Winterschläfchen.

Hundemüde. Wenn Menschen zu früh aufstehen.

Wallberg im Nebel. Weiter oben auch nicht besser.

Hundeleben. Im Tal kann man auch Spaß haben.

Bei der Irmi. Endlich mal ein paar Stunden allein.

Bräustüberl und Tegernsee im Nebel. Die Faschingsseppln ebenso.

In der Irmi. Zum Hirschberg gucken oder ein Nickerchen machen?

Die Darmspiegelung oder: A Rua is.

Nach etlichen Tagen des strohwitwernden Hundhabens hatte ich gestern meinen wohlverdienten hundefreien Tag.

Während der Erledigung diverser Arbeiten im Haushalt und am Schreibtisch beschloss ich, mir nachmittags einen Saunabesuch zu gönnen. Wärme und Ruhe täten dem entzündeten Ellenbogen, mit dem ich seit Wochen rumziehe, bestimmt mal ganz gut (und mir sowieso).
Ich fahre zu meinem Lieblingsbad, dem einzigen Münchner Bad, das ganzjähriges Open-Air-Schwimmen im 50m-Becken ermöglicht, um die Unternehmung gleich noch mit einer Runde Schwimmen kombinieren zu können und freue mich wie ein Schnitzel auf die vor mir liegenden 4 Stunden.

Beim Betreten des Bades fällt mein Blick auf eine Hinweistafel neben dem Eingang: „Heute ganztägig Damensauna“.
Nun gut, denke ich, wird schon gehen, so in der Vorweihnachtszeit, wo doch alle so vielbeschäftigt sind.

Ich bin kein Freund von diesen Frauentagen. Zwar bieten sie den Vorteil, sich unbehelligt von gelegentlich vorkommendem verstohlenen oder unverhohlenen Geglotze überall einseifen, abtrocknen und eincremen zu können sowie in der Sauna liegend ganz entspannt auch mit angewinkelten Beinen vor sich hin zu schwitzen ohne zuvor sorgfältigst den passenden Liegeplatz (und das Gegenüber) auszuwählen, aber das war’s dann auch schon mit den Vorteilen dieser Frauentage. Denn in erster Linie sind sie: überfüllte und laute Horte entgrenzter Schamlosigkeit.

Aufgekratze, kichernde Mädeltrupps, rudelweise ratschsüchtige, kiloweise mandarinenschälende Rentnerinnen und grimmig dreinblickende, männerfürchtende (und nicht selten für Männer zum Fürchten aussehende) Trullas aller Altersklassen bevölkern die Saunaanlage an diesen Frauentagen. Dazwischen vereinzelt ein paar Ruhesuchende oder aus Versehen Hineingeratene, verzweifelt nach Erholung suchend.
Es wird geschnattert, gefuttert, gebröselt, gegackert, geschmiert, gepeelt und geshaved, was das Zeug hält. Letzteres artet an diesen Tagen, an denen frau unter sich ist, völlig aus: Die Duschräume verkommen zu einem rutschigen Parkour durch glibberige Rinnsale aus wegrasierten Haaren aller möglichen und unmöglichen Herkunftsorte. Die albernsten Verrenkungen bei gegenüber oder nebenan Duschenden sind zu beobachten, und man darf schon froh sein, wenn einem nicht irgendein Schlonz, der gerade behände mit dem Lady-Shaver vom Nachbarbein abgezogen wird, an die eigene Wade spritzt. Ein Treiben, dem ein paar im Duschraum anwesende Männer sofort Einhalt zu gebieten wüssten – durch ihre bloße Präsenz würden die sich im Herumwerkeln krümmenden Leiber sofort wieder aufrichten, den Rasierer dort lassen, wo er hingehört (unter der heimischen Dusche) und sich stinknormal waschen.

Gestern scheint es zunächst so, als könne ich diesen Szenarien entkommen, denn anhand der noch freien Garderobenschränkchen stelle ich aufatmend fest: Allzu voll ist es noch nicht. Prima. Genüsslich breite ich mein Badetuch in der Sauna aus. Nur eine Frau dampft eine Etage über mir vor sich hin. Ich strecke mich aus und schließe die Augen. Sekunden später fliegt die Tür auf und Elvira tritt ein, als diese wird sie umgehend und lautstark von der über mir Schwitzenden – Margot heißt sie – begrüßt.
Die beiden beginnen einen dieser Saunadialoge, bei dem man Hoffnung auf ein schnelles Ende hegen kann.
Elvira: „Sakradi, is des wieda hoaß da herin!“
Margot: „Ja, es san weit über 90 Grad heid!“

Leider kennen sich die beiden offensichtlich schon länger, so dass diese Hoffnung sich alsbald zerschlägt. Es geht zunächst um Weihnachten und wer wo eingeladen ist oder welchen Besuch erwartet und was es zu Essen geben soll oder ja nicht schon wieder geben darf. Dauer dieser Sequenz: ca. 3 Minuten. Die Lautstärke steigert sich bei jedem Satz, was auch daran liegen mag, dass Margot sich währenddessen angestrengt schnaufend mit einem Sisalhandschuh den Schweiß abbürstet.
Das nächste Themenfeld ist das jeweilige Befinden, resp. Krankheiten. Elvira und Margot dürften, in der schummrigen Gnade des Saunalichts betrachtet, wohl um die Ende 60 sein, demnach gibt es da natürlich Einiges mitzuteilen. Rücken, Knie und Hüfte lasse ich noch tapfer über mich ergehen. Dann aber rückt Margot damit raus, dass ihr noch vor Weihnachten eine Darmspiegelung bevorstünde. Wegen dieser Sache am Dickdarm, woaßt scho, und weil die eine Behandlung ja nicht angeschlagen habe, „da will da Doktor doch nochamal genauer hischaun“, ihr tät‘ es jetzt schon grausen vor der Abführerei. Elvira antwortet, wie es so typisch ist für diese Gespräche, in denen jeder nur seins loswerden will, mit der Story zu dem Furunkel, den sie neulich am Steiß gehabt habe und wie langwierig das gewesen sei und das Aufschneiden ja so schmerzhaft (die Narbe bis heute eitrig und nässend).

Da reicht es mir. Ich richte mich auf und sage höflich, aber bestimmt zu den beiden, dass ich es schön fände, wenn sie ihre Unterhaltung draußen fortsetzen könnten, dabei deute ich auf ein hinter Elvira hängendes Schild, das dort schon seit Jahren stumm und vergeblich um Ruhe zu bitten versucht. Ein bajuwarisches Donnerwetter – noch heftiger als Darm-Malaise und Furunkel-Eiter – ist die Quittung dafür. Was mir einfiele, wo wir denn da hinkämen, wenn man sich in der Sauna nicht mehr unterhalten dürfe, warum mich das überhaupt störe und dass sie sich unterhalten würden, wo immer sie möchten.
„Mir red’n da herin seit 40 Jahr‘ und wenn eana des ned bassd, dann gehns hoid aussi!“

Ein Wort gibt das andere, bis ich mich schließlich erhebe und die beiden keifenden Weiber, die mich mittlerweile wegen meines Nicht-Dialekts als Zugroaste, die da herin eh nix verlorn hat beschimpfen, mit ihren Gebrechen in der Hitzekammer hocken lasse.
Ich gehe Schwimmen, extra lang, denn im Wasser ist es still, herrlich still. Einer der Gründe, weshalb ich das Schwimmen so liebe: Diese Ruhe, dieser Rhythmus, das Monotone, die Schwerelosigkeit.
Das nächste Mal, denke ich beim Bahnenziehen, gehe ich wieder an gemischten Tagen in die Sauna oder aber in Begleitung einer Freundin, mit der es sich zwischen den Saunagängen ebenfalls ratschen lässt, denn anders ist das ja nicht zu ertragen. Eigentlich wird es höchste Zeit, mal Freunde zu finden, die ein Eigenheim mit einer Sauna im Keller haben.

Auf dem Rückweg vom Becken zum Saunabereich laufe ich meinem Lieblingsbademeister über den Weg, Typ Bayrischer Bruce Willis in den 40ern. Er hat heute Saunameisterdienst, ist auf dem Weg zum stündlichen Aufguss. Wir unterhalten uns ein bisschen, ich berichte ihm von meinem Erlebnis mit Mrs. Darm und Mrs. Furunkel. Er sagt daraufhin, dass er diese Frauentage auch nicht leiden kann, den Krach, den Trubel, die Brotzeitorgien überall. Wir gehen gemeinsam zur finnischen Blockhaussauna. Er öffnet die Saunatür, hievt seinen Holzkübel mit dem Eukalyptusöl drin Richtung Saunaofen. Dort sitzen in vorderster Reihe – aufgusserwartend und natürlich ratschend – Elvira und Margot. Als sie Bruce Willis erblicken, der wegen der mörderischen Hitze beim Aufguss nur mit einem Lendenschurz bekleidet ist, geifern sie sofort los. „A Mo in der Sauna – am Damentag! Des geht fei überhaupts ned!“. Beschweren müsse man sich da, schließlich wolle man unter sich sein, da müsse eine Frau den Aufguss machen.

„A Rua is!“ schnautzt Bruce Willis in die Runde, „und wem’s ned bassd da herin, der soll si verzupfn.“ Sprach es und haut mit seinem tätowierten, muskulösen Arm drei Schöpfkellen Eukalyptusbrühe auf die heißen Steine, packt das über seinen breiten Schultern baumelnde Handtuch und fächert mit geräuschvollen Wedelbewegungen den aufsteigenden Dampf durch den Raum. Japsend und fluchend flüchten Elvira und Margot nach draußen, ich strecke mich auf der Holzbank aus, schließe die Augen und inhaliere den befreienden Duft.

Endlich is a Rua da herin.

Rua is.

Nach einem ätzenden Montag (über 2 Std Wohnungsbegehungstermin) heute Morgen die Flucht ergriffen.

Der Gatte zeitgleich auf dem Weg nach Frankfurt und von dort weiter zu einer Art Vortragstournee: „3 lectures in 3 days“. Dem begegne ich mit „3 Loipen in 3 Tagen“, bei 135 gespurten Kilometern sollte das nicht langweilig werden.

Nach 1 Std 20 Min Fahrt in Ruhpolding angekommen.

Von einem Insider habe ich gelernt: korrekt heißt es „Ruapadding“. Gut so. Da steckt die Ruhe schon drin.

In einem preiswerten, hundefreundlichen, saunahabenden Gasthof an der Verbindung zwischen Brandner- und Steinbachloipe eingecheckt (juhu – Blick vom Zimmerbalkon direkt auf die Loipe!), umgeben von Winterwanderwegen, ausreichend Schnee und erfreulicher Stille – hier laufe ich mir nun den Frust von der Seele, begleitet vom Wanderdackel, den all der Ärger wie immer nicht anficht. Wovon ich mich gern anstecken lassen möchte.

Da wir gerade zur „Windbeutelgräfin“ wandern, stehen die Chancen eigentlich nicht schlecht, dass das gelingt.

Aus dem Biathlon-Mekka grüßt euch

Die Kraulquappe.

Wo Akka das Land verließ oder: Aufbruch.

Bei immer herbstlicherer und stürmischerer Witterung winken wir von Smygehuk aus…

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Südlichster Punkt Schwedens: Smygehuk.

… den letzten Zugvogelschwärmen nach, die eilig das Land verlassen und ihre Reise in den Süden antreten.

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Das kleine Denkmal für die große Akka von Kebnekaise.

Auch wir nähern uns allmählich der Rückreise in den Süden (in dem es aktuell leider noch kälter ist als hier). Bloß noch ein Tag an der Südküste, danach ein weiterer in Malmö – bis der Gatte abends zurückfliegt.

Und vielleicht bedurfte es dieser Abschiedsstimmung und des rauen Klimas, um endlich gemeinsam mit Pippa in einem Café Einlass gewährt zu bekommen.

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Nach der Nachsaison & bei 11 Grad: Cafés öffnen ihre Türen.

Am Donnerstag brechen wir unsere Zelte hier auch ab, und nach langem Hin und Her, Für und Wider, Planen, Verwerfen und Neu-Planen steht die Reiseroute seit heute endlich fest: Keine Fähre mehr, sondern Brücken über Brücken (über den Öresund und den Großen Belt).

Außerdem: In aller Ruhe nach München zurück, 4-5 Tage Zeit lassen, kein Kilometerabspulen, sondern langsam reisen und unterwegs gleich noch ein paar Wünsche realisieren.

Die da wären:

– in Betten mit festen Matratzen und ohne wabbelige schwedische Hygieneauflagen schlafen
– Frühstück mal nicht selber machen
– in eine Scheibe heimisches Vollkornbrot beißen
– ungesalzene Butter auf dieses Brot streichen
– abends nicht den Kochlöffel schwingen
– Pippa ins Restaurant mitnehmen ohne dass irgendwer krumm guckt
– nach fast 4 Wochen endlich wieder in einem 50m-Becken schwimmen
– die Kieler Förde anschauen
– einmal im Leben im selben Hotel übernachten wie Bruce Springsteen (nur leider nicht zeitgleich)
– Pippa zu einem Date mit einem feschen Rüden begleiten, den sie übers Bloggen kennengelernt hat

Das sind schöne Aussichten – ganz egal, bei welchem Wetter.
Aufbruch!

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Reminiszenz an den Sommer: Statue vom bekannten Künstler Axel Ebbe am Hafen von Smygehuk (Modell stand die Großmutter von Uma Thurman).

Tschechow meint: Wer – wie die Zugvögel – durch Ortswechsel Rettung sucht, findet sie nicht.

Ich meine: Wer durch Ortswechsel bloß Abstand und Ruhe, neue Impulse und Perspektiven sucht, kann da schon mehr Glück haben.

In der Hoffnung auf ein gutes letztes Viertel der Reise grüßt euch
Die Kraulquappe.

Mal langsam machen.

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Morgens um 8:45 Uhr.

 

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Einstündiger Spaziergang vom Häuschen zum Sillnäs Fyr.

 

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Kurz vor Ende Gelände (bzw. Geländer).

 

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Picknick auf der menschenleeren Leuchtturminsel, dann gemütlich retour.

 

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Nachmittags um 15:50 Uhr.

Es war ein langsamer Tag. Hat uns gut getan.

Einzige Unruhe heute: In der Süddeutschen ist ein Artikel, den ich hier schmerzlich vermisse.

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Gut gemeinte WhatsApp eines Bekannten. Leider nicht vollständig.

Könnte mir den jemand vernünftig fotografieren und zuschicken (per Handy oder an kraulquappe@web.de)? Das wäre ganz wunderbar!!!
Nicht, dass ich mich doch noch aus Frust über die Blaubeerkekse hermache

Die- oder derjenige hat als Dankeschön einen Themenwunsch frei, für einen der nächsten Beiträge auf diesem Blog.

Hoffnungsvolle Grüße
Die Kraulquappe.

Sommerhaus, später.

An Wochenenden oder zur Ferienzeit, besonders während der Sommermonate, verkrümeln sich viele Schweden in ihre – eigene oder gemietete – „stuga“, was wir wohl mit Sommerhaus oder Datscha übersetzen würden.

Es war immer mein Traum, in einer küstennahen Stuga ein bisschen Zeit zu verbringen. Vor zwei Jahren, auf Gotland, wohnte ich eine Weile in einem Häuschen, allerdings mitten auf dem Land, und es war auch keine typische Stuga.
Gotland, das den Ruf hat, das Sylt Schwedens zu sein, ist bis in den Spätsommer hinein in den begehrteren Lagen unbezahlbar. Und auch das übrige Schweden ist sehr teuer. Zieht man dann noch alle Unterkünfte ab, in denen Hunde verboten sind (etliche!) oder bei denen die Inneneinrichtung schon auf den Fotos im Internet latenten Brechreiz auslöst, bleibt zur Hauptsaison nicht mehr viel übrig, das erschwinglich ist.

Fazit: Wir reisen besser in der Nebensaison.

Pro: Alles ist 50-70% günstiger. Alle Urlauber sind weg. Mücken ebenso. Völlige Ruhe. Wohltuende Einsamkeit. Moderate Temperaturen für den Hund. Strandverbot für Hunde aufgehoben bzw. Kontrollen eingestellt.

Kontra: Lokale geschlossen. Eisdielen und Cafés ebenso. Kein Nachbar weit und breit (falls mal was wäre). Baden im Meer zu kalt. Nachts schon ziemlich frisch, Herbst eben.

Für mich überwiegen ganz klar die Vorteile.
Ich versorge mich, heikel wie ich beim Essen und der Qualität desselben bin, sowieso am liebsten selbst, zumal in einem Land wie Schweden, das mir kulinarisch eher wenig entspricht und das in nahezu allen Restaurants keine Hunde gestattet. Zu viel Nähe zu anderen Menschen nervt mich auch schnell. Und in Salzwasser schwimme ich auch nicht gern (Baden: ja, Schwimmen geht anders.). Dass es nachts kalt ist, stört mich auch nicht, wenn es tagsüber 20 Grad oder mehr hat, so wie heute.
Tja, und die Leere… Ich bin gern allein, ich brauch‘ nicht viel, ich hab‘ auch selten Angst in der Abgeschiedenheit.

Heute sind wir also an der Südküste gelandet, in der Mitte zwischen Ystad und Karlskrona, und haben hier für die nächsten anderthalb Wochen eine 32m²-Stuga samt Garten für uns allein. Paradiesisch!

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Zwei Terrassen, eine Hängematte, eine Hollywoodschaukel, zwei Fahrräder (falls mal was mit dem Auto wäre).

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Der kleine Wachhund hat einen riesigen, eingezäunten Garten…

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…inklusive im Gelände zahlreich herumliegender Bälle des Whippets der Vermieterin, die weit weg an der Westküste lebt. Ihre Eltern wohnen 15km enfernt, an die könnte man sich wenden (falls mal was wäre).

Die einzigen Nachbarn sind diese paar blökenden Gesellen…

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…an denen wir sogar vorbei müssen…

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…wenn wir zur 250m entfernten Küste wollen.

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Der Postbote kommt hier erst spät nachmittags und heißt Knut. Er ist leider nicht so süß wie einst der Eisbär, sicherte mir aber zu, ein Auge auf uns zu haben (falls mal was wäre).

Momentan ist jedenfalls nichts. Einfach mal NICHTS! Und das ist herrlich, genau das wollte ich.

Der Kühlschrank ist gut gefüllt, die vielen Taschen und Kisten ausgepackt, die Gegend bereits inspiziert. Übers Wochenende muss ich nirgends hin, höchstens mal nach Bromölla, da ist die nächste Schwimmhalle. Wahrscheinlich werde ich mich aber für ein paar Tage aufs Laufen verlegen. So als zusätzlichen Bewegungsimpuls neben dem Gassi- und dem Müßiggehen.
Ansonsten bleiben wir einfach hier in der Hütte und im Garten. Es ist ja alles da, was das Herz begehrt – ich fühle mich sehr zufrieden und gut angekommen. Zufriedenheit wohnt mehr in Hütten als in Palästen, wie es ja so schön heißt.

Nur: In den Palästen hätte man halt jemanden, der einem das Kaminfeuer anzünden würde. Das muss ich jetzt schleunigst auf die Reihe kriegen, bevor die kühle Herbstnacht hereinbricht. Ist nicht so einfach, die Holzscheite sind alle zu groß oder zu feucht. Was weiß ich. Hab‘ noch nie ein Kaminfeuer entfacht.

Ach ja, da fällt mir ein: Mein Papa hat gesagt, ich könne ihn jederzeit anrufen. Falls mal was wäre… –  aber das muss ich erst noch mit mir ausmachen, ob wirklich was ist.

Einen warmen und gemütlichen Abend wünscht euch –

die Kraulquappe.