Stadtflucht.

Danke an D. für die schöne Wanderung durch den Wildbach, das gemeinsame Radeln zum See und all die guten Gespräche – und an den Papa fürs mehrtägige Hitzeasyl am bergnahen See, wo all das und mehr stattfinden konnte. An einem Ort sein zu dürfen, wo man einfach sein kann, wo man sich auskennt, wo man gekannt wird, wo es nach Heimat riecht, obwohl man dort nicht Zuhause ist.

Morgens frische Brezen, jeden Tag 2x zum Schwimmen und große Eisbecher mit Waffelröllchen drin: das fühlte sich vorübergehend so sorglos und leicht an wie Sommerferien zu Schulzeiten (dass man erwachsen ist, merkt man dann unangenehm plötzlich daran, dass einem während des Gassigehens irgendein Depp den Stoßfänger anfährt, übel verschrammt, sich einfach aus dem Staub macht und es einem leider niemand mehr abnimmt, sich mit so einem Sch*** rumzuschlagen).

Dennoch: Gut gewässert (ich) und mit allen Wassern gewaschen (das Dackelfräulein) sind wir wieder in die Stadt zurückgekehrt.

Geschüsselt, nicht geniert.

Gestern im Moloch „Mietwohnungsmarkt“ einen neuen Tiefpunkt erreicht.

Mittäglicher Besichtigungstermin in einem der bevorzugten Viertel, eigentlich den Fotos nach die Traumwohnung. Vom Balkon hätte man fast ins geliebte Schwimmbecken gucken können. Hundehaltung erlaubt (!), rund um die Wohnanlage Grünstreifen en masse fürs Dackelfräulein, sogar ein Stellplatz fürs Gefährt, zunächst netter Kontakt zu den Vermietern per Mail.

Dezenter Hinweis einen Tag vor Besichtigung, dass aus unerfindlichen Gründen das Parkett etwas geschüsselt habe („geschüsselt“?, nie gehört! – wir googeln das erstmal, aha: „geschüsselt“ kann man also ganz wörtlich nehmen!), vielleicht die Kälte oder so, oder das viele Lüften während der Badrenovierung, man müsse da nun nach einer „gemeinsamen Lösung“ suchen.

Die sah dann vor Ort, als sich beim Anblick des durchgehend geschüsselten Holzbodens unsere Zehennägel vor Schreck beinahe ebenfalls zu schüsseln begannen, so aus, dass der kleinkarierte, näselnde Schwabe allen Ernstes vorschlug, der Mieter dürfe sich ein Parkett ganz nach eigenem Geschmack aussuchen und das dann in Eigenregie verlegen lassen. Natürlich auf eigene Kosten („desch koschd au ned mehr als 6.000€!“). Und vorher müsse halt der geschüsselte Boden entfernt werden, sind ja nur schlappe 80m². Natürlich auch auf eigene Kosten.

Mietbeginn müsse dennoch zum 1. März (gestern war der 25. Februar!) sein, man könne sich jetzt unmöglich noch weitere Monate Leerstand leisten (gerade sei der Umzug ins eigene Haus erfolgt). In 4 Tagen sicher eine etwas sportliche Leistung, aber wenn man gleich morgen loslegte, ja durchaus zu schaffen (er habe da einen Bekannten an der Hand…, wenn man wolle, stelle er den Kontakt her…).
Dafür sei die Kaltmiete ja auch absolut fair (einen Kotau dafür: sie lag nur 250€ über dem nach gültigem Mietspiegel ermittelten Preis für diese Lage und Ausstattung, anderswo liegt sie schon mal 400€ drüber).

Worin das „Gemeinsame“ dieser Lösung bestand, wurde nicht verraten. Dafür verriet man uns beim Streifzug durch die Wohnung an der einen oder anderen Stelle noch die bis dahin nirgends erwähnten Ablösesummen für uralte Schränke oder Regale in potthässlichem 80er-Jahre-Design („desch is Massivholz, desch häld no a Ewigkoit!“).
Wir kamen recht gut an bei dem Vermieterpaar, hatten beste Chancen, den Zuschlag für die Wohnung zu bekommen.

Nach dem Termin schlich ich deprimiert um die Ecke zum Schwimmbad, sprang bei minus 8 Grad Außentemperatur ins geliebte Becken, schwamm mir den Frust aus den Knochen, ließ mir den eisigen Wind um Nase und Schultern wehen, und schrieb danach eine vernichtende Email an den kleinkarierten, näselnden Schwaben. Dass wir natürlich wüssten, dass es Gang und Gäbe sei, aus der Wohnungsknappheit ungeniert Kapital zu schlagen, und dass das mit Sicherheit leider auch in seinem geschüsselten Fall von Erfolg gekrönt sein würde, er sich aber andere Deppen als uns suchen müsse, denen er zum 1. März seine renovierungsbedürftige Bude zum schwäbischen Schnäppchenpreis andrehen könne.

Manchmal überkommen mich Mordgelüste und Amokphantasien (das schrieb ich ihm nicht, ich hab mich schließlich im Griff).
Das Schlimmste sind die Ohnmachtsgefühle und diese immer wieder entstehende und wenig später sich zerschlagende Hoffnung.

Am Abend liegen wir wie erschlagen auf der Couch, stöbern in den diversen Wohnungsportalen, schütteln die Köpfe und schütten uns die Gläser voll.
Zwei brauchbare Angebote finden wir noch, von denen eines bei näherer Betrachtung sofort unter den Couchtisch fällt, da Absätze wie diese an Tagen wie diesen nichts als ein inneres Messerwetzen auslösen:

Zum Besichtigungstermin bringen Sie bitte Folgendes mit:
– gültiger Personalausweis / Reisepass
– Bonitätsauskunft der Schufa
– Gehaltsnachweise der letzten drei Monate
(alternativ Steuererklärung bzw. Bestätigung durch Wirtschaftsprüfer / Steuerberater bei selbständiger Tätigkeit)

– Schriftlicher Nachweis der Mietschuldenfreiheit vom letzten Vermieter
– Mieterzeugnisse vom Vorvermieter bzw. bisheriger Mietvertrag und Kontaktdaten vom Vorvermieter.

[Habt ihr jetzt vollends den A…. offen: „Mieterzeugnis“?!? Und wo bleibt das Gegenstück, das „Vermieterzeugnis“? Wo kann man endlich Noten vergeben für die Kategorien „Ausbeutung & Abzocke“, „Schamlosigkeit & Schurkerei“, „Gier & Geiz“?]

Irgendwann schlägt der Gatte, müde am Rotwein nippend, vor, doch mal „völlig verrückt“ über das ganze Thema nachzudenken:
Auswandern nach Bodø (er hatte da doch mal einen universitären Kontakt)?
Raus aufs Land (neulich sah ich ein Inserat eines herrlichen Hauses am Schliersee, zum Preis einer Zweizimmerwohnung in München)?
Drastisch verkleinern (Möbel verkaufen, das Wohnzimmer abschaffen, Abende mit Gästen kriegt man auch am Küchentisch rum)?

Wir surfen weiter suchend durchs Netz, vom Nordkap bis zum Alpennordkamm, vom Haus am See übers Appartment in der Au und Schwabinger Hochhäuser bis hin zur Hütte in den Bergen.

Meinen Sonntag beende ich mit diesem Bild:

48m² Wohnfläche, 1.600m² Dackelfläche, 800€ warm.

Kann man dann auch entspannt Teilzeit arbeiten, ist ja nix mehr groß zu finanzieren.
Urlaube und Ausflüge überflüssig, den Berg vor der Nase habend und das Karwendel einen Katzensprung entfernt.
Ich von dort aus direkt hoch zur Hütte für den Saisonjob, der Gatte 1x wöchentlich zur BOB für den Einsatz in Frankfurt.
Klamotten braucht man eh nicht mehr viele, ist auch kein Platz da, um die aufzuhängen (außer draußen).
Stattdessen: Gartenhausbau erwägen. Oder gleich ein Austragshäusl für die Teckelzucht.
Wohnzimmerfrage kann man ebenso abhaken wie den ganzen Schwachsinn mit offenen Küchen und modernen Belüftungssystemen.
Kino etc. haben wir sowieso reduziert seit wir den Hund haben und ein DVD-Player nimmt nicht viel Platz weg.
Die Süddeutsche kann man auch online lesen. Der Paketbote hat endlich Platz zum Parken und stört niemanden sonst.
Grünstreifensuche entfällt ebenfalls, eher sucht man nach der Teerstraße für die Fahrt ins Dorf, zum Einkaufen.
Aber das ginge auch mit dem Bollerwagen.
Zeit hat man dann ja ebenfalls, und der Dackel würde sich gut machen vorn drin im Wagerl, so als bayerische Galionsfigur.

Um 21 Uhr verkrümle ich mich ins Bett, absolviere so mühelos wie selten einen zehnstündigen Erholungsschlaf.
Träume von planen Ahornholzböden in überteuerten Wohnungen, wackligen Baumhäusern in dichten Wäldern und windigen Tipis am tosenden Wildbach.

Neue Woche, neues Glück.

Selbiges wünscht Euch
Die Kraulquappe.

Wo die Sinne herrschen oder: Vom Schweigen des Sinns.

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Kürzlich fragte mich ein Leser dieses Blogs, ob ich eigentlich – wie ja manche der Fotos vermuten ließen – im Dauerurlaub sei, wie es denn käme, dass ich mir mein Leben so einrichten könne und ob das alles dem Gatten zu verdanken sei. Er schloss seine Mail mit dem Fazit, wie traumhaft das doch alles sein müsse. Obgleich mich diese Fragen per Mail erreichten, möchte ich sie öffentlich beantworten. Rein prophylaktisch, falls noch jemand dieselben Fragen wälzt, noch stellen wird oder sie sich nicht zu stellen traut.

Nein, mein Leben ist kein Dauerurlaub, trotz der zahlreichen Himmel-blau-alles-prima-Fotos vom glücklichen Hündchen, mir und den sonnendurchfluteten Bierhumpen. Mein Leben ist auch kein Wunschkonzert. Nicht mal ein Ponyhof. Ganz profan habe auch ich einen Sack an Sorgen, den ich mit mir rumtrage, so wie alle anderen (ab und zu plumpst eine raus oder eine neue wird dazu gestopft).

Zum Beispiel: Ich bin derzeit die Erwerbsarbeit los, was oft befreiend ist und selbst so gewählt war, aber zugleich eben Erwerbsarbeitslosigkeit mit all den dazugehörigen Überlegungen, Einschränkungen, Zweifeln und Ängsten bedeutet – und keineswegs ein kontinuierliches Urlaubsgefühl und Freiheit pur. Da der Gatte seine Arbeit ganz und gar nicht los ist (was so auch gut und gewollt ist), also quasi für zwei arbeitet, kommen wir schon über die Runden. Aber nicht für alle Ewigkeit. Über kurz oder lang sollte auch ich wieder in Lohn und Brot stehen. Denn – um auch auf das Fazit des oben erwähnten Lesers zurückzukommen – der momentane Zustand ist zwar immer wieder recht angenehm (dienstags in den Bergen zu sein könnte glatt ein Dauerhobby werden!), aber als einzige Zukunftsperspektive eher belastend statt traumhaft.

Dass ich dieses Thema hier nicht breittrete, hat viele persönliche Gründe. Den simpelsten davon will ich nennen: Jammern ist unsexy, nervtötend, langweilig und macht also weder mich, noch den Leser froh. Außerdem schöpfe ich mein Jammerpensum (im Blog sowie im echten Leben) bereits mit Themen aus, die noch bedrängender und schmerzlicher waren oder sind. Zum Beispiel: Lamentieren über die Kalkschulter.

Die wuchs sich nämlich zu einem in der vergangenen Dekade noch nie dagewesenen persönlichen Elend aus: Vier Wochen lang war ich nicht beim Schwimmen. Es war grauenhaft, wirklich! Aber es wäre einfach nicht gegangen, die Schulter hätte keinen der mir bekannten Schwimmstile zugelassen. Ob einarmiges Schwimmen machbar ist, wollte ich partout nicht testen, es wäre mir wie eine Kapitulation vorgekommen (und die muss man sich für Extremsituationen wie Schulter-OP oder -Amputation aufheben).

Ich habe gejammert, was das Zeug hielt (und tue es noch!).

Es gibt ja etliche Menschen, die in fast jeder Krankheit und auch sonst jedem Ungemach einen tieferen Sinn oder zumindest ein Zeichen sehen können (oder wollen), das einem der eigene Körper (gerne auch: das betroffene Körperteil oder Organ) oder das Schicksal sendet. Ich sträube mich beharrlich gegen diese Betrachtungsweise, dazu bin ich zu nüchtern oder zu wenig spirituell und insgesamt wohl zu pragmatisch.

In den drei Monaten, die ich nun mit meinen Schulterbeschwerden herumziehe, habe ich mich daher nicht in die Frage vertieft, ob und wenn ja, was mir der Kalk oder die feinen Risse in der Sehne für eine Botschaft überbringen möchten (lastet da etwas zu sehr auf meinen Schultern? das Leben etwa? oder die Zukunftssorgen? oder all die Gedanken in meinem Kopf? oder gar der Kopf selbst?).

Hinzu kam die schnöde Tatsache, dass der Auslöser der Schulterbeschwerden ein „Unfall“ war. Ein paar dämliche, pubertierende Jungs gaben mir – Rolltreppe abwärts fahrend, mit Pippa auf dem Arm – am 17. April um 10:32 Uhr von hinten einen Schubs, der mich samt Hund unsanft über die Treppen stürzen ließ. Auch darin sehe ich im Übrigen kein Zeichen, es ging halt einfach mal so richtig abwärts, das kommt vor.
Das einzige Zeichen, das ich erkennen konnte, war jenes auf meinen Schienbeinen, die aussahen wie eine Adidas-On-body-Werbung, nur dass die drei Streifen nicht – wie meist – weiß waren, sondern blutig rot. Seitdem hab‘ ich „Schulter“ und eine große, hässliche, noch immer taube Beule am Bein (lästigerweise genau dort, wo die Zungenspitze des Bergstiefels endet).

Drei Monate sind eine lange Zeit – für die Schulter, für mich und für meine Mitmenschen.

Die Schulter durchlief diverse Stadien der Entwicklung und Schmerzes. Ich durchlief eine Menge neuer Körperzustände: Vom Schlafen in Sargposition über das einarmig-verkrampfte Wäscheaufhängen bis hin zur Schmerzmittelunverträglichkeit, die aussah wie Masern und sich anfühlte wie ein Magen-Darm-Infekt, fiese Spritzen unters Schulterdach, und – nicht zu vergessen! – zwei Springsteen-Konzerte ohne Klatschenkönnen und andere Arm-Ekstasen. Wenn man zudem drei Minuten braucht, um alleine ein T-Shirt an- oder auszuziehen, kaum noch rückwärts einparken kann und für vieles um Hilfe bitten muss, schlägt das mit der Zeit aufs Gemüt.

Seit geschlagenen drei Monaten jammere ich nun mein Umfeld voll, meine Laune war und ist gelegentlich unterirdisch, und der Alltag an vielen Ecken eine Qual. Und ein Ende ist noch nicht abzusehen 🙂

Das strapazierte Umfeld reagierte mit Mitleid, Nachfragen, Zuspruch, Genervtheit, Kopfschütteln, noch mehr Mitleid, noch mehr Zuspruch, guten Ratschlägen, aber auch selteneren Nachfragen oder kritischen Anmerkungen (an dieser Stelle ein Dankeschön an alle, die mich und meine Schulter immer noch tapfer ertragen!).
Die kritischen Fragen oder Kommentare, die bislang an mich herangetragen wurden, fokussierten allesamt mehr den psychsichen Kontext meines Leidens: Meine Einstellung zum Schmerz, mein Umgang damit, meine Unfähigkeit (oder, noch schlimmer: mein Unwille), die Zeichen und den Sinn hinter den Symptomen zu erkennen.

Ich bin bei sowas ein ungnädiger, ekelhafter und dogmatischer Zeitgenosse.
Wenn die drei Reizworte – „Zeichen“, „Sinn“, „Einstellung“ – mal gefallen sind, wische ich sie mit einer rabiaten Handbewegung vom Tisch, schrubbe ihre Splitter von der Oberfläche, desinfiziere alles und stelle unmissverständlich klar, dass ich damit nichts zu tun haben will. Diese Radikalität gibt natürlich umgehend Anlass zu neuen Mutmaßungen, denn solche Vehemenz und Ablehnung muss ja einen Hintergrund haben, und der würde mir was sagen wollen, wenn ich denn bereit wäre, ihn mal zu erhören…

Bin ich aber nicht. Wenn’s weh tut, tut’s weh. Und der Schmerz wird nicht weniger, wenn ich da eine Prise Schicksal hineingeheimnisse oder ein Stück der „Am Leiden wachsen“-Philosophie herausschnitze. Ich war schon beim Yoga immer unfähig, einen krassen Dehnungsschmerz wegzuatmen und gäbe auch einen miserablen Fakir ab.

Meine Strategie ist: Ertragen und Klagen (also Pragmatismus und Ventil). Abwarten und sich mit Alternativen ablenken. Das Unterkellern von Krankheiten, um dort Sinn einzulagern, ist jedenfalls nicht mein Ding. Wo die Sinne herrschen – in dem Fall der Schmerz – hält der Sinn am besten die Klappe.

Seit der Tour auf den Hirschberg gibt es ein wenig Hoffnung. Ich will es noch nicht beschreien, aber es kommt mir so vor, als ginge es langsam aufwärts (und das nicht nur auf den Wegen zu diversen Berghütten). Das musste ich sofort ausnutzen und war letzte Woche endlich wieder Schwimmen!

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Der zweimalige Versuch war allerdings noch weit entfernt vom einst so fröhlichen Flossenschlag:

– wie auf rohen Eiern ins Wasser gegangen (über die Leiter, welch‘ Schmach!)
– wie eine Omi auf Reha mit vorsichtigem Brustschwimmen begonnen
– wie ein Angsthase das Kraulen nach einer Bahn wieder bleiben lassen
– wie ein begossener Pudel nach 45 Minuten aus dem Becken gestiegen (dummerweise nicht über die Leiter!)

Da fällt mir gerade dieser saublöde Spruch ein, dass das Schwimmen schon so manchem geholfen hätte, sich über Wasser zu halten. Haha. Ja, mehr ist es gerade auch nicht. Ich halte mich über Wasser.

Zu Land und auf meinen Füßen halte ich mich derzeit deutlich besser. Nichts tut weh, wenn ich gehe, und mit Trekkingstöcken zu gehen tut der Schulter sogar richtig gut. Früher war ich ja gleichermaßen intensiv in den Bergen wie im Wasser unterwegs, in den letzten 5 Jahren hat das Bergsteigen etwas gelitten. Wir legen täglich so viele Schritte mit dem Hund zurück, dass mir die Lust auf noch mehr Gehen tatsächlich ein wenig vergangen war und ich die regelmäßigen Bergtouren nicht nur vernachlässigt, sondern mit der Zeit als weitere Sport-Option schon fast vergessen hatte.

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Vorgestern, während des stundenlangen Abstiegs im Karwendel, schlich sich doch glatt der Gedanke in mein sonnenverbrutzeltes Hirn ein, ob ich dem Umstand, „dank“ meiner Wasser-Zwangspause nun meine alte, große Liebe zu den Bergen wiederentdeckt zu haben, nicht doch ein Fitzelchen Sinn unterjubeln soll.

Über derlei sinnierend grüßt euch zur Nacht –
Die Kraulquappe.

PS: Das war das letzte öffentliche Äußern zur Schulter. Ich schwöre.