Knarzende Scharniere oder: I got my finger on the trigger.

Mit Süßkram hab ich’s nicht so sehr.
Würde sich der gezuckerte Teil der Welt auf Nutella, Pistazieneis und Streuselkuchen beschränken, würde mir nichts Wesentliches fehlen (wenn mir hingegen die Brezen genommen würden – dann gute Nacht!). Letzterer, also der Streuselkuchen, hat jetzt Hochsaison, das erntereife Obst, so wirkt’s, wenn man den Blick über die Kuchenvitrinen schweifen lässt, kann es kaum erwarten, sich dicht aneinander geschmiegt unter die buttrigknusprigen, goldbraunen Streusel zu legen und sein Fruchtfleisch genüsslich auf Hefe- oder Mürbteigböden auszustrecken.

Heute Morgen rief mich überraschend B. an. Ob er kurz vorbeikommen dürfe, er hätte zwei Bleche Streuselkuchen gebacken und das sei eigentlich als kleines kulinarisches Beiwerk für den geplanten Umtrunk im Büro zu viel des Guten. Die Kollegen wüssten das eh nicht zu schätzen. Da habe er an mich gedacht.
Eher Birne oder Zwetschge, habe er sich gefragt, sich dann aber erinnert, dass ich in derlei Gebäck lediglich die Matschigkeit von Äpfeln nicht allzu sehr goutiere. Ob der Gatte da sei, dann brächte er gern die doppelte Menge. Er könne ruhig die doppelte Menge bringen, obwohl der Gatte in Frankfurt sei, entgegnete ich. Bei Streuselkuchen darf man mir ruhig was zutrauen.
Und so fuhr er mittags zu mir, stellte mir vier große Stücke des duftenden Kuchens in die Küche, drückte mich kurz, sah mich an, machte eine Bemerkung zur Müdigkeit, die mir wohl ins Gesicht geschrieben stand sowie zur Herpesinvasion auf meiner Oberlippe, gab damit zu erkennen, dass er in etwa wusste, wie es mir geht, schnürte daraus noch einen anteilnehmenden Schlusssatz und musste leider gleich wieder los, zurück ins Büro.

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Als ich die Tür hinter ihm schloss, war mir nach Heulen zumute.
Weil B. – obwohl sehr sprachgewandt und sicher im Ausdruck – Gefühle kaum je mit schönen Worthülsen ummantelt, sondern überwiegend in Taten ausdrückt.
In den anderthalb Jahrzehnten, die wir uns kennen, hat er mit einer Kontinuität hinhören, sehen und wissen wollen, wie ich sie nur bei wenigen Menschen erlebt habe. Beständig stellte er Fragen, wenn er nicht verstand, und gab Antworten, wenn ich verstehen wollte. Mit Kritik hielt er ebensowenig hinterm Berg wie mit Zuspruch. Von allergrößter Einigkeit bis hin zu kaum überbrückbaren Differenzen haben wir alle Stadien an Mitteilungslust und -frust durchlaufen. Beide hassen wir Rumsitzen und Rumtrödeln, beide lieben wir es, wenn der andere Ideen hat und die Initiative ergreift, beide freuen wie uns, den anderen mitreißen zu können, beide sind wir bekennende Resonanzjunkies und ekelhafte Korinthenkacker, wenn es um Klippen und Klappen der Kommunikation geht.
Es gibt nicht viele Menschen, von denen ich behaupten würde, dass sie mich wirklich kennen oder erkannt haben (und umgekehrt), B. gehört jedenfalls zu ihnen.

Dieses Glück ist wie ein Scheck, den man überall und jederzeit einlösen kann, selbst wenn man einander zwischendurch, so wie B. und ich, zweimal zwei Jahre nicht gesehen hat, unterbrochen nur von einer Beerdigung und einem Krankenhausbesuch (absurd eigentlich, aber so ergab es sich).
Man steht sich gegenüber, nimmt den Faden wieder auf als hätte man ihn erst gestern fallen lassen oder sowieso nie aus der Hand gelegt, nichts ist verloren oder vergessen, aber alles verziehen und verwunden.
Ein Glück, dass wir seit ein paar Monaten wieder in Verbindung sind.

Ich legte mir eines der Kuchenstücke auf den Teller, nahm es mit an den Schreibtisch, begann genussvoll zu essen und riss mir bereits beim zweiten Bissen eines meiner Beulenpestbläschen an einer krustigen Streuselkante auf. Es war nicht das Bläschen, das ich mir morgens beim Abtrocknen mit dem Frotteehandtuch aufgehobelt hatte, sondern ein anderes. Etwas Blut tropfte hinunter und landete recht adrett exakt zwischen zwei Zwetschgenschnitzen.
Man wird also beim Zubeißen in den nächsten Tagen ebenso Acht geben müssen wie beim Lachen oder Schreien oder Zähneputzen.

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Manche Menschen überschütten einen mit Liebesschwüren, man fühlt sich wonnig überzogen von ihrem verbalen Zuckerguss, schleckt mal links, mal rechts an der süßen Schicht, überfrisst sich vielleicht sogar ein bisschen an der köstlichen Klebrigkeit. Und stellt wenig später erstaunt fest: praktisch und faktisch bleibt nicht viel mehr davon übrig außer einem klebrigen Gefühl auf der Zunge.

Den größten Worten folgen oft nicht mal die kleinsten Taten. Eine leise Kritik, ein falsches Wort, ein einziges mitgeteiltes eigenes Bedürfnis kann ausreichen und schon treten sie den Rückzug an, wenden sich gekränkt ab. Flugs verwandelt sich das gerade noch lodernde Feuer ihrer Zuneigung zum kläglich glimmenden Kohleklumpen, der noch ein Weilchen die Temperatur hält und wenig später in stummer Kälte erlischt.

Sie lieben sich in ihrem Liebestaumel und in der Vorstellung ihrer selbst als Liebende so sehr, sonnen sich in ihren Bekundungen, wälzen sich wohlig darin und vergessen darüber völlig, dass sie den anderen, die Zielscheibe ihrer Schwüre, entweder gar nicht oder nicht gut genug kennen, um ihn überhaupt und noch dazu mit diesem Überschwang lieben zu können.

Aber ums Kennen geht es ihnen ja auch nicht, schon gar nicht ums Erkennen, dazu sind sie viel zu verstrickt in sich selbst, verheddert in die ewige Nabelschau ihres von der Welt ach so missachteten oder beschädigten Ichs oder völlig aufgeweicht vom Bad in ihren zerquälten Seelentümpeln, in denen schon seit Jahren keine Rose mehr gedeihen möchte und alles Lebendige mangels Licht und Pflege längst veralgt oder verendet ist.

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Auch die Mutter war so gestrickt.
Sie gefiel sich so sehr in den wenigen Szenen unseres 17 Jahre währenden Theaterstücks, in denen sie als „die Liebende“ auftrat. Dankbarkeit und Applaus waren angesagt, wurden geradezu eingefordert: „Schau her, wie ich dich liebe und was ich dir alles opferte!“ lag in jedem ihrer Schritte, mit denen sie über die Bühne stolzierte, das Haar in den Nacken und mir ein Lächeln zuwerfend.

Dankbar sollte ich sein, wenn sie, die ewig Angeschlagene, trotz allem in der Lage war, mir dieses Lächeln zu schenken.
Einmal im Jahr gab es Streuselkuchen, mit matschigen Äpfeln darin, dankbar sollte ich sein für diese Anstrengung, die sie meinetwegen auf sich genommen hatte.
Hatte sie sich tagelang von allem zurückgezogen und kam für einen Moment wieder hervorgekrochen aus ihrem Elendssumpf, hätte ich besonders dankbar sein müssen, denn schließlich hatte sie diesen Kraftakt nur für mich vollbracht.

Für mich, die ich sie qua meiner Existenz in dieses Jammertal verbannt hatte, weil man als Frau mit Kind am Hals in den 70er Jahren nun mal nicht hätte davonlaufen können aus einer Ehe, die nichts weiter war als die Eintrittskarte in das Tal der Tränen.
Also schickte sie den Mann davon, diesen undankbaren Klotz, dem sie doch ihre besten Jahre geschenkt hatte, die ihr nun niemand mehr zurückgeben konnte. Blieb, wo sie war, behielt das Kind und den Hund, und war fortan noch überforderter.

Mit aufgeschlagenen Kinderknien konnte sie noch umgehen, auch mit Erkältungen, aber als die Wunden und Infekte des Heranwachsens größer und schwieriger wurden, begann ein Wettstreit, bei dem der Sieger bereits feststand. Egal, was ich auch hatte: ihr Leid war größer, wichtiger, langwieriger.
Die wenigen Male, die ich es wagte, trotz ihres schwereren Leidens um Aufmerksamkeit, Zuwendung oder Trost für mich zu bitten, wies sie mich schroff und zutiefst erschüttert von sich.
Ob ich denn nicht sähe, wie schlecht es ihr ginge und dass es ihr nicht möglich sei, sich jetzt auch noch mit mir zu befassen. Es ginge um ihr Überleben, ob ich das denn nicht begreifen würde. Noch ein Mucks und sie verstummte mit einer Dramatik, die einem Angst und Bange werden ließ (von den Strafen soll hier und heute nicht die Rede sein).
Schon Jahre vor dem ersten Krebs gab es dieses gefühlte „Es“, dieses unheimliche Etwas, das größer war als sie und das über sie kam wie eine Heimsuchung, der sich alles zu beugen hatte. Ich beugte mich. So tief ich konnte, aber nur bis zu einem Punkt, von dem aus es immer noch möglich war, hinaufzuschielen zu der Mater dolorosa, um die ich mich zu kümmern hatte und nach deren Befinden alles ausgerichtet werden musste.

Ich verschwand ganz und gar hinter dieser Aufgabe, wurde unsichtbar und zugleich an der Oberfläche zur perfekten Marionette und zur allzeit aufmerksamen Besorgerin, wie die Haushaltshilfen in Österreich so schnöde tituliert werden. Und wetzte des nachts in meinen Träumen die Messer, mit denen ich eines Tages diese Schnüre alle durchtrennen würde.

Ab und an ließ ich eine der noch unfertigen Klingen aufblitzen, wenn ich in Diskussionen merkte, dass meine Argumente die besseren waren und ich sie damit mühelos in die Enge hätte treiben können, was ich freilich niemals gewagt hätte (die drohende Strafe, nicht auszudenken!), ritzte meine Worte damit heimlich unter die Tischplatte, wo ich sie später, in den vielen so hilflosen Momenten, zumindest noch mit den Fingerspitzen ertasten konnte wie ein Blinder die Brailleschrift.
Zur Selbstvergewisserung und zur Ablenkung von dem Unsäglichen, das sich oberhalb der Tischplatte zutrug.

Als der erste Krebs kam, und er kam leider recht früh, hatte sie zeitgleich mit der Diagnose auch ihr ultimatives Totschlagargument erhalten. Sie nutzte es reichlich.
Selbst in den Runden, in denen sie das schlechtere Blatt hatte, zog sie dieses düstere Ass aus ihrem Ärmel und warf es mit versteinerter Miene auf den Tisch. Game over.
Da lag es, glotzte uns mit seinen fahlen Augen drohend an und verdammte uns für die noch folgenden Jahrzehnte ihres Überlebens zum Schweigen.

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I got my finger on the trigger
But I don’t know who to trust
When I look into your eyes
There’s just devils and dust
We’re a long, long way from home
Home’s a long, long way from us
I feel a dirty wind blowing
Devils and dust

Well I dreamed of you last night
In a field of mud and bone
Your blood began to dry
And the smell began to rise

And I’m just trying to survive
What if what you do to survive
Kills the things you love
Fear’s a dangerous thing
It can turn your heart black you can trust
It’ll take your God filled soul
Fill it with devils and dust

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Hier stehe ich nun. Das ist meine Geschichte.
Nun kann ich sie erzählen, die Zeit ist reif dafür.

30 Jahre sind vergangen seit „damals“.
30 Monate, seit sich ein Deckel für immer geschlossen hat. Ihrer.
Und ein anderer sich öffnen konnte. Meiner.

Ich drücke ihn nach oben, stemme mich gegen den Widerstand seiner knarzenden Scharniere, hebe ihn schließlich ganz hoch, bis er einrastet und ohne mein Zutun geöffnet bleibt, recke meinen Kopf empor und sehe den Himmel.

So rein die Luft – und so weit der Raum.

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Die Quinntessenz (non curatur, qui curat).

St. Rochus-Kapelle vor Zugspitzkulisse.

Eine Gemse rennt von rechts über den steilen Wandersteig. Der Hund sieht zunächst nichts, hetzt aber Sekunden später mit Spurlaut los, nach links den Hang hinunter. Äste knacken, Geröll löst sich, der Hund ist nicht mehr zu sehen, von weit unten dringen seine Laute noch heiser und dünn den Bergwald hinauf. Ich schreie ihren Namen, dazwischen setze ich die Hundepfeife ein, alles ohne Erfolg. Starr vor Angst stehe ich auf dem Weg und blicke nach unten, Panik steigt in mir hoch, Tränen schießen mir in die Augen – was tun? In dem Moment kommt ein Mountainbiker bergab geprescht, bremst scharf, kommt neben mir zum Stehen und fragt, was los sei. „Mein Hund, da unten, die Gemse…“ stottere ich, den Blick hangabwärts gerichtet, erst dann wende mich ihm zu und erkenne: es ist Peter Quinn. Er spricht mit österreichischem Akzent, was mich nicht weiter überrascht, nur die Sportbrille, die er trägt, irritiert mich ziemlich. Quinn wirft sein Rad an den Wegrand und stürzt sich den Berghang hinab, ruft mir zu, er werde den Hund finden, er verspreche es mir. Äste brechen, Steine rollen, ich plärre ihm hinterher, dass es ein Dackel sei, der schönste und liebste auf der Welt! – aber ich kann Quinn bereits nicht mehr erspähen. Mit zittrigen Knien hebe ich sein Fahrrad hoch, steige auf und lasse mich abwärts rollen. Ich hasse Mountainbiken, weiß aber, dass ich mich beeilen muss, um möglichst schnell die 500m tiefer gelegene Alm zu erreichen, um dort evtl. Hilfe holen zu können. Das Rad rast nur so dahin, spitze Steinchen fliegen mir schmerzhaft um die Beine, ich wage es kaum, zu bremsen, obwohl ich panische Angst vor einem Sturz kopfüber habe. Irgendwann erreiche ich die Alm, sie ist menschenleer, da geschlossen, ich werfe das Mountainbike in die Wiese und renne so schnell ich kann zu dem Wald hinüber, in dem ich Hund und Quinn vermute. Schreie nach meinem Hund, stolpere mehrfach, erreiche endlich den Wald, da kommt mir der Held zerschunden und mit blutigem Oberkörper entgegen, trägt den Dackel in seinen Armen, hat dessen Hinterlauf mit seinem Hemd umwickelt, blutrot sickert es durch den Stoff, aber ich sehe sofort: der Hund lebt! Atemlos und weinend laufe ich auf die beiden zu und umarme sie…

Die frostige Nacht in Biberwier ging damit zuende, dass ich im kuschlig warmen Bett vom fröhlichen Schwänzchentrommeln des Dackelfräuleins aus meinem Peter Quinn-Heldentraum gerissen wurde. Ich träume gottseidank selten so angstvoll und blutig (und leider nie von Quinn).

Es gibt so Träume, die einen den ganzen Tag über verfolgen. Auf der heutigen Tour zur Upsspitze witterte ich überall Gemsen, erschrak bei jedem vorbeikullernden Steinchen und knackenden Geräuschen, die aus dem Wald drangen. Das Gefühl, besonders gut auf den Hund achten zu müssen, war während der gesamten Tour präsent. Ich trug sie über steile Stufen, im Schneefeld zwang ich sie, hinter mir zu laufen, auf dem Gipfel leinte ich sie an.

Und das Ende vom Lied?

Nach knapp 5 Stunden Gehzeit, 1.200 Höhenmetern rauf und wieder runter, rutschte ich eine halbe Stunde vor Erreichen des Parkplatzes auf dem Forstweg aus – und stürzte. Je älter man wird, desto dämlicher fällt man ja. Grad, dass ich mir nicht noch den Teleskopstock ins Kinn gerammt habe.

Und wer war sofort zur Stelle?
Natürlich nicht Peter Quinn, sondern mein kleines, heldenhaftes Dackelmädchen, das sich sofort rührend um mein blutiges Knie kümmerte und auf den letzten zwei Kilometern bis zum Auto nicht mehr von meiner Seite wich.

Derweil der Gatte seinen Vortrag zum Thema „Sorge“ erfolgreich hinter sich gebracht, die Tagung im Ruhrgebiet verlassen und den Zug nach München bestiegen hatte.

Wie doch irgendwie alles mit allem zusammenhängt.

Quartier in Biberwier – im Hintergrund die Upsspitze und der Daniel.

Zugspitzort Ehrwald.

Dackel beim Hundumblick.

Verschnaufpause auf der Tuftlalm.

Bewohner der Tuftlalm bei der Siesta.

Kleiner Hund vor Deutschlands größtem Berg.

Talk about a dream, try to make it real…

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So kann’s gehen. Da hat man das Freibad der Träume endlich erreicht (und es ist ein ganz schön weiter Weg bis dorthin: erst eine halbe Stunde mit dem Rad, dann weiter mit der U-Bahn, danach in den Bäderbus)…

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Tor zur Donauinsel Großes Gänsehäufel

…und dann haben die dort ihre ganz eigene Berechnung von 50 Metern.
In L-Form und zusätzlich noch irgendwie diagonal gemessen.
Der Bademeister raunzt mir auf mein irritiertes „Ist das hier das Sportbecken?“ ein „Jo eh!“ entgegen. 20 Ls, dann reicht es mir, offenbar bin ich kein geeigneter Um-die-Ecke-Schwimmer.

Nach einer Wanderung durch das Gelände…

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…gelange ich an den menschenleeren Donau-Sandstrand.

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Vorteil: 500m-Bahnen in jede erdenkliche Richtung (nur Obacht, dass man sich nicht in den Bojen verheddert).
Nachteil: Die Donau hat nur 21°C. Egal, eine Viertelstunde geht das schon mal.

Gut durchgekühlt geht’s zurück zu den Umkleiden…

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Karge Kästchen-Architektur

…zu Segment „L“ (nomen fuisset omen), nur für Frauen…

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Retro-Umkleiden

…und zu Fuß an der Donau entlang zurück zur UNO City…

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…weil der Bäderbus leider in einem Rutsch durchfährt und nicht an der Eisdiele hält, die ich nach diesem Ausflug nach Transdanubien nötig hatte.

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Coppa Consolazione con crema

Mir geht der uralte Song von STS durch den Kopf: „Aus der Traum, zerplatzt wia Seifenblosn, nix is blieb’n…“. Der Mythos „Gänsehäufel“ ist entzaubert, für alle Zeiten.
Ein schönes Freibad zwar, in toller Lage, am Fluss, aber zum Schwimmen nicht ansatzweise so traumhaft wie erträumt.

Macht nix.

Wieder eine neue Ecke von Wien gesehen. In Bewegung gewesen, in der Sonne gelegen, den Bauch vollschlagen und ausgiebig gratis gewuzzelt. Was will man mehr im Urlaub?!

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Der wahre Grund meines Reisens

Auf der Suche nach neuen Träumen grüßt euch
die Kraulquappe