Herbeigedackelt! Aufruf zur Parade am 17. März 2019.

Na das wird ein Wochenende!

Höchst erfreulicher Besuch aus der Hauptstadt steht an, seit Wochen schon geplant und nun wohl bei herrlichem Frühlingswetter stattfindend – und gerade eben schneit mir eine Meldung herein, die einen Termin ankündigt, der natürlich unbedingt noch ins Wochenendprogramm aufgenommen werden muss:

Am Sonntag um 14 Uhr veranstaltet München eine Dackelparade !

Herrl und Gscherrl sowie Frauchen und Wauwauchen, besonders natürlich alle Besitzer eines echten bayerischen Löwens Dachshundes sind aufgerufen, sich um 13:45 Uhr an der Schiffsschraube vor dem Deutschen Museum zu treffen und ab 14 Uhr wird dann gemeinsam mit dem Trojanischen Dackel hinüber zum Valentin-Musäum marschiert, das zur Zeit (und noch bis 21. Mai) die Sonderausstellung „Vorsicht! Dackel!“ präsentiert (über die selbstverständlich noch berichtet werden wird, hier auf diesem Schwimm-Berg-Seelenkram-Bruce-Dackel-München-Bayern-Blog, dem Sie, liebe Leserschaft, nunmehr seit bald drei Jahren die Treue halten durch alle Höhen & Tiefen sowie Steilvorlagen & Flachheiten hindurch).

Da sind wir freilich dabei, weil das wird eine Gaudi, die wir uns nicht entgehen lassen wollen, noch dazu – und jetzt halten Sie sich fest! – weil dieses sagenhafte Event in unserer schönen Isarmetropole exakt auf den Tag fällt, an dem wir vor 7 Jahren das winzig kleine und damals noch so unschuldige und liebreizende und schüchterne Fräulein Pippa vom Züchter abholten und mit zu uns nachhause nahmen.
Koinzidenzen gibt’s, bei denen man schon arg geneigt ist, das Ganze für Schicksal (ja für Vorhersehung!) zu halten…

Pippa, am 17. März 2012.

Vielleicht möchte der Berliner Besuch das ja sogar zum Anlass nehmen, sein Rückfahrticket umzubuchen, um diesem bajuwarischen Ereignis der Extraklasse noch beizuwohnen, ansonsten kann das Spektakel vermutlich spätestens am Montag danach in diesem Blog bestaunt werden, falls uns nicht vor lauter Begeisterung das Smartphone in die Isar fällt.

All jenen, die noch unschlüssig sind, sei dieses Werbevideo von nur 101 Sekunden Dauer ans Herz gelegt…

…und denen, die wissen möchten, was diese Sonderausstellung so bietet und dem Dackel an sich sowieso schon zugetan sind, empfehle ich allerwärmstens diesen Beitrag des Bayrischen Fernsehens:

– Achten Sie bitte unbedingt auf die Sofa-Deko hinter der „Beppi“
– Merken Sie sich gut, was das Faustische am Dackel ist, denn genau so verhält sich’s
– Finden Sie meinen Lieblingsversprecher in dem Video
– Von 5:43 bis 6:23 musste ich mir die Tränen verkneifen, speziell die Szenerie bei 6:17 gab mir ein Stich ins Herz (siehe hierzu auch Punkt 1 meines erst heute veröffentlichten Wunschzettels)

Pippa und ich (und ich geh davon aus: auch der Gatte, den ich aber gerade nicht fragen/informieren/sprechen darf, weil er in Frankfurt in einer Sky-Kneipe hockt und von dort aus in die heimische Allianz-Arena hineinschaut und der aktuelle Spielstand einer ist, bei dem man sich als Gattin am besten unauffällig und ruhig verhält) freuen uns auf Sie/Euch – am Sonntag an der Schiffsschraube (auf der Ludwigsbrücke)!

Tschakka oder: Pippa in Akka-Akka-Land.

„Spiiiiiielen bitte!“ (Akka von Kebnekaise & Philippa vom Schwindauer Land)

Lieber S.,

hier bricht allmählich eine gewisse Unruhe aus.
Ich merke sowas sofort und beobachte dann argwöhnisch das Geschehen. Dinge werden im Flur bereitgestellt, der Oberhund läuft geschäftig durch die Wohnung und springt früher als gewöhnlich unter die Dusche, mein Futter für den Nachmittag wird in eine Box gepackt und soeben hat man auch noch mein Körbchen neben die Wohnungstür gestellt – ein sicheres Indiz dafür, dass in absehbarer Zeit ein Aufbruch ansteht. Ich habe mich justament wie ein Fragezeichen mitten in den Flur gesetzt und soeben die Antwort bekommen: Ich darf nachher einige Stunden bei dir verbringen.
Tolle Sache! Leg schon mal dein Ohrentrockenwischhandtuch bereit!

Ich bringe dann die Akka zu dir mit. Die fliegt in meiner Schnauze durch deine ganze Wohnung – und du hinterher! Du wirst sehen: das ist mega, das fetzt total – und wir können das gern eine Stunde lang spielen. Oder zwei. Graugänse sind ähnlich ausdauernd wie Dackel.
Anschließend vielleicht ein bisschen ruhen? Zum Beispiel in deinem Bett? Gern unter der Decke, ich liebe Höhlen und Wärme.
Lesen oder Fernsehen is‘ dann nicht, denn ich möchte in deiner Kniekehle liegen, was bedeutet, dass du auf der Seite liegen musst und so kannst du ganz schlecht lesen oder fernsehen. Wenn du dich mal umdrehen musst, dann bitte so, dass ich dafür meine Liegeposition nicht verändern muss, okay? Wir Hunde brauchen viel Ruhe, damit wir uns von der anstrengenden Aufgabe, die Zweibeiner zu erziehen und auf Trab zu halten, angemessen erholen können.

Um 15:58 Uhr wecke ich dich. Du hast dann zwei Minuten Zeit, dich aus der stabilen Seitenlage hochzuhieven und in die Küche zu gehen. Bitte ohne Umwege. Am besten geh ich voraus, damit du dich nicht verläufst. Der poplige Pott, mit dessen Inhalt man mich seit 7 Jahren um 16 Uhr abspeist (und das nicht mal pünktlich, so dass ich mir beibringen musste, die Uhr zu lesen), ist – hinter vorgehaltener Pfote und mal ganz unter uns gesagt – ein Witz und geht bestenfalls als Appetizer durch. Ich hoffe, du hast noch Hühnchen oder Rouladen oder wenigstens mehrere Sorten Käse in deinem Kühlschrank. Und zum Digestif könnten wir gemeinsam auf deiner neuen Couch einen großen Topf Sahnequark ausschlecken, was meinst du?

So um 18 Uhr schauen wir draußen mal nach dem Rechten. Außerdem zieht das viele Spielen und das noch vielere Essen gewisse geschäftliche Besorgungen nach sich, deren Erledigung uns dann aber einen ruhigen Abend sichert.
Damit wir auch draußen Spaß haben, könntest du den Vormittag ja noch dazu nutzen, eine kleine Schnitzeljagd durch dein Viertel vorzubereiten. Ich bin ein top-ausgebildeter Spürhund und finde alles! Es muss auch nicht Schnitzel sein (wobei das erfreulich wäre), ich nehme auch Leberkäsreste und zur Not auch tiefgefrorene Gurkenscheiben, die aus Burgern rausgezupft und weggeworfen wurden. Oder du besorgst noch ein paar Hasenköttel oder Pferdeäpfel.

Anschließend könnten wir uns zusammen auf deiner Couch ausstrecken – wenn ich mich ausstrecke, bin ich übrigens 1,50m lang, so dass du deine fast 2 Meter vielleicht etwas zusammenfalten müsstest? – und einen Hundefilm anschauen. Bitte komm‘ mir nicht mit „Lassie“ oder „Ein Hund namens Beethoven“. Ich bevorzuge ganz großes Gefühlskino: „Wolfsblut“ zum Beispiel oder „Wendy & Lucy“ oder, wenn wir’s nicht allzu dramatisch werden lassen wollen, auch „Die Peanuts- der Film.“. Du wirst schon was da haben und wenn nicht, räumen wir halt weiter deinen Kühlschrank leer.

In diesem Sinne: Tschakka & uns beiden einen schönen, kuschligen und leckeren Nachmittag und Abend.
Deine Pippa.

Every Saga ends oder: Weihnachten ist jetzt schon geritzt.

Der Gatte, in einem seiner Nebenjobs Serienbeauftragter, hat soeben die frohe Kunde überbracht: Saga Norén kommt zurück!

Das jähe Ende der 9 Staffeln „24“ hab ich mittlerweile verwunden (bzw. durch Kiefer live in concert ersetzt), der Tod von Peter Quinn ist hingegen für immer und ewig unverdaulich und unverzeihlich, aber wenigstens ist er mittlerweile 9 Monate her und die Zeit heilt doch so manche Wunde (der Serienbeauftragte teilte mit, dass er auch die neue Homeland-Staffel bereits vorbestellt hätte – nun gut).

Pünktlich zu Weihnachten werden wir also Saga Norén in der 4. Staffel von „Die Brücke“ wiedersehen und auch wenn’s wohl definitiv die letzte sein soll (Untertitel: „Every Saga ends“) – ich freu mich!

In Herzrichtung.

Der Countdown läuft!

Kvinnan med kris.

Tja, solche Tage gibt’s eben auch. Kvinnan med tax war heute eher kvinnan med kris (inkl. tax).

Aufgestanden, Knie tut weh. Beim Morgengassi im Regen dann die ernüchternde Feststellung: es sind sogar beide Knie, die weh tun. Zu viel gejoggt, zu viel gegangen, das Alter,…? Der Regen entwickelt sich noch während der Morgenrunde zu Starkregen. Beim Abtrocknen des Hundes bzw. in die Hocke gehen noch mehr Knieschmerzen. Schlechte Laune zieht auf.
Als nächstes kocht die blöde Milch über. Ceranfeldputzen ist totaler Mist, wenn dieser Spezial-Schaber nicht im Haus ist. Dann halt den Kaffee mit kalter Milch getrunken.

Den Vormittag mit Arbeiten verbracht. Das Grau der Wolken geht nahtlos in das Meeresgrau über, eigentlich ist auch die Wiese grau. Dahin ist sie, die grandiose Aussicht, und mit ihr auch die Inspiration.

Mittags mit dem Auto ein Stück gen Westen, wo es einen 6km langen Sandstrand gibt. Extra für das Dackelfräulein und trotz des miesen Wetters – sie soll ja ihren Spaß haben. Der Dank dafür? Die Madame nagt an einem toten Fisch rum, was ich zu spät merke, da ich mit den Engerzurrgummis meiner blöden Kapuze beschäftigt bin. Sauteurer Regenparka und dann ein so dämliches Zurr-Ösen-Glump. Auch sonst folgt der Hund heute gar nicht. Alles ist spannender als ich (was mir heute im Grunde ja genauso geht, aber ich fress‘ deshalb trotzdem keinen verdorbenen Fisch).

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Nein, ich sehe und rieche gar nichts, kein einziges Stück Krabbe, echt nicht, nirgends!

Wieder daheim den dreckigen Hund geduscht. Erneut Kniestechen, diesmal mit Aufschreizwang. Und nun? Ich hatte heute Ystad geplant, das tolle Schwimmbad. Endlich mal wieder Bahnenschwimmen außerhalb der Provinz. Egal, mach‘ ich trotzdem. Oft geht’s mir nach dem Schwimmen besser, mit allem.

Die Reichsstraße Nr.9 führt in 12km direkt nach Ystad. Das geht eigentlich ruckzuck, wenn man nicht hinter einem Schwertransporter herkriechen muss. Immerhin, ich finde in Ystad das Schwimmbad sofort wieder, obwohl der letzte Besuch 2 Jahre her ist.

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Arena Ystad.

Ja, die Schweden können auch schöne Schwimmhallen bauen. Die Ystad Arena ist wirklich top! Und der Eintritt ist sogar günstiger als in Bromölla, dieser Provinzschwimmhölle.

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Eingangsbereich mit Kasse.

Als Entschädigung für den bis 14:30 Uhr eher bescheidenen Tag erwartet mich ein fast menschenleeres Becken: 3 Bahnen für mich allein, und im Wasser tun nicht mal die Knie weh, herrlich! Ich sag ja immer: Sportarten wählen, die man bis ins hohe Alter und trotz diverser Gebrechen meist noch (oder schnell wieder) ausüben kann!

Danach heimgeflitzt, nun auch Knieschmerzen beim Kupplungtreten, dafür kein Schwertransporter unterwegs, also nur 20 Minuten gebraucht, es muss ja fix gehen. Schließlich wartet der Hund allein daheim, der hoffentlich den verfaulten Fisch noch nicht ausgekotzt hat. Hat er nicht. Dafür lag er auf dem Sofa und hat dort seinen Restsand vom mittäglichen Strandvergnügen verteilt. Nun ja, gibt Schlimmeres.

Nächster intensiverer Spaßpunkt nähert sich aber bereits. Das Abendessen will vorbereitet werden. Ich hatte mittags kurz bei einem Bauern angehalten, weil mich diese „potatis och pumpor“-Schilder so ansprachen (vor allem vom Klang her). Also habe ich Kartoffeln und Kürbis gekauft, sogar bio. Für einen riesengroßen Gratin.

Dafür müssen die Kartoffen geschält und in Würfel geschnitten werden, auch der Kürbis wird gewürfelt, ich hatte gleich eine doppelte Portion vorgesehen, damit es morgen dasselbe gibt und ich nicht Kochen muss.
Nur: Schält mal 800 Gramm Kartoffeln ohne Sparschäler! Es gab zwar einen, aber der war stumpf. Ich fluche selten, aber da habe ich geflucht. Der Hund legte die Ohren an, fühlte sich wie immer gemeint, und verzog sich sicherheitshalber in seinen Korb, sich wohl daran erinnernd, dass die Stimmung zwischen uns ja seit dem Strandspaziergang – na sagen wir es mal milde – etwas in Schieflage geraten war.

Das einzige kleine Gemüsemesser hatte seine besten Zeiten auch hinter sich, aber mit viel Gekratze und Druck ging es dann irgendwie. Vermutlich waren danach nur noch 500 Gramm Kartoffeln übrig. Trotzdem teile ich alles auf zwei Portionen auf. Die Auflaufform ist eh winzig, das geht also gut. Kokosmilch drüber – und ab in den Ofen.

In der Ofenzeit mit dem Hund raus. Hurra, der Regen ist vorbei! Sogar so vorbei, dass die Sonne wieder scheint. Und ganz neue Perspektiven aufzeigt.

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Kvinnan med tax – und langsam nachlassender Krise.

Hungrig kehren wir nach einer Stunde nachhause zurück…

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… und geschlagene zwei Stunden nach Zubereitungsbeginn ist der Gratin dann auch fertig…

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Hart erarbeitetes Abendessen.

… und weder verbrannt, noch versalzen, sondern einfach nur lecker.

Mit den Möwen ist die Krise hoffentlich auf und davon geflogen.

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Nur die Knie, die fliegen nirgendwohin, sondern ziepen und stechen. Nun bei fast jedem Schritt.

Es wird höchste Zeit für eine Gehhilfe. Die habe ich in Deutschland geordert. In 48 Stunden landet sie in Kopenhagen, in 50 Stunden hole ich sie am nächstgelegenen Bahnhof ab (wenn ich bis dahin die Kupplung noch treten kann).

Der Gatte kommt 🙂 🙂 🙂 !!!

Ehrlich gesagt kommt er gar nicht wegen meiner Knie oder als Dogwalker, davon weiß er nämlich noch gar nichts, sondern es war ausgemacht, dass er uns vor Semesterbeginn eine Woche hier in Schweden besucht – und übermorgen ist es soweit.

Jedenfalls: Selten so gefreut auf den Partner!
Und gleich noch eine Mail losgeschickt, dass er bitte den Sparschäler und ein vernünftiges Gemüsemesser von daheim mitbringen solle. Dann haben wir wieder alles, was wir brauchen.

Mit dieser schönen Perspektive und Störtebeker sinke ich nun auf die Couch und wünsche euch einen gemütlichen Feiertagsabend!
Die Kraulquappe.

PS: Da einige Leser gespannt in Sachen Restaurantbesuch nachfragten: Ja, es hat gestern wirklich geklappt. Und die Unternehmung ist sogar gleich noch ins andere Extrem gekippt. Pippa wurde nicht nur überschwänglich begrüßt, sondern der Koch kam später höchstpersönlich am Tisch vorbei, um ihr ein Schälchen Tartar und Wasser zu servieren („Napf“ wäre tatsächlich das falsche Wort).

Das hab ich noch nie erlebt, hätte auch nicht sein müssen – lieber wär’s mir, man könnte mehrere Lokale mit Hund aufsuchen, als nur ein einziges, das dann gleich den Delikatessenschrank für den Hund plündert. Seltsames Land!

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Einen Extra-Stern für das Restaurant in Abbekas!

 

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2 Sekunden später…

Luxusprobleme.

Seit einem Jahr vorfreue ich mich darauf, dass in Deutschland der Film „Pets“ in die Kinos kommt. Mein langjähriger Arzt, der als Kenner meiner diversen Leiden auch um meine unheilbare Dackelliebe weiß, gab mir seinerzeit diesen grandiosen Tipp und schickte mir den Trailer. An düsteren Winterabenden wärmte und erheiterte dieser Clip besser als jeder Glühwein.

Vor ein paar Wochen haben wir dann mitbekommen, dass es im Juli 2016 endlich soweit ist. „Pets“ läuft in den Kinos an.
Nämlich heute. Hurra!

Für alle interessierten Haustierbesitzer hier ein Appetithäppchen:

Zum Frühstück also das Kinoprogramm in der Zeitung aufgeschlagen und geschaut, welche Kinos den Film zeigen:

– Cinemaxx am Isartor scheidet aus, zu weit weg und für uns blöd zu erreichen.
– Mathäser kommt auch nicht in Frage, ich hasse diese Mega-Kino-Tempel mit 34 Kassenschaltern.
– Cadillac & Veranda passt ebenfalls nicht, zu weit im Osten der Stadt.
– Royal Filmpalast wäre ok, mag ich, da hab ich schon als Kind „Bernhard und Bianca, die Mäusepolizei“ gesehen, aber leider läuft „Pets“ da nur nachmittags, was für den Gatten nicht geht (so mitten im Arbeitstag).
– So bleibt nur das Leopold-Kino in Schwabing übrig, ist nur eine Viertelstunde mit dem Rad entfernt, die spätere Abendvorstellung ist auch ideal, oft fällt da ja die Werbung weg, was Zeit spart.

Unser oberstes Gebot bei Kinobesuchen ist nämlich: Die ganze Aktion muss in drei Stunden machbar sein, damit Pippa nicht zu lang alleine ist.
Als ich mir gerade die Uhrzeit des Filmbeginns notieren will, fällt mein Blick auf die anderen drei Filme, die heute noch in den Leopold-Kinos laufen.

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Ja, was haben wir denn da? Einen „Wiener dog“?!? Echt jetzt?

Für die nicht ganz so hundekundigen Leser: „Wiener dog“ ist ein Verwandter vom „Sausage dog“, beides meint den Dackel (vornehmlich die Glatt- oder Langhaarvariante) – warum auch immer es so beliebt ist, dessen wurstähnliche Gestalt sprachlich zu verunglimpfen.

Ich recherchiere umgehend, welch cineastische Perle uns da bislang durch die Lappen gegangen ist…

… und stelle erfreut fest: es ist tatsächlich ein Dackelfilm und er läuft – genau wie „Pets“ – heute an. Zwei Tierfilme in derselben Woche!
Hätten die sich nicht besser absprechen können?

Was für ein Tagesbeginn!
Schon zum Morgenkaffee ein Luxusproblem serviert zu bekommen.
Einen Tag lang die Frage zu wälzen, ob wir abends nun haustierübergreifend oder wienerisch ins Kino dackeln werden.

Solche Probleme hätte ich gern öfter 🙂
Eure Kraulquappe.

Last night on Lover’s Lane

Gestern Nacht in Dublin. Solo Piano unter blauem Himmel im Croke Park.
Was für ein Opener, was für ein seltenes Geschenk an die Fans!

Und wir saßen hier, bei heftigem Unwetter, brüteten über einer für uns unverständlichen Korrektur des Steuerbescheids von vor drei Jahren – immerhin beim Italiener, gemeinsam mit einem guten Freund, der zu Steuern berät! – und suchten Trost bei Wein und Tiramisu…

…während 1.735 km entfernt dieses Highlight stattfindet!

Goodnight, it’s alright, Jane
I’m gonna meet you tomorrow night on Lover’s Lane
We can find it out on the street tonight, baby
Or we may walk until the daylight, maybe

Hey Bruce, jetzt ist es „morgen“! Und ich wünschte, es wäre bereits weitere 18 Male „morgen“, dann treffen wir uns nicht in der Lover’s Lane (wo ist die eigentlich? wie kommt man da hin? oder meinst du das metaphorisch?), sondern im Olympiastadion.
Bitte setz‘ dich dann zu Beginn auch allein an den Flügel. Ich wünsch‘ mir „Jungleland“ oder „Jersey girl“ oder „For you“ oder gern auch „Incident“.

Und bitte fang‘ nie mehr mit „Who’ll stop the rain“ an, denn das hat schon beim letzten Mal ganz und gar nicht funktioniert.

München 2013. Quelle: Stonepony.