Von wegen kleiner Hund!

Von der Nachmittagssonne ganz vortrefflich zum Vorschein gebracht: der überragende Charakter und die große Persönlichkeit des Dackelfräuleins.

Morgenimpressionen: Die gemeine Stinkmorchel.

Der Gatte soeben nach Frankfurt abgereist, der Allgäuer Handwerksfreund schon auf dem Weg nach München. Die vierte Werkelwoche in Folge steht bevor. Eigentlich die siebte, wenn man die Wochen unmittelbar um den Umzug rum mitrechnet.

Für knappe zwei Stunden genieße ich ein männerfreies Haus, setze mich nochmal an den Frühstückstisch, schenke mir den Zweitkaffee ein, gucke müde und immer noch sehr erschöpft vom Berghütten-Arbeitswochenende auf die weiße, noch bilderfreie Wohnzimmerwand.

Und da fällt mir beinahe das Haferl aus der Hand:

Malt die Morgensonne doch glatt eine Gemeine Stinkmorchel an die Wand!

Das hätt’s jetzt nicht gebraucht, ich mag nämlich keine Pilze.

Ins Licht.

Nach fünf zähen, ziemlich anstrengenden und überwiegend verregneten, grauen, trüben und von diversen Ängsten, Ärgernissen und Beinahe-Amokläufen (Vodafone!) geprägten Tagen, kommt langsam das Licht zurück.

Das Internet funktioniert nach tagelangen Kämpfen mit der Hotline nun endlich, als Entschädigung für den ganzen Ärger fällt die Grundgebühr für die ersten drei Monate des Anschlusses weg und die Fritzbox bleibt ab sofort vertragslang gebührenfrei. Dafür habe ich ein paar Falten und graue Haare mehr. Hauptsache, online. 

Jetzt muss nur noch die Versicherung der Umzugsfirma die hinterlassenen Schäden regulieren, der Obertürschließer der Wohnungstür fachmännisch ausgehängt werden, das Rausfahren aus der viel zu steilen Tiefgaragenausfahrt und die Bedienung des Trockners geübt und wieder sowas wie ein normaler Alltag jenseits von Handwerker- und Lieferterminen in Betrieb genommen werden.

Ach ja, und Licht in der Wohnung, so ab 20 Uhr und in der Form von Lampen, die über einen Lichtschalter bedient werden können, das wäre auch noch eine feine Sache.

Müde in der Sonne sitzend grüßt 

Die Kraulquappe.