Cessante causa cessat effectus.

So simpel ist das: Wenn die Ursache (z.B. vergebliches, stundenlanges Warten auf DHL oder spontan verschobene Handwerkertermine oder unter krassem Unterzucker beinahe verursachter Unfall) wegfällt, entfällt auch die Wirkung (z.B. Wutanfälle, Frust, Kniezittern).

Distanz ist schon was Wohltuendes. Noch dazu bei Sonnenschein.

Gestern war schrecklich. Bis auf den Balkontisch hat nix so geklappt wie es sollte. Nix! Und im Grunde war ja selbst die Sache mit dem Balkontisch eine Abweichung vom Geplanten.

Zur Krönung am Abend: Die mörderisch steile Auffahrt aus der neuen Garage war so sandig, dass die Reifen durchdrehten (und ich mit ihnen). Steht man da, mitten auf der Schräge, mit angezogener Handbremse, weil zuvor fast an die Wand gedotzt, und von oben kommt Nachbar Herr T. mit dem Radl und staunt nicht schlecht als er mich da so kreidebleich hängen sieht. 

Nach 20 Minuten hatten wir’s dann zu zweit geschafft, den Kombi rauszufahren. In solchen Situationen lernt man sich ja gleich richtig gut kennen. Nett ist er, und geduldig. Auto hat er keins, beinahe hätte ich ihm das Geständnis entlockt, dass er’s kurz vor seinem Einzug verhökert hat.

Wenn ich das alles mal hinter mir habe, schreibe ich vielleicht einen Umzugsratgeber inkl. der Kapitel „Bestellungen und Lieferungen ohne Amoklauf meistern“, „Der erfolgreiche Beschwerdebrief als Ventil und Ersatz für die Boxbirne“ sowie „Making friends: In 15 Minuten auf Du und Du mit den neuen Nachbarn“.

Heute bewusst nach drei Stunden am Schreibtisch einen Schnitt gemacht, ab ins Schwimmbad und danach raus zum See. Das Endziel „Bootsverleiher“ muss im Blick behalten werden.

Erholsame Ostertage wünscht 

Die Kraulquappe.

PS: Wegen des lateinischen Zitats und bevor da wieder eine Frage kommt: Nein, das ist kein Klugscheißerblog. Ich mag Latein einfach. Es gehörte zu den wenigen Schulfächern, an denen ich Freude hatte.