Doei Dubbeltje!

„Wie voor een dubbeltje geboren is, wordt nooit een kwartje.“

Dafür aber der Lieblingsfußballer meines Lebens.

Foto mit Seltenheitswert (aus der aktuellen Ausgabe von „11Freunde“).

Vorletztes Wochenende dein letztes Tor hier in Minga, eine Woche später das letzte Spiel in Berlin, gestern dann die Double-Feier, die durchs gekippte Fenster herüberdröhnte, während ich den Parkettboden wischte – und nun ist’s vorbei, diese Ära mit dir. Unwiderbringlich vorbei. Kaum zu glauben, wie schnell eine Dekade rum ist.

Du wirst mir fehlen, Arjen!
Und das hab ich noch nie über irgendeinen Fußballer gesagt, vielleicht mal ganz kurz gedacht als der Olić ging, aber so öffentlich gesagt hab ich sowas noch nie.

Wegen dir hab ich sogar gelegentlich Spiele angeguckt, eher zum Leidwesen des Gatten, der meine Kommentare (à la „Muss das Spiel ausgehen?“ oder „Der Hummels hat ja eine neue Frisur!“) selten goutierte. Da du oft genug verletzt warst und ich oft genug zur Spielzeit irgendwo draußen unterwegs, hielt es sich ja auch noch im Rahmen, das gemeinsamene Fußballschauen.

Du warst der einzige Spieler, den ich stets auch ohne Brille und aus wirklich jeder Perspektive erkannt habe. Wegen deiner unvergleichlichen Art zu laufen. Und der einzige, der sich nie sein Trikot vom Leib riss, weil das auch gar nicht einfach so gegangen wäre, bei den engen Leiberln. Deine bis weit ins Frühjahr hinein reichende Verfrorenheit war mir (bekennende Schlafsockenträgerin bis mindestens April) sehr sympathisch, genau wie dein nettes Holländer-Deutsch (das mich an all die Sommerurlaube in der Kindheit auf Walcheren erinnerte).

Servus, Arjen Robben!

Werden das Fräulein und ich wohl jetzt öfter mal die Gassirunde nach Grünwald verlegen, vielleicht auch mal beim Chang einkehren oder in der Eierwiese.

Oder zur Weihnachtszeit in dem unsäglichen Fanclub am Tegernsee vorbeischauen:

(Wenn Sie nicht grad Bayern-Hasser sind, dann schauen Sie sich das ruhig an, da erfahren Sie nämlich, wieso der Arjen vor zehn Jahren nach München kam – profaner hätte der Grund kaum sein können 🙂 )

Bundesliga, letzter Spieltag 2019: Dem Dackelfräulein wirst du wohl nicht fehlen, sie fand es immer langweilig, Samstagnachmittage in Fußballkneipen zu verbringen.