Himmel der Bayern (61): Auffe, umme, obbe.

Lang nimmer do gwen.

Niederbayern. Passau.

Zuletzt wohl mit U., fürchte ich, an irgendeinem Winterwochenende, das ich geflissentlich verdrängt habe.

Es dominieren eh die Kindheitserinnerungen an die idyllische Dreiflüssestadt. Der Papa hatte damals oft hier zu tun und nahm uns ab und zu mit. Wunderschöne Altstadt, viel Kopfsteinpflaster und rundum überall Wasser. Fein!

An einem alten Gebäude am Donauufer zeigte er mir – ich war vermutlich 6 oder 7 Jahre alt – die Hochwassermarkierungen und ich weiß noch, wie fassungslos es mich machte, dass die Donau hier höher gestanden haben sollte als ich groß war (stimmt das grammatikalisch? falls nicht, sehen Sie’s mir bitte nach: es hat 35 Grad und ich hab 3 Stunden Rumlaufen hinter mir).

Ich erinnere mich an Herrn W., den späteren Gründer des Passauer Musuems für Moderne Kunst, er schenkte mir damals ein hübsches, aber kompliziertes Holzspiel, für das mir die Geduld fehlte. Und an ein mittleres Drama zwischen den Eltern, weil die Mutter mit einem Absatz im Kopfsteinpflaster hängenblieb und der Tag dann gelaufen war (und das nicht etwa, weil sie sich verletzt hätte).
Überwiegend aber sehe ich den Papa, wie er uns in seiner beigen Freizeithose und seiner Frühe-80er-Jahre-Windjacke (modische, gerippte Bündchen!) vorausläuft und sich überall auskennt und uns auf dieses und jenes aufmerksam macht (das Kind soll ja was lernen!).

Zu Studienzeiten auch ein paarmal durch Passau gefahren, auf dem Weg zum Freund nach Wien, der wegen seiner zeitaufwändigen Facharztausbildung nicht so oft die Stadt verlassen konnte. Meist kurze Rast hier, einen Happen gegessen und weiter.

Einer der Passau-Stops gekrönt von einem spektakulären Schlüsselbruch an der Autobahntankstelle. (Für die Jüngeren unter den Lesern: Ja, Schlüsselbruch. Damals sperrte man ein Auto noch ab. Mit einem richtigen Schlüssel.)
Getankt, dann den Schlüssel ins Schloss gesteckt und umgedreht, ihn wieder abziehen wollen und – schwupps! – blieb einfach der halbe Schlüssel im Schloss des kirschroten Fiestas stecken. Sehr ratlos stand ich da an der Tanke, das weiß ich noch gut.
Zweitschlüssel lag daheim in Würzburg, Handys hatte damals noch niemand, aber wenigstens befand sich das Portemonnaie in meiner Hand, das gab ein wenig Halt.
Der Tankwart hatte einen Spezl unten in der Stadt, und dessen Bruder hatte eine Ford-Werkstatt. Also fuhr mich der Tankwart obbe in die Stadt zum Ford-Händler, ich lief zur Werkstatt umme, der dortige Kfz-Mechaniker fuhr mich wieder auffe, öffnete mein Auto ruckzuck auch ganz ohne Schlüssel, entfernte die Reste desselben aus dem Schloss und fertigte mir unten in der Werkstatt einen neuen Schlüssel an (im Handschuhfach lag ja ordentlich das Bordbuch samt Serviceheft, dort war die Schlüsselnummer notiert).
Drei Stunden später und 200 DM ärmer (zu Studentenzeiten eine mittelschwere Katastrophe) konnte ich weiterfahren nach Wien, der angehende Herr Psychiater machte sich schon Sorgen und der geplante Absacker im Heurigenlokal fiel wegen meiner späten Ankunft leider flach.

Ich glaube, es gab sogar mal ein Wochenende mit dem Wiener Freund in Passau, weil exakt in der Mitte gelegen zwischen Wien und Würzburg. Kann aber nicht so prickelnd gewesen sein, sonst wäre die Erinnerung deutlicher. Ein ibis-Hotel, glaub ich, ohne Fön, mit schlechtem Frühstück und grausligem Weichspülergeruch im Bettzeug.

Dann waren da noch zwei nicht mehr genau datierbare Besuche bei K., in Hacklberg, einem Vorort von Passau. Seinerzeit der engste Mitarbeiter vom Papa und ein enger Freund von mir. Der zeigte mir als Einheimischer und Ortskundiger die Museen und Beisln der Stadt.

So viel zur persönlichen Passau-Historie.

Diesmal reisen das Dackelfräulein und ich dem Gatten voraus, der hier ab morgen eine kleine Tagung zum Thema „Stress“ begleitet (als ob er davon nicht eh schon genug hätte). Hören wir uns vielleicht auch mal einen Vortrag an, falls der Hörsaal klimatisiert ist. Ich schwanke noch zwischen einem Vortrag über Husserls Beitrag zur Stressforschung und einem anderen mit dem verlockenden Titel „Sinn finden in der Arbeitswelt“ (hä?, aber kann ja u.U. mal nicht schaden).

Vielleicht belassen wir’s aber auch bei Streifzügen durch die schattigen Gässchen der Altstadt, Eisessen, Rumgucken, Fotografieren, Baden am Innufer (das Fräulein) und Schwimmen in einem der schönsten Freibäder Deutschlands (ich). Zwischendrin ein wenig Schreiben und Arbeiten, falls die Hitze zulässt es und die Lüftung des Laptops nicht schlapp macht. Morgen Abend hinauf nach Hacklberg, wo uns K. in seinem Garten bewirten möchte, der Gatte ist sowieso bis spätabends eingespannt mit dem Tagungsvolk.

Natürlich aber ist – Sie ahnten es vielleicht eh!? – der Hauptgrund unserer Fahrt nach Passau ein Besuch im hier ansässigen, weltweit ersten Dackelmuseum (!), das vor gut einem Jahr seine Pforten öffnete und diese auch für Besucher auf vier Beinen nicht verschließt (so gehört sich das auch).

Betrachten wir diese Ausflugstage also als Dienstreise und fachliche Fortbildung, außerdem muss man ja auch den Viecherln mal ein bisserl was für den Verstand bieten und nicht immer nur ein sportliches Programm.

Wir halten Sie auf dem Laufenden, wünschen erträgliche Saharatage und immer einen kühlen Fluss in der Nähe.

Aus Passau grüßen reichlich verschwitzt –

Die Kraulquappe & Fräulein Pippa

PS: Der Shop vom Dackelmuseum ist zwar schön kühl, aber sonst ein geballter Irrsinn.

PPS: Gerade das „Kowalski“ wiedergefunden. Mehr als 20 Jahre ist’s her…

Gedacht durch meine Augen.

Gestern war ein guter Tag.

Was nach der viel zu kurzen Nacht, ein paar gesundheitlichen Querelen und dem morgendlichen Ärger mit der per Post zugestellten Anonymverfügung der Magistratsabteilung 67 der Stadt Wien ja erstmal nicht zu erwarten war.

Dann aber pünktlich und wie geplant vom Schreibtisch an die südlicheren Wirkungsstätten geflüchtet. Dort eine letzte Exkursion zu Recherche- und Fotozwecken.
Nach dem Part am See sogar mit Begleitung von B. (einem ganz realen B., nicht dem aus den Träumen), der sich den Nachmittag freigenommen hatte, um nach seinem mittäglichen Pneumologentermin etwas durchzuatmen, im wahrsten Sinne des Wortes.

Wenn B. mal wieder mit seiner Lunge kämpft, dann haben wir ein recht angenehmes gemeinsames Tempo, sonst ist er nämlich trotz seines Altersvorsprungs von 13 Jahren so beieinander wie ich es vielleicht vor 13 Jahren mal war.
Wie sich doch mit dem Älterwerden manche Differenzen nivellieren.

Ein guter Tag war es, weil die Mücken fernblieben, die Wege menschenleer waren, im Forsthaus mit See- und Alpenblick der schönste Platz in der Sonne frei war, die spontane Essenseinladung sehr gelegen kam, einem niemand den letzten Rhabarberstreuselkuchen vor der Nase wegfraß, neben der Knipserei und Lauferei noch genug Zeit und Ruhe für Gespräche blieb.
Zum Abschluss ein bisschen Kunst und Architektur, ein wunderschöner Abendhimmel am Seeufer und auf der gesamten Heimfahrt die Fenster offen, den Wind in den Haaren, den Bruce im CD-Player und auf der Rückbank ein zufrieden schlummerndes Hundefräulein.

Machen Sie doch mal Urlaub in Oberbayern!
Ich führ‘ Sie gern mal einen Nachmittag lang herum, zum Bloggerbuddy-Bonus-Preis (= Sprit, Streuselkuchen, Schneider Weiße).

Museum der Phantasie.

Finde den Dackel!

Sind es zwei, die sich erlesen, dass man sie als eines kennt?

Ein gutes Ziel, so kurz vor dem kalendarischen Altern.

Noch ein Schnapp-Schuss.

Ein paar werden die Zahlenmystik entdecken und mich verstehen.

Ita est. Amen.

Wien (7): Wieder (da)hoam.

Via Wachau heimgefahren.
Kannten der Gatte und das Dackelfräulein noch nicht, musste ihnen natürlich gezeigt werden, wenn man schon in der Nähe ist.

Sehr schmuck dort. Bestes Wetter, fast schon zu warm. Das Fräulein stürzte sich gleich in die Donau.

Trans Danubia: Von Krems nach Mautern.

Erst lange spaziert, dann – logistisch wohl vorbereitet – das müde Hunderl im kühlen Parkdeck ins Auto gesetzt und das Kremser Karikaturmuseum aufgesucht, zum Deixn und Feixn. Da war ich mal vor ewigen Zeiten und fand das damals schon super. Ist noch vieles hinzugekommen zu der Sammlung.

Wenn Sie mal in der Wachau sein sollten: Fahren Sie da unbedingt hin, wenn das Ihr Humor ist. Am besten vor dem Besuch der Weingüter, damit Ihnen die Nuancen nicht entgehen. Und gucken Sie sich auch Krems an, trotz der vielen steilen Gassen und des Kopfsteinpflasters.

Die Schaumrollen im Café Maria in Mautern – die uns von den Linzer Freunden, die wir im Burgtheater trafen, empfohlen wurden – können Sie sich sparen (wirklich krass pappsüß), drehen Sie dort lieber gleich eine Runde durch das Kastell oder hatschen Sie hinauf zum Stift Göttweig, denn nach dem Verzehr der Schaumrolle fällt Ihnen das viel schwerer!

Kurz vor der Landesgrenze noch ein Stopp zum Abendgassi und -imbiss am Mondsee.

Abendstimmung am Mondsee.

Und weiter nachhause.

Schon hinter Berchtesgaden ein aufkeimendes Heimatgefühl, das sich ein Stück später mit dem Schild „Wendelsteinregion“ intensiviert und im Tölzer Land schließlich spürbar im ganzen Körper ausbreitet.

Das ist mir längst nicht mehr peinlich, dass das bei mir so ist. Ich gehöre wahrscheinlich zu den wenigen Menschen, die, wenn sie auf der A8 (irgendwo auf der Höhe von Unterhaching und Neubiberg) den Olympiaturm am Horizont des Nachthimmels leuchten sehen, tatsächlich vor lauter Freude eine kleine Gänsehaut bekommen. Natürlich nicht jedes Mal, aber immer dann, wenn ich mal länger als drei Tage von daheim weg war.

Ich komme einfach gern heim, ich gehör‘ da hin und irgendwas dort gehört wohl auch untrennbar zu mir.

Ja, das war’s.

Die Palatschinken san verzehrt,
s’letzte Krügerl leidlich g’leert,
oba s’Lebn, des is koa Wunschkonzert,
wann mit’m Zamperl nach Wien man fährt.

Fazit zu Wien: Immer noch Platz 2 auf der Liste der liebsten Großstädte.

Leider keine Option für ein Stadtleben mit Hund, sofern sich diese Frage denn je stellen würde. Außer vielleicht in den Randbezirken, aber dann tät man nicht mittendrin wohnen, in einem der Bezirke innerhalb des Gürtels, wo’s uns so gut gefällt, und das wär ja nicht mehr Sinn der Sache und außerdem herrscht auch am Stadtrand Leinenpflicht (wenngleich wohl weniger kontrolliert wird).
Mal ganz abgesehen von der lausigen Schwimmbadsituation in dieser Millionenstadt und mit einer schätzomativen Fahrzeit von weit über einer Stunde bis in irgendeine nennenswerte Bergregion (= mehrere Gipfel, die über 1.500m hoch sind), die Wien als Wohnort für mich schwierig machen würde (Kategorie Luxusprobleme, schon klar, ich erlaube mir halt solche Gedankenspiele gern).

Wenngleich schätzomativ noch so ein Wort ist, das man nur zu gern im Alltag verwenden täte wie überhaupt so vieles aus dem dortigen Sprachschatz, der uns wohl niemals fadisieren würde.

Das Österreichische klingt ja um so viel weicher und lebendiger als das Deutsche (das Hochdeutsche vor allem), sogar Hässliches bekommt in dieser Sprache teils einen menschlicheren Anstrich (oder macht’s der Tonfall?).
Das Österreichische nimmt sich Zeit, gestattet sich Umständlichkeiten und Altertümelndes (ja pflegt diese geradezu!), denen das Hochdeutsche wenig Platz einräumt.

Die deutsche Sprache hat im Vergleich zur österreichischen einfach keine Zeit, sie hetzt durch die von ihr geformten, harten Sätze, ist effizienter und kälter, schlägt die Hacken zusammen und steht stramm. Das passt schon, dass wir hier Hackfleisch sagen (zackzack, hackhack) und es bei unseren Nachbarn Faschiertes heißt (wenn Sie einmal in einem dortigen Supermarkt an der Theke gehört haben, wie jemand „I bekomm bitte zehn Deka Faschierts“ sagt, werden Sie wissen, was ich meine).
Die Sprache der Alpenrepublik lümmelt gmiatlich aufm Diwan im Tschecherl umanand während sich das Hochdeutsche hastig einen Kaffee im Plastikbecher reinkippt, to go, versteht sich, and not to sit comfy and just looking around.

Schön war’s.
Sehr inspirierend und horizonterweiternd.

Und nun steht Anderes an, dringende Arbeiten & drängende Terminsachen.

Ich verabschiede mich also an dieser Stelle für ein Weilchen in die Konzentration und Klausur, danke Ihnen allen für Ihre wunderbare Reisebegleitung und die zahlreichen Kommentare und bitte nicht beleidigt zu sein, wenn ich hier die nächsten Tage auch lesenderweise nur selten oder gar nicht auftauchen werde.

Auf bald, machen Sie’s gut, Tschau & Baba –
Ihre Kraulquappe.

Herbeigedackelt! Aufruf zur Parade am 17. März 2019.

Na das wird ein Wochenende!

Höchst erfreulicher Besuch aus der Hauptstadt steht an, seit Wochen schon geplant und nun wohl bei herrlichem Frühlingswetter stattfindend – und gerade eben schneit mir eine Meldung herein, die einen Termin ankündigt, der natürlich unbedingt noch ins Wochenendprogramm aufgenommen werden muss:

Am Sonntag um 14 Uhr veranstaltet München eine Dackelparade !

Herrl und Gscherrl sowie Frauchen und Wauwauchen, besonders natürlich alle Besitzer eines echten bayerischen Löwens Dachshundes sind aufgerufen, sich um 13:45 Uhr an der Schiffsschraube vor dem Deutschen Museum zu treffen und ab 14 Uhr wird dann gemeinsam mit dem Trojanischen Dackel hinüber zum Valentin-Musäum marschiert, das zur Zeit (und noch bis 21. Mai) die Sonderausstellung „Vorsicht! Dackel!“ präsentiert (über die selbstverständlich noch berichtet werden wird, hier auf diesem Schwimm-Berg-Seelenkram-Bruce-Dackel-München-Bayern-Blog, dem Sie, liebe Leserschaft, nunmehr seit bald drei Jahren die Treue halten durch alle Höhen & Tiefen sowie Steilvorlagen & Flachheiten hindurch).

Da sind wir freilich dabei, weil das wird eine Gaudi, die wir uns nicht entgehen lassen wollen, noch dazu – und jetzt halten Sie sich fest! – weil dieses sagenhafte Event in unserer schönen Isarmetropole exakt auf den Tag fällt, an dem wir vor 7 Jahren das winzig kleine und damals noch so unschuldige und liebreizende und schüchterne Fräulein Pippa vom Züchter abholten und mit zu uns nachhause nahmen.
Koinzidenzen gibt’s, bei denen man schon arg geneigt ist, das Ganze für Schicksal (ja für Vorhersehung!) zu halten…

Pippa, am 17. März 2012.

Vielleicht möchte der Berliner Besuch das ja sogar zum Anlass nehmen, sein Rückfahrticket umzubuchen, um diesem bajuwarischen Ereignis der Extraklasse noch beizuwohnen, ansonsten kann das Spektakel vermutlich spätestens am Montag danach in diesem Blog bestaunt werden, falls uns nicht vor lauter Begeisterung das Smartphone in die Isar fällt.

All jenen, die noch unschlüssig sind, sei dieses Werbevideo von nur 101 Sekunden Dauer ans Herz gelegt…

…und denen, die wissen möchten, was diese Sonderausstellung so bietet und dem Dackel an sich sowieso schon zugetan sind, empfehle ich allerwärmstens diesen Beitrag des Bayrischen Fernsehens:

– Achten Sie bitte unbedingt auf die Sofa-Deko hinter der „Beppi“
– Merken Sie sich gut, was das Faustische am Dackel ist, denn genau so verhält sich’s
– Finden Sie meinen Lieblingsversprecher in dem Video
– Von 5:43 bis 6:23 musste ich mir die Tränen verkneifen, speziell die Szenerie bei 6:17 gab mir ein Stich ins Herz (siehe hierzu auch Punkt 1 meines erst heute veröffentlichten Wunschzettels)

Pippa und ich (und ich geh davon aus: auch der Gatte, den ich aber gerade nicht fragen/informieren/sprechen darf, weil er in Frankfurt in einer Sky-Kneipe hockt und von dort aus in die heimische Allianz-Arena hineinschaut und der aktuelle Spielstand einer ist, bei dem man sich als Gattin am besten unauffällig und ruhig verhält) freuen uns auf Sie/Euch – am Sonntag an der Schiffsschraube (auf der Ludwigsbrücke)!

Sauber, sog i!

Gestern Früh, beim Blaubärmüsli mit kvarg (eine der schwedischen Vokabeln, die recht eingängig sind, wie ich finde), war der Himmel noch blau und wolkenlos. Wenig später, ich kam gerade aus der Dusche, war er wolkenverhangen und grau.

Just als ich das Haus verließ, spendierte er einen Begrüßungstrunk (immerhin: nur ein leichter, perlender Prosecco, nichts Härteres).

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Snorkfräulein, grantig. Mumin, gelassen.

Dennoch verwarf ich meinen Fahrrad-Ausleih-Plan und ging ins Museum für Moderne Kunst.

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11:01 Uhr. Erster!

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11:05 Uhr. Immer noch Erster. (Ich mag unberührte Szenerien. Und Symmetrien.)

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Alles hat zwei Seiten.

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Auch Erster sein.

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Nobody’s here. It’s just me, all alone (but not new).

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Zugeständnisse? Nicht nötig, so allein.
Video-Installationen sind eh besser, wenn keiner rumhustet, in den Taschen kruschelt oder sich kratzt.

Laufschuh-Installationen ebenfalls.

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Beim Rausgehen erneute Vokabelfreude…

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…bin statt paraply auch mit regnkappa sehr zufrieden (weil: Hände frei, für Kamera und Stadtplan).

Es folgt: ein Shoppingversuch. Zu viele Verlockungen!

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Dachshund, enlightened.

Und immer bleibe ich bei denselben Themen hängen!

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Kindheitserinnerungen: Tiere vom dänischen Designer Kaj Bojesen. Gemein: Ich hatte den Affen, nicht den Dackel.

Selbst im dritten Geschäft.

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„Folk å Rock“ in Malmö. Musikladen wie aus „High fidelity“.

Meine Vorlieben kommen mir manchmal vor wie Schallplatten…

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…die allesamt hängengeblieben sind. Endlosschleifen, Endloslinien.

Dementsprechend endete der Donnerstag auch: Im Wasser.

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Hylliebadet. 2015 erbaute Top-Schwimmhalle mit 50m-Becken.

Vor dem Schwimmen muss man sich aber erst noch in der Umkleide anpöbeln lassen…

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Die fünf Duscha-Zonen der Frau.

… – habt ihr sie noch alle?! (Wenn schon: und was ist mit dem Popo? Vergessen, oder wie?)

Am Samstag geh‘ ich da nochmal hin. Nicht nur zum Schwimmen.
Ich muss mir einfach das Pendant in der Männerumkleide angucken. Und wehe, der Mann hat nicht ebenfalls fünf signalrot umkringelte Schmutzbereiche!

Einen sauberen Freitag wünscht euch
Die Kraulquappe.