Freitagabend, im Freibad.

Dichter Dampf steigt über dem menschenleeren 50m-Becken auf, das Thermometer an der Außentür zeigt 5 Grad. Ja haben wir da jetzt eine komplette Jahreszeit übersprungen oder was ist los?

Auf der Gufferthütte hat es geschneit, und das nicht zu knapp. Der Papa meldet auch schon weiße Berggipfel ringsum.

Morgen fahren die Freunde 613 km hierher, um den Wanderherbst in Oberbayern zu genießen. Gerade habe ich die Mitnahme von Mützen und Handschuhen empfohlen.

Was für ein schräges Jahr – aber wir machen einfach weiterhin das Beste draus. Gute Reise, liebe B.!

Das letzte Zeichen des Sommers brachte der hübsch Bewimperte erst vor 3 Tagen vorbei, hartnäckig strahlen die zwei Blumen nun gegen das Regengrau an.

Lookdown statt Lockdown!

Das war sie, die ultimative Junkie-Tour des Jahres!„, flüsterte sie, als sie gestern – nach 7,5 Stunden Gehzeit und einer Strecke von 22 Kilometern mit 1.477 Höhenmetern im Auf- und Abstieg – um 21:15 Uhr daheim ins staublausfreie Badezimmer humpelte und sich wie eine Omi, nämlich unter Zuhilfenahme des von Lolek montierten Sicherheitsgriffs, in die Badewanne gleiten ließ.

Selbstverständlich reichen wir für die Interessierten unter den Lesern noch einen kleinen Tourbericht nach. Der Krottenkopf ist einer der wunderbarsten Gipfel im Voralpenland: als einziger über 2.000m hoch und mit einem grandiosen Rundumblick, der von keinem anderen Berg verstellt wird.

Noch schöner und weniger ruinös ist diese Unternehmung übrigens, wenn Sie einen der (coronabedingt) wenigen Schlafplätze in der Weilheimer Hütte buchen. Dann brauchen Sie im Anschluss auch keinen Haltegriff neben der Wanne.

Krottenkopf, 2.088m.

Himmel der Bayern (84): Mit Wolke.

Auf dem Weg zum Krottenkopf.

Wenn Sie das verstehen können, haben Sie auch einen wesentlichen Part von mir verstanden.

Ein morgendlicher Anblick…

…bei dem sich mir ganz spontan (und erstmals) die Bedeutung von „Grüß Gott!“ erschließt.

Loisachbrücke bei Oberau.

Denn wenn ich ihn je irgendwo träfe, diesen Herrn Gott, dann wohl am Ehesten hier.

Grüß Gott, Werdenfelser Land! Guten Morgen, Zugspitze!

Und ein wenig Schutz könnte ja nicht schaden bei dem heutigen Transzendenz-Vorhaben, das der Gatte frühmorgens, während ich den Rucksack mit Proviant bestücke, mit der Bemerkung „Du bist bergsüchtig“ quittiert.

Wo er recht hat, hat er recht (zumal das Sujet ja gut zu einem seiner aktuellen Forschungsprojekte passt, zumindest im weitesten Sinne).

Der September ist die Zeit, Gedichte zu machen, und aus dem Leben ein Gedicht.

[Überschrift des Blogbeitrags frei nach Wilhelm Raabe]

Jagdhund auf dem Jägerkamp.

Eine überaus ereignisreiche und bewegte Woche liegt hinter uns.
3 Schwimmbadbesuche, 2 Läufe, 1 Bergtag (letzterer sogar mit dem kompletten Rudel, denn ab und zu nimmt der Gatte ja doch mal einen ganzen Tag frei), 1 Ausflug mit dem hübsch Bewimperten (schließlich verlangte die Zeit in Pretty Prättigau noch eine gemeinsame Nachbetrachtung), 1 Wiedersehen nach vielen Monaten mit dem Berliner Freund, 1 Sonntagsteeplausch mit D., 1 große Vorfreude auf die nächsten Wochen (u.a. weil sich überraschend noch hoher Blogfreunde-Besuch angesagt hat), und nicht zuletzt 1 passabler Plan für den nahenden Herbst und die Winterzeit.

Unzugänglich schien der Gipfel
Nun begehn wir ihn so leicht.
Fern verdämmern erste Wege,
Neue Himmel sind erreicht.

Urgebirg und offne Länder
Schweben weit, in Eins verspielt.
Städte, die wir nachts durchzogen,
Sind ein einfach-lichtes Bild.

Helle Wolken streift herüber
Uns umweht ihr Schattenlauf.
Große blaue Falter schlagen
Sich wie Bücher vor uns auf.

[Alpinlyrik von Hans Carossa, den im Tölzer Land Geborenen, über den ich vor langer Zeit mal referieren durfte.]

Schauen Sie genau hin: Über dem Herrn Jesus gibt’s noch jemanden!

Nur gut, dass ich mir noch die Zeit nahm, die Tage im Dunstkreis der Drusenfluh ausgiebig zu würdigen, denn morgen machen das Dackelfräulein und ich uns erneut für ein Weilchen aus dem Staub, und das, obwohl es ja gar keinen Staub gibt da herin.
Und auch die nach diesem nicht existenten Staube benannten Mitbewohner gibt es nicht mehr, will heißen, dass wir mittlerweile hier in München endlich wieder psocopterafrei wohnen bzw. leben können, weil – ich wage es mal ganz vorsichtig, das auszusprechen – die kleinen Fieslinge auch nach dem Ende der großen Hochsommerhitze nicht wiedergekehrt sind.

Was ich ebenfalls kaum auszusprechen wage, aber heute Morgen, auf dem Weg zum Postamt, dem bleich dreinblickenden Laternenpfahl, der mich so direkt danach fragte, antwortete: Uns geht’s gerade wirklich gut.

Trotz Corona ist das ein wunderbarer Sommer geworden und der Herbst lässt sich bislang auch gut an. Ja, wer hätte das gedacht?!?

Nehmen wir es dankbar an, werten es als angemessenen Ausgleich für die mehrmonatige Wasserschaden-und-Badsanierungs-Ära (zzgl. diverser Nacharbeiten und dem den Nacharbeiten nachfolgenden Schädlingsbefall), genießen es und behalten im Hinterkopf, dass das Glück ja eh ein Vogerl ist.

So mein Handyvertrag oder ein funktionierendes WLAN in der Fremde es wollen, hören wir uns dann gern von unterwegs.

Machen Sie’s gut & haben Sie eine erfreuliche Woche!

Tutto bene?! Der Tourbericht vom 13. Juli 2020.

Lesen Sie heute: „Der To(rt)ur zweiter Teil.“

Wo waren wir doch gleich stehen- bzw. liegengeblieben? Genau! Unter dem Sternenhimmel über der Benediktenwand und der zapfigen Nacht vom 12. auf den 13. Juli zu sechst im Hundezimmer.

Das neue Lebensjahr begann zwar zunächst beidseitig beheizt – links Dackel, rechts Doodle – aber dennoch todmüde. Ein Nachtschlaf von nur drei Stunden sind in meinem Alter das, was vor 20 Jahren drei durchfeierte Nächte am Stück waren. Um kurz vor 7 Uhr blinzelte der erste Sonnenstrahl durch das von Andrea frühmorgens wieder geöffnete Fenster herein, der Gatte schlief noch (oder stellte sich schlafend, um die obligatorische morgendliche Gesangseinlage noch ein wenig herauszuzögern), aber die Betten der Braunschweiger Seilschaft waren bereits verwaist – auch Bobby hatten sie mir schon entrissen, wie mir mein kühles rechtes Bein beim Aufwachen sofort verriet.

Ich stand auf, zog mir Jacke und Mütze über, stieg in die eiskalten Wanderstiefel, kramte das Dackelfräulein aus dem Schlafsack und trat hinaus in die frische Morgenluft und die sagenhaft schöne Stille der Bergwelt.
Sofort machte es „Klick!“ – und mein erster, zaghafter Schritt ins neue Lebensjahr war abgelichtet worden!

Ich ortete das Geräusch bzw. die dazugehörigen Knipser und ging ihnen mit dem Dackelfräulein entgegen. Andrea, Wolfgang und Bobby erwarteten uns vor der kleinen Bergkapelle am Hang hinter der Hütte…

…und gaben ein dreistimmiges Liedchen zum Besten, leise genug freilich, um die Steinböcke nicht bei iher Morgengymnastik zu stören oder noch schlafende Hüttengäste zu wecken.

Wieder zurück in der warmen Stube folgten Bescherung und Frühstück, Katzenwäsche und Hundefütterung, Zimmeraufräumen und eine hochkomplizierte Packlogistik (was lassen wir alles bei der Hütte, was muss mit hoch zum Gipfel).
Um Punkt 9 Uhr war Abmarsch, das hatten Jubilarin und Tourleitung (also ich) so errechnet, ausgehend davon, dass wir um 16:30 Uhr wieder im Tal sein wollten mussten, damit noch genug etwas Zeit bliebe, um zum Gasthof im Tölzer Land zu fahren, dort unsere Zimmer zu beziehen, den Schweiß von zwei Bergtagen gründlich abzuduschen und ab 18 Uhr frisch gekleidet die anderen Gäste Willkommen heißen zu können (eine extrem sportliche Idee übrigens, an diese Tour gleich noch eine abendliche Feier dranzuhängen, aber die geladene Runde freute sich halt schon, einander endlich mal kennenzulernen und auch ich freute mich auf einen schönen Biergartenabend mit einer Handvoll guter Freunde und sogar dem Papa dabei).

Im Frühtau zur Felswand wir zieh’n, fallera!

Für den Westanstieg von der Hütte bis zum Gipfel der Benewand hatte ich anderthalb Stunden kalkuliert (der Weg via Ostflanke schied für die Hunde wegen der Seilsicherungen aus und die beiden sollten natürlich mitgehen können), für den Rückweg ebenso lang, womit die vom DAV angegebene und meist großzügig bemessene Gehzeit um knapp 30 Minuten überschritten wurde, das halbe Bonus-Stündchen war mein Puffer für Pipi- und Trinkpausen (zeitraubende Gipfelbussis würden wegen Corona eh entfallen, so dass oben nur eine kurze Andacht mit Zuprosten stattfinden würde und in der prallen Sonne könnten wir mit den Hunden eh nicht allzu lange verweilen).

Ein Blick zurück: Das Plateau rund um die Tutzinger Hütte.

Was ich allerdings nicht bedacht hatte: Die Braunschweiger Freunde (die ja eigentlich gar keine originären Braunschweiger sind, sondern 1x Penzbergerin, 1x Salzburger und 1x Harzer Wanderkaiser, was ihnen schon qua Herkunft einen alpinen Anstrich verleiht) sind neben leidenschaftlichen Wanderern auch passionierte Hobby-Fotografen (was Sie, liebe Leser, längst an all den schönen Bildern hier gemerkt haben dürften).
Und sie sind Genuss-Geher.
Und versierte Verweiler.
(Womit ich nun nicht sagen will, dass bei mir Genießen und Rasten zu kurz kämen, aber ich bin nicht so der Zwischendrinpausierer und das Fräulein auch nicht, wodurch sich bei uns häufig eher ein Berghinaufwetzen ergibt als ein romantisches Wandern.)

So ließ mich unterwegs der Blick auf die Uhr alsbald ebenso ins Schwitzen geraten wie der steile Aufstieg selbst, und mit zunehmder Höhe kroch plötzlich das alte Trauma von vor 10 Jahren in mir hoch und ich geriet mehr und mehr in ein Dilemma: Sollte ich aus Zeitgründen die Umkehr empfehlen und damit das Gipfelerlebnis vereiteln? Oder mit fröhlich-forschen Feldwebelsprüchen ein bisserl aufs Tempo drücken? Beides wäre gleichermaßen riskant: das eine würde das von den Freunden ersehnte Wandbesteigungsvorhaben versauen, das andere womöglich die bis dahin äußerst harmonische Stimmung in unserer Gruppe.

Was tun? Ich entschied mich dafür, das Stimmungsrisiko einzugehen, trotz der damaligen Erfahrung mit der Kollegin, wo das Ende der Benewand-Tour zugleich das Ende einer Freundschaftsanbahnungsphase bedeutete.
Andrea und ich hatten schließlich schon stabile Freundschaftsjahre und -erlebnisse vorzuweisen, daher klopfte ich mit meinem Trekkingstock dreimal auf den Fels und eine innere Stimme sprach mir Zuversicht und Trost zu: Diese Seilschaft übersteht das schon, wir schaffen das!

Werd ich zum Augenblicke sagen: Verweile doch, du bist so schön?!?

Auf dem weiteren Weg zur Wand knirschte dann nicht nur das Geröll unter unseren Sohlen, sondern auch das eine oder andere Kiefergelenk wegen ein klein wenig Unmut, und es war noch offen, wie groß der allgemeine Heiterkeitsausbruch bei Anblick des Gipfelkreuzes und des sensationellen Panoramas in 1.801 Meter Höhe sein würde. Ein richtig spannendes Bergabenteuer also!

Das Dackelfräulein und ich stiegen voran, und als sich hinter den letzten Latschenkiefern und Serpentinen das Holzkreuz erhob, und das auch noch fast exakt zur Geburtsminute vor 48 Jahren, zückte ich mein Handy für ein Foto und sah just in dem Augenblick den Anruf des Papas eingehen. Was für eine Fügung!

Mit Tränen in den Augen (vor Erleichterung, dass wir gleich oben sind – es war 10:40 Uhr und somit wäre die ursprüngliche Zeitkalkulation noch haltbar – und vor Rührung, dass ich trotz des lautlos gestellten Telefons genau diesen einen Anruf live mitbekam) traf ich oben ein, drehte mich um und sah hinter mir schon den Rest unserer Truppe nahen, und auf dem Gipfel angekommen schien tatsächlich niemand Ambitionen zu haben, die Tourleitung wegen Fehlplanung oder Antreiberei die Steilkante hinunterzuschubsen und den unbeabsichtigten Trainingslagercharakter dieser prinzipiell schönen Unternehmung zu zerstören (mein Tipp: Machen Sie solche Monstertouren selbst mit guten Freunden sicherheitshalber nur an Ihrem Geburtstag, das garantiert Ihnen etwas Gnade!).

Endlich! Ein Traum geht in Erfüllung & ein Trauma wird überwunden!

Aber damit der Torturen noch nicht genug!
Gut vier Stunden Abstieg ins Tal lagen noch vor uns und wenn wir auf der Hütte nochmal durchschnaufen, einen Liter Flüssiges plus Imbiss zu uns nehmen und nicht nur in Windeseile die Rucksäcke umräumen und schultern wollten, mussten wir uns nun schon wieder beeilen, was ich ganz vorsichtig den aussichtsgenießenden und knipsenden Freunden mitteilte.

Allseits war man der Ansicht, runter käme man ja immer und das ginge sicher viel leichter und fixer als der Aufstieg (erneut regte sich die traumatische Erinnerung in mir: genau das waren seinerzeit auch die Worte der Kollegin, kurz vor dem Abstieg und dem Schweigen für immer, das diesem Talmarsch folgte), mein spröder Kommentar, dass wir die vier Stunden keinesfalls nennenswert unterschreiten würden, verhallte in der herrlichen Weite, die uns da heroben umgab.

Der Gatte zeigt dem großen Braunen das Karwendelgebirge: Bobby hatte nämlich noch einige Urlaubstage in Mittenwald vor sich.

So ging es mit flotter (und gottseidank an allen Schuhen haftender) Sohle zur Hütte hinab, wie betäubt saß man ein urgemütliches Stündchen auf der Terrasse, die beiden Vierbeiner komatös im Gras dösend und der Dinge harrend, die da noch kommen würden.
Eine kleine Diskussion übers Hier und Jetzt sowie die typisch bayrische Gemütlichkeit fand zwischen Obatztem und Hollerschorle auch noch Platz, bevor wir uns dem elenden Gepäckumschichten und -einschichten zuwandten und um Punkt halb zwei der Hütte den Rücken kehrten.

Diesmal über Almwiesen und urwaldähnliche Bergbachtäler abwärts, ach hätte man nur ein Quäntchen mehr Zeit gehabt, um die geschundenen Füße öfter zu kühlen (oder auch das Mütchen), aber Hut ab, es wurde allen von Stunde zu Stunde klarer, dass ich mit Strecken und Zeiten nicht beschissen hatte.

Um 16:30 Uhr waren wir sonnenverbrannt, schweißverkrustet und auch sonst ein wenig derangiert von unserem Spaziergang tatsächlich bei den Autos angekommen.

Und stellen Sie sich vor: Das Trauma wiederholte sich nicht. Alle sprachen noch mit mir! Auch beim Abendessen waren wir vollzählig und – soweit ich das in meiner Erschöpfung beurteilen konnte – guter Dinge. Ebenso am nächsten Morgen beim Frühstück. Vor allem der Humor war den Braunschweigern noch nicht abhanden gekommen: sie lachten schallend, als ich am Frühstückstisch die Wanderkarte vom Karwendelgebirge aufklappte und erste Tourentipps für die nachfolgenden Tage, die sie in Mittenwald verbringen würden, geben wollte. Ich wertete das als gutes Zeichen. Und auch sonst sah eigentlich alles danach aus, als würden sich unsere Wege nicht hier im Tölzer Land für immer trennen – puh!

*****

Endgültig traute ich dem Braten aber erst 24 Stunden später, als die zwischenzeitlich in ihrem Mittenwalder Quartier eingetroffenen Freunde mich anriefen und einluden, sie dort nochmal zu besuchen.
Vor Ort überzeugte ich mich von der Gemütslage und körperlichen Verfassung (beides gut), verbrachte eine innige Nacht mit Bobby in einem viel zu schmalen Bett (ging trotzdem) und am Tag drauf ließen wir unsere gemeinsame Zeit mit einem harmlosen, feuchtfröhlichen Regenspaziergang in aller Harmonie ausklingen.

So im Nachhinein muss man ja sagen: Es war großes Glück, dass wir überhaupt noch auf die Wand hinaufsteigen konnten, denn nur vier Tage später wurde der Westaufstieg wegen eines drohenden Felssturzes bis auf Weiteres gesperrt.

Wer weiß, wann der Alpenverein den Weg wieder freigibt – jemand der im August Geburtstag hat, muss sich also glatt einen anderen Jubiläumsausflug überlegen.

Außerdem schweißen einen gerade solche Erlebnisse ja manchmal für alle Zeiten zusammen. Was in Erinnerung bleibt, sind nie die Blasen an den Fersen, die zu langen Gehzeiten, die zu kurzen Pausen oder der fehlende Schlaf, sondern die tollen Momente, die wunderbaren Aussichten und das nicht nur in den Wadln spürbare Erfahren des kleinen, aber feinen Unterschiedes zwischen „Freunde im Leben“ und „Freunde fürs Leben“.

Für mich war es jedenfalls ein unvergesslicher Geburtstagsausflug.

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Liebe Andrea, lieber Wolfgang, lieber Bobby,

kommt gut nachhause & bald wieder für eine Urlaubswoche nach Bayern, das Team von Wanderdackel-Tours ist auch beim nächsten Mal gern wieder bei der Organisation eures Traumurlaubs behilflich und bietet neben dem nun schon vertrauten Modul „Trau dich: Torten & Torturen“ demnächst auch den von euch vermissten Baustein „Bilde dich: Botanik & Brauereien“ an.

Der Bewertungsbogen geht euch in den nächsten Tagen auf dem Postwege zu, wir hoffen trotz der kleinen Unschärfen unterwegs auf postives Feedback, werfen aber auch eventuelle Kritikpunkte nicht den nächstbesten Steilhang hinunter und wünschen einstweilen gute Erholung für die geschundenen Haxn!

Mit herzlichen Grüßen aus der bayerischen Landeshauptstadt –
Eure Reiseleitung samt Anhang.

Live-Ergebnis von Bierprobe Nr. 2: 8,5 bis 9 Punkte. Ich liebe Österreich!

Molto bene. Tourbericht vom 12. Juli 2020, für Andrea & Wolfgang.

Kleines Dackelfräulein vor großer Felskulisse.

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Dass die Begriffe „Traum“ und „Trauma“ nicht nur im Duden nah beieinanderliegen, wurde mir erst jüngst – nämlich auf dem Gipfelanstieg zur Benediktenwand – so richtig klar.

Mit manchen Bergen verbindet einen ja nicht nur eine traumhaft schöne alpine Erfahrung, sondern auch ein traumatisches Erlebnis. Für mich gehört die Benediktenwand zu eben jenen Bergen, auf die das zutrifft. Denke ich an die Benediktenwand, so fällt mir immer auch dieser Septembersonntag ein. Über zehn Jahre ist’s her, hat sich mir aber für alle Zeiten eingebrannt.

Eine jüngere Kollegin, mit der ich mich damals gerade in einer Art Freundschaftsanbahnungsphase befand, hatte mich wochenlang bequatscht, dass sie für ihre Trekkingreise durch Neuseeland trainieren müsse, und zwar unbedingt auch in Form von Touren durch alpines Gelände, und ich solle sie doch bitte mal zu einer meiner Bergtouren mitnehmen.
Ich schlug ein paar Wanderungen vor, die ihr allesamt zu kurz, zu leicht oder zu niedrig waren, so dass schließlich die Besteigung der Benediktenwand (als eintägige Tour mit kompletter Gratbegehung) in den Fokus rückte: 1.220 Höhenmeter (kleine Gegenanstiege mal außen vor gelassen) und eine Gehzeit von 8 Stunden (ohne Pausen) – das erschien ihr genau passend für ihr Trainingsvorhaben. Da ich die Tour schon mal gegangen war, gab ich zu bedenken, dass wir wirklich den kompletten Tag brauchen würden, also früh in München aufbrechen müssten und erst spät wieder heimkehren würden, und dass es unterwegs anstrengend wird. Weil der Ostaufstieg zur Wand eine seilversicherte Passage beinhaltet, die einem nach dem dreistündigen Zustieg bis dorthin durchaus fordern würde, weil die Gratüberschreitung sich ziemlich hinzöge und weil nach all dem ja noch der ellenlange Abstieg ins Tal folgte. Mit Pausenzeiten auf der Hütte am Fuße der Wand, unterwegs und auf dem Gipfel kam ich auf 10 bis 11 Stunden. Die Kollegin sprühte vor Energie und Tatendrang, wollte auf keinen Fall auf die Gipfelüberschreitung, die alleine schon gut drei Stunden frisst, verzichten und stand am frühen Sonntagmorgen in Top-Ausrüstung am vereinbarten Treffpunkt. Nun gut, dachte ich, sie weiß um die Anforderungen, hat die passenden Sachen an und macht einen fitten Eindruck – wird also alles klappen!

Als wir die Hütte erreicht und eine ausgiebige Pause gemacht hatten, begaben wir uns auf den Steig zur Ostflanke der Benediktenwand. Vor der seilversicherten Stelle riet ich zum Wegpacken der Trekkingstöcke, da man beide Hände brauchen würde, um sich zwischen den mächtigen Felsen durchzuhangeln. Sie ging dicht hinter mir – und auf einmal hörte ich einen Schrei. Die Kollegin war gestürzt (man fällt dort im Felsspalt nicht weit, sondern klemmt sich eher ein bisserl ein, wenn man sich vertritt) und war dann vor allem erschrocken über diesen kleinen Fehltritt. Ich half ihr wieder ans Seil zurück, wir gingen weiter und als wir diese etwas diffizile Passage hinter uns hatten, fragte ich bei einer Trinkpause nochmal explizit nach, wie es ihr ginge, ob sie sich wehgetan hätte. Es ginge ihr gut, sagte sie, aber ihre Knie wirkten zittrig und es bekümmerte sie sichtlich, dass sie sich einen ihrer (für eine Bergtour viel zu langen) Fingernägel abgebrochen hatte. Ob wir denn wirklich die Gipfelüberschreitung machen sollen, fragte ich, meinetwegen müsse das nicht sein. „Auf keinen Fall umkehren!“, war ihre Antwort, sie schaffe das schon, und runter ginge es ja eh immer viel flinker als rauf. Was bei dieser Tour nicht unbedingt der Fall ist, allein aufgrund der Strecke. Sie beharrte aber darauf, das sei alles gar kein Problem, also gingen wir weiter. Einige Stunden und zwei weitere kleine Stürze später saßen wir erneut auf der Hüttenterrasse. Ihre Brille war durch einen Sturz verbogen und ihr Knie aufgeschürft. Sie war mittlerweile schlecht gelaunt und erschöpft. Als ich den Hüttenwirt fragte, ob er meine Kollegin zufällig später mit dem Jeep ins Tal mitnehmen könne, war sie gekränkt und bekräftigte, sie käme da locker noch selbst hinunter.

So begaben wir uns auf den Abstieg. Sie war entkräftet und schwach auf den Beinen, wir brauchten daher dreieinhalb Stunden statt der üblichen zweieinhalb. Unterwegs war sie entsetzt, wie miserabel der Handyempfang war und regte sich nach jeder Serpentine erneut darüber auf, dass sie ihren Freund nicht anrufen konnte, um ihm Bescheid zu geben, dass es sehr spät werden würde, bis sie heimkäme.

Den Wanderparkplatz erreichten wir kurz vor Einbruch der Dunkelheit. In der Stunde, die wir bis München brauchten, saß sie auf dem Beifahrersitz und telefonierte mit ihrem Freund oder schwieg.

Ich fuhr sie nachhause, sie stieg mit einem knappen „Ciao“ aus dem Wagen und sprach nie wieder ein Wort mit mir. Es war das seltsamste Ende einer Noch-Nicht-Freundschaft, das mir je widerfahren war, alle Fragen blieben offen, der Konflikt, von dem ich nicht wusste, worin er überhaupt bestand, wurde nicht ausgetragen und irgendwann blieb mir nichts anderes übrig, als diese Tour mit K. und alles, was daraufhin folgte als eines der ungelösten Rätsel in meinem Sozialleben abzuhaken (und beschloss, froh zu sein, dass sich so früh herausgestellt hatte, dass das wohl sowieso nichts hätte werden können, mit ihr und mir).

Seither ging ich nur noch eine Teilstrecke dieser Tour und auch die meist alleine. Ich saß dann vor der Hütte auf dem großen Almwiesenplateau und guckte nach oben, zu dem Gipfelkreuz der imposanten Felswand.
Und träumte davon, eines Tages doch noch einmal dort hinauf zu steigen.

*****

Am Sonntag, den 12. Juli 2020 war es dann soweit. Die Braunschweiger Freunde und Labradoodle Bobby waren für meine Geburtstagstour und den von Söder empfohlenen Urlaub in Bayern eingetroffen – und sie waren seit Wochen heiß auf die Benediktenwand. Natürlich mit Gipfelbesteigung.
Herrje! Ob das gutgehen würde?

Bereits mit einer Woche Vorlauf hatte ich Tourdaten und -varianten nach Braunschweig gemailt, damit schon mal alle Fakten bekannt wären. Das Hundezimmer auf der Tutzinger Hütte war gebucht, das Wetter nahm rechtzeitig eine erfreuliche Kehrtwende von Sintflut zu Sommer, und ich schob alle Gedanken an mein damaliges Tourtrauma beiseite: das Abenteuer sollte beginnen, der Traum gelebt werden.

Statt eines Begrüßungsbussis warf ich am Wanderparkplatz unseren Freunden ein Sackerl mit dem eigens für die coronare Hüttennacht besorgten, besonders leichten Spannbettlaken (in hundepfotenfreundlichem Anthrazit) und eine frische Münchner Breze zu.
Mit vollgestopften Backen und Rucksäcken liefen wir bestens gelaunt in das Lainbachtal hinein. Und weit hinten sah man sie schon aufblitzen: die Benediktenwand!

Nur eine schlappe Viertelstunde blieb unser Wanderglück unversehrt, dann rief der Gatte: „Oh!“ und „Wartet mal!“ und „Schaut euch das mal an!“.
Und wir blieben stehen und schauten und staunten nicht schlecht.

 

Seine Sohlen hatten sich vom Schuh getrennt, lappten zur Hälfte vom Stiefel herab und schnappten bei jedem Schritt nach dem Schotter auf dem Wanderpfad.
Dass wir die Trocknungsgeräte in der Wohnung als Verursacher dieses Totalschadens an beiden Schuhen ausmachten, änderte an der misslichen Lage natürlich rein gar nichts. Eine schnelle Entscheidung musste her.
Der Gatte testete kurz die im Rucksack befindlichen Trekkingsandalen, aber das würde keine zweieinhalb Stunden zu ertragen sein – und eine Gipfelbegehung war mit solchem Schuhwerk ohnehin völlig undenkbar.

 

Also machte er auf dem Absatz (der glücklichweise noch an den Schuhen haftete) kehrt, lief zum Auto zurück, düste heimwärts und holte sich dort andere Bergstiefel.
Wir rechneten aus, dass er, wenn alles glatt ginge (unterwegs kein Stau und das Ersatzpaar Bergstiefel noch verlässlich besohlt) und er sich ein bisschen sputen würde, rund zweieinhalb Stunden nach uns bei der Hütte – unserem Tagesziel – ankommen müsste (es waren dann nur anderthalb Stunden, was freilich an seiner Gebirgsjägervergangenheit und nicht etwa am rasanten Tempo auf der Autobahn lag).

Zu fünft liefen wir weiter und hofften, dass es nicht noch einen von uns mit einer derartigen Panne erwischen würde.

Zwei Frauen, zwei Hunde – ein Ziel: Die Benewand.

Die Tutzinger Hütte empfing uns mit Kuchen und Reutberger Weißbier…

 

…und einer sehr konkreten Aussicht auf das, was uns am nächsten Morgen bevorstünde…

…und als wir wieder vollzählig waren, konnte der gemütliche Teil des Tages beginnen: Essen & Trinken, ausgiebig Ratschen & Zimmer einrichten.

Beim Abendgassi liefen wir der Abendsonne noch ein ganzes Stück hinterher…

 

 

…und starrten paarweise bergauf, bergab oder in die Kamera…

…bis die Hunde dann die Schnauze voll hatten von all dem Geknipse und Gegucke und ihrer ersten gemeinsamen Übernachtung zustrebten.

Die Braunschweiger Seilschaft verfügte über die dickeren Schlafsäcke und sank kurz nach Mitternacht in den wohlverdienten Schlaf, das Dackelfräulein hatte sich zum Gatten in den Schlafsack gekuschelt und schnarchte, nur ich lag wach und fror.

Gegen 2 Uhr spazierte ich bei fast null Grad unter sensationellem Sternenhimmel nochmal zum Nebengebäude, in dem sich die Toiletten befanden und beschloss bei Rückkehr ins Zimmer, unser Fenster zu schließen, auch wenn das dem Raumklima nicht zuträglich sein würde. Schliefen ja alle tief und fest, so dass sie mich für diese Aktion erst am Tag drauf kreuzigen könnten.
Ein paar Minuten später stieg Bobby zu mir ins Bett und legte sich an meine Seite, womit gegen 3 Uhr alle meine Probleme gelöst waren und ich meinem Geburtstagsmorgen entgegenschlummern konnte.

*****

Was für ein Abschluss fürs alte Lebensjahr!

Danke an Andrea & Wolfgang für die tollen Fotos, und an den großen Braunen für die Bettwärme.

Teil 2 folgt in Kürze, bleiben Sie dran!

Staubl_auszeit Nr. 3.

…und ein drittes Mal binnen weniger Wochen sagen wir den Psocoptera leise Servus & verabschieden uns für ein paar Tage in (hoffentlich) nicht kontaminierte Gefilde mit besserer Luft als die neuen Dehumidifier sie hier daheim produzieren.

Zum Lockermachen vor der großen Tour nochmal ausgiebig die Haxn ausgeschüttelt…

…und einen der Liebslingsseen durchschwommen…

…während das Dackelfräulein am Ufer mit dem frisch aus Frankfurt heimgekehrten Gatten ein paar Runden Pfannkuchenwerfen spielt und sich nach dem Baden sonnt.

Derweil im fernen Niedersachsen des Fräuleins großer brauner Freund die Vorbereitungen für seine Abreise nach Bayern genauestens überwacht…

…und wenn wir das richtig sehen, auf dem hübschen Foto, das man uns hat zukommen lassen, dann waren wir offenbar fast alle nochmal beim Friseur, bevor wir uns wiedersehen 😉

Mittlerweile sind auch in der Münchner Ludwigsvorstadt alle Kisten, Taschen und Rucksäcke gepackt:

„Lang nicht mehr gesehen!“ – Pippa begrüßt Nuluensis, unsere Bergbiene.

Und wie kriegen wir jetzt das ganze Glumpp in den Rucksack?

Ganz einfach: Der Gatte, immerhin ja ehemaliger Gebirgsjäger, darf den Großteil tragen 😉

Nach neun Monaten – eine Zeitspanne, in der ganze Kinder heranreifen und Pandemien ausbrechen können – ist es morgen nun soweit: Das Anwolf-Rudel und wir gehen nach einer viel zu langen Durststrecke endlich wieder gemeinsam auf Tour!

Vor uns liegen über 1.200 Höhenmeter (zu einem der schönsten und aussichtsreichen Gipfelgrate im Voralpenland), eine Hüttenübernachtung (die für uns alle die erste Nacht mit zwei Hunden in einem Zimmer ist) und sicherlich das eine oder andere Abenteuer (Corona-Richtlinien auf der Hütte, Steinböcke in der Felswand, Bettwanzen in der Souterrainkammer – wer weiß, was einen so alles erwartet?!).

Für mich geht mit dieser Unternehmung ein lang gehegter Traum in Erfüllung: Einmal an meinem Geburtstag hoch oben in den Bergen aufwachen und zusammen mit einer Handvoll Lieblingsmenschen und -tieren von einem Gipfel aus die Aussicht auf das neue Lebensjahr genießen.

Drücken Sie uns die Daumen, dass es sich hier tatsächlich in den letzten 24 Stunden ausgeregnet hat (von der Menge her möchte man es ja meinen) und wir ohne auszurutschen da hinauf und auch wieder hinunter kommen und bis auf vier Paar Augenringe äußerlich unversehrt bleiben, damit wir dann auch die zweite Nacht im Tale noch gscheid feiern können.

Gratulationen senden Sie bitte an die Tutzinger Hütte am Fuße der Benediktenwand (mit der freundlichen Bitte um Übermittlung) oder über die üblichen Kanäle (wobei der Empfang dort oben nur auf einem kleinen Hügel hinter der Hütte einigermaßen funktioniert).
Postalische Grüße sowie kleinere und größere Sachspenden können ab Dienstag wieder in München entgegengenommen werden.
Da ich nicht mehr die Jüngste bin und nach der Heimkehr sicher erstmal durchschnaufen muss, kann es mit den Danksagungen ausnahmsweise ein bisserl dauern – nehmen Sie’s also bitte weder krumm noch persönlich.
Oder machen Sie sich’s leicht und denken Sie im Stillen an mich, das tut’s ja auch mal.

Ihnen eine gute Zeit & bis bald in alter Frische!

Wir sind dann mal weg!

Himmel der Bayern (80): Von überfüllten Gipfeln in den Münchner Hausbergen.

Vormittags 18 Grad, blauweißer Bayernhimmel und ein frischer Wind.

Hochsommer geht anders, aber es ist der perfekte Bergtag für das Dackelfräulein, die ja mit zunehmendem Alter auch zunehmend unter zu warmen Temperaturen leidet, was bereits ab 20 Grad der Fall sein kann.

Der Papa empfiehlt uns beim Frühstück eine Tour auf die Hochalm, vom Kreuther Tal aus. Keine Forststraßen, nur schmale Pfade, alle dackelnaslang ein Bächlein, keine Bergbahn, keine Hütte, also wenig überlaufen.

Ich bewundere ihn für sein präzises Tourengedächtnis, da er doch selbst seit vielen Jahren mit Mr. Parkinson im Tal sitzen muss und keinen Berg mehr betreten kann. Er beschreibt mir exakt, wo wir parken sollen, welcher Pfad der schönste ist, wie der Weg verläuft und welche Aussichten uns unterwegs und oben erwarten.

Kirche von Glashütte im Kreuther Tal.

Perfekte Wegbreite fürs Fräulein.

Herrlicher Weitblick nach Tirol.

Aber er hat nicht alles voraussehen können, der Herr Vater, denn als wir uns der Gipfelkuppe nähern, staunen wir nicht schlecht: Von wegen nichts los da heroben!

Das Gipfelkreuz schon in Sichtweite…

…aber was ist denn das?

Man kann einfach nicht mehr bei gutem Wetter in die Hausberge gehen…

…weil überall so ein Andrang herrscht!

Es ist gar nicht dran zu denken, dass man bei dem Betrieb rund ums Gipfelkreuz seinen Pfotenabdruck und Servus im Gipfelbüchlein hinterlassen könnte. Schade auch.

Dohle über Kuh an Lenggrieser Talblick.

Ich nehme das Fräulein an die Leine und wir suchen uns ein Jausenplätzchen, wo wir ungestörter essen und trinken und nach Tirol rübergucken können.

Rast- und Ruheplätzchen auf der Hochalm.

Zurück zu Tale funkt uns der hübsch Bewimperte an und fragt, ob er mit seiner Hundedame vielleicht spontan auf einen Abendbesuch vorbeikommen dürfe.
Wir freuen uns riesig und lassen den Tag gemeinsam am Hundestrand von Rottach-Egern und in einer Strandbar ausklingen, bis die Sonne im See versinkt und unsere Füße einfach zu kalt werden.

Hundestrand von Rottach-Egern.

Sundowner in der Strandbar.

Wie gesagt, Hochsommer geht anders, aber wir wollen nun wirklich nicht klagen. Es ist schon ein gutes Hundeleben, das wir führen! Drei Tage Staubl_auszeit am Tegernsee bei dem Wetter für schlappe 42€ – danach würde sich manch ein Tourist, der 800 km hierher reist, alle fünf Finger ablecken.

So viel zu gestern, nun noch ein Sprung ins Schwimmbad, kurz an den Hundestrand und danach heimwärts in die Großstadt.

Guten Morgen, Wallberg!

Das war’s dann auch erstmal wieder mit Himmelblau- und Bergbildchen aus der Kurzsommerfrische, ab sofort unterhalten wir Sie wieder mit widerwärtigen Neuigkeiten von den Psocoptera und Lolek & Co..

Bleiben Sie uns trotzdem gewogen und haben Sie einen erfreulichen Tag!

Und sollten Sie coronabedingt oder auch einfach so mal mit oder ohne Hund einen Urlaub am Tegernsee in Erwägung ziehen, scheuen Sie sich bitte nicht und buchen Sie uns als Reiseleitung, mittlerweile kennen wir hier jede Kuchen- und Kacktütenstation und alle Wege zu Land und Wasser sowieso.
Für Stammleser sogar mit Rabatt!

Kleiner Hund auf großer Almwiese.

Mittenwald (1).

Blick aus dem Fenster: Abendliches Alpenglühen.

Nach nur 15 Stunden legt sich bereits ein Friede ums Herz, den ich nur im Wasser oder in den Bergen finde.

Badesee nur 15 Minuten entfernt!

Auf den Wörnerkopf oder durchs Dammkar oder zur Brunnsteinspitze, das frage ich mich, während mir zum Frühstück eine Breze serviert wird, die auch nach Breze schmeckt und nicht nach aufgebackenem Teigling.

Die schwäbelnden Gäste am Nebentisch sind coronabedingt angenehm weit entfernt, freuen sich aber ebenfalls über die Brääätzel und die Morgensonne, die die letzten Nebelschwaden und Wölkchen von der Westlichen Karwendelspitze verscheucht.

Blick aus dem Fenster: Guten Morgen, Karwendel!

Mit diesem und den kommenden Beiträgen grüßen wir ganz besonders die liebe A. aus B., für die und deren Begleiter auf zwei und vier Beinen wir hier schon mal Tipps für gelungene Urlaubstage sammeln werden – Prospekt folgt!