Stets findet Überraschung statt…

…da wo man’s nicht erwartet hat.
(Wilhelm Busch)

Ein gruseliger Tagesbeginn bedeutet ja manchmal, dass es nur noch besser werden kann.

Der Grieche kam pünktlich um 8:30 Uhr. Als er klingelte, schreckte das Dackelfräulein hoch – es lag noch im Tiefschlaf unter der Bettdecke, um nach einer unruhigen Nacht erneut eine Mütze Schlaf zu nehmen, bevor es sich seinem Tagwerk würde widmen können.
Ich hingegen saß zu dieser Zeit schon wieder bzw. immer noch ermattet im Bürostuhl. „Die lange Nacht des Erasers“ lag hinter mir bzw. dauerte immer noch an.

Gestern hatte sich nämlich völlig überraschend ein Interessent auf mein wochenlang missachtetes Inserat hin gemeldet, eben jener eingangs erwähnte Grieche.

Seit einem Jahr haben wir einen neuen PC, seither habe ich vor, das alte, ausrangierte Gerät zu verkaufen. Nach nur 10 Monaten habe ich mich aufgerafft, dieses Vorhaben in die Tat umzusetzen, mich überwunden, die technischen Daten herauszusuchen, abzutippen, eine Anzeige zu entwerfen und diese mit tollen Fotos vom eigens hierfür entstaubten PC zu bestücken und das Ergebnis in Quoka zu inserieren. Null Reaktion. Matratze und Monitor bin ich neulich vergleichsweise zügig losgeworden.

Beinahe hatte ich mein Vorhaben schon wieder vergessen, bis gestern der Grieche anrief. Er brauche das Gerät ganz dringend, da der PC seines Sohnes kaputtgegangen sei und dieser nur 14 Tage pro Monat bei ihm lebe (Scheidung, seither Sohn-Aufteilung nach dem Wechselmodell), das sei ab heute Abend wieder der Fall und da müsse er zusehen, dass er dem Sohn einen funktionierenden PC zur Verfügung stellen könne (erschütternd, unter welchem Druck die Geschiedenen heutzutage stehen!). Ob er ihn jetzt gleich (=gestern Abend, 30 Min nach seinem Anruf) abholen könne. Huch!

Entgegen meiner ansonsten fast durchgängig praktizierten Ordnungs- und Aufräumwut hatte ich just an diesem Punkt der Vorhabenplanung kläglich versagt. Der PC stand (erneut eingestaubt) im Keller und das Datenlöschen und Formatieren der Festplatte hatte ich auf irgendwann verschoben. Wäre ja noch genug Zeit dafür, wenn sich jemand gemeldet hätte und der Verkauf bevorstünde.

Ich wollte mir meinen einzigen Interessenten natürlich nicht vergraulen und war daher heilfroh, dass er sich darauf einließ, den Rechner erst am nächsten Morgen abzuholen und dem Filius bis dahin sein Laptop zur Verfügung zu stellen.

Ich ging in den Keller, schleppte das Ding nach oben, wischte es ab, nahm es in Betrieb (wie war doch gleich nochmal vor einem Jahr das Passwort? achso, dasselbe wie immer!), lud den Secure-Eraser runter und begann mein Werk, von dem ich um 20 Uhr noch voller Zuversicht annahm, ich hätte es bis zur üblichen Zubettgehzeit (23:30 Uhr) locker erledigt, ergo alles gelöscht und formatiert, so dass ich dem Griechen um 8:30 Uhr ausgeschlafen die Tür öffnen und die Kiste in die Hand drücken würde.

Nach 17-jähriger Maloche in einer großen IT-Abteilung hätte ich es besser wissen müssen, aber die 17 Jahre sind halt auch bald 4 Jahre her und wenn man mit dem Mist nicht mehr täglich konfrontiert ist, entfallen einem mit der Zeit gottseidank selbst die größten Frustmomente dieser Lebensphase. Womit ich nicht gerechnet hatte, war, dass das Programm mir fortwährend Fragen zu stellen gedachte, ohne deren Beantwortung es nicht weitermachen wollte mit seinem Ausnullen und -radieren. So hing ich noch um Mitternacht mit einem belebenden, heißen Ingwergesöff vor dem Monitor, drückte immer wieder brav <Enter>, wenn ich etwas gefragt wurde, das ich verstand (oder auch nicht verstand), klickte auf <ok>, wenn mir die Applikation zuraunzte, sie hätte ihr Tun wegen eines fatalen Fehler ab- oder unterbrechen müssen, und las währenddessen die letzten zwei Ausgaben der ZEIT quer, was dem Wachbleiben auch nur teilweise zuträglich war.

Gegen 2 Uhr nachts, Pippa wimmerte aus dem Schlafzimmer herüber, weil sie noch immer nicht in ihrer gewohnten Schlafposition (in meiner Achselhöhle) liegen durfte und demnach nicht zur Ruhe finden konnte, unterlief mir der fatale Fehler, eines der 18 Fenster, in denen psychedelisch flirrende, grüne Balken sogenannte „Fortschritte“ anzeigten, aus Versehen zu schließen. Einer der Löschvorgänge musste also erneut gestartet werden (fragte sich bloß, welcher) und ich überlegte kurz, einen erfrischenden Nachtlauf bei Minus 4 Grad zu absolvieren, um mich hernach wieder voll auf die Aufräumarbeiten konzentrieren zu können.

Aber es ging nichts mehr, die Augenlider wurden schwer und schwerer, ich überließ das Betriebssystem und den Secure-Eraser ihrem Schicksal, hoffte das Beste und kroch gerädert zu meinem Hund unter die Decke, natürlich nicht, ohne mir vorher den Wecker auf 4:30 Uhr zu stellen, um dann nochmal den „Fortschritt“ zu checken.

Um 4:30 Uhr schepperten die Klänge von Springsteens „Radio nowhere“ in meinen Betäubungsschlaf hinein, pflichtschuldig sprang ich auf, sauste ins Arbeitszimmer und drückte mit verklebten Augen ein paarmal <Enter> und bestätigte alle 34 Nachfragen. Zurück im Bett gab ich als neue Weckzeit 7 Uhr ein, um noch einen Puffer für die restlichen Arbeiten zu haben, bis der Grieche an der Tür schellen würde.

Mit einem starken Morgenkaffee saß ich überpünktlich wieder an meinem Arbeitsplatz. 87% der Löscharbeiten waren nach nur 11 Stunden erfolgreich abgeschlossen, für die restlichen 13% sah ich in den verbleibenden 90 Minuten eher schwarz. Viel sah ich ohnehin nicht, zu der Stunde und in dem Zustand.

Ich griff manuell ein, nahm dem Eraser ein paar Radierungen ab und als um Punkt 8:30 Uhr der Grieche die Treppe hinaufkam, schob ich ihm mit letzter Kraft den restlos erloschenen Dell-Rechner durch den Flur bis an die Türschwelle. Die noch überlebenden 8% des Datenbestands wären hoffentlich undramatischen Inhalts und man muss ja auch mal alle Fünfe gerade sein lassen können: Keine Sau (und erst recht kein gerade volljährig gewordener Halbgrieche) schaut sich doch die Unmengen an Dackelfotos an, studiert eingehend die Vortragsdokumente des Gatten oder hört sich durch die 300 besten Springsteen-Songs, selbst wenn da um die 40 echt seltene Bootlegs aus uralten Napster-Raubzügen mit von der Partie sind.

Erfreulicherweise begann der Grieche keine Preisverhandlungen, denn vermutlich hätte ich allem zugestimmt, nur um endlich von dieser Kiste befreit zu sein. Er nahm den Rechner, drückte mir die Scheine in die Hand, bedankte sich, strahlte übers ganze Gesicht und rief beim Hinuntergehen: „Mein Sohn wird mich lieben!“.
„Na dann ist ja alles gut“, sage ich, schließe die Tür hinter ihm, gieße mir mit zittriger Hand einen zweiten Kaffee ein und denke: Was für ein grausiger Start in den Tag, Griechenglück hin oder her.

Aber es sollte mein Glückstag werden, auch wenn ich das um 8:39 Uhr, als ich mir die Mütze über die Augenringe zog, um zum Morgengassi in die Welt hinaustreten zu können, noch nicht im Geringsten ahnte.

Bei der Heimkehr vom Gassi erwartete mich eine Paketabholkarte, die außen am Briefkasten klebte. Kaum zu glauben, dass DHL in den 11 Minuten, die wir unterwegs waren, vor dem Haus geparkt, geläutet und diese Karte ausgedruckt haben sollte, aber auf dem Zeitstempel stand 8:45 Uhr. Abholbar wäre das Paket, von dem ich nicht wusste, was es sein könnte, da ich nichts bestellt hatte, ab 12 Uhr an dem in den nahegelegenen REWE-Markt (der, den ich am meisten hasse) integrierten Postschalter.

Reihe ich mich da also zur Mittagszeit ein, stehe mir 20 Minuten todmüde die Beine in den Bauch, ertrage tapfer die muffelnden Gestalten vor und hinter mir und übe mich in Geduld, die ich noch nie hatte. Aber dann! Die freakige Schalterbeamtin mit den weggerupften Augenbrauen und dem Nasenring reicht mir im Austausch gegen den Abholschein und nach einem kurzen, ungläubigen Blick auf meinen Ausweis (ausgeschlafen, dynamisch und noch blond) ein kleines Päckchen über die Theke. Ich schiele auf den Absender und mein Herz klopft freudigst: Freundin H. aus P. hat mir etwas geschickt, wow, damit ich hätte ich ja echt gar nicht gerechnet!

Auf dem Heimweg überlege ich, die Sendung in meinen Händen hin und her wiegend, was sich wohl in ihrem Inneren befinden würde und träume bereits davon, dass sie mir eventuell eine Portion der leckeren Kokosplätzchen, die es neulich in P. gab, als ich sie besuchte, hätte zukommen lassen.

Zuhause schlitze ich den gut verklebten Karton auf, ramme mir dabei um ein Haar vor lauter Tatterigkeit das Teppichmesser in die Hand – und schon guckt mich das obenauf liegende Kärtchen an.

Den philosophischen Gehalt dieser tiefschürfenden Sentenz spontan zu erfassen überfordert mich heute leider komplett, aber das Rotkehlchen erkenne ich gleich. Ich mag Rotkehlchen sehr. Was für ein entzückender kleiner Vogel!

Umseitig eine handschriftliche Notiz von H., deren Sinn sich mir erst erschließt, als ich die Luftpolsterfolie im Karton beiseite schiebe und eine weitere kleine Pappschachtel finde, diese öffne und ein Präsent in Händen halte, mit dem ich im Leben nicht gerechnet hätte.

Keine Kekse, geschweige denn Kokosplätzchen, ist ja eigentlich auch logisch, da doch H. momentan einen verätzten Daumen hat , wie soll sie da einen Teig kneten und schmerzfrei Plätzchen formen – und nicht auszudenken, sie würde sich gar am heißen Backblech verbrennen…

Stattdessen eine vermutlich von ihrem Gatten hand-, fuß- oder mundbemalte Porzellantasse (Künstlerhaushalt eben), als beinahe noch pünktliches Trostpflaster für meine gestern entfallene Porzellan-Hochzeit, aber treffsicher an einem 13. zugestellt, und damit eindeutig als 7 Monate zu früh erhaltenes Geburtstagsgeschenk zu werten. Ich schätze es sehr, wenn Freunde meinen Jahrestag derart ernstnehmen und keinesfalls zu spät dran sein wollen mit ihren Gaben.

Besonders großen Freuden kann ein schlichtes „Danke“ kaum gerecht werden, dennoch, liebe H., hiermit meinen herzlichsten Dank – du hast meinem Tag so unerwartet eine neue, positive Wendung verliehen!

Meine Müdigkeit ist nach dieser gelungenen Überraschung wie weggeblasen, freudig hüpfe ich treppabwärts und mit federndem Schritt weiter zur U-Bahn, um das Dackelfräulein in den Englischen Garten zu begleiten, wo ich ganz erfüllt von neuer Energie (Freunde sind etwas Wunderbares!) putzmunter Bälle schießen und mit dem Hündchen um die Wette rennen werde.

Was für ein Tag! 🙂

Die Nasenkongestion.

Heute habe ich ein neues Wort gelernt.

Statt zu sagen „Meine Nase ist zu“ oder „Ich bin verschnupft“ kann man auch von einer „Nasenkongestion“ sprechen.
Das klingt distinguierter, weil es sozusagen weniger rotzig daherkommt.

Diese kleine Erweiterung meines Wortschatzes bescherte mir Amazon, genauer: Eine Produktbeschreibung auf Amazon. Noch genauer: Die Produktbeschreibung zu einem Seitenschläferkissen.

Auf diese Kissenkonstruktion bin ich gestoßen, weil ich seit Wochen nach etwas suche, das meine nächtlichen Schulter-Rücken-Nacken-Kiefer-Beschwerden lindert. Wenn ich mich umdrehen möchte, wache ich vor lauter Schmerzen auf, morgens bin ich wie gerädert. An eventuelle psychosomatische oder präklimakterielle Einflüsse soll an dieser Stelle mal kein Gedanke verschwendet werden. Ich habe nämlich beschlossen, es ist in erster Linie ein orthopädisches Problem – und zwar keines von mir, sondern von meiner Schlafstatt.

Erst haben der Gatte und ich die Matratzen getauscht, weil ich der Ansicht war, die meine sei zu weich und der Gatte hätte es besser, weil fester, erwischt. Fehlanzeige. Testweise habe ich dann eine Nacht auf der Gästecouch verbracht, die das härteste Stück Bett ist, das es in unserem Haushalt gibt (nach 2-3 darauf verbrachten Nächten reist selbst der Tapferste freiwillig wieder ab). Hat auch nichts gebracht.

Anschließend habe ich „Schlafen ohne Hund“ ausprobiert, da dieser eine nicht unerheblich große Fläche des Bettes zu okkupieren imstande ist, wenn Herrchen/Frauchen nur tief genug schläft. So ein Dackeltier, ab dem menschlichen Steißbein (irgendeine Kontaktstelle muss stets gegeben sein) im 90°-Winkel komplett ausgestreckt liegend, benötigt gut einen Meter Spannbreite bis zur Bettkante, man selbst quetscht sich dann etwas verhutzelt auf einen 40cm breiten Restmatratzenstreifen an die Wand. Auch die hundelosen Nächte brachten keine Verbesserung.

Der nächste Verdacht fiel auf meine Kissen (40×40 und 80×40), mit denen ich nachts tatsächlich oft herumhantiere, um die schmerzende Schulter abzupolstern oder den ganzen Arm etwas erhöht legen zu können oder den Nacken einigermaßen bequem zu betten oder sie ganz beiseite zu legen. Nicht ideal, dieses Umschichten und Herumstopfen mitten in der Nacht. Immer verrutscht was. Vielleicht ist also die Kissensache die Wurzel des ganzen Übels?

Ich machte mich auf die Suche nach einer Alternative. Und stieß auf nie geahnte Möglichkeiten: Es gibt Kissen in H-Form, in I-Form, in J-Form und in U-Form. Nach einigen Recherchen fiel meine Wahl auf ein U-förmiges Seitenschläferkissen für Schwangere (die Dinger sind allesamt für werdende Mütter, aber was soll’s). Die sollen hervorragend entlasten, wenn einen Rücken, Nacken und Schultern plagen, man kann sich an allen nur erdenklichen Stellen abpolstern und sie versprechen Komfort in jeder Position (vermutlich möchte man sie nach kürzster Zeit auch tagsüber permanent um und mit sich haben).

In Kürze werde ich also meine Schlafversuche in diesem wattierten Rahmen starten, der mich sanft umarmen und stützen wird, werde dabei wie hingegossen und wie engelsgleich in einer Wolke schlummernd aussehen (sofern das weiße Nachtkleidchen mit Rüschenborten in der Lieferung enthalten ist).
Noch dazu spart man mit diesem Kissen 52%, und in seinen herrlichen Maßen von 130x70cm sind sogar alle meine Lieblingszahlen enthalten – das nenn‘ ich Fügung!

Ach ja, zurück zur Nasenkongestion, diesem wunderbaren Begriff, den ich bei der näheren Beschäftigung mit diesem Produkt kennenlernen durfte.

Das Seitenschläferkissen kann nämlich eine ganze Menge:

Dieses Wunderkissen beugt somit auch Beschwerden vor, die ich noch gar nicht hatte: Nächtliches Sodbrennen wird mich nun niemals heimsuchen, ebensowenig Genosse Ischias, und stets wird ein Licht am Ende des Karpaltunnels aufscheinen, so viel ist gewiss. Und auch Nasenkongestionen hätten keine Chance, mir meine Nächte zu verderben. Für diesen vierten Prophylaxe-Punkt musste ich Wikipedia bemühen und erfuhr, dass es sich hierbei um Verstopfungen der Nase handelt. Nie mehr morgendliches Nasefreiputzen und womöglich überhaupt nie mehr einen Schnupfen?!

Ein Kissen für oder gegen nahezu alles. Das wäre ja was.
Die Unbilden des Alltags und des Lebens verschnupfen mich nämlich schon genug, da erspare ich mir gerne jeden unnötigen Rotz. Dazu ein andermal. Jetzt freue ich mich erstmal auf meinen neuen Bettgefährten.

Allzeit beste Nachtruhe und ein schönes Wochenende wünscht euch
Die Kraulquappe.

Schläft immer und überall problemlos: Das Dackelfräulein.

Berlin am 19. Juni: In the deep heart of the night we let lose everything

Mit einiger Verspätung ein paar Nachbetrachtungen zur zweiten Springsteen-Messe am Sonntagabend in Berlin:

Zu unserem Erstaunen war die Predigt zu einem Großteil identisch mit der Freitagsandacht in München – normalerweise variiert er viel mehr, diesmal nicht. Die Psalmen, die er durch andere ersetzte, waren überwiegend welche, die nicht zu meinen bevorzugten gehören. Das tut dem Ganzen keinen Abbruch, man verlegt sich dann eben etwas mehr auf die Liturgie an sich und die mantraartigen Beschwörungen der Nacht, der Liebe, der Magie, der vergessenen und geschundenen Seelen.

Was  eine ganz eigene Dynamik zu entfalten vermochte, und nach über zwei Stunden schließlich in „Backstreets“ gipfelte, für mich einer der größten Songs, die er je geschrieben hat und leider viel zu selten live spielt.

Und so schüttelten wir im tiefen Herzen der Nacht schließlich alles ab, was sich aufgestaut hatte, raus wollte, raus drängte und endlich auch raus durfte, laut, lauter, am lautesten, die Augen geschlossen, völlig beseelt, ganz eins mit dem Donnern der Musik, einer Katharsis gleich (oder wenigstens einem Platzregen, wenn man es etwas weniger pathetisch ausdrücken wollte).

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Allein für diesen Moment, der immerhin über 10 Minuten dauerte (gibt es eigentlich einen Begriff für solche Dauermomente?), hat es sich gelohnt!
Für mich lief der ganze Abend nur auf dieses Herzstück hinaus, alles andere war Prolog, Epilog oder Augenblicke, in denen man mal zum Getränkestand oder zur Toilette huschen oder mit seiner Begleitung plaudern konnte – ohne in Panik zu verfallen, man könnte etwas Lebenswichtiges verpassen.

So ließ ich mich gestern eingehüllt in den Nachhall dieser Nacht, dieser Klänge und dieser Stimmung durch Charlottenburg treiben…

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…gönnte meiner Schulter die Ruhe, die sie dringend brauchte, vermisste gleichwohl das Schwimmen schmerzlich (vor allem bei dem herrlichen Wetter!), versuchte mich in Geduld zu üben, hing diesem und jenem nach bis es Abend wurde.

Ein langer Abend wurde es, in den Backstreets von Charlottenburg, in wunderbarer Gesellschaft.

Aus Berlin grüßt euch
die Kraulquappe.

PS: Ja, jetzt ist’s dann auch mal wieder gut mit dem Musikkram, es gibt schließlich noch andere Themen im Leben. Versprochen.