Wiktor werkelt.

Seit gestern höre ich mein eigenes Vorbeigehen (das ist mal ein erster Satz nach meinem Geschmack).

Bewege ich mich vom Schreibtisch durch den langen Flur zur Küche flirrt die Folie, die das große Bücherregal vor dem Schleifstaub schützt. Es ist ein leises, beinahe geheimnisvolles Flirren, das wie ein espenlaubiges Echo meine Bewegungen nachzeichnet. Ich mochte dieses Geräusch sofort.

Der Handwerksfreund werkelt seit gestern Mittag mit hochgekrempelten Ärmeln seines Holzfällerhemdes (was, nebenbei bemerkt, eine erfreuliche Assoziation an den Springsteen der späten 1980er Jahre ist) an den Türstöcken herum. Aus dramaturgischen und vor allem psycho-strategischen Gründen wollen wir ihn diesmal „Wiktor“ nennen, womit er sofort einverstanden war. Ist, so dachte ich mir, vielleicht eine gute Abgrenzung zu den Rollen und der nicht immer so guten Zeit, die wir im Sommer im Handwerkskontext miteinander verbracht hatten.

Wiktor bessert also nun den Pfusch, den vorangegangene Handwerkergenerationen an den Türrahmen hinterlassen haben, gründlich aus.
Bei 11 Türen zieht sich das ein Weilchen hin, bislang lägen wir gut in der Zeit. Wenn nicht immer dieser ungeplante Mist daherkäme.

Auf einer der gestern von Lolek verlegten neuen Türschwellen wölben sich die Ränder der Holzfläche nach oben und haben sich vom Boden abgelöst. Verflixt nochmal. Muss man den Zeitplan gleich ein wenig anpassen. Koche ich eben 1x mehr als geplant, damit sich Wiktor den mittäglichen Ausgang zum Vinzenzmurr sparen kann. Und morgens fangen wir halt ein wenig früher an.

Es gibt da übrigens einen tollen Trick, wie Sie so einen Wiktor morgens, wenn er seinen wohlverdienten, tiefen Handwerkerschlaf sägt, recht zügig wachbekommen. Man öffne einfach die Tür zu seiner Schlafkammer (und damit hier keine Missverständnisse aufkommen: es sind 24 beheizte, saubere und hübsch möblierte Quadratmeter) einen dackelspaltbreit, entferne sich diskret in die Küche, um den Kaffee aufzusetzen und überlasse dem Dackelfräulein das Feld. Dieses stürzt sich dann sehr zuverlässig und zielgerichtet (und mit Anlauf) auf die Schlafstatt des Handwerkers, zerrt seine Decke beiseite, schleckt ihm quer über die Ohren, wirft sich gutgelaunt um seinen Hals und quietscht dabei vor Freude.

Da können kein Wecker und keine Werkssirene gegen anstinken! Und Ihr Wiktor steht 60 Sekunden später hellwach und startklar bei Ihnen in der Küche, wartet auf seinen Kaffee und studiert derweil den aktualisierten Einsatzplan, den Sie intelligenterweise neben der Kaffeemaschine platziert haben.

Ein gelungener, strukturierter und früher Start in den Arbeitstag ist das A und O, wenn was vorangehen soll. Und einem Dackel wird niemals nichts nachgetragen – nicht von Lolek, nicht von Wiktor und auch sonst von niemandem. Nahezu jede Dreistigkeit, Aufdringlichkeit und Schlawinerei wird augenzwinkernd unter Drolligkeit verbucht.

Super Sache. So machen wir weiter.

Regentage.

Regen konnte man das eigentlich gar nicht mehr nennen, was da ab Dienstagnachmittag über unsere Stadt hereinbrach.

Als ich abends mit meinem großen Freund S. telefonierte, mussten wir uns fast anschreien, um einander verstehen zu können, so laut hämmerten die Wassermassen gegen die Fenster. Die Straßen nachts völlig überflutet, das Dackelfräulein angewidert und beherzt mit großen Sätzen von Grünstreifen zu Grünstreifen springend.

Am nächsten Morgen dieselbe Lage, nur der Starkregen hatte sich zu Normalregen gewandelt, immerhin.
Ich sah aus dem Fenster und wusste: das ist einer dieser Tage, an denen der Hund 3x abgeduscht werden muss und 2 Pfotenhandtücher in der Wäsche landen und überhaupt alles ziemlich nass und ungemütlich werden wird und der Gatte natürlich in Frankfurt sitzt, wo es nicht halb so doll regnet wie hier.

An solchen Tagen (allein mit Hund) fasst man entweder gleich frühmorgens den Beschluss, sofort das Stimmungsruder herumzureißen und sich nicht vom Weltuntergangswetter anfressen zu lassen – oder man ist verloren und geht unter in den Fluten der grauen Asphaltflächen und der verschlammten Isarauen (gen Süden braucht man auch nicht fliehen, da sind ganze Ortsdurchfahrten wegen der Wassermassen gesperrt).

Ich fasste also den Beschluss, es würde ein guter Tag werden und raffte mich als Allererstes zu einer kleinen beruflichen Weichenstellung auf, die mir etwas im Magen lag und notierte dann beim Morgenkaffee etliche mistwettergeeignete Punkte auf meine Erledigungsliste, um die ich mich schon länger herumdrückte.

Zum Beispiel jenen, dem Gatten bis WM-Anpfiff hier daheim das Fernsehen zu ermöglichen. Nein, nein, das ist nicht trivial und in 5 Minuten erledigt, wo denken Sie hin? Dafür muss man heutzutage nicht mehr bloß einen Stecker in die Steckdose drücken und ein Antennenkabel in die Buchse schieben. Erst recht nicht als Vodafone-Kunde, der im Rahmen seines DSL-Anschlusses überraschend zu IP-TV verdonnert wurde. Da hocken Sie erstmal vor einem Karton (Receiver) und einem Papierberg (Bedienungsanleitung, Installationsanleitung, mehrseitige Schreiben von Vodafone mit allen möglichen 32-stelligen Codes, die man an allen unmöglichen Stellen im Installationsprozess eingeben muss), packt aus, liest, studiert, schüttelt den Kopf, googelt, um zu verstehen, versteht irgendwann so halberlei und wurschtelt am Fußboden sitzend mit all den Geräten und Kabeln und Zetteln herum. Und natürlich ist das LAN-Kabel nicht lang genug, so dass man den WLAN-Repeater umstöpselt und es damit probiert, was dann dank des LAN-Ports, den der Repeater hat, auch funktioniert, aber halt nur so, dass man im Wohnzimmer über etliche kreuz und quer gespannte Kabel hüpfen müsste, bis man mal auf der Couch säße. Kann man dem Gatten nicht zumuten, nicht eine ganze WM lang, wo er die doch auch aus beruflichen Gründen gucken muss, wie ich aus der Zeitung erfuhr.

Also das Mittagsgassi kurzerhand zu Saturn verlegt, um einen Powerline-Adapter zu besorgen. Zu Saturn können wir nun zu Fuß laufen, weil wir hier ja eine Spitzen-Infrastruktur rundum haben und nicht mehr für jeden Mist ins Auto steigen müssen, so wie damals in Suburbia. Wir queren im strömenden Regen die Theresienwiese und staunen nicht schlecht: zum einen haben sich dort so große Pfützen gebildet, dass Enten munter darin ihre Runden schwimmen und zum anderen haben sie am nördlichen Ende der Wiesn binnen zwei Tagen (die wir da nicht so genau hingeguckt haben) ein Zeltdorf für die Afrika-Tage errichtet (möge das Oktoberfest doch ähnlich fix auf- und abgebaut sein).

Das Dackelfräulein findet es prima bei Saturn. Untere Regalfächer mit kleinen Kisten drin hatten es ihr schon immer angetan: die purzeln so lustig aus dem Regal, wenn man sie mit der Nase anstupst und dann kann man sie im Flur herumkicken bis sie unter die Regale kullern! Binnen weniger Minuten hatte sie ihr Publikum gefunden und fünf Saturn-Mitarbeiter rissen sich erst darum, mit dem kleinen Hund Powerline-Adapter-Boxen in den Gängen hin und her zu schießen und warfen sich schließlich alle auf den Boden, um das Dackelchen zu streicheln (man warnt dann: „Vorsicht, sie hat ganz dreckige Pfoten und der Bauch trieft entsetzlich!“, aber das juckt keinen, trotz Arbeitskleidung, die ja noch ein paar Stunden kundentauglich getragen werden muss) und schlussendlich in einer Gemeinschaftsaktion die Kisterln wieder unter den Regalen hervorzuangeln und in die Fächer zurückzustellen (Teambuilding, vom Kunden gesponsert). Leider war daher erstmal kein Kundenberater mehr frei, der mich zum Powerline-Adapter-Kauf hätte beraten können, es ist immer derselbe Graus in diesen Geschäften, man muss sich allein durchschlagen durch den Produktdschungel.

Daheim angekommen beseitigen wir alle Wetterspuren an Mensch und Hund – und weiter geht’s auf dem Wohnzimmerboden, mit neuen Schachteln und Zetteln, so lange, bis alles läuft. Die WM kann kommen!

Zur Rekreation turne ich danach ausgiebig zwischen Fensterbänken und dem Schreibtisch herum, um endlich Maß zu nehmen für die Verdunkelungsjalousien, die der Gatte braucht, um endlich ohne Schlafbrille (wobei ihm die gut steht, finde ich, sie hat so was zorromäßiges!) nächtigen zu können (sein Zimmer ist das einzige ohne Rolladen und von Vorhängen und dergleichen können wir frühestens im Herbst zu träumen wagen).
Und wieder ein Haken auf der Liste – die Dinger sind eine gute Stunde später bestellt und werden nächste Woche etwa gleichzeitig mit dem Handwerksfreund hier eintreffen (es geht nichts über gute Koordination).

Ich gönne mir zur Belohnung eine warme Mahlzeit und stöbere beim Essen in anderen Blogs. Und entdecke die druckfrische Rezension über das Kiefer-Konzert vom vergangenen Wochenende meiner Konzertfreundin Sori. Ja super! Endlich hat mal jemand kenntnisreich etwas über die musikalischen Aspekte geschrieben und den Abend nicht nur aus Groupie-Sicht beleuchtet! Die Lektüre weckt in mir sogleich mehr Appetit auf Musik als auf meine Linguine mit Spargel, muss ich feststellen.
Beim Abwasch denke ich dann: Warum nicht einfach mal wieder ganz spontan sein und genau diesem Appetit (oder Hunger?) folgen, so wie man das früher gemacht hat, als man noch jung und frisch war und sich einbildete, die Welt (oder das Leben?) böte täglich 1000 tolle Chancen (und gehöre einem), und man müsse nur zugreifen?

Eine halbe Stunde später sitzen das Dackelfräulein und ich im Auto und brettern in einer Stunde und sechsundzwanzig Minuten in die Nürnberger Südstadt.
Die Musikkneipe heißt HIRSCH, sieht aber eher nach Wildschwein aus, davor eine lange Schlange, trotzdem ist das mit dem Ticket schnell geregelt, so dass noch Zeit für ein lauschiges Gassi (in Nürnberg: null Regen!) im Industriegebiet bleibt. Das Auto wird nochmal umgeparkt, so dass es besonders ruhig und geschützt steht, damit die Hundedame ungestört schlafen kann. Zeitlich ist es plötzlich doch etwas knapp geworden (falls Sie es noch nicht wissen: Hunde spüren, wenn ihre Menschen nur darauf warten, dass sie ihre Geschäfte verrichten und ihnen dann Alleinsein und Warten droht, da können Sie dann ein 3x längeres Gassi als sonst einplanen, bis alles erledigt ist und Sie gehen dürfen!), ich renne zum HIRSCH rüber, die Schlange ist längst weg, von drinnen hört man schon die Musik wummern, verdammt!

Vor lauter Eile irre ich mich im Eingang, drücke irgendeine Klinke herunter und stehe in einem Vorraum, in dem kein Kartenabreißer und auch sonst niemand steht, sehe eine weitere Tür, öffne sie und schlüpfe eilig hindurch – und gerate direkt hinter die Bühne, wo mich ein Roadie (und zwar der langhaarige Gitarren-Tausch-Buddy) vom Kiefer abfängt und mich auf Englisch drauf hinweist, dass ich hier falsch sei. Ja sowas. Ich antworte, dass ich keine Zeit mehr für Umwege hätte, weil doch das Konzert gerade begonnen habe (die Band spielte just den Opener! – ja Herrgott nochmal, da kann man doch nicht mehr irgendwelche Eingänge suchen!) und dann klopft der Typ mir auf die Schulter, sagt „allright“ und „come along with me“ und geleitet mich durch den Backstage-Bereich bis zu einem Filzvorhang, den er beiseiteschiebt. Dahinter steht ein Security-Walross mit schwitzigem Gesicht und wildem Bart, an den übergibt er mich mit den Worten „she’s allowed to stay there“ – und so darf ich für die nächsten anderthalb Stunden direkt neben der Bühne verweilen, zwischen dem Verstärker und den Spitzen der Cowboystiefel des Gitarristen.

Front-of-stage-Platz für die Kraulquappe 🙂

Das Security-Walross denkt offenbar, ich sei irgendeine Art VIP und bietet mir höflich aus seinem Getränkevorrat (der auch jener ist, mit dem die Band versorgt wird) wahlweise Wasser, Bier oder Whiskey an (@Gatte in FFM: natürlich nahm ich das Wasser, ich musste schließlich noch heimfahren!).
Der Gitarrist nickt mir freundlich zu, auch der Kiefer guckt herüber und wenn ich nicht schon seit Nürnberg-Langwasser so nötig aufs Klo müsste, würde ich vor sofort Glück platzen (aber so ist es eher die Blase, die kurz vorm Platzen steht). Ich wende mich an den Bärtigen und schildere mein Problem: dass ich ja zu gern ein Wasserfläschchen nähme, aber dringend zuvor eine Toilette aufsuchen müsse, und der Koloss nickt stumm, führt mich durch den Filzvorhang rüber zur Umkleide, zeigt auf eine Tür und knorzt auf Fränkisch, er müsse zurück und würde sich drauf verlassen, dass ich sofort wiederkäme, weil er hier eigentlich niemanden reinlassen dürfe. Ich verkneife es mir also brav, in der Umkleide nach den Zivilklamotten vom Kiefer zu fahnden und beeile mich.
Danach ist alles super: das kühle Getränk, das leichtere Körpergefühl, der grandiose Logenplatz, die tolle Sicht, der Kiefer, der den proppenvollen HIRSCHen rockt.

90 Minuten lang halte ich mich für einen seltenen Glückspilz. Mr. Sutherland springt auf den Sockel des Verstärkers, der vor meiner Nase steht, man könnte jetzt glatt an seine stramme Wade greifen!

Die paar Fotografen von den Lokalzeitungen verlassen irgendwann den Graben vor der Bühne und quetschen sich in das kleine Areal hinein, das ich bis dahin nur mit dem Security-Kerl teilen musste, es wird also etwas enger, aber mei, es geht ja eh schon dem Ende entgegen. Drei Zugaben werden noch gespielt – ein famoses „Knockin‘ on heaven’s door“ diesmal ohne Regen und mit Kniefall! – …

…und dann geht’s durch den Filzvorhang wieder zurück nach draußen und im Schweinsgalopp zum Auto zurück. Das Ticket hätt‘ man gar nicht gebraucht an dem Abend, es ist unversehrt, der Gitarren-Buddy hat’s nicht kontrolliert und sonst auch keiner.

Auch im Auto ist alles bestens, das Fräulein hat friedlich geschlafen, schreckt etwas verwirrt hoch als ich die Tür öffne und schleckt mir zur Begrüßung die Arme ab. Ich packe die Leine und wir drehen unsere Nachtgassi-Runde, die uns wie zufällig nochmal am HIRSCH vorbeiführt, denn wenn man schon weiß, wo der Künstlereingang ist, ist das einfach zu verlockend.
Heute aber gibt’s kein Autogramm- und Selfie-Stündchen mehr, die Band hat’s eilig, es geht noch weiter nach Zürich, daher ist es mit einem kurzen Winken der Crew zur Absperrung rüber getan.
Ich bücke mich zu Pippa hinab, kraule sie hinterm Ohr, zeige zum Tour-Truck, auf den die Band zugeht, und sage: „Schau, Mäuschen, da drüben ist der Hollywood-Star – jetzt hast du den auch mal gesehen!“

Anschließend noch eine entspannte Fahrt durch die Nacht – nix los auf der Straße und bis hinter Ingolstadt alles trocken – und 90 Minuten später liegen wir auch schon zuhause im Bett.

So Regentage können manchmal echt super sein.

Männer beim Einkaufen.

Heute Nachmittag im vorweihnachtlichen Trubel.
Ein zur „Brotmanufaktur“ geschickter und von vermutlich diversen vorangegangenen Einkäufen bereits reichlich strapazierter Familienvater (Anfang 50) vor mir in der Schlange. Zettel in der Hand, ganz klar von der Frau geschrieben (man erkennt das an den vielen Zusätzen, gelegentlich habe ich solche Männer schon bzgl. der korrekten Interpretation all der Zusätze beraten).

Es steht an: Brot-Hamsterkauf für die Groß-Sippe nebst 16 Semmeln zum Einfrieren (Sorten sind detailliert aufgeführt) und – Obacht! – einem von der Frau recht offen formuliertem Listeneintrag „versch. Gebäck, insges. 8 Stück“.
Familienvater kommt dran. Brot- und Semmel-Order verläuft reibungslos. Dann aber: Familienvater begutachtet Gebäcksortiment, man kann ihm ansehen, dass das Sortiment (ca. 12 verschiedene Plunderteilchen, Schnecken, Krapfensorten, Hefestückchen etc.) ihn völlig überfordert und er am liebsten 8x irgendwas kaufen würde. Aber auf seinem Zettel steht „versch. Gebäck, insges. 8 Stück“, puh!

Die Bäckereifachverkäuferin (Typ Mehlmade: bleich, hefige Optik, etwas verschwitzt, spröde im Ton und schon recht müde vom langen Tag) will genau wissen, was denn jetzt und wieviel wovon. Da die Schilder fehlen, deutet der Familienvater verzweifelt mit dem Finger auf die gewünschten Stücke. Mehlmade kann den Fingerzeig nicht genau erkennen und verlangt nach dem Produktnamen. Familienvater ist genervt, aber in Gottes Namen, dann versucht er’s eben: „2 Quarktaschen, 2 Krapfen, 2 Nussschnecken und 2 von denen da in der Mitte“.

Verkäuferin ist noch mit den Zwischenlegpapierchen zur Trennung der klebrigen Quarktaschen von den Nussschnecken beschäftigt und fragt nach: „Welche da in der Mitte?“ (was in der Tat schwierig ist, da es bei den 4 Sorten direkt vor ihrer Nase keine Mitte gibt, wenn man die Sache sortenrechnerisch betrachtet, räumlich – wie es vom Familienvater natürlich gemeint war -, gäbe es die sehr wohl).

Familienvater zeigt mit den Finger drauf und sagt etwas ungehalten: „Na zwei von diesen Busen-Dingern da!“ – und treibt damit der Mehlmade eine entzückende Schamesröte auf ihre ansonsten so blassen Bäckereifachverkäuferinnenbäckchen. Ihr entfährt sogar ein kleines Kichern, während sie zielsicher und beherzt nach den Busen-Dingern greift (und auch die nachfolgende Kundschaft schmunzelt vor sich hin ob dieser netten Unterbrechung der allgemeinen Vorweihnachtshektik).

Frohe Weihnachten all den tapferen Männern, die ihre Einkaufslisten ähnlich erfolgreich abgearbeitet haben
wünscht
Die Kraulquappe.