How to become a Wiener Dog.

Man hatte sich insgeheim ja schon immer gefragt, wie das eigentlich kommt, dass der Dackel so lang ist. Eine Freundin – und passenderweise auch noch eine aus Wien! – hat mich heute Morgen aufgeklärt.

(Ganz herzlichen Dank, liebe S.!)

Luxusprobleme.

Seit einem Jahr vorfreue ich mich darauf, dass in Deutschland der Film „Pets“ in die Kinos kommt. Mein langjähriger Arzt, der als Kenner meiner diversen Leiden auch um meine unheilbare Dackelliebe weiß, gab mir seinerzeit diesen grandiosen Tipp und schickte mir den Trailer. An düsteren Winterabenden wärmte und erheiterte dieser Clip besser als jeder Glühwein.

Vor ein paar Wochen haben wir dann mitbekommen, dass es im Juli 2016 endlich soweit ist. „Pets“ läuft in den Kinos an.
Nämlich heute. Hurra!

Für alle interessierten Haustierbesitzer hier ein Appetithäppchen:

Zum Frühstück also das Kinoprogramm in der Zeitung aufgeschlagen und geschaut, welche Kinos den Film zeigen:

– Cinemaxx am Isartor scheidet aus, zu weit weg und für uns blöd zu erreichen.
– Mathäser kommt auch nicht in Frage, ich hasse diese Mega-Kino-Tempel mit 34 Kassenschaltern.
– Cadillac & Veranda passt ebenfalls nicht, zu weit im Osten der Stadt.
– Royal Filmpalast wäre ok, mag ich, da hab ich schon als Kind „Bernhard und Bianca, die Mäusepolizei“ gesehen, aber leider läuft „Pets“ da nur nachmittags, was für den Gatten nicht geht (so mitten im Arbeitstag).
– So bleibt nur das Leopold-Kino in Schwabing übrig, ist nur eine Viertelstunde mit dem Rad entfernt, die spätere Abendvorstellung ist auch ideal, oft fällt da ja die Werbung weg, was Zeit spart.

Unser oberstes Gebot bei Kinobesuchen ist nämlich: Die ganze Aktion muss in drei Stunden machbar sein, damit Pippa nicht zu lang alleine ist.
Als ich mir gerade die Uhrzeit des Filmbeginns notieren will, fällt mein Blick auf die anderen drei Filme, die heute noch in den Leopold-Kinos laufen.

kino

Ja, was haben wir denn da? Einen „Wiener dog“?!? Echt jetzt?

Für die nicht ganz so hundekundigen Leser: „Wiener dog“ ist ein Verwandter vom „Sausage dog“, beides meint den Dackel (vornehmlich die Glatt- oder Langhaarvariante) – warum auch immer es so beliebt ist, dessen wurstähnliche Gestalt sprachlich zu verunglimpfen.

Ich recherchiere umgehend, welch cineastische Perle uns da bislang durch die Lappen gegangen ist…

… und stelle erfreut fest: es ist tatsächlich ein Dackelfilm und er läuft – genau wie „Pets“ – heute an. Zwei Tierfilme in derselben Woche!
Hätten die sich nicht besser absprechen können?

Was für ein Tagesbeginn!
Schon zum Morgenkaffee ein Luxusproblem serviert zu bekommen.
Einen Tag lang die Frage zu wälzen, ob wir abends nun haustierübergreifend oder wienerisch ins Kino dackeln werden.

Solche Probleme hätte ich gern öfter 🙂
Eure Kraulquappe.