Himmel der Bayern (85): Über den Wolken.

Links die Zugspitze, rechts der Kramer und neben mir meine kleine, treue Gefährtin.
Über allen Gipfeln ist Ruh‘: Nuluensis & ich, wunschlos glücklich.
Namensgeber meiner „Himmel der Bayern“-Serie.

Auf der Himmelsleiter.

Zum Frühstück schickt der hübsch Bewimperte eine Gassigehanfrage und einen verlockenden Kartenausschnitt aufs Smartphone…

…nebst dem noch verlockenderen Hinweis, dass das Ganze mühelos um einen Abstecher in ein Café abseits der Route und des Ausflüglerandrangs erweitert werden könne…

Das Café Max II im hübsch restaurierten Bahnhofsgebäude zu Feldafing.

…selbstverständlich erst, nachdem die beiden Fräuleins ausgiebig sausen und baden durften…

Der Hundeflüsterer bei der Arbeit.

…und wir es angesichts der zahlreichen Kampfradler auf dem seenahen Spazierweg den Gänsen zu gern gleichgetan hätten.

Einfach mal abtauchen!

Aber nach dem Verlassen des Uferwegs bei Possenhofen wurde es gottseidank deutlich ruhiger und in der lauschigen Wolfsschlucht waren wir dann weitgehend allein unterwegs, vor allem nach der Starzenbachquerung via Baumstamm und dem Herumturnen auf noch einsameren Pfaden im Steilhang.

Das Tortenstück in Feldafing war dann hochverdient und über die Himmelsleiter, die gegenüber begann, schwebten wir wieder hinab zum See.

Vielen Dank an M. für diese wunderbare Ausflugsidee am gestrigen Samstag: wir schätzen es neben vielem anderen wirklich sehr, dass Du unsere Trampelpfad- und Torten-Landkarte kontinuierlich zu erweitern verstehst 🙂

[Eigentlich sollte dieser Blogbeitrag Teil der Serie „Song des Tages“ werden, denn wenn es schon zufällig einen passgenauen (!) Titel von Bruce hierzu gibt…, aber ich konnt‘ mich dann doch nicht dazu durchringen, weil mir der Song einfach kolossal auf den Wecker geht mit seinem Bigband-Sound, den enervierenden Rhythmus und seinen schlichten Lyrics (ja, da staunen Sie jetzt, aber diese Rubrik Springsteen-Songs gibt es tatsächlich – und sie ist nicht zu knapp bestückt, leider!]

Dreiteiler.

Bevor wir uns zum Sonntagsspaziergang auf den Pfannenstiel, wie der Küsnachter Hausberg heißt, und bald danach auch auf den Heimweg nach München begeben, kommt hier schon mal das Schlussplädoyer zur Woche an der Schweizer Geld-, äh, Goldküste.

Gestrige Tour oberhalb vom Zürisee…
…inklusive von den Jungs designtem Gipfelfoto von H. & mir…
…und Aussichten auf alles, was hier noch zu tun wäre!
Nach dem Ausflug geht’s noch zum Schwimmen…
…im hundefreundlichen Greifensee…
…bei goldenem Septembersonnenlicht.

Bis spätabends dann Crêpes gebacken, zu viel gegessen, zu viel geredet, immerhin nicht nochmal am Gin Tonic vergriffen, trotzdem acht Stunden Schlaf wie betäubt, nur ab und zu unterbrochen von einem wild träumenden Hund unter der Decke.

Zum Abschied kreieren die beiden Jungs eine Fortnite-Superheldin getreu nach meinem Abbild, ich darf sogar ein bisschen mitreden bei der Gestaltung, und fühle mich schließlich wirklich gut getroffen und reite fortan auf einem turboschnellen Kometen durch das pulsierende Universum der Küsnachter PS4-Konsole.

1.307x Danke an H. fürs gelassene Ignorieren der uralten, russischen Regel „Fisch und Gäste stinken nach drei Tagen“, was natürlich auch nicht passieren kann bei der Frequenz an Badi- und Seebesuchen (plus täglicher Dusche) und wenn einem die Gastgeberin zwischendurch sogar die Klamotten wäscht. Auch das Dackelfräulein war äußerst zufrieden hier – maximal 1 Punkt Abzug gibt es für das unmenschliche und sogar konsequente Sofa-Verbot.

Den ausführlichen Bewertungsbogen für unseren Aufenthalt senden wir in den nächsten Tagen per Email, nur so viel schon mal: Wir kommen auf alle Fälle wieder!

Und vielleicht lässt es sich ja einrichten, das Haus gegenüber bis dahin abzureißen, damit wir von der Terrasse aus auf den See gucken könnten – dann müssten wir da nicht mehr zum Dinieren hinunterfahren.

Song des Tages (59).

Frechheit, oder?

Haben uns mit raumgreifender Ganzkörpergymnastik am Hundestrand gerächt.

Da haben sie aber geguckt, die überfressenen Promiköter!

This week I took that ride
‚Crossed the border to the helvetic side
Took my baby to the Zurich Lake
Walked her and watched the waves gently break

‚Cause down the shore everything’s all right
Me and my baby in sweet September light
Nothing matters in this whole wide world
When you’re together with a dachshund girl

Von unseren sieben Stunden in Zürich berichten wir Ihnen wahrscheinlich erst morgen.

Das mit dem MNS klappt dort jedenfalls nicht so perfekt.

1 Ordnungspunkt Abzug für die Schweiz!

Der September ist die Zeit, Gedichte zu machen, und aus dem Leben ein Gedicht.

[Überschrift des Blogbeitrags frei nach Wilhelm Raabe]

Jagdhund auf dem Jägerkamp.

Eine überaus ereignisreiche und bewegte Woche liegt hinter uns.
3 Schwimmbadbesuche, 2 Läufe, 1 Bergtag (letzterer sogar mit dem kompletten Rudel, denn ab und zu nimmt der Gatte ja doch mal einen ganzen Tag frei), 1 Ausflug mit dem hübsch Bewimperten (schließlich verlangte die Zeit in Pretty Prättigau noch eine gemeinsame Nachbetrachtung), 1 Wiedersehen nach vielen Monaten mit dem Berliner Freund, 1 Sonntagsteeplausch mit D., 1 große Vorfreude auf die nächsten Wochen (u.a. weil sich überraschend noch hoher Blogfreunde-Besuch angesagt hat), und nicht zuletzt 1 passabler Plan für den nahenden Herbst und die Winterzeit.

Unzugänglich schien der Gipfel
Nun begehn wir ihn so leicht.
Fern verdämmern erste Wege,
Neue Himmel sind erreicht.

Urgebirg und offne Länder
Schweben weit, in Eins verspielt.
Städte, die wir nachts durchzogen,
Sind ein einfach-lichtes Bild.

Helle Wolken streift herüber
Uns umweht ihr Schattenlauf.
Große blaue Falter schlagen
Sich wie Bücher vor uns auf.

[Alpinlyrik von Hans Carossa, den im Tölzer Land Geborenen, über den ich vor langer Zeit mal referieren durfte.]

Schauen Sie genau hin: Über dem Herrn Jesus gibt’s noch jemanden!

Nur gut, dass ich mir noch die Zeit nahm, die Tage im Dunstkreis der Drusenfluh ausgiebig zu würdigen, denn morgen machen das Dackelfräulein und ich uns erneut für ein Weilchen aus dem Staub, und das, obwohl es ja gar keinen Staub gibt da herin.
Und auch die nach diesem nicht existenten Staube benannten Mitbewohner gibt es nicht mehr, will heißen, dass wir mittlerweile hier in München endlich wieder psocopterafrei wohnen bzw. leben können, weil – ich wage es mal ganz vorsichtig, das auszusprechen – die kleinen Fieslinge auch nach dem Ende der großen Hochsommerhitze nicht wiedergekehrt sind.

Was ich ebenfalls kaum auszusprechen wage, aber heute Morgen, auf dem Weg zum Postamt, dem bleich dreinblickenden Laternenpfahl, der mich so direkt danach fragte, antwortete: Uns geht’s gerade wirklich gut.

Trotz Corona ist das ein wunderbarer Sommer geworden und der Herbst lässt sich bislang auch gut an. Ja, wer hätte das gedacht?!?

Nehmen wir es dankbar an, werten es als angemessenen Ausgleich für die mehrmonatige Wasserschaden-und-Badsanierungs-Ära (zzgl. diverser Nacharbeiten und dem den Nacharbeiten nachfolgenden Schädlingsbefall), genießen es und behalten im Hinterkopf, dass das Glück ja eh ein Vogerl ist.

So mein Handyvertrag oder ein funktionierendes WLAN in der Fremde es wollen, hören wir uns dann gern von unterwegs.

Machen Sie’s gut & haben Sie eine erfreuliche Woche!