Alpine Anmut oder: Der Hundsarsch.

Die Bergwelt bietet ja zahlreiche Highlights, auch im sprachlichen Bereich.
Bei der Planung des allwöchentlichen alpinen Ausflugs hatte ich diesmal eigentlich eine Tour ins Auge gefasst, die ich beruflich hätte nutzen können. Südlich von Füssen, was ja von München aus schnell erreicht ist, wollte ich in die Tannheimer Berge gehen, also ins bayrisch-tirolerische Grenzgebiet und zwar auf die Otto-Mayr-Hütte, die – man halte sich fest! – als vermutlich einzige Hütte des Alpenvereins eine „Hundesuite“ anbietet. Man wäre einmal das leidige Hoffen auf die Gnade, zusammen mit seinem Vierbeiner wenigstens in den verwanzten Winterraum verbannt zu werden, los (ebenso das, gar ein Zweierkammerl zu ergattern, in dem man gemeinsam nächtigen darf). Wau!

Eine Hundesuite!
Laut Schilderung der Hüttenwirtin handelt es sich um ein eigenes Häuschen mit Doppelbett und großem Hundekörbchen, Holzboden und Kleiderablage, Fenster und Vorhang (und bestimmt auch einem Kruzifix an der Wand). Sofort dachte ich mir: „Da gehst du hin und machst einen Beitrag draus!“. Was ich auch weiterhin vorhabe, nur eben nicht diese Woche umsetzen kann, da die Suite leider ausgebucht ist. Muss man mit mehr Vorlauf planen, denn der einzige Hort der Hundefreundlichkeit im bayrisch-tirolerischen Alpenland ist natürlich sehr begehrt und wird bereits wochenlang im Voraus reserviert.

Schade dennoch, denn das Wetter hätte in den nächsten Tagen gut gepasst, Mr. Speedhiking hätte uns begleitet und gemeinsam hätte man glatt noch einen spektakulären Abstecher zum in 1.600m Höhe gelegenen Hundsarschjoch einbauen können, mindestens aber zur Hundsarschalpe (ich empfehle, diese Worte mehrfach hintereinander laut zu sprechen, sie gewinnen mit jedem Mal an erquickendem Wohlklang).
Des Dackelfräuleins knackiger Popo, wie er die letzten, felsigen Meter zum Hundsarschjoch hinaufwetzt – ich sah das Foto schon vor mir!

Nun denn, hoffentlich klappt es in den nächsten Wochen noch mit dieser Unternehmung.

Das hoffe ich wirklich, denn auch ein anderes Vorhaben, die Watzmann-Besteigung, fällt leider ins Wasser. Es herrscht generelles Hundeverbot auf dem Watzmannhaus seit letztem Jahr – wegen schlechter Erfahrungen (keine Bürste/Handtuch dabei, überall Dreck, Hundekot im Zimmer, vor der Hütte etc.). Immer ein paar Deppen, die ihren Hunden kein Benehmen beibringen, selbst auch keines haben, und es mit den daraus resultierenden Generalverboten allen anderen versauen.
Mittelfristig plane ich ein Ehrenamt als Hütten-Botschafterin für Hunde zu bekleiden, um mit allen Mitteln diesen unsäglichen Missstand zu bekämpfen (an beiden Fronten, versteht sich).

Statt einer Hüttentour, die mir momentan aufgrund immer noch zu überbrückender Wartezeit auf Entscheidungen, die sich meinem Einfluss entziehen, als Ablenkung sehr gut gepasst hätte, backen wir diese Woche also etwas kleinere Bergbrötchen und marschieren morgen aufs Hörnle.
Dies erfreulicherweise ebenfalls mit Herrn Speed und mit Einkehr auf einer Hütte, aber eben ohne Übernachtung. Das Hörnle stand ja sowieso auf der To-hike-Liste 2017. Schöne Rundtour mit 2,5 Gipfeloptionen.

Und der Hüttenwirt Seppi Schwinghammer bietet zumindest namentlich einen halbwegs würdigen Ersatz für die Hundsarschalpe unterhalb des Hundsarschjochs.

Jetzt ein bisschen die Pfoten hochlegen bis morgen Früh und hoffen, dass die einzige plötzlich verschollene Wanderkarte in meinem Bestand (Murnau/Kochel) sich noch wiederfindet.

Einen angenehmen Dienstagabend wünscht –
Die Kraulquappe.

Regionalligistenpönale.

Die heutige Abendzeitung mit einer besonders kreativen Strafmaßnahme:


Himmel der Bayern (25): Grüsse vom Thresen.

Während draußen ein düsteres Unwetter der Extraklasse wütet, erinnert es sich besonders gut an den gestrigen Bergtag.

Diesmal:
Von Fischbachau auf den Breitenstein. Gut 800Hm, schöne Rundtour. Reine Gehzeit knapp 4 Std, im Gipfelbereich etwas ausgesetzt und felsig.
Start am Parkplatz in Birkenstein, von dort über die Bucheralm auf den Breitenstein, Abstieg über Hubertushütte und Kesselalm zum Ausgangspunkt.

Besonderheiten:
a) der Gatte nimmt wochentags außer der Reihe frei und begleitet uns
b) wir fahren ausnahmsweise mal gen Westen, ins Mangfallgebirge
c) vom Gipfel toller Blick auf den Wendelstein und die Rotwand
d) eine Portion Käsebrot auf der Hubertushütte hätte auch für zwei gereicht
e) auf dem Heimweg Badestopp am Schliersee und Grillstopp beim Papa am Tegernsee

Blick nach Fischbachau und auf die Schlierseer Berge.

 

Erster Blick auf den Wendelstein.

 

Gipfelanstieg zum Breitenstein.

 

Das Dackelfräulein in luftiger Höh‘.

 

Da wollte noch wer aufs Bild 🙂

 

Hubertushütte, unterhalb des Breitensteins.

 

Klassischer Männerjob: Essen und Trinken holen.

 

Letzter Schatten vor dem Abstieg.

 

Rast auf der Kesselalm & Grüsse vom Thresen!

Nächste Ziele: Watzmann, Rotwand, Brecherspitz, Hirschberg, Kramer, Hörnle.
Watzmann rein beruflich (Arbeitstitel des Beitrags: „Mit Waldi auf den Watzmann“, kommt sicher gut), sofern mir das Glück hold ist und der Hüttenwirt den Dackel akzeptiert.

Hoffentlich reicht der Sommer noch für all das, dann wär’s eine Top-Saison gewesen. Und ein Top-Ersatz für den dank Umzug ausgefallenen Urlaub dieses Jahr.

Ein schönes Wochenende wünscht
Die Kraulquappe.

Get your own idea.

Meldung des Tages:

  • a)

  • b)

  • c) ???

Song des Tages (11).

„Some sweet day I’ll make her mine
Pretty flamingo

Then every guy will envy me
Cause paradise is where I’ll be“

Merke: Wenn sich halb München auf der Autobahn, an den Seen und in den Bergen stapelt, bleib in der Stadt und genieß die herrlichen Parkanlagen bei Spaziergang und Einkehr.

Schön war’s im Englischen Garten und im Aumeister!
Sogar mal wieder einen Promi gesehen:

Und sofort das hier im Ohr gehabt:

Geht erst bei 4:59 so richtig los, wobei der Rest der Story auch nett ist. Sehr nett sogar.

Mit den herzlichsten Grüßen an meinen großen Freund S., komm‘ gut rüber in deinen morgigen Geburtstag, bis bald & von Pippa noch eine Pflegeeinheit für dein rechtes Knie 😘

Noch einen geruhsamen Feiertag (zumindest für die bayrischen Leser) wünscht
Die Kraulquappe.

Nicht baden gehen.

Wenn mich mal wieder die Angst beschleicht, baden zu gehen, rettet es mich stets, eine Runde zu schwimmen.

Der Starnberger See war heute etwas frisch…

… aber die paar Sommertage vor der nächsten Regenphase muss man nutzen.

Zumal ich nicht gut bin im Warten auf die Entscheidungen anderer, da ist jede Ablenkung in Form von Bewegung wohltuend.
Der alte Drahtesel läuft in seinem 18. Jahr noch wie geschmiert, in 38 Minuten von daheim bis ans Seeufer!

Möge die weitere Woche ebenso laufen.

Es grüßt euch herzlich

Die Kraulquappe.

It’s raining cats and dogs.

Den dritten Tag in Folge ist alles grau in grau, nasskalt, verregnet. Keinen Hund möchte man da vor die Tür scheuchen (und sich selbst erst recht nicht).

Perfektes Steuererklärungswetter, da ich aber in einer zurückliegenden Regenphase schon vorgearbeitet hatte, ging das nun erstaunlich flott.

Ideale Witterung auch für Freibadbesuche während der bayerischen Sommerferien – man kann im menschenleeren Becken ausgiebig an der Technik feilen, wenn das Thermometer nur schlappe 13 Grad anzeigt.

Ebenfalls eignet sich so eine Auszeit, die der Sommer sich mal wieder nimmt, hervorragend zum Ausprobieren neuer Herbstrezepte: die Kürbis-Mangold-Lasagne gestern war ein Traum. Und zwar ein so großer, dass wir ihn nach der Rückkehr des Gatten vom DFB-Pokal-Glotz-und-Besprech-Nachmittag beim Nachbarn gleich weiterträumen werden, bevor wir dann zur 4. Abendsitzung in Folge auf die Couch sinken, um uns ganz „Elementary“ hinzugeben (nein, kein erotikbefeuerndes Spiel für Paare, sondern unser aktueller Serien-Favorit, in der 3. Staffel).

Oder man liest die Geschichten, die man selbst erlebt und verfasst hat…

…als einen noch die Sommersonne auf der Haut kitzelte und die Bergluft durch Haar und Fell blies.

Die neue WUFF wartet sogar schon mit Herbst- und Winterthemen auf…

… so dass sich die Lektüre auch für all jene lohnt, die an einem verregneten Wochenende gern mal die Stricknadel schwingen (oder Perücken basteln). Cuique suum.

Herzlich grüßt euch

Die Kraulquappe.

Die Nasenkongestion.

Heute habe ich ein neues Wort gelernt.

Statt zu sagen „Meine Nase ist zu“ oder „Ich bin verschnupft“ kann man auch von einer „Nasenkongestion“ sprechen.
Das klingt distinguierter, weil es sozusagen weniger rotzig daherkommt.

Diese kleine Erweiterung meines Wortschatzes bescherte mir Amazon, genauer: Eine Produktbeschreibung auf Amazon. Noch genauer: Die Produktbeschreibung zu einem Seitenschläferkissen.

Auf diese Kissenkonstruktion bin ich gestoßen, weil ich seit Wochen nach etwas suche, das meine nächtlichen Schulter-Rücken-Nacken-Kiefer-Beschwerden lindert. Wenn ich mich umdrehen möchte, wache ich vor lauter Schmerzen auf, morgens bin ich wie gerädert. An eventuelle psychosomatische oder präklimakterielle Einflüsse soll an dieser Stelle mal kein Gedanke verschwendet werden. Ich habe nämlich beschlossen, es ist in erster Linie ein orthopädisches Problem – und zwar keines von mir, sondern von meiner Schlafstatt.

Erst haben der Gatte und ich die Matratzen getauscht, weil ich der Ansicht war, die meine sei zu weich und der Gatte hätte es besser, weil fester, erwischt. Fehlanzeige. Testweise habe ich dann eine Nacht auf der Gästecouch verbracht, die das härteste Stück Bett ist, das es in unserem Haushalt gibt (nach 2-3 darauf verbrachten Nächten reist selbst der Tapferste freiwillig wieder ab). Hat auch nichts gebracht.

Anschließend habe ich „Schlafen ohne Hund“ ausprobiert, da dieser eine nicht unerheblich große Fläche des Bettes zu okkupieren imstande ist, wenn Herrchen/Frauchen nur tief genug schläft. So ein Dackeltier, ab dem menschlichen Steißbein (irgendeine Kontaktstelle muss stets gegeben sein) im 90°-Winkel komplett ausgestreckt liegend, benötigt gut einen Meter Spannbreite bis zur Bettkante, man selbst quetscht sich dann etwas verhutzelt auf einen 40cm breiten Restmatratzenstreifen an die Wand. Auch die hundelosen Nächte brachten keine Verbesserung.

Der nächste Verdacht fiel auf meine Kissen (40×40 und 80×40), mit denen ich nachts tatsächlich oft herumhantiere, um die schmerzende Schulter abzupolstern oder den ganzen Arm etwas erhöht legen zu können oder den Nacken einigermaßen bequem zu betten oder sie ganz beiseite zu legen. Nicht ideal, dieses Umschichten und Herumstopfen mitten in der Nacht. Immer verrutscht was. Vielleicht ist also die Kissensache die Wurzel des ganzen Übels?

Ich machte mich auf die Suche nach einer Alternative. Und stieß auf nie geahnte Möglichkeiten: Es gibt Kissen in H-Form, in I-Form, in J-Form und in U-Form. Nach einigen Recherchen fiel meine Wahl auf ein U-förmiges Seitenschläferkissen für Schwangere (die Dinger sind allesamt für werdende Mütter, aber was soll’s). Die sollen hervorragend entlasten, wenn einen Rücken, Nacken und Schultern plagen, man kann sich an allen nur erdenklichen Stellen abpolstern und sie versprechen Komfort in jeder Position (vermutlich möchte man sie nach kürzster Zeit auch tagsüber permanent um und mit sich haben).

In Kürze werde ich also meine Schlafversuche in diesem wattierten Rahmen starten, der mich sanft umarmen und stützen wird, werde dabei wie hingegossen und wie engelsgleich in einer Wolke schlummernd aussehen (sofern das weiße Nachtkleidchen mit Rüschenborten in der Lieferung enthalten ist).
Noch dazu spart man mit diesem Kissen 52%, und in seinen herrlichen Maßen von 130x70cm sind sogar alle meine Lieblingszahlen enthalten – das nenn‘ ich Fügung!

Ach ja, zurück zur Nasenkongestion, diesem wunderbaren Begriff, den ich bei der näheren Beschäftigung mit diesem Produkt kennenlernen durfte.

Das Seitenschläferkissen kann nämlich eine ganze Menge:

Dieses Wunderkissen beugt somit auch Beschwerden vor, die ich noch gar nicht hatte: Nächtliches Sodbrennen wird mich nun niemals heimsuchen, ebensowenig Genosse Ischias, und stets wird ein Licht am Ende des Karpaltunnels aufscheinen, so viel ist gewiss. Und auch Nasenkongestionen hätten keine Chance, mir meine Nächte zu verderben. Für diesen vierten Prophylaxe-Punkt musste ich Wikipedia bemühen und erfuhr, dass es sich hierbei um Verstopfungen der Nase handelt. Nie mehr morgendliches Nasefreiputzen und womöglich überhaupt nie mehr einen Schnupfen?!

Ein Kissen für oder gegen nahezu alles. Das wäre ja was.
Die Unbilden des Alltags und des Lebens verschnupfen mich nämlich schon genug, da erspare ich mir gerne jeden unnötigen Rotz. Dazu ein andermal. Jetzt freue ich mich erstmal auf meinen neuen Bettgefährten.

Allzeit beste Nachtruhe und ein schönes Wochenende wünscht euch
Die Kraulquappe.

Schläft immer und überall problemlos: Das Dackelfräulein.

High above it all.

Pippa kurz vor dem Seekarkreuz.


Erkenntnis des Tages:

Am Vortag eines wichtigen Termins gibt es keine bessere Ablenkung als eine Bergtour (aber auch ohne jeglichen Termin morgen wär’s ein toller Tag gewesen).
Raus aus dem Kopf, rein in den Körper und die Natur.
Auch so ein steifes Schulterblatt verfliegt im Nu durch den stundenlangen Stocheinsatz. Super.


Bilder des Tages:

Start in Lenggries, Ortsteil Hohenburg.

 

Trinkpause am Hirschbach.

 

Die Rückansicht des vorigen Bildes.

 

Von Wasserfällen begleitet geht’s den Sulzersteig bergauf.

 

Ganz da hinten irgendwo: Der Gipfel vom Seekar (grüne Kuppe mit Kreuz drauf).

 

Anflugschneise zur Lenggrieser Hütte.

 

Zweite Trinkpause. Rüsten für den Gipfelsprint.

 

Das Dackelfräulein mal wieder topfit: Über 900 Höhenmeter, wie eine Nähmaschine!

 

Seekarkreuz erreicht! Spitzen-Aussicht von da oben (Richtung Tegernseer Tal).

 

Die Rückansicht des vorigen Bildes (Richtung Lenggries).

 

Und nochmal runter zur Hütte. Diesmal richtig Pause.

 

Echt jetzt? So schmecken die Berge?!

 

Da fällt die Entscheidung schwer!

 

Am besten nimmt man einfach eine halbe (!) Portion von beidem.

 

Aussicht von der Terrasse der Hütte (Richtung Sylvenstein, Karwendel und Wetterstein).

 

Über den Grasleitensteig geht’s zurück ins Tal.

 

Blick auf den Hausberg von Lenggries: Das Brauneck.

 

Wieder unten! Am Mühlbach, schönster Ortsteil von Lenggries.

 


Song des Tages: „Like a rock“ (Bob Seger)

I stood proud
I stood tall
High above it all
I still believe in my dreams

Das nächste Mal laufen wir da komplett rüber und besuchen den Papa in Rottach.

Von Alpen, Hörnern und Beschaulichkeit.

Heute kamen wir zunächst etwas schwer aus den Federn. Der gestrige Hitzemarsch steckte uns noch arg in den Knochen…

…so dass ich um ein Haar dem auffälligsten und am unstressigsten wirkenden Wegweiser gefolgt wäre…

…wenn das Dackelfräulein nicht plötzlich so verdammt fit gewesen wäre…

…und munter von Alpe zu Alpe bergauf wieselte und nur an manchen Gefahrenstellen mein Geleit suchte.

Nachdem ich 7 kg Dackel durch mehrere Kuhherden und meine müden Gebeine samt des vollen Rucksacks die 850Hm zum Immenstädter Horn geschleppt hatte, dankte ich beinahe dem Herrn, dass wir Gipfel Nr.1 sogar noch vor dem 12 Uhr-Läuten erreicht hatten.

Von den 3 Litern Wasser wurden wir hier oben die Hälfte los…

…danach ging’s weiter, und wenn ich etwas in den Bergen nicht mag, dann sind das Zwischenabstiege, bei denen man den nächsten Anstieg samt Ziel permanent vor Augen hat…

… so wie in dem Fall das Kemptener Naturfreundehaus, dessen Erreichen bei üblem Unterzucker und hochsommerlichen Temperaturen heute echt eine harte Nuss war…

…so hart, dass die eine oder andere schöne Aussicht kaum noch gewürdigt werden konnte.

Bei der Hütte angekommen, mussten zunächst noch die Nachbarschaftsverhältnisse geklärt werden…

…dann ließen wir uns zur wohlverdienten Stärkung nieder und wurden nicht enttäuscht: Bei der Portion hätte glatt noch ein Bernhardiner mitfuttern können!

Mit neuer Energie ausgestattet packten wir noch den Gipfel des Gschwender Horns und sogar den langen Abstieg in praller Sonne…

…die einzige Etappe, auf der ich mich heute besser schlug als mein Hund!

Dank einiger Bäder in Viehtränken hat Pippa dennoch tapfer durchgehalten…

…und geschafft und zufrieden kamen wir beide wieder beim Parkplatz an.

Game over!

Für die Madame hieß es, 2 Stunden bis München gemütlich auf der Rückbank durchratzen, während ihre verklebte, müde Chauffeuse erneut Fußarbeit leisten musste (wg. Landstraßen, Traktoren, LKWs, Entenfamilien).

Schön war’s im Allgäu, wir kommen auf jeden Fall wieder – der Grünten fehlt uns noch und auch Oberstdorf müsste man sich ja endlich mal im Sommer anschauen.

Als irgendwo hinter Huglfing der erste Blick auf Heimgarten, Jochberg und Benediktenwand möglich ist, da kriecht es massiv in mir hoch: Das Gefühl von Heimat, von Nachhausekommen, von Zugehörigkeit. Je älter ich werde, desto häufiger und deutlicher spüre ich das. Vor nicht allzu langer Zeit war mir das noch peinlich, mittlerweile kann ich es genießen.

Eine gute Nacht wünscht

Die Kraulquappe.

PS: Ach ja, liebe Allgäuer, erklärt mir doch bitte mal, was ein „beschaulicher Fußgänger“ sein soll?! Wir haben das Strandpromenaden- und Badevolk gründlich beschaut…

… und waren recht froh, dass wir kein Miteinander mit denen hatten.