High above it all.

Pippa kurz vor dem Seekarkreuz.


Erkenntnis des Tages:

Am Vortag eines wichtigen Termins gibt es keine bessere Ablenkung als eine Bergtour (aber auch ohne jeglichen Termin morgen wär’s ein toller Tag gewesen).
Raus aus dem Kopf, rein in den Körper und die Natur.
Auch so ein steifes Schulterblatt verfliegt im Nu durch den stundenlangen Stocheinsatz. Super.


Bilder des Tages:

Start in Lenggries, Ortsteil Hohenburg.

 

Trinkpause am Hirschbach.

 

Die Rückansicht des vorigen Bildes.

 

Von Wasserfällen begleitet geht’s den Sulzersteig bergauf.

 

Ganz da hinten irgendwo: Der Gipfel vom Seekar (grüne Kuppe mit Kreuz drauf).

 

Anflugschneise zur Lenggrieser Hütte.

 

Zweite Trinkpause. Rüsten für den Gipfelsprint.

 

Das Dackelfräulein mal wieder topfit: Über 900 Höhenmeter, wie eine Nähmaschine!

 

Seekarkreuz erreicht! Spitzen-Aussicht von da oben (Richtung Tegernseer Tal).

 

Die Rückansicht des vorigen Bildes (Richtung Lenggries).

 

Und nochmal runter zur Hütte. Diesmal richtig Pause.

 

Echt jetzt? So schmecken die Berge?!

 

Da fällt die Entscheidung schwer!

 

Am besten nimmt man einfach eine halbe (!) Portion von beidem.

 

Aussicht von der Terrasse der Hütte (Richtung Sylvenstein, Karwendel und Wetterstein).

 

Über den Grasleitensteig geht’s zurück ins Tal.

 

Blick auf den Hausberg von Lenggries: Das Brauneck.

 

Wieder unten! Am Mühlbach, schönster Ortsteil von Lenggries.

 


Song des Tages: „Like a rock“ (Bob Seger)

I stood proud
I stood tall
High above it all
I still believe in my dreams

Das nächste Mal laufen wir da komplett rüber und besuchen den Papa in Rottach.

Von Alpen, Hörnern und Beschaulichkeit.

Heute kamen wir zunächst etwas schwer aus den Federn. Der gestrige Hitzemarsch steckte uns noch arg in den Knochen…

…so dass ich um ein Haar dem auffälligsten und am unstressigsten wirkenden Wegweiser gefolgt wäre…

…wenn das Dackelfräulein nicht plötzlich so verdammt fit gewesen wäre…

…und munter von Alpe zu Alpe bergauf wieselte und nur an manchen Gefahrenstellen mein Geleit suchte.

Nachdem ich 7 kg Dackel durch mehrere Kuhherden und meine müden Gebeine samt des vollen Rucksacks die 850Hm zum Immenstädter Horn geschleppt hatte, dankte ich beinahe dem Herrn, dass wir Gipfel Nr.1 sogar noch vor dem 12 Uhr-Läuten erreicht hatten.

Von den 3 Litern Wasser wurden wir hier oben die Hälfte los…

…danach ging’s weiter, und wenn ich etwas in den Bergen nicht mag, dann sind das Zwischenabstiege, bei denen man den nächsten Anstieg samt Ziel permanent vor Augen hat…

… so wie in dem Fall das Kemptener Naturfreundehaus, dessen Erreichen bei üblem Unterzucker und hochsommerlichen Temperaturen heute echt eine harte Nuss war…

…so hart, dass die eine oder andere schöne Aussicht kaum noch gewürdigt werden konnte.

Bei der Hütte angekommen, mussten zunächst noch die Nachbarschaftsverhältnisse geklärt werden…

…dann ließen wir uns zur wohlverdienten Stärkung nieder und wurden nicht enttäuscht: Bei der Portion hätte glatt noch ein Bernhardiner mitfuttern können!

Mit neuer Energie ausgestattet packten wir noch den Gipfel des Gschwender Horns und sogar den langen Abstieg in praller Sonne…

…die einzige Etappe, auf der ich mich heute besser schlug als mein Hund!

Dank einiger Bäder in Viehtränken hat Pippa dennoch tapfer durchgehalten…

…und geschafft und zufrieden kamen wir beide wieder beim Parkplatz an.

Game over!

Für die Madame hieß es, 2 Stunden bis München gemütlich auf der Rückbank durchratzen, während ihre verklebte, müde Chauffeuse erneut Fußarbeit leisten musste (wg. Landstraßen, Traktoren, LKWs, Entenfamilien).

Schön war’s im Allgäu, wir kommen auf jeden Fall wieder – der Grünten fehlt uns noch und auch Oberstdorf müsste man sich ja endlich mal im Sommer anschauen.

Als irgendwo hinter Huglfing der erste Blick auf Heimgarten, Jochberg und Benediktenwand möglich ist, da kriecht es massiv in mir hoch: Das Gefühl von Heimat, von Nachhausekommen, von Zugehörigkeit. Je älter ich werde, desto häufiger und deutlicher spüre ich das. Vor nicht allzu langer Zeit war mir das noch peinlich, mittlerweile kann ich es genießen.

Eine gute Nacht wünscht

Die Kraulquappe.

PS: Ach ja, liebe Allgäuer, erklärt mir doch bitte mal, was ein „beschaulicher Fußgänger“ sein soll?! Wir haben das Strandpromenaden- und Badevolk gründlich beschaut…

… und waren recht froh, dass wir kein Miteinander mit denen hatten.

Himmel der Bayern (24): Des möcht i ned Missen.

Da samma wieder!

Terminierte Arbeiten erledigt, einigen Ärger und Frust gehabt, ätzende Regenwoche durchgestanden, viel Grundsätzliches durchdacht, mit wenigen Ergebnissen. Den Pony selbst gekürzt. Das Auto endlich gereinigt. Erfreulichen Besuch aus Braunschweig und der Schweiz gehabt. Im See geschwommen, im Freibad sowieso.

Bevor es ab Freitag weitergeht mit so entzückenden Angelegenheiten wie der Steuererklärung 2016, Fensterputzen, Keller ausmisten und dem Termin mit dem Gutachter der Versicherung des Umzugsunternehmens, sind das Dackelfräulein und ich noch schnell für 36 Std ausgeflogen.

Der bayerische Himmel erstreckt sich ja bis ins Allgäu, das in meiner ganz persönlichen Heimatgeografie ein sehr stiefmütterliches Dasein fristet.

Zu Unrecht, denn die Wanderwege sind mal eine willkommene Abwechslung zum Altbekannten daheim im Oberbayrischen. Nur den Dialekt hier, den bräucht‘ ich nicht. Aber auf der 16km-Tour haben wir außer Kühen eh niemanden getroffen (was auch gereicht hat, so wie die uns verfolgt haben).

Luft-Kuh-Ort im Allgäu.

Aus Missen – im Herzen des Allgäus (Geburtsort des Alpkönigs Carl Hirnbein!?!) – grüßt euch

Die Kraulquappe.

Der Tag in Bildern:

Der Wandertag beginnt auf kritischen Pfaden…

…wird dann aber wunderschön.

Blick auf die Allgäuer Alpen. Ned schlecht.

Jede schattige Wiese zum Kühlen nutzen.

Weiter geht’s! Scheiß-Hitze.

Zwischenziel auf dem Weg zum Hauchenberg.

Ahh – das da hinten ist also der Grünten!

Das Ziel zum Greifen nah: Aussichtsturm „Alpkönigblick“.

Ganz da hinten irgendwo: Die Zugspitze.

Kuhnigundenweg 😄! Ich liebe diese schlichten Sprachspiele.

Ein Hydrant, ein Hydrant! (Mit den besten Grüßen nach Paderborn.)

Brauereigasthof Schäffler, unsere Schnäppchenpreisbleibe für 1 Nacht.

Ein adäquates Nachtlager für uns zwei.

Up up and away.

Am Donnerstagabend hab ich den Gutschein vom Gatten doch noch gefunden!

Samstags wurden die Taschen gepackt…

…die neuen Schuhe geschnürt und los ging’s…

…ins Wochenende am Kochelsee.

 Für die Menschen: 1. Room with a view

2. Cruise with a view

3. Walk with a view

Für den Dackel: 1. Machtspiele mit Einheimischen.

2. Flugspiele mit Herrchen.

3. Ohrenspiele im Wind.

Morgen noch Berg oder Baden oder Tretboot. 45 sein ist bislang echt ok.

Einen schönen Sonntagabend wünscht – Die Kraulquappe.

Prolaktinsenkende Naturheilmittel.

Es geht bergauf – und zwar in jeder Hinsicht.

Auf dem Weg zur Benediktenwand (26.06.17)

Elende Anstrengung!

Wand und Hund in der Mittagssonne.

Nusskuchenstation erreicht!

Jede Woche zwei Bergtouren – ich bin jetzt fit wie ein Turnschuh (oder besser: wie ein Approach-Schuh).
Unterwegs reichlich alpine Animation für die Hundedame im Hormontaumel: allerorten fröhlichen Kuhfladenslalom, Kühen ausweichen, Seilbahn fahren, Hängebrücken überqueren, Suchspiele auf der Almwiese, Gipfelklettereien, Wildbäche durchqueren etc.
An den Tagen zwischen den Bergtouren möglichst oft zum Erlebnisparkour in die Wälder und Flüsse rund um München.

Aufstieg übers Ettaler Mandl zum Laber (04.07.17) oder: Jakobsweg ist überall.

Nochmal Innehalten: Schon wieder Kuhpassage und Kuhfladen.

Tanztheater im Voralpenland: Kann man verbellen.

Wenn man mit uralten Karten geht oder: Da unten war mal der Soilasee. Schade auch.

Je nach Tagesgestaltung war sie abends so platt, dass sie ihre imaginäre Welpenschar schlicht vergessen hat, keine Energie mehr hatte, um Wurfkistenbauversuche im Körbchen, auf dem Sofa, im Bett oder auf dem Badvorleger zu unternehmen und brav mit dem kalten Waschlappen auf dem Bauch (auch so eine Maßnahme…) einschlief und 8 Std. durchschnarchte.

Mein fast 3-wöchiges Prolaktinsenkungsprogramm war also von großem Erfolg gekrönt!

Das Ettaler Mandl vom Laber aus und aus Dackelperspektive.

Kurz vor dem Ziel: Erster Blick zum Wank und ins Karwendel.

Mein Berglauf-Partner: Philippa vom Schwindauer Land.

Aussicht ins Ammertal und zum „Wellenberg“, das Freibad aus Kindertagen (türkiser Punkt etwa in Bildmitte).

Der verregnete Sonntag vorgestern, den wir mehr daheim als draußen verbrachten, war nochmal ein Test: Wie verhält sich die Madame nun? Kehrt der Hormonirrsinn zurück, sobald an der Ausflugsfront etwas Ruhe herrscht? Und – hurra: Das Verhalten war annähernd normal! Einzig die Milchbar ist noch leicht gefüllt, aber das gibt sich auch bald.

Für 2017 haben wir’s hinter uns mit den Hormonen (zumindest mit denen vom Hund) 🙂

Sonnenterrasse Laber-Bergbahn: Blick auf Wettersteingebirge und Zugspitze (in Wolken).

Fliegende Schirme und müde Gämsen.

Born in Bavaria: Zwei Eva-Schalen in Ghilly-Schnürung.

Shoppen ist nicht mein Ding, auch Schaufensterbummel nicht, ich bin insgesamt kein passionierter Konsument.
Ich kaufe mir selten spontan etwas, insgesamt auch nicht viel und überlege bei allem, was mehr als 50€ kostet, meist lange und gründlich.

Mindestens 98% aller Werbung geht mir am Arsch vorbei, sofern ich sie überhaupt wahrnehme. Aber die restlichen 2%, die haben es in sich. Da fühle ich mich im tiefsten Inneren angesprochen und nehme im Nullkommanix die Opferrolle ein. Freiwillig.
Meist ist es ein einziger Satz, manchmal nur ein Wort, gelegentlich genügt auch ein Bild oder die Haptik, ein Farbton oder Geruch, der mir bei der ersten Begegnung mit dem beworbenen Produkt glasklar signalisiert: DAS musst du HABEN, sonst bist du verloren.

So ging es mir mit einst mit meinem Trekkingrad. Eine wahre Odyssee durch Radgeschäfte, ein Vergleich von Marken, Funktionen und Preisen, ich war gut eingearbeitet und hatte einen Begleiter dabei, der sich spitzenmäßig auskannte. Um dann alle mühsam angeeignete und mitgenommene Expertise binnen Sekunden fahren zu lassen, nur weil ein sportlicher, sympathischer Verkäufer auf eines der Räder, die womöglich in die engere Wahl gekommen wären, deutete und sagte: „Mit dem können Sie durch die Wüste fahren!“. Das war nie mein Plan, aber der Satz hat einen Schalter in mir umgelegt. Justament entbrannte ich in Liebe, fackelte nicht mehr lang herum, zückte die EC-Karte und nahm das desert-bike mit. Es war einfach klar, dass es für mich bestimmt war.

Wir sind jetzt seit 16 Jahren liiert, das Giant Expedition und ich, unsere innigste und heißeste Phase ist zwar vorüber (was am Hundhaben liegt, nicht am Rad), aber ich bin nach wie vor glücklich mit ihm und habe es nie bereut, dass ich mich so schnell und kopflos dafür entschieden habe.

Ähnliches könnte ich von meinen Bergstiefeln, meiner Obstschale, meinen Langlaufski, meiner Lederjacke, meinem Tourenrucksack und meinem Ultrabook berichten. Da gab es auch jedes Mal so eine Initialzündung – ausgelöst durch gelungene Werbung, durch ein Gefühl beim Anfassen/Anziehen, ein Verkaufsgespräch oder auch bloß durch die richtige Hintergrundmusik im Geschäft.

Das war’s dann auch schon an Materiellem, woran ich wirklich hänge. Alles andere fühlt sich ersetzbar und daher unwichtig an, aber mit diesen paar Dingen bin ich verwachsen. Das kommt mir zwar irrational und dämlich vor, aber es ist so und ich opponiere nicht dagegen.

Alle paar Wochen schickt mir der Alpenverein sein Mitgliedermagazin zu. Ich blättere das Heft meist im Laufe von ein paar Frühstücken durch, lese selten einen Artikel komplett und schneide nur ab und an mal einen Tourenvorschlag aus. In erster Linie blättere ich es durch, so wie ich früher mal beim Friseur die Illustrierten durchblätterte.

Im aktuellen Heft stieß ich auf der allerletzten Seite – fast hätt‘ ich es vorschnell zugeklappt – auf eine Anzeige, bei der sich mir sofort das Gefühl aufdrängte, dass sie zu den glorreichen 2% Werbung gehörte, mit der man mich kriegt.

Die Trigger waren: „mountain boots“, „with passion“, „born in Bavaria“ sowie die roten Schnürsenkel auf graphitfarbenem Leder. Es war augenblicklich um mich geschehen. Selbst nach über 40 Jahren treuer Lowa-Trägerschaft war klar, dass DAS der Schuh ist, nach dem ich mich schon mein Leben lang unbewusst gesehnt hatte. Oder zumindest seit letztem April, seit ich wegen einer üblen Beule am unteren Schienbein (ein paar Deppen schubsten mich die Rolltreppe hinunter), die nie mehr ganz verheilt ist, in meinen hohen Bergstiefeln bei längeren Touren einen drückenden Schmerz empfinde.

Der Umzug hat ein ziemliches Loch in unser Budget gerissen, so dass ich derzeit mit allen Anschaffungen geize, deshalb ist es unbedingte Pflicht, die lodernde Leidenschaft erstmal zusammenzustutzen und sich dem Born-in-Bavaria-Schuh etwas rationaler zu nähern.

Ich recherchierte also gründlich, um dem Objekt der Begierde die Legitimation zu beschaffen, die es benötigte, um umgehend in mein Leben treten zu können. Und man staunt nicht schlecht, was in einem Schuh so alles drinstecken kann:

  • Der Hanwag Makra Low GTX ist ein leichter und zugleich robuster Approach-Schuh.
    Aha. Nie gehört: Approach-Schuh? Nachgeguckt: Approach-Schuh = Zustiegsschuh. Aha. Auch noch nie gehört. Also beim Master of Mountaineering, Mr. Speedhiking, nachgefragt. Umgehend Antwort erhalten, mit Grafik und Tabelle und Erläuterungstexten, so wie sich das gehört (besten Dank nochmal!).
    („Leicht und zugleich robust“ hab ich verstanden, so beschreibe ich immer das Dackelfräulein, das ja auch recht bergtauglich ist)
  • Leder und Cordura gehen hier eine starke und leichte Kombination ein.
    Cordura? Ich kenne noch Cortina, diesen Schöller-Nogger aus den 70er Jahren. Fast 40 Jahre später kreuzte noch eine gewisse Cortana meinen Weg, die nervtötende digitale Assistentin von Windows 10. Aber Cordura sagt mir gar nix. Ich lerne aus dem Netz: das ist ein Nylongewebe nach Schweizer Rezeptur. Kann man das nicht einfach auch hinschreiben?
    (Leicht & robust, leicht & stark, jetzt bitte nicht nochmal leicht.)
  • Das wasserdichte Gore-Tex-Futter bietet ein gutes Fußklima.
    Soso. Je wasserdichter, desto besser die Luftzirkulation. Klingt logisch. Nach 6 Std Bergtour duften Socken und Füße wie frisch gewaschen. So wie die Achselhöhlen, wenn sie endlich aus der Gore-Tex-Jacke befreit werden, das kennt man ja. Top-Klima, tolle Sache!
  • Der Zehenbereich verfügt über eine optimierte Ghilly-Schnürung.
    Wie jetzt? Kein Rundum-Ghilly? Spaß beiseite. Kenne diesen Ghilly und seine Bondage-Hobbys nicht. Wozu brauch ich den, peitscht der mich den Berg hoch?
  • Im Zehenbereich sind mehrere Profilblöcke in einer Höhe kombiniert und ergeben so eine Variation der profillosen Climbing Zone.
    Check ich nicht. Zu langer Satz. Profilblöcke klingt gut. Profillos hingegen weniger. Insgesamt zu starke Betonung des Zehenbereichs.
  • Passend zum Basisteil der Einlegesohle werden zwei EVA-Schalen mitgeliefert, die sich per Klett mit der Basis verbinden lassen.
    EVA-Schalen, zwei Stück. Unweigerlich drängen sich Assoziationen zum BH-Kauf auf. Gemoldete Cups und so’n Krempel. Was haben die in meinem Schuh verloren?
  • Der neu entwickelte Approach-Schuh zeigt eine aggressive Sohle für optimierten Antritt am Fels, die entspanntes Stehen erlaubt, selbst wenn nicht viel Platz gegeben ist.
    Jetzt reicht’s dann aber langsam. Was, bitteschön, ist eine aggressive Sohle? Ich will einen Schuh und keinen Kampfhund. Und selbstverständlich möchte ich in dem Schuh auch mal irgendwo entspannt stehen können und nicht nur aggressiv gegen den Fels treten!

Aber halt, da kommt ja noch ein letzter Absatz in dem ellenlangen Beipackzettel.

  • Der Makra Low GTX punktet mit innovativem Materialmix für deutliche Gewichtsreduzierung.
    Gewichtsreduzierung? Nehm ich! Immer! (Selbst wenn’s implizit das dritte leicht ist, mit dem ihr mich ködert.) Klasse, wenn der Schuh das für mich erledigt, am besten auch noch beim entspannten Rumstehen und Brotzeit machen. Das nenn‘ ich wirklich mal innovativ. Volle Punktzahl für die Werbefuzzis von Hanwag!

So viel Hightech, Handgecraftedes, Design, Komfort, Bodyshaping, Selbstverteidigung und Stabilität für nur 179€. Her damit.
That must have been born in Bavaria (zwar ned unbedingt in Vierkirchen im Landkreis Dachau, aber mei).

Trotzdem lass ich das jetzt noch ein paar Tage sacken. So lange, bis das Sportgeschäft den Schuh in den drei möglichen Größen bestellt hat und anprobierfertig servieren kann.
Und bis ich dem Papa, der eh noch einen Geburtstagswunsch wissen wollte, Bescheid gegeben habe.

Guten Abend und allzeit guten Stand, selbst wenn nicht viel Platz gegeben ist, wünscht
Die Kraulquappe.

Das Problem mit/an/bei der Präposition.

Oder: Wenn Redakteure sich nicht an die vom Autor vorgegebene Überschrift halten 😦

Da freu‘ ich mich übers Kuvert mit dem Belegexemplar von „Mein Hund & ich“, blättere zu Seite 70 und kann es nicht fassen: Keine Socke wandert „in“ der Benediktenwand, man wandert „zur“ Benewand oder „auf“ dieselbe, meinetwegen läuft man auch „unter“ ihr herum. Ein paar Geübte gehen „in“ ihr Klettern, das aber hoffentlich niemals zusammen mit ihrem Hund.

Dabei hockt die Redaktion auch noch hier in München und müsste diesen Hausberg eigentlich kennen, zumal der Verlag haufenweise Wanderführer produziert…

Naja, vielleicht waren sie grad so gut drin im Überschrifteln. Titelthema des Hefts „Wecken Sie das Genie in ihrem Hund“. Anderes großes Thema: „Dog-Trekking in der Natur“. Da war es dann nicht mehr weit „in“ die Benediktenwand.

Zweiter faux pas: Bildunterschriften. Manche davon sind glatt gelogen.

Der Hund war topfit. Der hätte locker noch den Gipfelgrat gepackt.

Sei’s drum. Die neue Gästeschlafcouch kann man trotzdem davon bezahlen und außerdem war’s ein Herzensthema.

Einen grünen Donnerstag wünscht

Die Kraulquappe.

Live the story you want to tell.

WUFF! Ab heute am Kiosk.

Mit mir.

In Farbe & in sechs heißen Posen.

Die Pfote ist von der Autogrammstunde wundgewetzt, daher der Verband.

Beileidsbekundungen, Trotswürstchen und Heilkraulungen werden dennoch jederzeit entgegengenommen (als Hund kriegt man den Schlund ja nie voll genug).

Eure Pippa.

Donnerstags zwischen Berg und Ammerland.

Empfehlenswerter 17 Kilometer-Spaziergang am Ostufer des Starnberger Sees.

Start: Schloss Berg. Ziel: Ammerland. (Und retour.)

Brandung vor der Kulisse des Wettersteingebirges und der Ammergauer Alpen

 

Ländliche Villa bei Allmannshausen

 

Die üblichen Scheiß-Ängste

 

Alte Fischerhäuser an der Uferpromenade

 

Das Pendant zum „Bett im Kornfeld“

 

Eröffnung der Badesaison 2017 dank Föhn und 20°C

 

Besser kann man Rettungswege nicht beschildern

Auf eine „fangfrische Brotzeit“ im Café „Fischermeister Gastl“ eingekehrt: Hunde herzlich willkommen, Pastinakencremesuppe köstlich, Torten & Kuchen sicher noch köstlicher, Preise nicht allzu starnbergerisch.

Ein bisschen störend nur das Pausenvolk des nahegelegenen Edel-Seminarhauses der Münchner Volkshochschule (Außenstelle Buchenried), diese Woche ein Mix aus: Pranayama, Stimmtraining, Trommelkurs und Burnoutprophylaxe für Manager. Alle furchtbar laut und atemlos.

Auf dem Rückweg wieder herrliche Ruhe. Und das an Weiberfastnacht.

[Kurz zuckt eine Erinnerung an alte Bürozeiten auf: Bunt glasierte und überfüllte Krapfen & klebrige Pappnasenheiterkeit im Innenhof der Firma, 30 Minuten Zeitgutschrift für alle – Helau! – ich vermisse nichts. Zumal ich sowieso nur Krapfen mit Hagebuttenfüllung mag, die es ja fast nirgends gibt.]

Gutes Überstehen der närrischen Zeit wünscht Euch
Die Kraulquappe.

Heimat ist kein Ort, sondern ein Gefühl.

Sei jedem Abschied voraus!

(Titelzitat: Rainer Maria Rilke)

Die 8 Kostbarkeiten des Tages:

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Letztes Sonnenbad: Alle Fünfe gerade sein lassen und bei 17 Grad im gräflichen Park rumlungern.

 

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Letzte Wanderung: Alle Wege rund um den Hardenberg und schließlich zur Hardenburg hinauf.

 

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Letzte Fotosession:Burgruine Hardenberg mit Standesamt und Festwiese.

 

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Letzte Entdeckungen: Ja ist denn heut‘ schon Weihnachten?

 

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Letzter Sommerkäfer: Ladybug on his way to the top.

 

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Letzte Ölung: Im selben Whirlpool gesessen wie… (vor Aufregung Bild verzittert und Blitz vergessen)

 

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Letzte Lektüre: Kapitel 49, Heimwärts.