Sitzt!

Liebe D.,

zum Morgengassi bei minus 6 Grad war es nun soweit!

Die Madame zwar wenig begeistert, als ich ihr die Pelle drüberzog, aber draußen dann ohne Zittern emsig und fröhlich vorausgedackelt.

Dank deines Näheinsatzes verrutscht da jetzt nichts mehr, die Morgentoilette lässt sich gut eingepackt – aber ohne eingeschnürt zu sein (die neue, dehnbare Lasche, eine wunderbare Idee!) – verrichten und auf dem Rückweg heimst man gleich noch ein paar Komplimente ein.

Schwänzchen stolz und munter in die Höh‘, keckes Popowackeln und ein kurzer Blick, aber dann zack, zack, heim zum Morgennapf!

Das hast du toll gemacht, wir danken dir sehr (und denken ernsthaft drüber nach, im Herbst ein maßgeschneidertes Schutzhöschen…, weil das jetzige, naja, das ist eher Model „Stringtanga“ und hat so seine Tücken…, die nächste Läufigkeit erwartet uns jedenfalls mit dem Nikolasstiefel) und wünschen dir einen sonnigen Tag!

Natascha & Pippa.

Morgenstund‘ hat… (Ein Gruß nach Frankfurt.)

Lieber Gatte,

noch gestern Abend teilten wir telefonisch unseren Kummer über den schlechten Start in den Dienstag, den wir viel zu früh, viel zu laut und viel zu milchlos erdulden mussten. Und was erwartet mich dann am heutigen Mittwochmorgen? Na, ahnst du schon, was jetzt kommt?

Um 5:20 Uhr, also zu besten Hausmeisterkratzzeit werde ich von Würgegeräuschen geweckt. Unserer Dackelmadame war übel, sie verließ das Bett und hinterließ zwei Gallepfützen. Ich sprang auf, tappte halb blind in die Küche, holte die Küchenrolle und den Lappen, und beseitigte die Bescherung. Wohl wissend, dass unser Hund nie mehr als 2x hintereinander erbricht, stiegen wir wieder ins Bett und da es ansonsten herrlich ruhig war, konnte ich binnen 20 Minuten wieder einschlafen.

Aber nur eine schlappe Stunde später riss mich dann erneut ein alarmierender Ton aus dem schönsten Morgentiefschlaf. Ein schrilles Piepen ertönte! Pippa und ich rissen zeitgleich den Kopf hoch. Dein Wecker!!! Da du ihn gestern dank des Hausmeisters nicht benötigt hattest, hast du ihn einfach samt einprogrammierter Weckzeit zurück- und auch eingeschaltet gelassen.

Wecker, für immer zum Schweigen gebracht.

So kann man sich seiner Familie auch ins Gedächtnis rufen, schon klar. Wir haben intensiv an dich, unseren Ernährer, gedacht, sogar kurz erwogen, anzurufen und einen Satz wie „Der frühe Vogel fängt den Wurm“ in den Hörer zu trällern!
Nächstes Mal machen wir das, versprochen.
Der Morgen begann also schneefalllos (und daher auch hausmeisterlos), aber keineswegs einfallslos.

Immerhin war wieder Milch im Kühlschrank. Es sind die kleinen Dinge, an denen man sich freuen soll.

Einer adäquaten Entschuldigung harrend grüßt dich
Deine müde Familie.