Zwischen Drive-in und Tough-out.

Ein kleines, coronafreies Quiz: Welche Story vermuten Sie hinter diesem Foto?

Keine Idee? Na, vielleicht hilft Ihnen das hier weiter:

Groschen gefallen? Yep, richtig!

Lolek is back!
Also eigentlich war er nie so richtig weg, nur mal kurz für den Sonntag, seinen einzigen freien Tag in der Woche.
Der Spaß ist doch noch nicht zu Ende. Und es gibt auch immer noch irgendwo eine Bäckerei, die Krapfen verkauft.
Damit halte ich Lolek bei Laune. Und mich ebenfalls.

Momentan betreiben wir Nachbesserungen und Feinschliff.
Letzteren gottseidank ohne Feinstaub, nach zwei Tagen Durchputzen täte ich sehr ungern wieder ganz von vorn anfangen.
Ich lerne jetzt die Welt der FI-Schalter und Ihrer Fehlermeldungen kennen, eine sehr erdende Beschäftigung, wenn auch teils eine düstere, weil dem Bade halt das Lichte fehlt.

Außer Lolek geht mittlerweile auch Dimitros täglich bei uns ein und aus. Dimitros ist Elektriker und ein Spezl von Lolek. Im Unterschied zu Lolek mag er keine Krapfen und schenkt dem Dackelfräulein kaum Beachtung. Dafür trägt er Handschuhe und eine Atemschutzmaske, rollt das „r“ und sagt ein recht deutsch klingendes „tschüss“ (mir gefällt Loleks polnischdeutsches „tschuss“ viel besser, denn das passt klanglich auch mehr zu dem, was hier so abgeht).

Der Wiedereinbau der Kammerregale ist ein Kapitel für sich. Oder zwei. Interessiert aber en detail eh keine Sau außer den unmittelbar Betroffenen.
Nur so viel: Heute hat er jedenfalls nicht wie geplant stattgefunden, dieser Kammerregalwiedereinbau, weil die polnische Interpretation meiner Maßgabe „Die Kammer muss bis in das letzte Eckchen absolut baugleich bleiben“ eine andere war als die von mir intendierte.

Da ist jetzt ein Aufputz-Kabelkanal, der ein einem Eckchen 15mm Platz beansprucht, auf einer Länge von 80cm, und somit muss der gute Herr Wurm von der Wasserschadenfirma, der das Regal ausgebaut hat, am Montag nochmal wiederkommen, um die Regalbretter und Seitenwände zurechtzusägen und dann einbauen zu können.
Genau das wollte ich vermeiden.

Einen größeren Schock erleide ich aber nicht, als Herr Wurm aus der Kammer herausruft, hier passe etwas nicht, denn ich war instinktiv längst davon ausgegangen, dass das nicht reibungslos klappen würde und zwar schon, bevor die Kammer demontiert wurde.
Überhaupt trügt mich mein Gefühl in Handwerksdingen selten, leider hilft mir diese Gabe praktisch herzlich wenig, sondern verdirbt bloß den Nachtschlaf und den Teint.

Lolek entschuldigt sich tausendfach, dass er Bolek nicht besser beaufsichtigt hat, als jener in der Kammer werkelte und eine Leitung aus dem Sicherungskasten rauszupfte und ins Bad rüberlegte, und schenkt uns als Entschädigung das neu eingebaute WC (das der Vermieter nicht übernehmen wollte, weil das alte zwar völlig verranzt und verkalkt war, aber eben noch funktionstüchtig und als Münchner Vermieter muss man da schon aufpassen, dass einem die Mieter nicht übermütig werden vor lauter neuen Kacheln und Badewannen).
Drauf gschissn also, im wahrsten Wortsinne – das ist ein fairer Deal,. Ich hätte Lolek auch für ein halbes Abflussrohr diese Panne verziehen, aber ich nehm auch ein ganzes Klosett.

*****

Vor unserer Haustür hat gestern der Drive-in für Rachenabstriche eröffnet.
Zu Füßen der Patrona Bavariae nun ein paar Zelte, etliche Schilder und eine lange Schlange Autos. Wartezeit aktuell: drei Stunden, eher mehr. Die Polizei regelt die Zufahrt und den Warteschlangenkoller.

Drumherum schaut’s aus, als würden sie ein größeres Areal schon mal vorsorglich für einen spontanen Lazarett-Bau präparieren. Platz wäre ja auch genug vorhanden, hier auf der Wiesn. Das Frühlingsfest ist abgesagt, genau wie das Oldtimertreffen. Und bis zur fünften Jahreszeit, und ob die stattfinden wird oder nicht, denkt derzeit eh noch niemand.

Ich gönne mir eine kurze Pause fern der Baustelle Wohnung mit Frischluft und Sonne. Auf jeder Bank sitzt brav nur 1 Mensch, den Kopf zumeist gesenkt, wg. Smartphonegucken, Sonnenbrille vergessen oder allgemeinem Trübsinn.
Erstaunlich viele Kinder springen hier noch herum, Klein- und Großfamilientreffen finden statt, die schiefhängenden Haussegen schon gut hörbar. Lagerkollergesichter, Verschwörungstheoriegeräderte und durchschnittlich Angsthabende. Dazu noch Sporttreibende, Allesignorierende, Schulfreigestellte und emsige Radkuriere.

Die Ausgangssperre rückt mit jedem Gruppenkaffeekränzchen und -pläuschchen und Kinderhordenkreischen näher.
Auf meinem linken Knie landet ein Marienkäfer, dem das alles wurscht sein kann. „Du genießt deine Käferfreiheit“, sage ich zu ihm, „und wir haben das Dackelfräulein, das uns den dreimaligen täglichen Ausgang sichern wird, wir haben es doch noch ganz gut erwischt, oder?“

*****

Mehr möchte ich für heute nicht sagen zur coronaren Lage in der Isarmetropole, aufgrund eigener Psychohygienemaßnahmen und um mir eine gewisse Sorte von Nicht-Diskussionen heute vom Leib zu halten, mit der ich in den letzten Tagen konfrontiert war.
Denn kaum spitzt sich die Coronakrise zu, meldeten sich erste Kritiker sich zu Wort, weil ihnen irgendetwas in einem meiner coronaren Beiträge, derer es ja noch gar nicht viele gab, nicht behagte. Drei Meldungen waren es, um genau zu sein, dem einen missfiel ein Satz, dem anderen ein Foto, dem dritten ein Kommentar eines anderen Lesers.

Ich diskutiere gern, ich erkläre auf Nachfrage auch gern meine Haltung, ebenso gern kläre ich Missverständnisse auf oder vermittle zur Not sogar mal unter den Kommentatoren. Am liebsten auch gleich hier, an Ort und Stelle, wo sich ja die Quelle befindet, an der sich der Unmut entzündete und die Diskussion dazu auch am besten stattfinden sollte, aber meinetwegen auch auf anderen Kanälen, falls dem Leser oder der Leserin irgendwas aufstößt, das er/sie zwar unbedingt loswerden möchte, nur eben lieber nicht öffentlich.

Was mir aber aufstößt, sind kritische Kommentare mit (prinzipiell begrüßenswerten) Hintergrunderläuterungen, die nur vordergründig zur Diskussion einzuladen scheinen, weil sie so persönlich verpackt oder wortreich oder beides daherkommen, weshalb ich selbstverständlich gleich dazu Stellung nehme und ebenfalls meine Hinter- und Beweggründe erläutere – und dann kommt dazu aber nix mehr zurück oder nur ein schmales, schales Sätzlein, dass es ja sooo wichtig nun auch wieder nicht sei.
Eine Art Zurückrudern, als habe man es ja nur mal sagen wollen (aber lieber nix dazu hören wollen), also eher ein Abwürgen der Debatte, die ja kaum begonnen hat.

Das ist in meinem Augen nichts weiter als ein fruchtloser Austausch, um nicht zu sagen: ein nutzloser Schlagabtausch, keinesfalls aber eine echte Auseinandersetzung mit sachlichem Argumentieren, keine konstruktive Diskussion, die ja neben dem Loswerden der eigenen Kritik ebenso beinhalten sollte, auch den anderen anzuhören und auf ihn einzugehen, zumal der sich ja die Mühe machte, sich mit der Leserkritik ernsthaft auseinanderzusetzen.

Wenn es sich so verhält, möge man doch bitte am Stammtisch meckern, wo eh keiner dem anderen zuhört oder wirklich antwortet, oder möge man in Zeiten wie diesen, in denen die Stammtische geschlossen haben, einfach in sein Tagebuch hineinmotzen, denn von dort kommt kein Echo, und was dort steht, erzeugt auch keine Widerworte und stellt keine unbequemen Nachfragen, die einem dann abverlangen würden, sich womöglich tiefergehender (oder konkreter) mit dem eigenen Spontangepolter zu befassen.

Was Sie hier in diesem Blog lesen, liebe Leserinnen und Leser, und zwar ganz egal, ob es um Corona, Leben, Tod, Mütter, Väter, Dackel, Nachbarn, Handwerker, Biersorten, Berggipfel, Liebe, Leiden, musikalische und hygienische Vorlieben und Abneigungen, Krapfen von Kustermann oder Krümelschubladen von Toastern geht, ist meine Sicht auf eben diesen meinen Ausschnitt der Welt, den ich im Augenblick des Schreibens (und je nach Lust und Laune) näher oder ferner betrachten möchte oder zu betrachten vermag.

Sie sind jederzeit eingeladen, sich dazu zu äußern: ablehnend, zustimmend, herumalbernd, mitweinend, nachfragend, hinterfragend, interessiert, animiert, argumentierend, ergänzend, erläuternd, flossenklopfend, schwanzwedelnd und sogar bellend, wenn es nicht in Dauergekläffe ausartet, denn dann, so meine ich, passen wir wohl einfach nicht zusammen, so vom Kommunikationsverhalten, Stil und Anspruch her.

Das wäre dann wie Hund und Katz, die auch nicht dieselbe Sprache sprechen, und die man zwar mit Mühe und Beharrlichkeit aneinander gewöhnen kann, aber solche Bemühungen, die würde ich mir gern für das Leben jenseits meines Blogs aufheben, und selbst dort nur für die Situationen, in denen derlei Anstrengungen oder Anpassungsleistungen zwingend erforderlich sind.

Wie beispielsweise das Telefonat mit dem Hersteller der in den verkehrten Maßen gelieferten Duschtrennwand, das ich jetzt noch führen muss.
Einer dieser Menschen, denen es immerzu gelingt, auf eine Email alles Mögliche und Unmögliche zu antworten, aber zu der einzigen Frage, die darin enthalten war, hartnäckig schweigen.

Ein einziges Kommunikationstrainingslager, diese Monate nach dem Wasserschaden.

Zumindest in der Hinsicht bin auch ich bereits nah am Lagerkoller.

*****

München, Theresienwiese, heute. Zoomen Sie’s groß, dann sehen Sie die Drive-in-Schlange. Lassen Sie’s ungezoomt, dann sehen Sie einfach schönen bayrisch-blauen Himmel.

Songs des Tages (41+42) – und ein Text zur Nacht.

Für meine kleine, treue Gefährtin zum 8. Geburtstag: Eine Trilogie.

(1)

Well, people turn their heads around
When I walk with you, baby, straight through town
You’re mine, baby, baby, you’re mine
You’re my little baby, I’m proud, baby, that you’re mine

Ja, genau: Stolz bin ich, wie am ersten Tag, dass du mein Hund bist.
Und glücklich!

 

(2)

We said we’d walk together baby come what may
That come the twilight should we lose our way
If as we’re walking a hand should slip free
I’ll wait for you
And should I fall behind
Wait for me

We swore we’d travel darlin‘ side by side
We’d help each other stay in stride
But each lover’s steps fall so differently
But I’ll wait for you
And if I should fall behind
Wait for me

…so wollen wir’s auch auf unserer zweiten Weghälfte halten.

 

(3)

Und nun lass uns hinausgehen in die Rauhnacht,
in der Du zur Welt gekommen bist,
lass uns rennen, spielen und den Mond anheulen,
so wie es schon Deine Ahnen taten!

See_lenfrieden.

Eine überwiegend aufreibende, anstrengende Woche. Am Schreibtisch ebenso wie draußen – und überhaupt.

So ein Tierkliniktermin hängt mir tagelang nach, vor allem, wenn auch die Diagnosen erst Tage später eintreffen. Selbst, wenn man bewusst nicht wartet, so wartet man eben unbewusst doch.

Seit gestern wissen wir mehr. Giardien. Na super. Den Hundekundigen unter Ihnen ist klar, was das bedeutet. Den anderen empfehle ich, nicht nachzuschlagen. Immerhin ist nun die fünfwöchige Leidenszeit des Dackelfräuleins hinreichend erklärt.

Dann noch ein anderer Verdacht, aufgrund der Blutwerte. Gar nicht schön. Das bleibt hier aber so lange unerwähnt, bis es endgültig abgeklärt ist, denn ich bilde mir gelegentlich ein, dass man manchen Dingen durch ihr Nicht-Niederschreiben auch ihre Existenzgrundlage entziehen kann.

Überhaupt stand Fräulein Hund diese Woche etwas arg im Vordergrund. So lang war sie noch nie paarungswütig, so oft hab ich noch nie „Ist das ein Rüde?“ durch die Gegend geplärrt oder mein Bein trennend zwischen sich begegnende, hormongesteuerte Vierbeiner gestellt.

Und nebenher noch viele andere Dinge, die einen beschäftigen (zwischendurch den rechten Arm endlich dem Osteopathen anvertraut).

Deshalb bin ich jetzt mal kurz weg.
Auf Mutter-Kind-Kur quasi. Nur ohne Kind. Das ist daheim, beim treusorgenden Gatten.
Ich hab mal nachgerechnet: 2019 war ich bislang genau 4 Tage/Nächte als Individuum ohne Anhang unterwegs. Da schlag ich doch nun glatt nochmal zwei Tage obendrauf!

Muss mal für mich sein. Aber nicht irgendsoein Wellnesskörperpamperseeleaufweichprogramm (schade eigentlich), sondern eine kleine Arbeitsklausur. Ein Text möchte fertig werden. Bzw. überhaupt erstmal geschrieben werden. Ein wichtiger Text. Das erfordert Ruhe und Abstand – und einen geeigneten Ort fürs Anfangen.

Dieser Ort ist hier. Am See. Mit Blick auf den See. Grau sieht er aus, im November, aber das passt prima.

Nebenan das Bootshaus, vor dem in den Kindheitsommern der S. saß, der immer mit der Mutter flirtete (und sie mit ihm), wenn wir bei ihm ein Ruderboot ausliehen, um rauszufahren auf den See.

Unverändert steht es da, das Bootshaus. Ich kann das Knarzen der Holzplanken noch hören, wenn die Mutter über den Steg lief, um trockenen Fußes das Boot besteigen zu können (es ging wohl eher drum, sich von S. ins Boot hineinhelfen zu lassen, denn er hielt sie immer an der Hand, sobald sie die erste Sprosse der Leiter betrat, die vom Steg ins Wasser hinunterragte).

Kann das Knirschen und Klackern der Uferkiesel noch hören, über die ich in dem türkisen Jerseykleidchen mit dem Segelbootmuster (die Basttasche über der Schulter und die Sandalen in meiner Rechten) ins Wasser hineinging, um von dort aus ohne helfende Hand in das Boot zu klettern, in dem die Mutter bereits saß und selten selig vor sich hin lächelte.

Der S. wohnt im oberen Ortsteil, ist nun 79 und längst nicht mehr Bootsverleiher, bestimmt aber immer noch so braungebrannt wie 1979.

Haben Sie ein schönes Wochenende & bis demnächst!

Ankomst!

Ankomst!

…für all die, die sich oder mich gefragt haben, wieso es hier grad so ruhig geworden ist.

Ich bin vorübergehend dort. Und Sie können immer noch mitkommen, die Fähre nach Gotland hat noch nicht abgelegt.

Destination Gotland: Letzter Gruß aus München & eine Einladung für Sie.

Pack‘ ma’s! – wie der Bayer zu sagen pflegt. Auf geht’s Richtung Norden!

Gestern ein letztes Mal im Liebslingsbad gewesen. 2.000m lang „Ich packe meinen Koffer und nehme mit“ gespielt. Das Ergebnis daheim in die Tat umgesetzt. Und noch ein bisschen ergänzt. Dann die letzte meiner Listen zerrissen.
Anschließend dem Gatten eine neue Liste in die Hand gedrückt. Ein totales Novum. Nicht die Liste selbst, aber ihre Länge. Seit wir uns kennen und ich gelegentlich allein verreise ist es die erste, die nur eine Seite lang ist – er konnte es kaum glauben, war aber sichtlich begeistert, was man ihm mittlerweile so alles zutraut. Nach nur 13 Jahren 😉

Die paar Sachen… (und bevor Sie fragen: nein, der Stuhl bleibt hier!)

Jetzt ist es endlich soweit: alles gepackt und eingeladen, die kleine Zwei-Frauen-Crew fit, munter und startklar, der Himmel der Bayern zum Abschied herrlich blau und die Speicherkarte ganz frisch für die Fahrt mit einer Mischung aus 678 Musiktiteln bestückt.
iTunes sagt, die musikalische Datenmenge reicht für zwei Tage pausenlose Beschallung, also dürfte es auf der zweitausend Kilometer langen Fahrt bis zum Fährhafen in Schweden damit nicht langweilig werden (und ich bin ja eh kein Dauerhörer), wenngleich 342 der 678 Songs… (naja, lassen wir das, Sie können sich’s ja denken).

Fühlen Sie sich herzlich eingeladen und reisen Sie zahlreich mit uns!
Virtuell, versteht sich, denn real haben wir nicht mehr wirklich ein Platzerl für Sie frei in unserer kleinen Kutsche. 2 Kartons Hundeverpflegung (gemäß der Erfahrung: Gibt’s auf Reisen das gewohnte Futter, sind die Geschäfte täglich in Butter), 15 Kauknochen (jeden zweiten Tag einen), 3 Pfotenhandtücher (eine Waschmaschine sehen wir allerfrühestens in zwei Wochen), 1 Hundekörbchen (mehr als Alibi oder für Lokalbesuche), 1 Kasten Schneider Weiße TAP7 (das Bier in Schweden schmeckt entweder nicht oder ist sauteuer oder beides), 1 Rucksack mit Schwimmsachen (immer griffbereit, da essentiell für Leib und Seele), 1 große Tasche mit Technik-Geraffel (absurd eigentlich: allein fünf verschiedene Ladekabel sind dabei) und Literatur (zur Orientierung, Wissenserweiterung und Erbauung), 1 Tagesrucksack (mit dem sogenannten Nötigsten drin – Sie wollen nicht wissen, was das alles ist, aber ich schwöre: es ist nötig), und schließlich die Lücken zwischen den Kartons, Kästen und Rucksäcken äußert gut mit allerhand Klamottenkisten gefüllt (denn vom Hochsommer in den Weinbergen und der Lüneburger Heide über den Spätsommer auf Gotland und Farö bis hin zum Frühherbst in Stockholm, Malmö und der deutschen Nordseeküste müssen wir für alles gerüstet sein).

Und hier kommt für Sie, liebe Leserinnen und Leser, der Link, unter dem Sie sich Ihren „Mitreiseplatz“ reservieren können:

https://destinationgotland.travel.blog

Sie können uns als WordPress-Follower, als Email-Follower oder als nicht verfollowbarer Leser und/oder Kommentator begleiten, indem Sie als blinder Passagier unterwegs sind und einfach still und heimlich die Blog-URL aufrufen.
Vergessen Sie bitte nicht: fürs Kommentieren müssen Sie keinen WordPress-Account haben und auch kein registrierter Follower sein, sondern Ihrem Kommentar lediglich einen (echten oder fiktiven) Namen und eine Mailadresse beigeben, die niemand außer mir und dem Dackelfräulein sehen kann und wird.

Ich bin Ihnen allerdings auch nicht gram, wenn Sie die Wochen unserer Abwesenheit nutzen möchten, um sich Ihrerseits ebenfalls zu absentieren und wir uns dann erst im Oktober hier im üblichen Kraulquappen-Blog wiedersehen.
In diesem Fall jammern Sie aber bitte nachträglich nicht herum, dass Sie nichts von einer der schönsten Regionen Schwedens und einem noch viel schöneren, im Meer badenden und sandburggrabenbuddelnden Dackelfräulein gesehen haben sowie von all den Begegnungen, Verständigungsproblemen, Mückenstichen, Unterkünften, Schwimmbädern und Kuchenstücken auf unserer Reise nichts mitbekommen haben und Ihnen nebenbei auch noch ein paar Perlen aus dem glorreichen Œuvre des Herrn Springsteen entgangen sind.

Ganz unabhängig davon , ob Sie uns nun nach Schweden folgen möchten oder nicht: Sie können die nächsten Wochen auch damit überbrücken, dass Sie morgen einen gut sortierten Zeitschriftenkiosk aufsuchen und sich die neue Dog&Travel besorgen und sich mal angucken, wo wir das ganze Jahr über so herumstrawanzen.

Wie dem auch sei – wir sind dann mal weg.

Auf ein baldiges Wiedersehen (hier oder dort) & machen Sie’s gut!
Herzlich,
Ihre Kraulquappe.

Anybody alive out there? oder: Zwölf Tage im Zeitraffer.

Bevor sich die Nachfragen häufen oder die Sorgen intensivieren: Jaja, wir leben noch.

Nach all der alpinen und mentalen Erhabenheit folgten der Abstieg ins Tal und die Erkenntnis, dass es erstmal nichts mehr zu sagen gibt, weil für den Augenblick das Sagbare tatsächlich gesagt war, und das Unsagbare ja sowieso ein solches bleiben würde, zumal uns zu Tale bereits nach kurzer Zeit ein paar Unsäglichkeiten ereilten, die zu überstehen waren und mittlerweile auch überstanden sind.

Zu guter Letzt noch eine erfreuliche Serie an sagenhaft schönen Begegnungen und Unternehmungen, die viel Zeit gebunden und Aufmerksamkeit gefordert hat – und schon waren zwölf Tage ins Land gegangen (oder ins Wasser) und nun sind wir wieder da, wobei wir ja nie weg waren, nur eben nicht hier.

*****

In Bildern ausgedrückt war’s ungefähr so (chronologisch sortiert, aber unter Auslassung diverser Lowlights & Details & misslungenen Bildmaterials):

Big sisters are watching you! – der Abstieg aus dem Wettersteingebirge…

…und direkt danach ins Alpspitz-Bad: 70er Jahre Charme, wettgemacht von einem traumhaften 50m-Außenbecken mit Alp- und Zugspitzblick.

Wieder daheim gings dann los mit den Begrenzungen und dem Bierzeltaufbau…

…und den Versuchen, der Hitze zu trotzen & Nachfragen zu verneinen („Ui, haben Sie das nasse Handtuch für den Hund bewusst in Bierbankfarbe mitgenommen?“)…

…und schließlich testet das Dackelfräulein Ende Juli bei 33 Grad und mit kühlem Frottee umwickelt noch sein neues Front-Körbchen (mittlerweile haben wir uns auch beide an das Ding gewöhnt, sind nun in 7 Min an der Isar statt vormals in 15 – und damit noch schneller im Wasser und weg vom Asphalt, falls der wieder mal zu heiß werden sollte)…

…und dann kam (unter anderem) das hier: nennen wir’s einfach mal die „Nachwirkungen“ der etwas speziellen Hüttentoilette oder des abgestandenen Wassers aus der Zisterne oben auf 2.400m…

…jedenfalls taperte ich zitternd und delirierend und mit der bangen Frage durch die Wohnung, ob der Hund womöglich zum Geodreieck mutiert ist oder einem der fiese Virus den Blick so vernebelt…

…derweil im benachbarten Frankreich the Boss himself M&M’s kauft, so dass man gleich nochmal ins Grübeln kommt, ob man nicht doch zu voreilig den Freunden die Silvesterreise in die Bretagne abgesagt hat.

Naja, und dann kam noch das hier: Sie sehen’s ja am Pfötchen…

…aber kaum waren wir wieder am Wasser angelangt, tauchten die Sorgen gleich ein bisschen unter…

…und das Fräulein und ich all unsere Flossen in den See…

…was eine wahre Wohltat war: mal wieder einen See komplett zu durchschwimmen, sogar mit Berg- und Klosterblick (schwer zu erkennen, Pippa übt das Fotografieren mit dem Smartphone noch).

Baden in Bayern, aber richtig und züchtig!

Anschließend auf Wasserwegen durchs Moorgebiet gewandert…

…hinüber nach Reutberg auf ein Feierabendbier aus der Klosterbrauerei (eine der vielen tollen Touren aus dem beliebten Buch „Wanderungen für Leib und Seele 😉 )…

… und am Tag drauf noch Besuch von der Freundin aus Braunschweig, die einen in allen Hundesorgen so gut versteht, weil sie selbst einen hat…

…und gemeinsam einen herrlichen Spazier- und Sprechmarathon am Starnberger See absolviert, mit der schönen Aussicht, sich schon in Kürze wiedersehen zu können.

In der Hoffnung, hiermit die meisten Nachfragen beantwortet zu haben, grüßen herzlich  –
die Kraulquappe & das Dackelfräulein.

10 Dinge, die ich in 5 Jahren Bloggen gelernt habe.

WordPress gratuliert mir morgens um kurz vor 4 zum 5-jährigen Jubiläum. Zeit für ein kleines Resümee.

1. Die Blogosphäre: Eine unendliche Spielwiese für Identitätsentwürfe aller Art und Unart. Ein Blick durchs Schlüsselloch in die Reinräume diverser Selbsttherapien und in die Verliese vermeintlich Austherapierter – ein weites Feld und noch mehr, das alles.

2. Zwischen bloggender Kunstfigur und realer Person hinter Text/Bild unterscheiden zu können, ist gleichfalls Kunst. Eine, die ich mangels diesbezüglicher Phantasie oft nur ungenügend beherrsche.

3. Es gibt Blogger, die unter lautstarkem Vorgeben von Authentizität schreibenderweise eine komplette Biographie erfinden. Um sich dann ganz authentisch darüber zu freuen, wenn andere das lesenderweise für bare Münze nehmen.

4. Man kann überall Freunde finden. Auch in der World of WordPress.

5. Beim Bloggen über Fußball hört der Spaß auf. Bei bestimmten Vereinen sowieso.

6. Worte verbinden nur dort, wo Wellenlängen übereinstimmen. Da hatte Max Frisch schon recht.

7. Dass jemand Follower wird, heißt noch lange nicht, dass derjenige dir folgt (im Wortsinne) oder dem, was du schreibst, folgen kann (im Hirn- oder Humorsinne). Und es heißt erst recht nicht, dass er deinen Blog aufmerksam oder überhaupt verfolgt.

8. Ein Like bedeutet manchmal weder, dass der Liker deinen Beitrag gelesen hat, noch, dass er ihm gefällt. Manchen rutscht einfach nur die Maus oder der Finger aus.

9. Ein Dackelfoto (be)wirkt mehr als 1000 Worte. Diese Erkenntnis sollte womöglich ernster genommen werden (doch besser zu Instagram auswandern?).

10. Mehrere Fotos von zwei Dackeln (wie gestern) – und die Aufrufzahlen gehen durch die Decke (ich bin noch nicht im Stande, „viral“ korrekt in einen anständigen Satz einzubauen, daher die altmodische „Decke“, aber immerhin eine im Altbau). Das gibt mir ziemlich zu denken.

Wien (7): Wieder (da)hoam.

Via Wachau heimgefahren.
Kannten der Gatte und das Dackelfräulein noch nicht, musste ihnen natürlich gezeigt werden, wenn man schon in der Nähe ist.

Sehr schmuck dort. Bestes Wetter, fast schon zu warm. Das Fräulein stürzte sich gleich in die Donau.

Trans Danubia: Von Krems nach Mautern.

Erst lange spaziert, dann – logistisch wohl vorbereitet – das müde Hunderl im kühlen Parkdeck ins Auto gesetzt und das Kremser Karikaturmuseum aufgesucht, zum Deixn und Feixn. Da war ich mal vor ewigen Zeiten und fand das damals schon super. Ist noch vieles hinzugekommen zu der Sammlung.

Wenn Sie mal in der Wachau sein sollten: Fahren Sie da unbedingt hin, wenn das Ihr Humor ist. Am besten vor dem Besuch der Weingüter, damit Ihnen die Nuancen nicht entgehen. Und gucken Sie sich auch Krems an, trotz der vielen steilen Gassen und des Kopfsteinpflasters.

Die Schaumrollen im Café Maria in Mautern – die uns von den Linzer Freunden, die wir im Burgtheater trafen, empfohlen wurden – können Sie sich sparen (wirklich krass pappsüß), drehen Sie dort lieber gleich eine Runde durch das Kastell oder hatschen Sie hinauf zum Stift Göttweig, denn nach dem Verzehr der Schaumrolle fällt Ihnen das viel schwerer!

Kurz vor der Landesgrenze noch ein Stopp zum Abendgassi und -imbiss am Mondsee.

Abendstimmung am Mondsee.

Und weiter nachhause.

Schon hinter Berchtesgaden ein aufkeimendes Heimatgefühl, das sich ein Stück später mit dem Schild „Wendelsteinregion“ intensiviert und im Tölzer Land schließlich spürbar im ganzen Körper ausbreitet.

Das ist mir längst nicht mehr peinlich, dass das bei mir so ist. Ich gehöre wahrscheinlich zu den wenigen Menschen, die, wenn sie auf der A8 (irgendwo auf der Höhe von Unterhaching und Neubiberg) den Olympiaturm am Horizont des Nachthimmels leuchten sehen, tatsächlich vor lauter Freude eine kleine Gänsehaut bekommen. Natürlich nicht jedes Mal, aber immer dann, wenn ich mal länger als drei Tage von daheim weg war.

Ich komme einfach gern heim, ich gehör‘ da hin und irgendwas dort gehört wohl auch untrennbar zu mir.

Ja, das war’s.

Die Palatschinken san verzehrt,
s’letzte Krügerl leidlich g’leert,
oba s’Lebn, des is koa Wunschkonzert,
wann mit’m Zamperl nach Wien man fährt.

Fazit zu Wien: Immer noch Platz 2 auf der Liste der liebsten Großstädte.

Leider keine Option für ein Stadtleben mit Hund, sofern sich diese Frage denn je stellen würde. Außer vielleicht in den Randbezirken, aber dann tät man nicht mittendrin wohnen, in einem der Bezirke innerhalb des Gürtels, wo’s uns so gut gefällt, und das wär ja nicht mehr Sinn der Sache und außerdem herrscht auch am Stadtrand Leinenpflicht (wenngleich wohl weniger kontrolliert wird).
Mal ganz abgesehen von der lausigen Schwimmbadsituation in dieser Millionenstadt und mit einer schätzomativen Fahrzeit von weit über einer Stunde bis in irgendeine nennenswerte Bergregion (= mehrere Gipfel, die über 1.500m hoch sind), die Wien als Wohnort für mich schwierig machen würde (Kategorie Luxusprobleme, schon klar, ich erlaube mir halt solche Gedankenspiele gern).

Wenngleich schätzomativ noch so ein Wort ist, das man nur zu gern im Alltag verwenden täte wie überhaupt so vieles aus dem dortigen Sprachschatz, der uns wohl niemals fadisieren würde.

Das Österreichische klingt ja um so viel weicher und lebendiger als das Deutsche (das Hochdeutsche vor allem), sogar Hässliches bekommt in dieser Sprache teils einen menschlicheren Anstrich (oder macht’s der Tonfall?).
Das Österreichische nimmt sich Zeit, gestattet sich Umständlichkeiten und Altertümelndes (ja pflegt diese geradezu!), denen das Hochdeutsche wenig Platz einräumt.

Die deutsche Sprache hat im Vergleich zur österreichischen einfach keine Zeit, sie hetzt durch die von ihr geformten, harten Sätze, ist effizienter und kälter, schlägt die Hacken zusammen und steht stramm. Das passt schon, dass wir hier Hackfleisch sagen (zackzack, hackhack) und es bei unseren Nachbarn Faschiertes heißt (wenn Sie einmal in einem dortigen Supermarkt an der Theke gehört haben, wie jemand „I bekomm bitte zehn Deka Faschierts“ sagt, werden Sie wissen, was ich meine).
Die Sprache der Alpenrepublik lümmelt gmiatlich aufm Diwan im Tschecherl umanand während sich das Hochdeutsche hastig einen Kaffee im Plastikbecher reinkippt, to go, versteht sich, and not to sit comfy and just looking around.

Schön war’s.
Sehr inspirierend und horizonterweiternd.

Und nun steht Anderes an, dringende Arbeiten & drängende Terminsachen.

Ich verabschiede mich also an dieser Stelle für ein Weilchen in die Konzentration und Klausur, danke Ihnen allen für Ihre wunderbare Reisebegleitung und die zahlreichen Kommentare und bitte nicht beleidigt zu sein, wenn ich hier die nächsten Tage auch lesenderweise nur selten oder gar nicht auftauchen werde.

Auf bald, machen Sie’s gut, Tschau & Baba –
Ihre Kraulquappe.

Stinkender Grödel oder: Perlen der Statistik.

Wenn ich einen Blick in meine Website-Statistik werfe, die mir das WordPress-Dashboard anbietet, so tue ich das meist deshalb, um mir einen Überblick darüber zu verschaffen, welche Beiträge bei der geneigten Leserschaft besonders gut ankommen (ernüchternde Faustregel übrigens: je mehr Dackel und je weniger Text, desto beliebter), eher wenig Anklang finden oder von der Aufrufzahl her gar die Vermutung nahelegen, dass man schon mal Interessanteres zu offerieren vermochte oder einfach mal die Klappe halten sollte.

Ab und an gucke ich mir auch noch die Aufrufzahlen nach Ländern sortiert an und staune dann immer mal wieder, dass das Dackelfräulein selbst in Aserbaidschan, Simbabwe, Indonesien oder Guatemala ein paar Fans zu haben scheint oder es Menschen in Taiwan, Weißrußland und Chile gibt, die sich für mein Lieblingsschwimmbad bei Nacht interessieren (dass alle Springsteen-Beiträge weltweit gelesen bzw. die dort eingebetteten YouTube-Videos rund um den Globus angeschaut werden, verwundert mich natürlich kein bisschen).

Gelegentlich schaue ich mir auch die Kommentatoren-Hitlist an, die lange Zeit von Herrn Speed angeführt wurde, der zwischenzeitlich aber längst von Frau Tontoeppe überholt wurde und dem auch Sori1982, Spike und Anwolf bereits dicht auf den Fersen sind.

Was die Follower angeht, über die WordPress ja auch ordentlich und chronologisch Buch führt, so hatte ich irgendwann mal vor, dem 100. zu gratulieren, und als ich das versäumt hatte, zumindest dem 200. tapferen Abonennten einen Blogpost zu widmen, und als ich auch das verpennt hatte, beschloss ich, diesbezüglich einfach erst dann tätig zu werden, wenn ich jemals die 1.000-Follower-Marke sprengen sollte, was wohl eher nicht passieren wird, da ich meinen Blog ja nirgends bewerbe, verlinke, verteile oder sonstwie an die große Glocke hänge und mir sogar dann und wann erlaube, Follower zu entfernen, wenn es sich a) um eine Karteileiche handelt oder b) um jemanden, dessen Blog ich fragwürdig bis abstoßend finde oder c) man von demjenigen blöd angemacht wurde oder er wiederholt durch Unhöflichkeit, Stillosigkeit oder Dummheit auffiel.

Weshalb ich nun überhaupt erstmals auf diese WordPress-Statistiken zu sprechen komme, liegt daran, dass mir heute ein Eintrag in einer der Auswertungsrubriken auffiel, bei dem mir fast die Gabel ausgekommen und in meine Spaghetti Aurora gefallen wäre – es blieb dann bei einem Saucensprotzer über das untere Drittel des Tischtuchs. Und zwar geht es um die Rubrik „Suchbegriffe“, in der meist der Eintrag „unbekannte Suchbegriffe“ samt Anzahl drinsteht und nur alle paar Tage mal konkrete Begriffe gelistet werden.

Schon ein paarmal musste ich herzhaft drüber lachen, welche Suchanfragen im Netz dazu führten, dass jemand sich ausgerechnet auf meinen Blog verirrte, der ja eher nichts für Suchende aller Art ist: „Hunderampe Wohnung“ beispielsweise (nun gut, ich hatte mal etwas über die Dackelrampe in mein Bett veröffentlicht), oder „Mietmaden“ (erstaunlich, denn ich bloggte zwar oft über den elenden Münchner Mietmarkt, aber weder über Insektenlarven noch über Mietnomaden, was der Suchende wohl eigentlich meinte), oder auch „sind raunächte schuld an der sterberate“ (europäisches Brauchtum ist keines meiner Steckenpferde und solch wild konstruierte Zusammenhänge erst recht nicht, abgesehen davon würde ich die Rauhnächte immer mit „h“ schreiben).
Erwartbar und wenig überraschend waren z.B. Suchbegriffe wie „Dantebad Winter Umziehen“, „Dachshund Couture“, „Bruce Springsteen Alter“, „prolaktinsenkende Maßnahmen“ oder „mit Kalkschulter tanzen“ – exakt mein Orbit und Themenspektrum!

Heute Abend aber traute ich meinen Augen kaum, als da neben dem üblichen „unbekannte Suchbegriffe“ doch tatsächlich der Eintrag „stinkender Grödel“ zu lesen war.

Geht’s noch?!?
In meinem gesamten Blog gibt es keinen einzigen stinkenden Grödel, auch kein Paar stinkender Grödel, denn mit den Dingern laufen wir schließlich nur im sauberen Schnee und in der klaren Luft der bayrischen Bergwelt herum und da stinkt nichts! Nirgends! Und uns stinkt’s auch nicht, wenn wir mit den Grödeln unterwegs sind, im Gegenteil, bei mancher Wintertour hätte es einem eher gestunken, wenn man sie nicht dabeigehabt hätte.
Warum also führt die Suche nach stinkenden Grödeln zu meinem gut gechlorten und blitzsauberen Blog?
Was für ein depperter Algorithmus, welches bekloppte Auswertungstool war da am Werk – und nach was, um alles in der Welt, suchen die Menschen bloß im WWW?

Ge_danke_n 2018 (12).

Zu guter Letzt möchte ich Euch allen danken: den Leserinnen und Lesern, meinen treuen Followern, den engagierten Kommentatoren, den zahlreichen Bloggern, bei denen ich gern und regelmäßig lese, meinen Freundinnen und Freunden, allen Fans vom Dackelfräulein sowie der Springsteen-Fangemeinde und auch all jenen, die hier eher heimlich mitlesen und sich nie zu Wort melden.

Danke für Euer Interesse sowie all die Anteilnahme und Resonanz –
es war ein anregendes Jahr mit Euch und ich freue mich auf ein weiteres!

Lasst das Jahr so ausklingen, wie es für Euch am stimmigsten ist: mit Familie, Freunden oder alleine, mit Korkenknallen oder Stille, mit Loriot oder Rammstein, mit der Decke überm Kopf oder dem Kopf unterm Arm, mit Vorsätzen oder ohne…

Wir sind dann mal kurz weg, denn direkt an einem der Münchner Hot Spots für den Silvesterabend wohnend kann man als Hundebesitzer nur die Flucht ergreifen.

Möge der niederbayerische Gutshof, in den wir uns verkrümeln, keine unkastrierten Rüden beherbergen, tatsächlich so ruhig und idyllisch liegen wie es booking.com verspricht, uns wirklich in einer Nische im Restaurant, in der auch das Dackelfräulein dabeisein darf, das Silvestermenü serviert werden und der Rest der Hausgäste nicht nur aus pensionierten Landärzten oder Bierkutschern bestehen (und falls doch: so möge wenigstens die Aussicht vom Zimmer auf das Feuerwerk im nicht allzu weit entfernten Plattling oder Deggendorf eine gute sein).

„Die Zeit verrinnt, die Spinne spinnt in heimlichen Geweben.
Wenn heute Nacht das Jahr beginnt, beginnt ein neues Leben.“
(Joachim Ringelnatz)

In diesem Sinne & bis bald
Eure Natascha alias Kraulquappe.