Ge_danke_n 2018 (8).

Istud, quod tu summum putas, gradus est.

(„Was du für den Gipfel hältst, ist nur eine Stufe.“ – Seneca)

So ist es. Nur eine Stufe.

Nicht eine Stufe „höher“ oder „weiter“ oder überhaupt „irgendwohin“. Sondern einfach eine Stufe. Manchmal eine, über die man ganz unspektakulär hinwegsteigt. Manchmal eine, auf der man sich niederlässt – alleine oder in Begleitung eines Bergkameraden, gern vierbeinig – und einfach schaut und sitzt.

Und seltene Male auch eine, die einen für eine kleine Weile erhebt. Einen erhebt über all das „dort unten“. Vielleicht sogar mit einem aussichtsreichen Verweis auf etwas „dort oben“ oder „da drüben“. Wie eine leise Ahnung, ein noch nie zuvor so gefühlter Horizont, ein Hauch einer Klarheit, die Berge zu versetzen vermag, vielleicht.

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Zutiefst dankbar bin ich für die Zeit, die Kraft, das Zutrauen, die Möglichkeit und die Ausrüstung, um auch in diesem Jahr wieder intensiv in den Bergen unterwegs gewesen sein zu können.

Die wohl schönsten Touren waren die auf die Blauberge, den Heimgarten, die Plose, den Stuiben und die Umrundung der Drei Zinnen.

Danke 2018, Du warst ein gutes, sonniges, strahlendes Bergjahr, trotz spätherbstlichem Strecksehnenabriss im kleinen Finger, der nun, meine Freundin D. hat’s die Tage ganz gradheraus gesagt, ein bisserl aussieht wie ein „Hexenfinger“ (woraufhin ich mir dachte: Na, das passt ja dann prima zu meiner Nase!).