben , aber es ist zu spät. Der Sohn erschlägt sie mit dem Bild, mit mehreren Hieben. Ein Stück Bilderrahmen ragt ihr schließlich aus der Brust (nirgends Blut, ich träume fast ausnahmslos blutfrei, in diesen seltenen Horrorträumen).

Der Vater ist fassungslos und beginnt zu weinen. Ich setze mich zu ihm und sage mit zitternder Stimme: Es tut mir leid, aber genau DAS habe ich kommen sehen. Dass es so eskaliert. Ich habe es kommen sehen. Dann lege ich ihm tröstend die Hand auf seinen runzligen, von Altersflecken übersäten Arm.
Warum haben Sie es dann nicht verhindert?, will der schluchzende Vater von mir wissen.
Weil Ihr Sohn es sowieso getan hätte, irgendwann, irgendwie, entgegne ich.

Dann frage ich mich, wo er eigentlich ist, der Sohn.
Stehe auf und gehe durchs Wohnzimmer, schaue hinüber in den Flur und ins Esszimmer. Dort ist er nicht. Ich trete durch die Terrassentür hinaus in den Garten – und da sehe ich ihn: er kauert in einer Ecke, hat sich in eine Decke gehüllt und nimmt große Schlucke aus einer Weinflasche. Als ich auf ihn zugehe und ihn ansprechen möchte, schreit er mich an. Ich solle stehenbleiben, sonst würde er auch mich erschlagen, so wie er überhaupt alle erschlagen möchte, die ihn nicht gesehen und ernst genommen hätten. Mit einem beherzten Sprung nähere ich mich ihm, wische mit einer schnellen Bewegung des rechten Armes die Flasche aus seiner Hand und schreie zurück: Er müsse jetzt zu dem stehen, was er getan habe, einmal in seinem Leben müsse er das hinbekommen, denn nicht an jedem Drama seien immer nur die anderen schuld!

Mein Mut verlässt mich schnell wieder, ich bekomme Angst und renne weg. Warum auch immer ich ins Haus zurückeile, kann ich nicht sagen, aber als nächstes stehe ich wieder in diesem hässlichen Eiche-rustikal-Wohnzimmer.
Der Vater sitzt immer noch starr vor Schreck und weinend auf dem Sofa. Ich sehe zur anderen Couchseite hinüber, wo die tote Mutter liegt. Auf einmal reißt sie die Augen weit auf und sagt in einem Tonfall, in dem Fürbitten verlesen werden: Jetzt wird er wieder jahrelang in unserem Garten campen! Oh helfen Sie uns doch!

[Und mitten in dieser Traumszene denke ich: Ja, so ist er. Ein Camper. Schlägt irgendwo sein Zelt auf, behilft sich mit dem Nötigsten, harrt aus, bis alles um ihn herum sich dieser Campingszenerie angeglichen hat: die Freundin, die Nahrung, die Wohnung, die Gegend, die Vegetation. Alles wird zum Zubehör, alles ist im Notfall schnell zurückzulassen. Er lebt auf dem Boden, er schläft im Schlafsack, kein Wetter kann ihm etwas anhaben. Er befindet sich in seinem Survival-Camp und sitzt dort und hält Mahnwache. Schon jahrelang. Ein Outlaw, der sich am Feuer wärmt, sich von Wurzeln ernährt, sich kaum mehr pflegt, sich den Menschen entfremdet, sich in seinem selbstgewählten Exil eingerichtet hat. Ab und an stößt er einen Hilferuf aus, manchmal ertönt ein Echo, letztlich aber verhallt alles in der Dunkelheit und Wildnis.]

Ich wende mich von der Mutter ab, drehe mich um, trete ganz nah an die Scheibenfront des Wohnzimmers heran und schaue in den Garten hinaus, wo er noch immer in der hintersten Ecke sitzt. Sehe, dass er schon eine neue Flasche Wein in der Hand hält. Ausdruckslos und passiv starrt er die Hecke gegenüber an, so als ginge ihn all das, was hier drüben, im Wohnzimmer seiner Eltern, geschehen ist, nichts mehr an.

Mich ergreift eine unsagbare Wut, wie ich ihn da so hocken sehe. Dieser unerträgliche Trauminet. Dieser Blutegel-Habitus hinter der Opfer-Maske, wenngleich wohl unbewusst. Nach Jahren des Mitleids packt mich nun die blanke Wut.
Die aber richtet sich nur teilweise gegen ihn, dieses dort im Rasen hockende, trotzige, verletzte Häuflein Elend, das mir so viel Energie für die Bekümmerung um sein Elend abgezogen hat, so dass diese Energie nun für mich fehlt.
Im Kern und in letzter Konsequenz richtet sich diese Wut gegen mich. Gegen mich, dieses dort hinter der Glastür stehende, grollende und ebenfalls verletzte Häuflein Elend, das sich ohne jeden Zwang diesen Blutegel aus dem Sumpf fischte, ihn sich anlegte und ihn saugen ließ.
Kaum zu glauben, wie ähnlich man einander in manchen Aspekten doch ist, trotz größter Verschiedenheit!

Er starrt die Hecke an, ich starre ihn an. Wut und Selbsterkenntnis pochen hinter meinen Schläfen, die Scheibe beschlägt von meinem Schnauben. So sehr, dass seine Konturen dort draußen im Garten mit jedem Ausatmen mehr und mehr verschwimmen. Kurz bevor er hinter dieser Kondenswasserschicht völlig verschwindet, ruft er nach mir: Was stehst du da so herum, kommst du jetzt bitte?

Kaum ist der Ruf ertönt, setze ich mich langsam in Bewegung. Jeder Schritt wie in Zeitlupe. Ein paar Meter vor ihm bleibe ich auf dem Rasen stehen und schaue ihn an. Ja, siehst du denn nicht, wie es mir geht?, wimmert er.
Ich versuche, meine Wut wegzudrücken, mich zu sammeln und zu sagen: Nein, weil ich jetzt endlich wieder sehe, wie es MIR geht!

Sage es dann tatsächlich, drehe mich um und gehe aus dem Garten hinaus, der nun noch zugewachsener wirkt als beim Betreten. Ein paar dornige Zweige schnalzen mir schmerzhaft ins Gesicht.
Schließe das Auto auf, lasse mich auf den Fahrersitz fallen. Bin fix und fertig.

Dann klopft es am Fenster. Draußen steht er, mit hochrotem Gesicht. Zorn? Tränen? der Wein? – die Röte ist nicht zuzuordnen, es ist mir auch egal, denn ich kann meine Wut nicht mehr unterdrücken.
Drehe den Zündschlüssel um, lege den Gang ein, öffne das Fenster – das Blut kocht nun in meinen Adern – und brülle: Verschwinde einfach wieder in dein Campingplatzleben!, und trete mit dem Fuß aufs Gaspedal, so fest ich kann.

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Beim Zähneputzen suchen die Augen bereits automatisch das morgendliche Spiegelbild nach der halbierten Nacktschnecke unter dem Schlüsselbein ab.
Sie wulstet heute nicht an der üblichen Stelle herum. Seltsam. Ich lege die Zahnbürste auf den Waschbeckenrand und streife das Shirt über meine Schulter. Nirgends ist es zu sehen, das kleine Monster. Irritiert ziehe ich das Shirt ganz aus. Taste das Gewebe rund ums Schlüsselbein gründlich ab. Inspiziere den gesamten Oberkörper. Nichts, nirgends.

Die Molluske ist über Nacht verschwunden.

Von Tauben und Menschen.

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Ich stehe in der Abflughalle eines Flughafens und warte auf den Freund.
Wir haben einen gemeinsamen Termin, etwas wichtiges Zukünftiges hängt daran.
Die Zeit drängt, eine Lautsprecherstimme hat das Gate ausgerufen. Vom Freund weit und breit keine Spur.
Ein geradezu typischer Zustand. Seine Unsichtbarkeit und Unzuverlässigkeit bin ich längst gewohnt, daher versuche ich, nicht sofort nervös zu werden, denn erfahrungsgemäß kommt er meistens noch. Zwar auf den letzten Drücker und oft in desolater Verfassung, aber er kommt.
Das Gate wird ein zweites Mal ausgerufen. Jetzt werde ich doch unruhig, greife zum Handy, rufe den Freund an. Wie immer klingelt es ins Leere, auch das bin ich längst gewöhnt. Es gibt keinen Menschen, den ich so zuverlässig nicht erreiche wie ihn.
Ich versuche es mit einer Textnachricht: Wo bist du? Ruf mich bitte an, es ist dringend!

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Kurz darauf ruft er tatsächlich zurück. Ist nach meiner aufgebrachten Frage, wo er denn bliebe, ganz erstaunt, dass unser Flug heute, genauer gesagt jetzt dann geht (ja sowas, ist denn schon Mittwoch?, will er wissen – Nein, sage ich, es ist Dienstag, aber unser Flug war schon immer für den heutigen Dienstag gebucht!).
Oh, dann hätte er sich wohl im Tag geirrt, mache sich aber nun auf den Weg und würde sich beeilen.

Wir beenden das Telefonat umgehend, weil wir keine Zeit mehr zu verlieren haben und mir ohnehin nichts mehr zu sagen einfällt.
Ich bin sprachlos ob dieser Vergesslichkeit. Nehme meinen Rollkoffer und mache mich auf den Weg zum Gate.

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Als ich auf dem Laufband stehe, folge ich einem Impuls: ich habe Lust loszurennen. Ich renne so schnell ich kann, unter mir das sich ebenfalls vorwärts bewegende Laufband, das dadurch entstehende Körpergefühl finde ich äußerst ulkig und denke: Lustig, das ist ja, als würde man sich gleich selbst überholen und abheben und fliegen. Herrlich!
Am Ende des Bandes angekommen setze ich den ersten Fuß (immer noch im Laufschritt) auf den hell gefliesten, blitzsauberen Boden und stürze beinahe kopfüber, weil der Untergrund ja nun nicht mehr rollt. Huch!

Etwas außer Atem komme ich am Gate an. Trete zu der langen Fensterfront, von der aus man wie von einer Empore auf das Rollfeld hinabschauen kann. Greife in die Manteltasche, um das Handy herauszuholen und dem Freund nochmal Bescheid zu geben, dass ich jetzt im Wartebereich bei Gate 261 sei und dass die Maschine noch nicht da sei, er es also vielleicht noch schaffen könne, wenn er die Beine unter die Arme nähme.

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Während ich seine Nummer in der Kontaktliste suche und mehrfach über das Display wische, denn bis zu seinem Namen muss ich diese Liste bis unten durchscrollen, fällt mein Blick auf das Rollfeld.

Dort unten tanzt jemand, umringt von Tauben. Kann das sein? Mitten auf dem Rollfeld?
Ich schaue genauer hin und erkenne in dem Tanzenden den Freund. Er tanzt nicht im herkömmlichen Sinne, sondern er dreht sich auf der Stelle, ein bisschen wie in Trance, immer um die eigene Achse – Was für eine grandiose Symbolik!, denke ich sofort, denn nichts könnte besser passen -, fuchtelt mit einem Gegenstand herum, macht Wurfbewegungen, die Tauben umflattern ihn, und als ich noch genauer hinsehe, entdecke ich, dass es eine kleine Papiertüte ist, mit der er herumfuchtelt und in die er immer wieder hineingreift, um ein Stück von einer Semmel abzubrechen.
Den Teigbrocken zerpflückt er dann in viele kleine Stückchen und wirft sie den Tauben zu, die Geschickten fangen die Krumen gleich im Flug auf, andere schwirren hektisch um ihn herum und gehen leer aus, ein paar der Vögel warten faul am Boden sitzend darauf, dass dem Freund ein Bröckchen aus der Hand oder einer anderen Taube eines aus dem Schnabel fiele und sie auf diese Weise etwas abbekämen.

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Staunend betrachte ich dieses Spektakel und mir wird klar: der Freund hat mich vergessen und er hat auch vergessen, dass er sich gerade eben noch beeilen wollte, so wie er zuvor auch den Flug vergessen hatte, und wie er ohnehin so vieles vergisst (oder ausblendet oder abklemmt), weil er in seiner ganz eigenen Realtiät lebt, die nur eine kleine Schnittmenge mit der Wirklichkeit da draußen hat (jene Wirklichkeit, in der es Freunde und Uhrzeiten und Flüge und Termine und Zukunftspläne gibt) – und oft wohl nicht einmal die.

Ich lasse mein Handy zurück in die Manteltasche gleiten. Betrachte ihn, wie er sich da unten auf dem riesigen, betonierten Rollfeld um sich selbst dreht und dabei Tauben füttert, er tut das mit einer Selbstvergessenheit wie man sie von einem Kind kennt, das einem plötzlich daherfliegenden Ahornblatt oder Schmetterling hinterherläuft, ganz fasziniert von der Buntheit des einen oder dem Flügelschlag des anderen, und das darüber völlig vergisst, dass es ja auf dem Weg zur Schule oder zur Klavierstunde oder wohin auch immer war – und das folglich zu spät kommen oder sich verlaufen oder nicht mehr wissen wird, wohin es eigentlich unterwegs war.

(Tatsächlich sah ich den Freund einmal – fernab jedes Orts- und Zeitgefühls, wie mir schien – auf einer betonierten Fläche stehen und Vögel füttern. Krähen waren es. Und er tanzte nicht.)

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Auf einmal hält der Freund kurz inne, dreht dann eine letzte Pirouette. Besonders schwungvoll soll sie aussehen, sie wirkt aber einfach nur affektiert.
Anschließend taumelt er mit herumrudernden Armen, um das Gleichgewicht nicht zu verlieren, auf eine Parkbank zu, die am Rande des Rollfelds steht. Ein Mensch sitzt dort, von hinten sehe ich nur dessen Umrisse.

Die Tauben erschrecken über den plötzlichen Ausbruch des Freundes aus ihrer Mitte, flattern wild auf und quittieren den unerwarteten Abbruch der Fütterung mit lautem Kreischen.
Es ist ein großer Schwarm, wie ich jetzt erst bemerke. Dutzende Vögel sind dort unten und sie kreischen so laut, dass ich es bis hinauf in den Wartebereich von Gate 216 hören kann. Als der Freund die Bank erreicht hat, landen sie wieder und sind still.

Plötzlich ist meine Perspektive auf das Rollfeld eine andere und ich kann erkennen, dass es die Mutter ist, die dort unten auf der Bank sitzt.
Der Freund redet nun mit der Mutter, ich sehe auch, wie ihre Lippen sich bewegen und noch mitten im Traum denke ich verwundert: Sieh an, von den Toten auferstanden ist sie und sogar die Sprache hat sie wiedergefunden, trotz ihrer Krankheit…
Er hält ihr die Papiertüte hin, in der sich die Semmeln befinden, neigt sie etwas nach vorn, damit die Mutter hineingreifen und sich ein Stückchen abrupfen kann. Als er merkt, dass ihr diese Bewegung schwerfällt, setzt er sich neben sie auf die Bank. Blass sieht er aus. Und abgemagert.

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Gemeinsam werden sie gleich die Tauben füttern, denke ich. Aber ich werde es nicht mehr sehen, der Flug wird soeben zum letzten Mal aufgerufen, ich muss mich auf den Weg machen.

Das Letzte, was ich sehe, ist das welke, bleiche Gesicht der Mutter, die kloßartig auf der Bank sitzt (oder ist’s gar ein Rollstuhl?), nahezu reglos bis auf ein müdes Lächeln, als sie unendlich langsam in die Semmeltüte hineingreift.
Verblichen ihre Theatralik und ihr Talent, sich bestmöglich in Szene zu setzen und der ganzen Inszenierung ihre ureigene, oft für ach so genial gehaltene Note aufzudrücken, um nicht zu sagen: ihre Fanfare.
All das ist verblichen, ihr Auftritt endlich mal ruhig und unspektakulär.

Ich empfinde eine tiefe Zufriedenheit beim Anblick dieser so neuen und ungewohnten Wahrhaftigkeit und bin zugleich der Fensterfront dankbar, dass sie mich durch ihre dicken Glasscheiben spürbar von dieser Szenerie trennt, dass sie mich abschirmt von den beiden dort unten.
Von Menschen, die den Vogel, den sie haben, ebenso regelmäßig wie selbstverliebt mit der Taube des Heiligen Geistes verwechseln.
Von Menschen, die so in sich und ihre Welt verschraubt sind, dass sie nie dort waren, wo sie hätten sein müssen, manchmal vielleicht sogar sein wollten.
Wo man fest mit ihnen rechnete.
Wo man sie gebraucht hätte.
Wo man auf sie gewartet hat.
Vergeblich.

Das Letzte, was ich in diesem Traum denke, ist: Da haben sich ja zwei gefunden, sollen sie mal zusammen dort unten hockenbleiben – ich werde jetzt fliegen.

Es ist ein friedlicher Gedanke, gleichwohl folgt ihm ein innerer Aufruhr, ein mahnendes, anklagendes: Warum bin ich nicht schon längst geflogen?

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Mit diesem Gefühl wache ich auf.
Finde mich in Seitenlage ganz nah an der Bettkante vor, dem Bettinneren zugewandt, nicht dem Abgrund.

Das Erste, was ich wahrnehme, als ich die Augen öffne, ist ein auf Brusthöhe und von dort im 90°-Winkel von mir weggestreckt liegendes, ellenlanges Dackeltier, das mit seiner Nasenspitze fast bis zur anderen Bettkante reicht.
Unser einziger Kontakt: ihr Hinterteil an meinem Solarplexus, eine der sensibelsten Stellen meines Körpers.

Ein Arzt fragte mich vor vielen Jahren einmal, ob und wenn ja, wo an bzw. in meinem Körper ich mich (wir wollen uns hüten, vom wahren Selbst oder der eigenen Mitte oder irgendetwas in der Art zu faseln) denn am deutlichsten fühlen oder verorten würde.
Ganz spontan tippte ich damals auf den Solarplexus und sagte: „Da wohne ich!“
Und so ist es geblieben: wenn ich überhaupt irgendwo in mir wohnhaft bin, dann exakt dort.

Ein warmes, weiches Dackelhinterteil beim Aufwachen aus so einem Traum an genau diesem Punkt innerster Heimat und größter Empfindsamkeit zu spüren – das ist wunderbar.

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Beim Duschen nochmal über den Traum nachgedacht und mich im Zuge dessen an den Tauben-Song schlechthin erinnert: When doves cry.

Den Text beim Haarewaschen repetiert (ein wandelndes Songbook der 70er und 80er Jahre bin ich, nichts sonst – von ein paar Schiller-Balladen und einer Handvoll anderen Gedichten mal abgesehen – konnte ich mir je so schnell und nachhaltig einprägen wie Liedtexte).

When doves cry. Noch ins Handtuch gewickelt in YouTube nach der Musik gesucht. Ewig nicht mehr gehört.
Lieber nicht das Video von dem Toten (so nackt, so verloren, so dunkel), sondern dieses hier (eh die bessere Stimme):

Maybe I’m just too demanding
Maybe I’m just like my father too bold
Maybe you’re just like my mother
She’s never satisfied (She’s never satisfied)
Why do we scream at each other
This is what it sounds like
When doves cry

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Mukiku.

Viel Aufruhr in den letzten Wochen, in etlichen Lebensbereichen.
Ein bisserl viel und anstrengend war’s, wenngleich sich ein Trend zum Beflügelnden abzuzeichnen schien.
Dennoch: Der Akku muss jetzt ein bisschen aufgeladen werden, die Birne braucht Ruhe und neue Impulse, der Körper ebenso.

Wir sind dann mal für ein paar Tage weg – Richtung Berge, eine Art Crash-Mukiku (kurze Mutter-Kind-Kur) – und sollte uns danach sein, melden wir uns von unterwegs mal mit ein paar Ein- oder Aussichten (also einem Bild aus dem Schnee oder vor großen Kuchenstücken sitzend oder faul aus den Kissen hervorlinsend).

Bis bald & ein schönes restliches Wochenende!
Die Kraulquappe & das Dackelfräulein.

Die Darmspiegelung oder: A Rua is.

Nach etlichen Tagen des strohwitwernden Hundhabens hatte ich gestern meinen wohlverdienten hundefreien Tag.

Während der Erledigung diverser Arbeiten im Haushalt und am Schreibtisch beschloss ich, mir nachmittags einen Saunabesuch zu gönnen. Wärme und Ruhe täten dem entzündeten Ellenbogen, mit dem ich seit Wochen rumziehe, bestimmt mal ganz gut (und mir sowieso).
Ich fahre zu meinem Lieblingsbad, dem einzigen Münchner Bad, das ganzjähriges Open-Air-Schwimmen im 50m-Becken ermöglicht, um die Unternehmung gleich noch mit einer Runde Schwimmen kombinieren zu können und freue mich wie ein Schnitzel auf die vor mir liegenden 4 Stunden.

Beim Betreten des Bades fällt mein Blick auf eine Hinweistafel neben dem Eingang: „Heute ganztägig Damensauna“.
Nun gut, denke ich, wird schon gehen, so in der Vorweihnachtszeit, wo doch alle so vielbeschäftigt sind.

Ich bin kein Freund von diesen Frauentagen. Zwar bieten sie den Vorteil, sich unbehelligt von gelegentlich vorkommendem verstohlenen oder unverhohlenen Geglotze überall einseifen, abtrocknen und eincremen zu können sowie in der Sauna liegend ganz entspannt auch mit angewinkelten Beinen vor sich hin zu schwitzen ohne zuvor sorgfältigst den passenden Liegeplatz (und das Gegenüber) auszuwählen, aber das war’s dann auch schon mit den Vorteilen dieser Frauentage. Denn in erster Linie sind sie: überfüllte und laute Horte entgrenzter Schamlosigkeit.

Aufgekratze, kichernde Mädeltrupps, rudelweise ratschsüchtige, kiloweise mandarinenschälende Rentnerinnen und grimmig dreinblickende, männerfürchtende (und nicht selten für Männer zum Fürchten aussehende) Trullas aller Altersklassen bevölkern die Saunaanlage an diesen Frauentagen. Dazwischen vereinzelt ein paar Ruhesuchende oder aus Versehen Hineingeratene, verzweifelt nach Erholung suchend.
Es wird geschnattert, gefuttert, gebröselt, gegackert, geschmiert, gepeelt und geshaved, was das Zeug hält. Letzteres artet an diesen Tagen, an denen frau unter sich ist, völlig aus: Die Duschräume verkommen zu einem rutschigen Parkour durch glibberige Rinnsale aus wegrasierten Haaren aller möglichen und unmöglichen Herkunftsorte. Die albernsten Verrenkungen bei gegenüber oder nebenan Duschenden sind zu beobachten, und man darf schon froh sein, wenn einem nicht irgendein Schlonz, der gerade behände mit dem Lady-Shaver vom Nachbarbein abgezogen wird, an die eigene Wade spritzt. Ein Treiben, dem ein paar im Duschraum anwesende Männer sofort Einhalt zu gebieten wüssten – durch ihre bloße Präsenz würden die sich im Herumwerkeln krümmenden Leiber sofort wieder aufrichten, den Rasierer dort lassen, wo er hingehört (unter der heimischen Dusche) und sich stinknormal waschen.

Gestern scheint es zunächst so, als könne ich diesen Szenarien entkommen, denn anhand der noch freien Garderobenschränkchen stelle ich aufatmend fest: Allzu voll ist es noch nicht. Prima. Genüsslich breite ich mein Badetuch in der Sauna aus. Nur eine Frau dampft eine Etage über mir vor sich hin. Ich strecke mich aus und schließe die Augen. Sekunden später fliegt die Tür auf und Elvira tritt ein, als diese wird sie umgehend und lautstark von der über mir Schwitzenden – Margot heißt sie – begrüßt.
Die beiden beginnen einen dieser Saunadialoge, bei dem man Hoffnung auf ein schnelles Ende hegen kann.
Elvira: „Sakradi, is des wieda hoaß da herin!“
Margot: „Ja, es san weit über 90 Grad heid!“

Leider kennen sich die beiden offensichtlich schon länger, so dass diese Hoffnung sich alsbald zerschlägt. Es geht zunächst um Weihnachten und wer wo eingeladen ist oder welchen Besuch erwartet und was es zu Essen geben soll oder ja nicht schon wieder geben darf. Dauer dieser Sequenz: ca. 3 Minuten. Die Lautstärke steigert sich bei jedem Satz, was auch daran liegen mag, dass Margot sich währenddessen angestrengt schnaufend mit einem Sisalhandschuh den Schweiß abbürstet.
Das nächste Themenfeld ist das jeweilige Befinden, resp. Krankheiten. Elvira und Margot dürften, in der schummrigen Gnade des Saunalichts betrachtet, wohl um die Ende 60 sein, demnach gibt es da natürlich Einiges mitzuteilen. Rücken, Knie und Hüfte lasse ich noch tapfer über mich ergehen. Dann aber rückt Margot damit raus, dass ihr noch vor Weihnachten eine Darmspiegelung bevorstünde. Wegen dieser Sache am Dickdarm, woaßt scho, und weil die eine Behandlung ja nicht angeschlagen habe, „da will da Doktor doch nochamal genauer hischaun“, ihr tät‘ es jetzt schon grausen vor der Abführerei. Elvira antwortet, wie es so typisch ist für diese Gespräche, in denen jeder nur seins loswerden will, mit der Story zu dem Furunkel, den sie neulich am Steiß gehabt habe und wie langwierig das gewesen sei und das Aufschneiden ja so schmerzhaft (die Narbe bis heute eitrig und nässend).

Da reicht es mir. Ich richte mich auf und sage höflich, aber bestimmt zu den beiden, dass ich es schön fände, wenn sie ihre Unterhaltung draußen fortsetzen könnten, dabei deute ich auf ein hinter Elvira hängendes Schild, das dort schon seit Jahren stumm und vergeblich um Ruhe zu bitten versucht. Ein bajuwarisches Donnerwetter – noch heftiger als Darm-Malaise und Furunkel-Eiter – ist die Quittung dafür. Was mir einfiele, wo wir denn da hinkämen, wenn man sich in der Sauna nicht mehr unterhalten dürfe, warum mich das überhaupt störe und dass sie sich unterhalten würden, wo immer sie möchten.
„Mir red’n da herin seit 40 Jahr‘ und wenn eana des ned bassd, dann gehns hoid aussi!“

Ein Wort gibt das andere, bis ich mich schließlich erhebe und die beiden keifenden Weiber, die mich mittlerweile wegen meines Nicht-Dialekts als Zugroaste, die da herin eh nix verlorn hat beschimpfen, mit ihren Gebrechen in der Hitzekammer hocken lasse.
Ich gehe Schwimmen, extra lang, denn im Wasser ist es still, herrlich still. Einer der Gründe, weshalb ich das Schwimmen so liebe: Diese Ruhe, dieser Rhythmus, das Monotone, die Schwerelosigkeit.
Das nächste Mal, denke ich beim Bahnenziehen, gehe ich wieder an gemischten Tagen in die Sauna oder aber in Begleitung einer Freundin, mit der es sich zwischen den Saunagängen ebenfalls ratschen lässt, denn anders ist das ja nicht zu ertragen. Eigentlich wird es höchste Zeit, mal Freunde zu finden, die ein Eigenheim mit einer Sauna im Keller haben.

Auf dem Rückweg vom Becken zum Saunabereich laufe ich meinem Lieblingsbademeister über den Weg, Typ Bayrischer Bruce Willis in den 40ern. Er hat heute Saunameisterdienst, ist auf dem Weg zum stündlichen Aufguss. Wir unterhalten uns ein bisschen, ich berichte ihm von meinem Erlebnis mit Mrs. Darm und Mrs. Furunkel. Er sagt daraufhin, dass er diese Frauentage auch nicht leiden kann, den Krach, den Trubel, die Brotzeitorgien überall. Wir gehen gemeinsam zur finnischen Blockhaussauna. Er öffnet die Saunatür, hievt seinen Holzkübel mit dem Eukalyptusöl drin Richtung Saunaofen. Dort sitzen in vorderster Reihe – aufgusserwartend und natürlich ratschend – Elvira und Margot. Als sie Bruce Willis erblicken, der wegen der mörderischen Hitze beim Aufguss nur mit einem Lendenschurz bekleidet ist, geifern sie sofort los. „A Mo in der Sauna – am Damentag! Des geht fei überhaupts ned!“. Beschweren müsse man sich da, schließlich wolle man unter sich sein, da müsse eine Frau den Aufguss machen.

„A Rua is!“ schnautzt Bruce Willis in die Runde, „und wem’s ned bassd da herin, der soll si verzupfn.“ Sprach es und haut mit seinem tätowierten, muskulösen Arm drei Schöpfkellen Eukalyptusbrühe auf die heißen Steine, packt das über seinen breiten Schultern baumelnde Handtuch und fächert mit geräuschvollen Wedelbewegungen den aufsteigenden Dampf durch den Raum. Japsend und fluchend flüchten Elvira und Margot nach draußen, ich strecke mich auf der Holzbank aus, schließe die Augen und inhaliere den befreienden Duft.

Endlich is a Rua da herin.

Walk tall oder: Der Elch-Test.

Zweite größere Körperkrise dieser Reise. Gehört wohl dazu, so jenseits der 40 (wo man die kleineren Gebrechen schon gar nicht mehr erwähnt).

Beginn: Wieder morgens nach dem Aufstehen, damit auch ja der ganze Tag versaut ist.
Symptome: Diesmal nicht die Knie, sondern mittelschwere HWS-Blockade, stocksteif im Schulter-Nacken-Bereich.

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Auslöser: Mitten in der Nacht schief aufgesetzt und mit dem falschen Arm den Dackel vom unteren Drittel der Bettdecke an den Bettrand verschoben, damit man unter der Decke endlich mal wieder die Beine komplett ausstrecken kann.

Abhilfe: Trotzdem Joggen & Spazierengehen. Ganztags den Gatten und den Dackel volljammern. Starkes Öl als Muskelrelaxans.

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Hat funktioniert.
(Frage mich nur manchmal, wie Besitzer schwererer Hunderassen derlei Probleme lösen, ohne zum orthopädischen Wrack zu werden.)

Nach bestandenem Elch-Test grüßt
Die Kraulquappe.